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Psychologie Gedächtnis (Fach) / Motiviertes Vergessen (Lektion)
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- Motiviertes Vergessen - Bedeutung Intentionales, Intendiertes, Absichtliches Vergessen : Ziel ist das Vergessen Motiviertes Vergessen aber breiter: auch ohne Absicht (z.B. psychogene Amnesien)
- Repression Verdrängung, kann bewusst oder unbewusst sein, Abwehrmechanismus
- Psychogene Amnesie global- oder situationsspezifisch gravierendes Vergessen von Lebensereignissen aufgrund extremer emotionaler Belastung
- Psychogene Fugue Form von psychogener Amnesie: ganze Lebensgeschichte vergessen (plötzlich seine Umgebung verlassen)
- Faktoren die motiviertes Vergessen begünstigen 1. Ereignisse nicht ider nur oberflächlich enkodieren, keinesfalls semantisch elaborieren 2. Cues an das Ereignis vermeiden 3. Vergessensinstruktionen (mehrere Paradigmen)
- Vergessensinstruktionen Gerichtetes Vergessen (Directed Forgetting) Varianten: Item- und Listenmethode Item-Methode: (Direkt im Anschluss an Wort entweder erinnern/ vergessen als Instruktion) - auch Effekte beim Wiedererkennen -> Defizit beim Enkodieren; wir können kontrollieren ob Informationen semantisch elaboriert werden Listen-Methode: ganze Liste gelernt, Instruktion: das war die falsche Liste, lerne neue Liste 2 -Vergessenseffekte in der Regel nicht beim Wiedererkennen und impliziten Tests -> reduzierte Zugänglichkeit beim Abruf (Effekte auch bei realistischerem Material wie Lebensereignissen)
- Erklärungsansätze für den gerichteten Vergessenseffekt (Listenmethode) Ein-Faktor-Theorie (ein Mechanismus für Kosten und Nutzen der Vergessensinstruktion) Zwei-Faktoren-Theorie (Kosten und Nutzen basieren auf zwei verschiedenen Mechanismen)
- Erklärungsansätze für den gerichteten Vergessenseffekt (Listenmethode) Ein-Faktor-Theorie selektives Wiederholen Abrufhemmhypothese: (Retrieval Inhibition) beim Lernen von Liste 2 Hemmung der gesamten Liste 1 Episode oder von Liste 1 Items, die einfallen -> Liste 1 Items weniger zugänglich, Liste 2 Items besser (da weniger proaktive Interferenz) Kontextwechselhypothese: (Context Shift) Wechsel mentaler Kontext von Liste 1 zu Liste 2 ; beim Abschlusstest Kontext von Liste 2, dieser schlechter Cue für Liste 1 Items
- Erklärungsansätze für den gerichteten Vergessenseffekt (Listenmethode) Zwei-Faktoren-Theorie Kosten: Abrufhemmung und/oder Kontextwechsel (beide Mechanismen nicht unvereinbar) Nutzen: effektivere Enkodierstrategie für Liste 2 praktische Implikation: motivierter Kontextwechsel (mental oder physisch) nützlich, um Vergessen zu fördern
- Faktoren die Gedächtniserholung vorraussagen 1. Phänomen der Sponanterholung 2. Abnahme von Interferenzeffekten mit der Zeit 3. Hypermnesie (Personen erinnern sich zu einem späteren Zeitpunkt an mehr, als zu einem früheren Zeitpunkt) 4. Wiedereinsetzen von Cues oder Wiederherstellung des mentalen Kontextes
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- Erholung von Erinnerungen an Traumata Ist es möglich und dann eine korrekte Erinnerung ? Studie Ein sehr unangenehmes Ereignis kann vergessen und Jahre später wieder erinnert werden Befunde:bei suggestiver Therapie wahrscheinlich eher falsche Erinnerungen, bei spontaner Erinnerung eher korrekt Sind die Ereignisse tatsächlich vergessen worden oder wurde nur vergessen, dass die Ereignisse vorher schon einmal erinnert wurden ?4 Gruppen: 1. spontan an child abuse erinnert, 2. in suggestiver Therapie an CA erinnert, 3. kontinuierlicher Zugang zu Erinnerung an CA, keine Erinnerungen an CA (KG) -> spontane Erinnerer anfälliger für forget it all along (FIA) als alle anderen Gruppen ohne Unterschiede