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Grundlagen der Ökonomie (Fach) / BWL (Lektion)

Vorlesungen Definitionen

Diese Lektion wurde von mitchlestrange erstellt.

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  • Einzahlungen sind Zahlungsmittel, die dem Unternehmen über die Kasse, die Bank oder das Postgirokonto zufließen (einschließlich Kreditzugänge)
  • Auszahlungen sind Zahlungsmittel, die das Unternehmen über die Kasse, die Bank oder das Postgirokonto verlassen (einschließlich Kredittilgungen)
  • Einnahmen sind der geldliche Gegenwert der verkauften Produkte und für Fremde erbracten Dienstleistungen (unabhängig vom Zeitpunkt des Zahlungseingangs)
  • Ausgaben sind der geldliche Gegenwert der gekauften Produktionsmittel und von Fremden erbrachten Dienstleistungen (unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung)
  • Ertrag ist der Wert der in einer Periode erzeugten Güter und Dienste
  • Aufwand ist der Wert der in einer Periode verbrauchten Produktionsmittel und Dienste
  • Unterschiede zwischen Ertrags/Aufwandsrechnung und Einnahmen/Ausgabenrechnung - Erfassung und Bewertung der Mehr- oder Minderbestände an selbsterzeugten (aber noch nicht verkauften) Produkten sowie an zugekauften (aber noch nicht verbrauchten) Produktionsmitteln un der Ertrafs/Aufwandsrechnung - Unterschiedliche Behandlung der langlebigen Gebrauchsgüter: --> in einer reinen Einnahmen/Ausgabenrechnung erscheinen sie zum Zeitpunkt der Anschaffung mit ihrem Kaufpreis aus Ausgabe --> in der Ertrags/Aufwandsrechnung wird der Verbrauch als Abschreibung auf die Nutzungsdauer verteilt
  • Leistungen sind Werte der innerhalb einer Produktionsperiode erzeugten Güter und Dienste
  • Kosten sind Werte des leistungsbezogenen - dh durch die Leistungserstellung verursachten Verbrauchs an Produktionsfaktoren und Dienstleistungen
  • Unterschiede Ertrags-Aufwandsrechnung und Leistungs-Kostenrechnung Ertrags-Aufwands-Rechnung: - bezieht sich auf das Gesamtunternehmen - Abrechnung zeitorientiert (Wirtschaftsjahr), d.h. zeitgerechte Zuordnung - Kenngrößen abängig von Eigentumsverhältnissen Leistungs-Kosten-Rechnung: - hauptsächlich konzipiert für Teilbereichskalkulationen - verursachungsgerechte Zuordnung (Kausalprinzip) - Kennwerte unabhängig von Eigentumsverhältnissen, daher zwischen Betrieben vergleichbar
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  • Erweiterte Definition von Kosten Kosten sind der bewertete Verzehr von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistungen sowie zur Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft erforderlich ist
  • 3 Kriterien zur für Kostenentstehung mengenmäßiger, leistungsbezogener, bewerteter Verbrauch
  • Deckungsbeitrag (DB) DB = Erlös - Kvar zur Deckung der FIXEN Kosten DB - Kfix = Gewinn Kurzfristige Produktionsschwelle: positiver DB: Produktion (kurzfristig) fortsetzen, da der Gewinn maximiert oder zumindest der Verlust minimiert wird!
  • Marktleistungen Binnenleistungen Marktleistungem: entstehen durch den Verkauf der Produkte Binnenleistungen: Leistungen in Form von Zwischenprodukten, die innerbetrieblich weiterverwendet werden
  • Preis (p*x) P*x = Kfix + kvar
  • Durschnittskosten DK DK = kges/x = kfix/x + kvar
  • Definition Expasionspfad geometrischer Ort aller konstenminimalen Faktorkombinationen bei Variation der Ausbringungsmenge und Konstanz der Faktorpreise
  • Definition Minimalkostenkombination stellt die optimale Kombination der Inputfaktoren zur Produktion eines bestimmten Outputs mit den geringsten Gesamtkosten dar
  • Am Tangentialpunkt von Isokostenlinie und Isoquante wird: der Output zu minimalen Kosten hergestellt
  • GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung Firma: Sach- oder Personenfirma, stehts Zusatz mbH Gründung: Mind. 1 Gründer, Mindeststammkapital 25.000€, notarieller G.vertrag, Handelsregistereintrag Haftung: Stammkapital, Betriebsvermögen Leitung: von Gesellschafterversammlung bestellter Geschäftsführer Gewinnbeteiligung: Nach Geschäftsanteilen Finanzierung: EK: Nachschuss, Aufnahme Gesellschafter                      FK: Haftungsbeschränkt negativ Publizitätspflicht: Ja, nach §325 HGB Beispiel: Robert Bosch GmbH, Osram GmbH, VRS GmbH
  • "Mini GmbH" Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) nach §5a GmbHG Firma: Sach- oder Personenfirma, UG mbH Gründung: Mind. 1 Gründer, Mindeststammkapital 1€, notarieller G.vertrag, Handeslregistereintrag Haftung: Stammkapital, Betriebsvermögen Leitung: von Gesellschafterversammlung bestellter Geschäftsführer Gewinnbeteilgung: 25% des Gewinns sind in eine gesetzliche Rücklage einzustellen, Rest nach Geschäftsanteilen Finanzierung: EK: Nachschuss, Aufnahme Gesellschafter                     FK: Haftungsbeschränkt negativ Publizitätspflicht: Ja, nach §325 HGB
  • AG (Aktiengesellschaft) Firma: Sachfirma mit Zusatz AG Gründung: 1 Gründer, Mindeststammkapital 50000€, notarieller G.vertrag, Handelsregistereintrag Haftung: Nur mit Kapitalanteilen, Betreibsvermögen Leitung: 3 Organe: Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung Gewinnbeiteiligung: Hauptsächlich nach Kapitalanteilen: Dividende Finanzierung: EK: Aktien                     FK: kreditwürdig da juristische Person Publizitätspflicht: Ja, nach §325 HGB Beispiel: Daimler AG, Nordzucker AG, Deutsche Bank AG
  • Europäische Aktiengesellschaft SE Firma: Firma mit Zusatz SE Gründung: Durch Verschmelzung oder Umwandlung, Mindeststammkapital 120.000€, HReintrag Haftung: Nur mit Kapitalanteilen Leitung: a Hauptversammlung der Aktionäre, b Aufsichts- und Leitungsorgan (dualistisches System) oder Verwaltungsorgan (monistisches System) Gewinnbeteiligung: Grundsätzlich nach Kapitalanteilen: Dividende Finanzierung: EK: Aktien                     FK: kreditwürdig da juristische Person Publizitätspflicht: Ja, nach §325 HGB falls Hauptsitz in D Beispiel: BASF SE, Allianz SE, BP Europe SE
  • Genossenschaften eG weder Personen- noch Kapitalgesellschaft, sondern wirtschaftlicher Verein Firma: Zusatz eG: eingetragene Genossenschaft Gründung: 3 Genossen, Statut in schriftlicher Form, Eintrag ins Genossenregister Haftung: Vermögen der Genossenschaft, Haftungssumme im Statut festgelegt Leitung: 3 Organe: Vorstand, Aufsichtsrat, Generalversammlung Gewinnbeteiligung: Mitglieder nach Anteilen Finanzierung: EK: schwankt mit Zahl der Genossen, Aufnahme weiterer Genossen Publizitätspflicht: Nein Beispiel: EDEKA, Raiffeisen, Taxi Bonn eG
  • GmbH & CoKG Firma: Name Komplementär + Zusatz KG Gründung: Wie KG, komplementär ist juristische Person GmbH + mindestens 1 Kommandist Haftung: komplementär ist GmbH, Kommandist haftet nur mit Einlage Leitung: komplementär, also Geschäftsführer GmbH Gewinnbeteiligung: nach Vertrag, Lieblingsrechtsform der Steuerberater Finanzierung: EK: Gewinne, Aufnahme weiterer Gesell.                     FK: Haftungsbeschränkung wirkt negativ Publizitätspflicht: Nein, bzw. nur nach PublG Beispiel: HARIBO GmbH & CoKG, ALDI GmbH & CoKG
  • Unbeschränkte Haftung und Finanzierungsmöglichkeiten: Vor- und Nachteile: Vorteile:  - Da Unternehmer auch privat haftet ohne Identifikation mit Unternehmen - Vorhandenes Privatvermögen dient als Sicherheit für Kreditgeber => mehrere Gesellschafter = höhere Sicherheit Nachteile: - Unternehmensgründer ohne nennenswertes Privatvermögen bietet keine Sicherheiten
  • Vor- und Nachteile Beschränkter Haftung und Finanzierungsmöglichkeiten Vorteile: - Aus Sicht des Kreditgebers keine Nachteile: - Kreditgeber erhält keine Sicherheiten - Kreditgeber zweifelt an Motivation und Engagement des Unternehmers => Kreditgeber wird zB über Bürgschaft doch Zugriff auf das Privatvermögen einfordern
  • Einzelunternehmen Firma: Firma Peter Muster Gründung: 1 Person, formlos Haftung: Allein & unbeschränkt Leitung: Unternehmer Gewinnbeteiligung: Unternehmer alleine Finanzierung: EK: Privateinlagen, Gewinne, st. Gesell.                     FK: An Person d. Unternehmers gebunden Publizitätspflich: Nein, bzw. nur nach PublG
  • GbR (BGB-Gesell.) Firma: Namen der Gesellschafter, Zusatz GbR Gründung: Mind. 2 Gesellschafter, formlos Haftung: Alle Gesellschafter unbeschränkt Leitung: Alle Gesellschafter gemeinsam Gewinnbeteiligung: Nach Köpfen, zu gleichen Teilen Finanzierung: EK: Privateinlagen, Gewinne, Aufnahme G.                     FK: Kreditwürdig da mehrere Vollhafter Publizitätspflich: Nein, bzw. nur nach PublG
  • OHG (Offene-Handels-Gesellschaft) Firma: Peter Muster & Co / Peter Muster u. Gerda Beispiel OHG Gründung: Mind. 2 Gesellschafter, formloser Vertrag, Handelsregistereintrag  Haftung: Alle Gesellschafter unbeschränkt Leitung: Jeder Gesellschafter Gewinnbeteiligung: 4% auf Einlage, Rest nach Köpfen Finanzierung: EK: Privateinlagen, Gewinne, Aufnahme G.                     FK: Kreditwürdig da mehrere Vollhafter Publizitätspflicht: Nein, bzw. nur nach PublG
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  • KG (Kommandit-Gesellschaft) Firma: Peter Muster KG Gründung: Mind. 1 Komplementär und 1 Kommanditist, Formloser Vetrag, Eintrag ins Handelsregister Haftung: Komplementär: unbeschränkt, Kommanditisten mit Einlage Leitung: Ausschließlich Komplementär Gewinnbeteiligung: 4% auf Einlage, Rest "angemessen" Finanzierung: EK: Privateinlagen, Gewinne, Aufnahme G.                     FK: Nur ein Vollhafter, Eintrag HR positiv Publizitätspflicht: Nein, bzw. nur nach PublG Beispiel: Dr. Oetker KG, Pfeifer & Langen KG
  • Stille Gesellschaft Firma: Nicht sichtbar Gründung: Hauptgesellschafter + stiller Gesellschafter Haftung: Nur Hauptgesellschafter, stiller Gesellschafter, Kann Einlage zurück verlangen Leitung: Hauptgesellschafter, stiller Gesellschafter hat Kontrollrecht Gewinnbeteiligung: Angemessener Anteil Finanzierung: EK: Aufnahme eines stillen Gesellschafters = Zuführung von EK Publizitätspflicht: Nach Rechtsform der Hauptgesellschaft
  • Partnergesellschaft PartG Firma: Name Partner "und Partner" Berufsbezeichnung Gründung: Ausschließlich natürliche Personen, die einen Freien Beruf ausüben, schriftl. Vertrag, Eintrag PG Register, kein Mindestkapital Haftung: Jeder Partner für sich unbeschränkt, aber nicht für Partner; gesetzl. Höchstgrenze möglich Leitung: Wie GbR  Gewinnbeteiligung: Wie im Vertrag geregelt Finanzierung: EK: Privateinlagen Publizitätspflicht: Nein
  • Break-Even-Point Es wird der Punkt ermittelt, ab dem sich die Produktion lohnt. => Grenzschwelle: Kosten = Erlös
  • Produktionstheorie: funktionale Zusammenhänge zwischen Produktionsfaktoren und damit hergestellter Produkte aufzeigen
  • Kostentheorie: funktionale Beziehungen zwischen Ausbringungsmenge und den daraus entstehenden Kosten aufzeigen
  • Neoklassische Prouktionstheorie: Theorie und daraus abgeleitete Modelle gründen sich auf vereinfachende Annahmen: 1) Gewinnmaximierung 2) Vollständige Informationen 3) Keine Transaktionskosten 4) Rationales Handeln 5) Vollständige Konkurrenz 6) Beliebige Teilbarkeit von Produktionsfaktoren und Produkten 7) Statische Betrachtung
  • neoklassische Wirtschaftstheorie besagt: Verhalten der Akteure dient der Befriedigung von Eigeninteressen -> oftmals Ansatz für Kritik
  • Was ist vollständige Konkurrenz? Der Einzene hat keinen Einfluss auf die Preise, diese sind fix -> Viele Landwirte bieten Produkte auf dem Markt an und fragen die entsprechenden Inputfaktoren nach -> Die Produktion des einzelnen Landwirtes ist klein i.Vgl. zur Gesamtproduktion Produktion wird an wirtschaftlichen Gegegbenheiten angepasst -> Mengenanpasser oder Preisnehmer
  • Expansionspfad = Geometrischer Ort/Verbindung aller Minimalkostenkombinationen. Es gilt also für jeden Punkt: |dxi/dxj| = qj/qi
  • Koppelproduktion: Andere Produkte entstehen "zwangsläufig" Beispiel: Korn/Stroh; Milchkühe/Kälber; Biogasanlage: Wärme/Strom
  • Parallele Produktion: Produktion eines Produkts hat keinen Einfluss auf Produktion des anderen Produktes, keine gemeinsamen Ansprüche an vorhandene Produktionsfaktoren
  • Konkurrierende Produktion: Die Erhöhung der Produktion eines Produkts geht mit einer Einschränkung der Produktion eines anderen Produktes einher (die Regel)
  • Grenzrate der Transformation |ΔY2/ΔY1| Muss nicht konstant sein selten: abnehmende Grenzrate der Transformation: Bei Ausdehnung von der Produktion von Y1 muss die Herstellung des Produktes Y2 i einem geringeren Maße eingeschränkt werden öfter: zunehmende Grenzrate der Transformation: Beispiel Flächennutzung oder Kartoffelproduktion: Ertrag pro ha sinkt bei steigendem Anteil der jeweiligen Kultur (zB Fruchtfolgeprobleme, suboptimale Arbeitserledigug in kritischen Perioden)
  • Definition Transformationskurve: Alle (effizienten) Produktionsmöglichkeiten bei gegebenen Ressourceneinsatz - auch Kapazitätslinie, Produktionsmöglichkeitenkurve genannt Die Steigung der Transformationskurve entspricht dem Substitutionsverhältnis zweier Outputs (Grenzrate der Transformation)
  • Isoerlöslinie: Linie gleichen Erlöses, Steigung entspricht dem Outputverhältnis
  • Erlösfunktion = E(x) = p*y(x)
  • Kostengerade: K(x) = qx
  • Bedinungen für optimale Organisation: Optimale spezielle Intensität (zusammengesetzt aus Einkommens und Kostenfunktion) Minimalkostenkombination erreicht optimale Produktionsrichtung
  • Definition Investition: Überführung von Zahlungsmitteln in Sach- oder Finanzvermögen (Anschaffung langfristig nutzbarer Produktionsfaktoren), aus denen sich über einen längeren Zeitraum Erträge erzielen lassen -> Anlagen, die nicht vollständig in einer Produktionsperiode verbraucht werden -> Sachanlagen oder Finanzanlagen -> Anlagen können auch der Abnutzng unterliegen (zB Gebäude) -> Anlage benötigt Finanzmittel und Umlaufkapital (zB Stall und Vieh)