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Psychologie (Fach) / Einzelprüfung G (Lektion)
Fragen zu den Modellen, Diagnosen und Interventionen
Diese Lektion wurde von MonikerChiffre erstellt.
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- Persönlichkeitsstörung: Persönlichkeitsstil / Behandlungsfokus FYDRICH eher Ich-dyston / symptomorientiert (Behandlungsauftrag)vs.eher Ich-synton / interaktionsorientiert (Kernmotive berücksichtigen) selbstunsicherborderlineschizotypischdepressivzwanghaftdependenthistrionischschizoidnegativistischdissozialparanoidnarzisstisch
- Depression ICD-10 1: Unterteilung der affektiven Störungen F30 manische EpisodeF31 bipolare affektive StörungF32 depressive EpisodeF33 Rezidivierende depressive StörungenF34 anhaltende affektive StörungenF38 sonstige affektive StörungenF39 n. n. b. affektive Störungen
- Depression ICD-10 4: Schweregrad F32 F32.0: 2 + 2 F32.1: 2 + 3 bis 4 F32.2: 3 + mind. 5 F32.3: 3 + mind. 5 + Halluzinantionen, Wahn oder Stupor
- Depression ICD-10 2: Hauptsymptome F32 (depressive Episode) Gedrückte StimmungInteressenverlust und FreudlosigkeitVerminderung des Antriebs, erhöhte Ermüdbarkeit
- Depression ICD-10 3: Zusatzsymptome F32 Verminderte Konzentration und AufmerksamkeitVermindertes Selbstwertgefühl und SelbstvertrauenSchuldgefühle und Gefühle von WertlosigkeitNegative und pessimistische ZukunftsperspektivenSuizidgedanken, Selbstverletzung oder SuizidhandlungenSchlafstörungenVerminderter Appetit
- Depression ICD-10 5: Somatisches Syndrom Wird bei leichten und mittelgradigen Depressionen zusätzlich codiert, bei schweren vorausgesetzt. Eben so bei rezidiverender depressiver StörungBipolare Störung: F31.1: ggw leichte oder mittelgradige depressive Episode mit som. Syndrom Mindestens 4: Interessenverlust oder Verlust der Freudemangelnde Fähigkeit, emotional auf die Umwelt zu reagieren (Schwingungsfähigkeit)frühmorgendliches Erwachen, 2 Std. psychomotorische Hemmung oder Agitiertheitdeutlicher Appetitverlust(Gewichtsabnahme 5% verg. Monat; „Kummerspeck“?)Libidoverlust
- Depression ICD-10 6: Diff andere depressive Störungen (F32) F33: rezidivierende depressive Störung (wiederholte Episoden; meist vollständige Besserung, häufig durch belastende Lebensereignisse ausgelöst. F33.0, F33.1, F33.2, F33.3 wie bei F32) F34: anhaltend affektive Störung (gewöhnlich fluktuierende Stimmungsstörungen, einzelne Episoden selten ausreichend schwer für „hypomanische“ oder „depressive Episode“: F34.0 – Zyklothymia F34.1 – Dysthymia) F43.20 kurze depressive ReaktionF43.21 längere depressive ReaktionF43.22 Angst und depressive Reaktion gemischt
- Depressionsmodelle 1: Modelle gelernte Hilflosigkeit Seligman Kognitive Theorie nach Beck Selbstregulationsmodell Kanfer & Hagermann Verstärker-Verlust-Modell Lewinson Modell der sozialen Kompetenz Bellack
- Depression 7: Diagnostik BDI – II:0–8: Keine Depression9–13: Minimale Depression14–19: Leichte Depression20–28: Mittelschwere Depression29–63: Schwere Depression Hamilton-Scale for Depression (Fremdbeobachtung) Zwei-Fragen-Test (in S3-L als Screening für unipolare D. empfohlen; 96% Sens./57%Spez.):„Fühlten Sie sich im l. Monat häufig niedergeschlagen, traurig bedrückt oder hoffnungslos?“„Hatten Sie im l. Monat deutlich weniger Lust und Freude an Dingen, die Sie sonst gerne tun?“
- Depression 8: Prävalenz / Komorbidität / Beginn / Verlauf Punkt: 4,6-7,4 (3,8/6), Arztpraxis 15%Lebenszeit: 17 (12,7/21,3)Bei chronischen Verläufen M/F = 3/1 56%Angsttörungen 18-21Abhängigkeit 14-20 Erkrankungsbeginn in allen LebensalternGipfel 15 – 29In letzten Jahrzehnten Zunahme bei JüngerenAbnahme des Risikos einer unipolarenDepression 30 bis 55 Jahren eine einzige Phase 15-50%bis zu drei Phasen 20-30% (Rest erlebt mehr als 3) natürliche Phasendauer 3 – 6 Monatemit Medikation 5 MonateZykluslänge 4,5 – 5 Jahre Negative Erkrankungsausgänge:ChronifizierungRückfälleRekurrierender VerlaufstypResidualzuständeMortalität (10 – 15 % durch Suizid)
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- Depression 9: Risikofaktoren Weibliches GeschlechtSoziale Faktoren: Familienstand, Vertrauenspersonen, niedriger sozialer StatusBelastende LebensereignisseGenetische Disposition – erhöhtes Risiko bei Kindern mit depressiven Elternteilen
- Depressionsmodelle 2: Modell der gelernten Hilflosigkeit Seligman 1975 Erfahrung der Nichtbeeinflussung & Nichtvorhersagbarkeit (Unkontrollierbarkeit) vor allem aversiver Ereignisse => Entwicklung der Einstellung der Hilflosigkeit => depressive Symptomatik zur Folge hat. Entscheidend: subjektive Ursachenzuschreibung (Kausalattribution)Misserfolge internal, stabil, global (external, variabel, spezifisch) Der Attributionsstil führt direkt zu Depression udn indirekt über negative Erwartungen. Die Erfahrung der Unkontrollierbarkeit führt über den Attributionsstil und über negative Erwartungen zu Depression.
- Depressionsmodelle 3: Kognitive Theorie Beck, 1976 Folge verzerrter kognitiver Strukturen & fehlerhafter Informationsverarbeitung auf 3 EbenenKognitive Triade automatischer Gedanken Schemata: Relativ stabile kognitive Muster (struktureller Aspekt). Im Laufe des Lebens entwickelt, sind latent vorhanden. Grundlegende Organisationseinheiten, bestimmen Wahrnehmung, Interpretation, Gedächtnis, Verhalt. Produkt und ursächlicher Faktor subjektiver Erfahrungen. Können angereichert, differenziert & modifiziert werden, kognitive Verzerrungen tragen aber durch Verfestigung und Vertiefung zur Aufrechterhaltung bei. Durch interne oder externe Stressereignisse (Vulnerabilitäts-Stress-Modell) aktiviert Therapeutische Implikationen: Suche nach Schlüsselkognitionen bzw. Grundannahmen, Auswirkung dysfkt. Schemata bei systematischen Fehlern der Informationsverarbeitung. --- (arbiträre Inferenz, Übergeneralisierung, selektive Abstraktion, Personifizieren; dichotomes, absolutistisches Denken, Magnifizieren der Leistungen anderer und Minimieren der eigenen sowie „Sollte-Tyranneien“).
- Depressionsmodelle 4: Selbstregulationsmodell Kanfer & Hagermann, 1981 Folge einer gestörten Selbstregulation a) Selbstwahrnehmung:selektive Wahrnehmung negativer Aspekte, Ausblenden positiver b) Selbstbewertung:unrealistisch hohe Ziele => Überforderung, selten positive Bewertung für erreichte Ziele c) Selbstverstärkung:Bestrafungsprinzip für Fehler/Unerreichtes überwiegt. Selbstbelohnung selten
- Depressionsmodelle 5: Verstärker-Verlust-Modell Lewinsohn: (Depression ist Folge von und führt zu)Niedrige Rate positiver Verstärkung (verstärkender Erfahrungen und Aktivitäten) bedingt durch:Anzahl potentiell verstärkender EreignisseErreichbarkeit von Verstärkung in der UmgebungInstrumentelles Verhalten der Person Therapeutische Implikationen: Fokus aufAktuelle oder frühere unbewältigte Verluste Derzeit befriedigende Erlebnisse, Tätigkeiten, Fähigkeiten, äußere Ressourcen für angenehme Erlebnisse (Interessen, Hobbies,etc).
- Depressionsmodelle 6: Modell der sozialen Kompetenz Bellack et.al. 1981soziale Fertigkeiten als Vorbedingung für befriedigende Beziehungen und soziale VerstärkerMangel als depressionsfördernder Faktor Therapeutische Implikationen:Einbringen von Wünschen und Bedürfnissen (Geborgenheit / Nähe, Autonomie / Distanz…)Verbaler /nonverbaler Ausdruck von Gefühlen (Zuneigung, Enttäuschung, Ärger)Ansprechen und Klären von Konflikten
- Depressionsmodelle 7: Multifakorielles Modell Hautzinger Integriert verschiedene Modelle, Vulnerabilitäten, Immunisierungsbedingugnen und Bewältigungsstrategien spielen auch eine Rolle.
- Depression 0: Bereiche der Symptomatik emotionale Symptomemotivationale Symptomephysiologische Symptome (Veränderungen)verhaltensbezogene Symptome
- Depression ICD-10 7: Weitere Kriterien F32 Zeitkriterum: 2 Wochen Ausschluss: ... ... Im DSM 5 ist Trauer nicht mehr Ausschlusskriterium
- Persönlichkeitsstörungen ICD 10 Paranoide Persönlichkeitsstörung (F60.0): Stetiges Misstrauen: Selbst unbedeutende Ereignisse werden so wahrgenommen, als wären sie gegen einen selbst gerichtet. Typisch ist auch die häufige Beschäftigung mit „Verschwörungen“ als Erklärungen für Ereignisse in der näheren Umgebung und der Welt im Allgemeinen. Querulatorische Persönlichkeit: Die Betroffenen kämpfen stetig gegen vermeintliches Unrecht (z.B. Umschubsen eines Fahrradfahrers, der die Verkehrsregeln missachtet hat) Schizoide Persönlichkeitsstörung (F60.1): Einzelgänger, der durch emotionale Kühle, Anhedonie und wenig Interesse an sozialen Kontakten auffällt; er neigt zu Isolation und Vereinsamung Dissoziale Persönlichkeitsstörung (Soziopathische Persönlichkeitsstörung, F60.2): Person handelt häufig dissozial, mit Mangel an Empathie und ohne Schuld- und Verantwortungsbewusstsein. Charakteristisch ist auch eine geringe Frustrationstoleranz, die sich unter anderem durch eine starke Impulsivität zeigt. Diese Störung findet sich häufig bei Straftätern. Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F 60.3): Impulsiver und Borderline Typus Histrionische Persönlichkeitsstörung (F60.4) : Person mit übertriebenen theatralischen Affekten und Verhaltensweisen, die für Dritte oberflächlich und übertrieben wirken. Leichtes Missempfinden wird maßlos übersteigert dargestellt. Die Person sieht in allem immer Besonderes und Spannendes und möchte grundsätzlich im Mittelpunkt stehen. Zwanghafte Persönlichkeitsstörung (Anankastische Persönlichkeitsstörung , F60.5): Die Person ist übertrieben gewissenhaft. Der Perfektionismus wird durch ständige Kontrollen und Vorsicht erhalten. Während ein Patient mit Zwangsstörungen durch seine Zwänge sein Leben nicht organisieren kann, können zwanghafte Persönlichkeiten durch Tugenden wie Pünktlichkeit und Perfektionismus sehr erfolgreich sein. Ängstliche Persönlichkeitsstörung (Vermeidende Persönlichkeitsstörung, F60.6): Die Person ist durch stetige Unsicherheit und Besorgtheit gekennzeichnet. Sie neigt zur übertriebenen Sorge vor potentiellen Gefahren alltäglicher Situationen, was zu Vermeidungsverhalten führt. Abhängige Persönlichkeitsstörung (Asthenische Persönlichkeitsstörung , F60.7): Die Person verlässt sich stetig auf andere Menschen. Lebensentscheidungen werden passiv durch Entscheidungen anderer Menschen getroffen, die eigenen Wünsche werden dabei untergeordnet. Es besteht die Neigung sich vermeintlich Erfahreneren unterzuordnen. Abhängige Persönlichkeiten haben Angst verlassen zu werden, haben aber auch Angst einen Partner zu verlassen. Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (F60.8): Z.B.: Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist durch Selbstüberschätzung, eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik und ggf. einer Unfähigkeit der Empathie charakterisiert Schizotype Persönlichkeitsstörung (F21): Die Schizotype Persönlichkeitsstörung wurde früher eher den wahnhaften Störungen zugerechnet und wird nun immer mehr als Persönlichkeitstörung betrachtet. Sie ist durch paranoid bizarre Ideen und Anomalien des Denkens gekennzeichnet.
- Persönlichkeitsstörungen: spezifische Persönlichkeitsstörungen ICD 10 (kurz/lang) ParanoidSchizoideDissozialEmotional instabil, impulsiver und Borderline TypusHistrionischZwanghaftÄngstlich (Vermeidend)Abhängige (Asthenisch)sonstige spezifische, z. B narzisstische (schizotype Persönlichkeitsstörung; F21) --- Paranoide Persönlichkeitsstörung (F60.0): Stetiges Misstrauen: Selbst unbedeutende Ereignisse werden so wahrgenommen, als wären sie gegen einen selbst gerichtet. Typisch ist auch die häufige Beschäftigung mit „Verschwörungen“ als Erklärungen für Ereignisse in der näheren Umgebung und der Welt im Allgemeinen. Querulatorische Persönlichkeit: Die Betroffenen kämpfen stetig gegen vermeintliches Unrecht (z.B. Umschubsen eines Fahrradfahrers, der die Verkehrsregeln missachtet hat) Schizoide Persönlichkeitsstörung (F60.1): Einzelgänger, der durch emotionale Kühle, Anhedonie und wenig Interesse an sozialen Kontakten auffällt; er neigt zu Isolation und Vereinsamung Dissoziale Persönlichkeitsstörung (Soziopathische Persönlichkeitsstörung, F60.2): Person handelt häufig dissozial, mit Mangel an Empathie und ohne Schuld- und Verantwortungsbewusstsein. Charakteristisch ist auch eine geringe Frustrationstoleranz, die sich unter anderem durch eine starke Impulsivität zeigt. Diese Störung findet sich häufig bei Straftätern. Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (F 60.3): Impulsiver und Borderline Typus Histrionische Persönlichkeitsstörung (F60.4) : Person mit übertriebenen theatralischen Affekten und Verhaltensweisen, die für Dritte oberflächlich und übertrieben wirken. Leichtes Missempfinden wird maßlos übersteigert dargestellt. Die Person sieht in allem immer Besonderes und Spannendes und möchte grundsätzlich im Mittelpunkt stehen. Zwanghafte Persönlichkeitsstörung (Anankastische Persönlichkeitsstörung , F60.5): Die Person ist übertrieben gewissenhaft. Der Perfektionismus wird durch ständige Kontrollen und Vorsicht erhalten. Während ein Patient mit Zwangsstörungen durch seine Zwänge sein Leben nicht organisieren kann, können zwanghafte Persönlichkeiten durch Tugenden wie Pünktlichkeit und Perfektionismus sehr erfolgreich sein. Ängstliche Persönlichkeitsstörung (Vermeidende Persönlichkeitsstörung, F60.6): Die Person ist durch stetige Unsicherheit und Besorgtheit gekennzeichnet. Sie neigt zur übertriebenen Sorge vor potentiellen Gefahren alltäglicher Situationen, was zu Vermeidungsverhalten führt. Abhängige Persönlichkeitsstörung (Asthenische Persönlichkeitsstörung , F60.7): Die Person verlässt sich stetig auf andere Menschen. Lebensentscheidungen werden passiv durch Entscheidungen anderer Menschen getroffen, die eigenen Wünsche werden dabei untergeordnet. Es besteht die Neigung sich vermeintlich Erfahreneren unterzuordnen. Abhängige Persönlichkeiten haben Angst verlassen zu werden, haben aber auch Angst einen Partner zu verlassen. Sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen (F60.8): Z.B.: Narzisstische Persönlichkeitsstörung: Die narzisstische Persönlichkeitsstörung ist durch Selbstüberschätzung, eine extreme Empfindlichkeit gegenüber Kritik und ggf. einer Unfähigkeit der Empathie charakterisiert Schizotype Persönlichkeitsstörung (F21): Die Schizotype Persönlichkeitsstörung wurde früher eher den wahnhaften Störungen zugerechnet und wird nun immer mehr als Persönlichkeitstörung betrachtet. Sie ist durch paranoid bizarre Ideen und Anomalien des Denkens gekennzeichnet.
- Persönlichkeitsstörungen DSM Cluster Gruppierung anhand gemeinsamer Ausprägungen A (sonderbar, exzentrisch): Paranoide, schiziode, Schizotype B (dramatisch, emotional, impulsiv): emotional instabilde, histrionische, dissziale, narzistische C (ängstlich, vermeidend, unsicher): ängstliche, abhängige, zwanghafte
- Persönlichkeitsstörungen: F60.0 paranoide Persönlichkeitsstörung Übertriebene Empfindlichkeit gegenüber Zurückweisung, Nachtragen von Kränkungen, Misstrauen, Neigung, Erlebtes zu verdrehen (neutrale / freundliche Handlungen als feindlich / verächtlich).Unberechtigte Verdächtigungen hinsichtlich der sexuellen Treue des PartnersStreitsüchtiges und beharrliches Bestehen auf eigenen Rechten. Neigung zu überhöhtem Selbstwertgefühl und übertriebener Selbstbezogenheit möglich. Ausschluss: Schizophrenie 20.0, Paranoia F22.0, Zustand F22.0 (nach?), Paranoia Querulans F22.8
- Persönlichkeitsstörungen: F60.1 schizoide Persönlichkeitsstörung Rückzug von affektiven, sozialen und anderen Kontakten übermäßige Vorliebe für Phantasieeinzelgängerisches Verhalten in sich gekehrte Zurückhaltung begrenztes Vermögen, Gefühle auszudrücken und Freude zu erleben. Ausschluss: Asperger-Syndrom(F84.5)Schizoide Störung des Kindesalters (F84.5) ?Schizophrenie (F20.‑)Schizotype Störung (F21)Wahnhafte Störung (F22.0)
- Persönlichkeitsstörungen: F60.2 dissoziale Persönlichkeitsstörung (antisozial, soziopathisch) Missachtung sozialer Verpflichtungen herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen anderer Diskrepanz zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen NormenDas Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig geringe Frustrationstoleranz niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten, Neigung, andere zu beschuldigen / Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist. Ausschluss: Emotional instabile Persönlichkeitsst. (F60.3‑)Störungen des Sozialverhaltens (F91.‑)
- Persönlichkeitsstörungen: F60.4 histrionische Persönlichkeitsstörung oberflächliche und labile Affektivität, Dramatisierung, theatralischer, übertriebener Ausdruck von Gefühlen, Suggestibilität, Egozentrik, Genusssucht, Mangel an Rücksichtnahme, erhöhte Kränkbarkeit dauerndes Verlangen nach Anerkennung, äußeren Reizen und Aufmerksamkeit.
- Persönlichkeitsstörungen: F60.5 zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung Gefühle von Zweifel, Gewissenhaftigkeit, ständigen Kontrollen, Halsstarrigkeit, Vorsicht Starrheit beharrliche / unerwünschte Gedanken / Impulse möglich erreichen nicht die Schwere einer Zwangsstörung Auschluss: Zwangsstörung
- Persönlichkeitsstörungen: F60.6 ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung Gefühle von Anspannung und Besorgtheit, Unsicherheit Minderwertigkeit andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptiertwerden, Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit eingeschränkter Beziehungsfähigkeit. Überbetonung potentieller Gefahren oder Risiken alltäglicher Situationen bis zur Vermeidung bestimmter Aktivitäten.
- Persönlichkeitsstörungen: F60.7 abhängige (asthenische) Persönlichkeitsstörung Person verlässt sich bei kleineren oder größeren Lebensentscheidungen passiv auf andere Menschen. Trennungsangst, Gefühle von Hilflosigkeit und Inkompetenz, Neigung, sich den Wünschen älterer und anderer unterzuordnen Versagen gegenüber den Anforderungen des täglichen Lebens Die Kraftlosigkeit kann sich im intellektuellen emotionalen Bereich zeigen; bei Schwierigkeiten besteht die Tendenz, die Verantwortung anderen zuzuschieben.
- Persönlichkeitsstörungen: F60.3, F60.30, F60.31 emotional instabile Persönlichkeitsstörung deutliche Tendenz, Impulse ohne Berücksichtigung von Konsequenzen auszuagieren, verbunden mit unvorhersehbarer und launenhafter Stimmung. Neigung zu emotionalen Ausbrüchen mit Unfähigkeit, impulshaftes Verhalten zu kontrollieren. Tendenz zu streitsüchtigem Verhalten und zu Konflikten mit anderen, insbesondere wenn impulsive Handlungen durchkreuzt oder behindert werden. Zwei Erscheinungsformen können unterschieden werden: Ein impulsiver Typus (aggressiv, reizbar), vorwiegend gekennzeichnet durch emotionale Instabilität und mangelnde Impulskontrolle; und ein Borderline- Typus, zusätzlich gekennzeichnet durch Störungen des Selbstbildes, der Ziele und der inneren Präferenzen, durch ein chronisches Gefühl von Leere, durch intensive, aber unbeständige Beziehungen und eine Neigung zu selbstdestruktivem Verhalten mit parasuizidalen Handlungen und Suizidversuchen. Ausschluss: dissoziale Persönlichkeitsstörung
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- Persönlichkeitsstörungen: Epidemiologie Schätzungen für einzelne Störungen von 0,5 (schizoide) bis 3% (borderline, histrionische) bzw. 3-7% dizzoziale Pst. bei Männern. Lebenszeitprävalenz: 10-15 Punktprävalenz: 5-15, häufiger in psychiatrischen Populationen (borderline, ängstlich, histrionisch, schizotyp, dissozial), Schätzungen bis zu 50 % stationbäre Patienten. Geschlechterverhältnis: =, Ausnahme: antisoziale, zwanghafte, (mehr M). Borderline? Ersterkrankungsalter: Erste Symptome: K, Ad Komorbiditäten: Suchterkrankungen, Depression, PTBS, Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen untereinander. Häufigkeit beiAngststörungen: 50-60%, dependente und zwanghafte PS am häufigstenDepressive Störungen: 40%, bei Bl und histr am häufigsten in stationären, bei zwanghaften, ängstlich-vermeidenden und dependenten PS in ambulanten PatientenstichprobenPosttraumatische Belastungsstörungen: 40%Essstörungen: 50%Suchterkrankungen: 40%Persönlichkeitsstörungen untereinander: 30 % (Allgemeinbevölkerung) 60 % (klinische Populationen) Höhere Raten:Stadtbevölkerungen sozial schwachen Schichten Erblicher Faktor: bis 60 % (genetischer Load) Suizidrisiko: Borderline-PS (~ 10%), paranoider PS (~ 1%) Leitlinien: "AMDP-S-II Leitlinien; WFSBP-Leitlinien"
- Persönlichkeitsstörungen: Allgemeine Kriterien G1. Charakteristische und dauerhafte innere Erfahrungs- und Verhaltensmuster, deutlichabweichend von kulturell erwarteten und akzeptierten Normen; äußert sich in mindestens 1Bereich: Kognition, Affektivität, Impulskontrolle und Bedürfnisbefriedigung, zwischenmenschliche Beziehungen und Art des Umgangs mit ihnen G2. Abweichung: so ausgeprägt, dass daraus resultierendes Verhalten in vielen persönlichen und sozialen Situationen unflexibel, unangepasst, unzweckmäßig ist G3. Abweichung: persönlicher Leidensdruck oder nachteiliger Einfluss auf die soziale Umwelt G4. Abweichung: stabil, von langer Dauer. Beginn in spätem Kindesalter oder Adoleszenz G5. Abweichung: kann nicht durch andere psychische Störung des Erwachsenenalters erklärtwerden. G6. Abweichung: nicht verurs. durch org. Erkrankung, Verletzung oder Funktionsstörung des Gehirns
- Persönlichkeitsstörungen: Allgemeine Kriterien G1. Charakteristische und dauerhafte innere Erfahrungs- und Verhaltensmuster, deutlichabweichend von kulturell erwarteten und akzeptierten Normen; äußert sich in mindestens 1Bereich: Kognition, Affektivität, Impulskontrolle und Bedürfnisbefriedigung, zwischenmenschliche Beziehungen und Art des Umgangs mit ihnen G2. Abweichung: so ausgeprägt, dass daraus resultierendes Verhalten in vielen persönlichen und sozialen Situationen unflexibel, unangepasst, unzweckmäßig ist G3. Abweichung: persönlicher Leidensdruck oder nachteiliger Einfluss auf die soziale Umwelt G4. Abweichung: stabil, von langer Dauer. Beginn in spätem Kindesalter oder Adoleszenz G5. Abweichung: kann nicht durch andere psychische Störung des Erwachsenenalters erklärtwerden. G6. Abweichung: nicht verurs. durch org. Erkrankung, Verletzung oder Funktionsstörung des Gehirns --- (DSM: "Muster" unflexibel, 2 Bereiche: Kognition, Affektivität, Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen, Impulskontrolle)
- Persönlichkeitsstörungen: F60.8 sonstige spezifische Persönlichkeitsstörungen, z. B. narzisstische Persönlichkeitsstörung DSM:Instabilität zwischenmenschlicher Beziehungen, des Selbstbildes und der Affektivität, Impulsivität, Selbstverletzungen 5 von 9: Hat ein grandioses Gefühl der eigenen Wichtigkeit (z. B. übertreibt die eigenen Leistungen und Talente; erwartet, ohne entsprechende Leistungen als überlegen anerkannt zu werden).Ist stark eingenommen von Fantasien grenzenlosen Erfolgs, Macht, Glanz, Schönheit oder idealer Liebe.Glaubt von sich, „besonders“ und einzigartig zu sein und nur von anderen besonderen oder angesehenen Personen (oder Institutionen) verstanden zu werden oder nur mit diesen verkehren zu können.Verlangt nach übermäßiger Bewunderung.Legt ein Anspruchsdenken an den Tag (d. h. übertriebene Erwartungen an eine besonders bevorzugte Behandlung oder automatisches Eingehen auf die eigenen Erwartungen).Ist in zwischenmenschlichen Beziehungen ausbeuterisch (d. h. zieht Nutzen aus anderen, um die eigenen Ziele zu erreichen).Zeigt einen Mangel an Empathie: Ist nicht willens, die Gefühle und Bedürfnisse anderer zu erkennen oder sich mit ihnen zu identifizieren.Ist häufig neidisch auf andere oder glaubt, andere seien neidisch auf ihn/sie.9. Zeigt arrogante, überhebliche Verhaltensweisen oder Haltungen.
- Persönlichkeitsstörungen: Therapien Dialektisch-Behaviorale Therapie für BPS (Linehan, 1993) Übertragungsfokussierte Psychotherapie (TFT, Kernberg) für Borderline-Persönlichkeitsstörung (Clarkin et al., 1999 and 2007) „Mentalization Based Treatment“ für BPS (Bateman und Fonagy) Schematherapie nach Young (Giesen-Bloo J et al., 2006) Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (Alden, 1989; Cappe &Alden, 1986, Stravinsky et al., 1982; Renneberg et al., 1990)
- Persönlichkeitsstörungen: Psychopharmaka Nach Zielsymptomatik.Benzodiazepine vermeiden. SSRIs / andere Antidepressiva:Depressiven SyndromenZwangssymptomatikÄngstlicher Symptomatik (z.B. Sozialer Phobie)Impulsivität / AggressivitätBulimie / Binge EatingDissoziative Zustände (?) Atypische Antipsychotika (eher niedriger Dosisbereich):Psychotischen SymptomenImpulsivität / Aggressivitätdepressiv-ängstliche SymptomatikSpannungszuständenIntrusionen (insb. sedierende Antipsychotika)NW: Sedierung, Gewichtszunahme, kognitive Einbußen Stimmungsstabilisierer (z.B. Lithium, Carbamazepin, Valproinsäure, Lamotrigen):Impulsivität / AggressivitätStarke und rasche StimmungsschwankungenKomorbide Bipolare StörungNW: Gewichtszunahme, kognitive Einbußen Eventuell Naltrexon:Dissoziativen Symptomen bei Borderline-Persönlichkeitsstörung Eventuell Clonidin:Spannungszustände / PTSD-Symptomatik bei Borderline-Persönlichkeitsstörung Benzodiazepine (z.B. Tavor (Lorazepam)) bei:ErregungszuständenAkuten AngstzuständenCave: Abhängigkeitsrisiko! Deswegen nur akute Gabe!