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Psychologie Gedächtnis (Fach) / Semantisches Gedächntis (Lektion)

Vorlesungsinhalte

Diese Lektion wurde von Sarah2345 erstellt.

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  • Semantisches vs Episodisches Gedächtnis, Befunde für Unterscheidung Episodisch: - persönlich erfahrene Informationen - wie, wo und wann passiert; kontextbezogen und kontexunabhängig- Gedächntnis für Ereignisse, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort stattgefunden haben, also Gedächtnis für Episoden Semantisch: - kontextunabhängiges (oder unabhängig gewordenes) Wissen über die Welt; dazu gehört auch Wissen um Wortbedeutungen -> Bsp. Paris = Hauptstadt FR in Schule gelernt, aber Kontext nicht wichtig---> beide Gedächtnissysteme wirken in der Regel zusammen, Unterscheidung (wie auch bei unmittelbaren und LZG) strittig Befunde für Unterscheidung: Retrograde/ Anterograde Amnesie (Stärkere Beeinträchtigung des semantischen/ episodischen Gedächntis); linker/rechter präfrontaler Cortex aktiver bei Episodischem/ Semantischem Abruf aus dem Gedächntis
  • Semantische Gedächtnisaufgaben Assoziationsaufgaben (zu Wörtern, Kategorien, Anfangsbuchstaben etc) Sortieraufgaben Semantische Verifikation / Identifikation z.B. -> VOGEL - Pinguin? Semantisches Priming (die Aktivierung eines Konzepts im semantischen Gedächtnis aktiviert verwandte Konzepte)
  • Semantisches Priming die Aktivierung eines Komzepts im semantischen Gedächtnis aktiviert verwandte Konzepte am Beispiel von Wörtern:ein zuvor präsentiertes Wort (Prime) aktiviert ein semantische verwandtes Wort (Target) Aufgabe: so schnell wie möglich Target laut lesen/ eine lexikalische Entscheidung
  • Konzepte: Organisation Im semantischen Gedächntis sind Konzepte/ Kategorien gespeichert Funktion: zentral für unsere Fähigkeit, ökonomisch und effizient über die Welt zu denken; reliable Aussagen möglich
  • Kategorie / Konzept Klasse von Objekten oder anderen Entitäten
  • Kategorisierung zwei oder mehr Entitäten als äquivalent behandelt
  • Knoten Konzepte
  • Fäden Assoziationen zwischen Konzepten (Wie ein riesiges Fischernetz)
  • Konzepte: Organisation ; Aktivierungsausbreitungsmodell von Colluíns & Loftus 1975 Nähe der Knoten = semantische Distanz / Verbundenheit "Spreading-Activation" : Konzept Knoten aktiviert -> breitet sich über Fäden/ Verbindungen aus-> Stärke der AKtivierung nimmt ab als Funktion von Zeit, Distanz und Anzahl aktivierter Knoten-> Aktivierung die ein Konzept erreicht, wird aufsummiert; Schwellenwert überschritten = Konzept aktiviert Erklärung Priming: Aktivierung breitet sich über assoziative Verbindungen zu verwandten Konzepten aus
  • Konzepte: Organisation ;Kritik: Aktivierungsausbreitungsmodell von Colluíns & Loftus 1975 Vereinfachung : jedes Konzept durch einen Knoten repräsentiert jedes Konzept eine feste Repräsentation im semantischen Gedächtnis, dagegen: Verarbeitung eines Konzepts ist flexibel
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  • Konzepte: Identifikation Hierarchisch auf 3 Ebenen organisiert: übergeordnete Ebene (z.B. Möbel) Basisebene (z.B. Stuhl) -> am informativsten & am häufigsten genutzt; Gleichgewicht Informationswert und Unterscheidbarkeit, gleichzeitig deutlicher Unterschied zu anderer Kategorie (z.B. Stuhl und Schrank) untergeordnete Ebene (z.B. Bürostuhl)
  • Konzepte: Eigenschaften unklare / verschwommene Grenzen
  • typische vs unstypische Exemplare typische Exemplare... -früher und häufiger auf den Oberbegriff hin produziert (Kategorienexemplare-Produktionsaufg)-schneller als zur Kategorie gehörig identifiziert (Kategorienidentifikations-/ Verifikationsaufg)-als typisch eingeschätzt (Rating Skala)
  • Konzepte: Repräsentationen gängige Annahme Repräsentation von Konzepten folgende Charakteristika: -abstrakt-stabil, d.h. unabhängig von der Situation-ähnliche Repräsentationen bei verschiedenen Personen Repräsentationen ähneln Wörterbuchdefinitionen (Bsp. Fahrrad)
  • Konzepte: Repräsentationen; Alternative: Situative Simulations Theorie von Barsalou 2009 alle vorherigen Annahmen falsch Repräsentationen variieren stark je nach Situation und Zielen einer Person (Bsp. Fahrrad reparieren) konzeptuelle Verarbeitung kann das perzeptuelle und motorische System aktivieren Beleg für perzeptuelles System : Wörter Wassermelone/ halbe Wassermelone rufen unterschiedliche Assoziationen hervor
  • Schemata / Skripte Bedeutung nicht nur einfache Konzepte, sondern auch größere Informationsstrukturen : Schemata ein Schema beinhaltet verallgemeinertes Wissen über einen bestimmten Erfahrungsbereich Schemata beeinflussen die Enkodierung und den Abruf von Informationen Skripte: verallgemeinertes Erfahrungswissen über Handlungs und Ereignisfolgen in wohldefinierten Situationen = Wissen über alltägliche Routinetätigkeiten , z.B. Reataurantskript
  • Schemata/ Skripte nützlich weil... 1. sie zu Erwartungen führen, d.h. die Welt vorhersehbar machen 2. sie bei der Organisation von Daten helfen 3. ihre Aktivierung wichtig ist, für das Verstehen von Texten (Text der mit oder ohne Titel präsentiert wird (somit Vorwissen aktiviert oder nocht) Bsp. Wäsche waschen)
  • Schemata / Skripte hinderlich, weil... sie zu Fehlern und Verzerrungen führen können
  • Semantische Illusionen Semantische Gedächtnis ist auch fehleranfälig berühmtes Beispiel: Moses Täuschung (Wie viele Tiere jeder Art nahm Moses mit auf die Arche -> keine Noah) Erklärung: semantische Verarbeitung eher allgemein, nicht sehr überlegt oder sorgfältig (oberflächlicher Zugang) ähnliche Sprachkomponenten können unangemessene Informationen im semantischen Gedächtnis aktivieren