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Psychologie Emotion (Fach) / Glück und Zufriedenheit (Lektion)
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- Was ist Glück und Zufriedenheit? 1. Lebenszufriedenheit, Wohlbefinden und Zufriedenheit beruhen auf subjektiven Konstruktionsprozessen 2. Subjective well being: Glüchlich ist, wer häufig in positiver Stimmung und selten in negativer Stimmung ist (hedonische Perspektive: "Wenn ich ") 3. Psychological well being: gelingendes Leben, menschliche Stärken, Sinn im Leben und Selbstakzeptanz (eudaimonische Perpektive) (wahre und falsche Bedürfnisse)
- Die Rolle von Zielen (Motivationspsychologie) 1. ohne Ziele fehlt Orientierung, Bedürfnisse können nicht gestillt werden 2. spielen eine Rolle bei Identitätsbildung und Bewältigung von Entwicklungsprozessen / Krisen 3. bei starker Zielbindung und ungünstigen Realisierungschancen Wohlbefinden am meisten beeinträchtigt (keine Zufriedenheit) 4. Motivkongruenzen wirken als Stressoren, senken Wohlbefinden 5. Imagination von Zielen soll implizite Motive mit Zielen vereinbar machen
- Was macht glücklich? Überzeugungen Menschen haben starke Überzeugungen davon, was glücklich macht Bsp. Menschen, die in Kalifornien leben sind nicht glücklicher, als im mittleren Westen der Usa. Letztere denken allerdings, sie seien es. ---> äußere Bedingungen machen keinen Unterschied, auch Heirat nur zunächst unmittelbar positiv, nach 2-3 Jahren gleiche Lebenszufriedenheit Bsp. Lotteriegewinner sind nach einer Übergangsphase nicht glücklicher als andere Menschen. Querschnittsgelähmte sind nach einer Übergangsphase nicht unglücklicher als andere Menschen ---> sie adaptieren, Lebenszufriedenheit nähert sich dem Durschnitt der Bevölkerung / die Befindlichkeit ist nicht dauerhaft verändert Überzeugung: höheres Einkommen macht glücklich
- Was macht glücklich? hohes Einkommen? Die meisten Menschen sind überzeugt, dass ein höheres Einkommen glücklich macht. Davon abgesehen, dass das Einkommen die Grundbedürfnisse abdecken muss, ergeben sich keine Zusammenhänge von Einkommen und Wohlbefinden Aber warum haben dann die meisten Menschen diese Überzeugung?(ein bisschen mehr Geld = ein bisschen zufriedener) nicht endender Kreislauf -> Wie beantworten sich Menschen generell die Frage nach der Lebenszufriedenheit ?
- Wie beantworten sich Menschen die Frage nach der Lebenszufriedenheit? Wie wird die Lebenszufriedenheit erfasst? +Studie und Ergebnisse Wie wird sie erfasst?1. Wie zufrieden sind sie ingesamt mit ihrem Leben?2. Wie fühlen sie sich jetzt in diesem Moment?3. Erfassung einer Vielzahl von Emotionen ---> Dies wird häufig gefragt und dann summiert Lenken solche Fragen die AUfmerksamkeit auf Faktoren wie relatives Einkommen? -> JA Studie von Strack et al. 1988Erst: Wie zufrieden sind sie mit ihrem Leben? Dann: Anzahl der Verabredungen im letzten Monat- > keine KorrelationDann umegekehrt gefragt - > hohe Korrelation Daher:1. Lebenszufriedenheit kann nicht einfach aus dem Gedächntis abgerufen werden, sondern wird aufgrunf grade salienter Informationen konstruiert 2. Die Antowrten hängen davon ab, worauf gerade der Aufmerksamkeitsfokus liegt -> man versucht Wissen zu aktivieren, wenn es schon aktiviert wurde, wird es heran gezogen
- Akzentuierungsillusion (focusing illusion) kann erklären, warum Befunde oft kontraintuitiv sind Antworten hängen davon ab, welche Informationen grade im Aufmerksamkeitsfokus liegen
- Weitere Gründe für den geringen Einfluss des Einkommens auf das Wohlbefinden 1. Adaption: eine besondere Speise löst weniger positiven Affekt aus, wenn man sie häufig konsumiert 2. Wünsche ändern sich mit den Möglichkeiten-> investieren mehr Zeit in die Arbeit statt in Aktivitäten, die zu positiven Affekt führen 3. Wer eine bedeutsame Veränderung erlebt hat, denkt nur ab und zu daran - die meiste Zeit ist unsere Befindlichkeit von alltäglichen Erfahrungen geprägt
- Vorhersage von Emotionen in zufkünftigen Situationen unterliegt folgenden Vorhersagefehlern Focalism: wir fokussieren uns auf wenige Details, wenn wir nach unserem Befinden gefragt werden -> nicht besonders realistisch (wäre zu komplex) Immune neglect: kritische Lebensereignisse lösen Bewältigungsmechanismen aus (Bspw. Reappraisal), die helfen, diese in einem anderen Licht zu sehen -> Bsp. schlecht laufende Ehe, nach Trennung wäre man noch unglücklicher zukünftige Ereignisse weren relativ abstrakt repräsentiert, sodass wenige Merkmale die affektive Reaktion bestimmen ---> das spricht dafür, dass wir gelegentlich das Falsche wollen psychisch gesunde Menschen verzerren die Realität im Dienste des Selbstwerts und einer optimistischen Sicht der Zukunft
- Positive Psychologie Grundsatz Psychologie beschäftigt sich fast ausschließlich mit negativen Zuständen Positive Psychologie : fokussiert auf die Förderung von Ressourcen (entwickeln und ausbauen) Seligman !!
- PP Zufriedenheit besteht nach Seligmann (2000) aus drei Komponenten 1. Positive Emotionen (the pleasant life): entwickeln gegebüber Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft 2. Engagement (the engaged life): Ein Leben, das Beschäftigtsein, Teilnahme und Aufgehen in Arbeit, tiefe Beziehungen und Freizeit verfolgt 3. Sinn (the meaningful life): Stärken und Talente verwenden, um etwas zu tun/unterstützen, das "größer" ist als man selbst
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- Seligman, Rashid & Park 2006 entwickelten positive Psychotherapie aus folgenden Komponenten: 1. Ressourcenorientierung 2. "Pfadfinder" - 3 positive Dinge 3. Gedanken über eigene Todesanzeige (damit man nichts sinnloses tut) 4. Dankbarkeitsbesuche 5. besonders konstruktiv auf etwas von jemand anderen reagieren 6. Aufmerksamkeit im Alltag gezielt steuern angwendet bei Deppressiven: deutlicher Effekt auf Lebenszufriedenheit und klinische Symptome jedoch nicht hilfreich in Situationen, in denen man sich eigentlich wehren müsste (Bsp Vergebung in Partnerschaften) Therapien bei unterschiedlichen Störungen unterschiedlich wirksam