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Biologische Psychologie (Fach) / Die Biologische Psychologie als Neurowissenschaft: Begriffsbestimmung und histor (Lektion)

Hier lernst du Sachen über Die Biologische Psychologie als Neurowissenschaft: Begriffsbestimmung und historische Entwicklung

Diese Lektion wurde von boksa97 erstellt.

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  • Womit befasst sich die biologische Psychologie? Die biologische Psychologie ist der Zweig der Neurowissenschaften, der sich mit der Biologie des Verhaltens befasst. Man kann die Psychologie als die Wissenschaft des Verhaltens definieren, wenn man den Begriff Verhalten im weitesten Sinne gebraucht, so dass er sich auf alle beobachtbaren Aktivitäten eines Lebewesens wie auch auf die ihr zugrundeliegenden inneren Prozesse bezieht, wie z. B. Wahrnehmung, Gedanken, Motivationen und Emotionen.
  • Nennen Sie die Teilgebiete der biologischen Psychologie. Die biologische Psychologie hat folgende Teilgebiete:   •physiologische Psychologie, •Psychopharmakologie, •klinische Neuropsychologie, •Psychophysiologie, •vergleichende Psychologie.
  • Erläutern Sie den Unterschied zwischen der Psychophysiologie und der physiologischen Psychologie. Die Psychophysiologie untersucht die Zusammenhänge zwischen menschlichem Verhalten und physiologischen Prozessen. Da die Versuchsobjekte Menschen sind, arbeitet die Psychophysiologie mit nichtinvasiven Ableitungsmethoden physiologischer Signale von der Körperoberfläche. Als Maß der Gehirnaktivität dient z. B. das Elektroenzephalogramm (EEG), das von der Kopfhaut über Elektroden abgeleitet werden kann, oder die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT), die es auch ermöglicht, nicht nur vom Kortex, sondern auch von tieferliegenden Hirnstrukturen die Aktivität zu messen. Bei psychophysiologischen Messungen können auch Muskelspannungen (Elektromyographie, EMG), Augenbewegungen (Elektrookulographie, EOG) sowie verschiedene Maße des autonomen Nervensystems (= vegetatives Nervensystem) aufgezeichnet werden. Als Maße für das autonome Nervensystem werden gewöhnlich Herzschlagfrequenz, Blutdruck, Pupillengröße und insbesondere die elektrische Hautleitfähigkeit (elektrodermale Aktivität, EDA) verwendet. Diese psychophysiologischen Parameter werden z.B. in der Forensik eingesetzt, um Lügen zu detektieren und Straftäter zu überführen oder in der klinischen Forschung, um psychophysiologische Prozesse bei psychischen Störungen wie Depression oder Burnout zu untersuchen. Die physiologische Psychologie untersucht hingegen die Beziehungen zwischen Gehirnprozessen und Verhalten, indem sie das Nervensystem durch chirurgische, elektrische oder chemische Eingriffe unter streng kontrollierten experimentellen Bedingungen beeinflusst. In der physiologischen Psychologie dominiert die Grundlagenforschung, wobei in der Regel ausschließlich Labortiere verwendet werden. Ziel dieses Ansatzes ist es, die Entwicklung von Theorien zur neuronalen Verhaltensteuerung zu beobachten, um ein besseres Verständnis von Gehirnfunktionen zu erlangen…
  • Erläutern Sie anhand von Beispielen inwiefern die verschiedenen Teilgebiete der biologischen Psychologie sich gegenseitig ergänzen können. Da keine der fünf Teilgebiete der biologischen Psychologie (physiologische Psychologie, Psychopharmakologie, klinische Neuropsychologie, Psychophysiologie und vergleichende Psychologie) alle relevanten Aspekte berücksichtigen kann lassen sich umfassende Forschungsfragen selten mit einem einzigen Experiment oder einem einzigen Forschungsansatz lösen. Wegweisende Erkenntnisse lassen sich am ehesten erzielen, wenn verschiedene Ansätze auf ein einziges Problem angewendet werden, so dass die Stärken des einen Ansatzes die Schwächen des anderen kompensieren können. Wenn z. B. in der psychophysiologischen Forschung beobachtet wird, dass Psychopathen Defizite im Stirnareal (anteriorer prefrontaler Kortex) aufweisen und geringere vegetative Reaktionen zeigen, wenn sie Menschen leiden sehen, ist es unklar, ob die Auffälligkeiten im Stirnareal die Ursache von den Verhaltensdefiziten oder lediglich eine Begleiterscheinung sind. Aus der klinischen Neuropsychologie ist jedoch bekannt, dass Schlaganfälle im anterioren prefrontalen Kortex zu psychopathischem Verhalten bei vormals unauffälligen Menschen führen. Durch die physiologische Psychologie kann überprüft werden, ob eine chirurgische oder elektrische Intervention zu Verbesserungen führen kann, und schließlich kann durch die Psychopharmakologie untersucht werden, ob bestimmte Psychopharmaka zu einer Verhaltensänderung führen können. Analoge Forschungsfragen lassen sich auch für andere psychologische und neurologische Störungsbilder ableiten, wie etwa Schizophrenie, Angststörungen, Demenz oder Parkinson.
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