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Entwicklungspsychologie (Fach) / Vorlesung 2 (Lektion)
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- Was versteht man unter Entwicklungsgenetik? → analysiert die Rolle der Gene während Entwicklung → Ziel: Verständnis dafür, wie genetische Ausstattung in die Bildung eines funktionstüchtigen Organismus übersetzt wird
- Welche Aussagen trifft die Entwicklungsgenetik? Zentrales Dogma Molekulargenetik:= Hypothese über Informationsfluss zwischen DNA, RNA und Protein - beschreibt Übertragung von Informationen die durch Nukleotide der DNA und RNA und durch Aminosäuren der Proteine bestimmt ist - Informationsfluss ist sequentiell: „Es kann keine sequenzielle Information von Protein zu Protin oder zu Nukleinsäure übertragen werden.“ (Crick) - Unveränderbarkeit des Genoms zwischen Zeugung und Tod → ABER: genetischer Einfluss auf Entwicklung ist nicht konstant (Umwelt kann zwar nicht Erbmaterial verändern aber Info) → Wie werden genetische Anlagen in Erleben und Verhalten übersetzt?
- Warum ist es wichtig entwicklungsgenetische Erkenntnisse zu erforschen? - Chancengleichheit, Ausgleich ungünstiger Ausgangsbedingungen - Frustration vermeiden (durch Überstimulation, Training,..) - Befruchtung: Zufall & genetische Determination
- Was versteht man unter Gen-Umwelt-Interaktion? - Erbanlagen & internale und externale Umwelt wirken interaktiv zusammen - Wechselwirkung zwischen den Ebenen (Umwelt, Verhalten, neuronale & genetische Aktivität) bewirken individuelle Entwicklung
- Was besagt das kumulative Prinzip? - genetische Einflüsse aus früheren Entwicklungsphasen können sich verfestigt haben & weiterwirken, auch wenn betreffende Gene nicht mehr aktiv sind - Verfestigung ist Produkt aus Wechselwirkung zwischen Genom und Umwelt
- Was versteht man unter Epigenetik? Weitergabe von Zuständen der Genaktivität von Zellen an Tochterzellen, die nicht auf Änderungen des Genom beruhen - Änderungen epigenetischer Infos führen zu Änderungen in Funktion des Genoms - epigenetische Änderungen sind stabil & können be Zellteilung an Tochterzellen des gleichen Organismus (& an Nachkommen)weitergegeben werden
- Was versteht man unter Verhaltensgenetik? Verhaltensgenetik beschäftigt sich mit dem relativen Anteil genetischer Einflüsse (Heriabilität) auf Unterschiede in Merkmalsausprägungen einer Population
- Welche Untersuchungsmethoden nutzt die Verhaltensgenetik? Zwillingsmethode (Umweltvarianz zwischen eineig und zweieiig geich groß) Adoptionsmethode (Umweltvarianz zwischen leiblich und adoptiert gleich groß) Kombinationsmethode (Zwillings -und Adoptionsdaten komplex)
- Was versteht die Verhaltensgenetik unter Heriabilität? Erblichkeitskoeffeizient (Anteil genetisch bedingter Varianz eines Merkmals an Gesamtvarianz des Merkmals in untersuchter Popultaion) zwischen 0 und 1
- Welche Rolle spielt Homogenität von Umwelt und Genom bei Heriabilitätsschätzungen? umso homogener die Umwelt umso höher ist der genetische Einfluss
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- Wie können Anlage und Umwelt zusammenwirken? genetische Anteile werden bedeutsamer je beschränkter neuronale Ressourcen sind (im jungen Erwachsenenalter "überdecken" kognitive Ressourcen genetische Unterschiede) -> Effekte genetischer Polymorphismen sollten im höheren Erwachsenenalter vergrößert sein
- Warum ändern sich die Heriabilitätsschätzungen über die Lebensspanne? 1. passiv Individuum entwickelt sich wie Umwelt es möchte 2. reaktiv Individuum reagiert auf Umwelt 3. aktiv Individuum sucht Umweltanregungen