Psychologie Emotion (Fach) / Empathie (Lektion)
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Vorlesungsinhalte
Diese Lektion wurde von Sarah2345 erstellt.
- Theory of Mind, Experiment Wimmer & Perner 1983 Die Fähigkeit mentale Zustände sich selbst und anderen zuzuschreiben und zu differenzieren Experiment: Sally und Anne Paradigma; Wo wird Sally die Murmel suchen? (nachdem sie ohne ihr Wissen in eine andere Box getan wurde) ---> Kinder ab 4 Jahren können die Aufgabe richitg lösen/ sich in Sally hineinversetzen
- Perspektiven-/ Rollenübernahme Versuch Verhalten, Gedanken und Gefühle anderer nachzuvollziehen. Voraussetzungen hierfür sind positive Einstellungen oder wahrgenommene Ähnlichkeit (Projektion von eigenem Erleben auf andere Person, außer ich sehe unterschiedliche Voraussetzungen im Anderen)
- Prosoziales- /altruistisches Verhalten Bierhoff 1990 setzt Empathie voraus und ist definiert durch -die Absicht, einer anderen Person Gutes zu tun UND -Entscheidungsfreiheit (z.B. Fehlen beruflicher Pflichten)
- emotionale Ansteckung nicht wissentlich automatische Imitierung von Ausdrucksverhalten -schon Säuglinge immitieren Eltern -nicht das selbe wie Hineinversetzen in andere Person
- das egoistische Gen, Experiment Aus evolutionärer Sichtweise betrachtet sollen Menschen egoistischer sein um nur den eigenen Genpol weiterzugeben Beobachtung: Tiere und Menschen helfen anderen Angehörigen ihrer Spezies oft unter Gefahr ihres eigenen Überlebens. Warum? Burnstein 1994, "kin selection" in lebensbedrohlichen Situationen wird Verwandten eher geholfen
- Reizproker Altruismus Wechselseitige Hilfe auch unter nicht verwandten Individuen. Natürliche Selektion für reizproken Altuismus vor allem in Spezies, die in sozialen Gruppen leben, deren kollektives Überleben von Kooperation abhängt ---> Homo Sapiens
- Reziprozitätsnorm neben biologischen Faktoren auch soziale Normen jenem zu helfen, der einem auch geholfen hat emotional aversiv keine Hilfe zurückgeben zu können Beim Betreten eines Geschäfts Kaffee bekommen, ungutes Gefühl dann nichts zu kaufen (zurückzugeben)
- Motiv des Glaubens an eine gerechte Welt Lerner 1980 Hilfe verdient, wer gut ist oder gut handelt. Unbekannten Personen werden im Umkehrschluss eine Teilschuld zugeschrieben, wenn sie in Not geraten. Haben es verdient (aufgrund des Charakters oder Verhaltens) 1964 auf offener Straße eine Frau umgebracht 2003 14 jährige wird vergewaltigt, Passanten schauen zu
- Warum wird nicht geholfen? Diffusion der Verantwortung, Darley & Latané 1968 Vpn nahmen an einer anonymen Diskussionsgruppe übers Telefon teil, nach einer bestimmten Zeit bekam einer der Teilnehmer einen angeblichen epileptischen Anfall Variiert wurde die Gruppengröße, je kleiner die Gruppe, desto eher wurde geholfen 1. Erklärung: soziale Situation weitaus mehrdeutiger 2. Ebene der Erklärung je größer die Gruppe, desto mehr Leute könnten helfen
- Kognitives Modell der Hilfeleistung 1. Ereignis bemerken 2. Ereignis als Notfall interpretieren 3. Verantwortung übernehmen 4. passende Art der Hilfeleistung kennen 5. Entscheidung umsetzen ---> dann folgt eingreifen und Hilfe anbieten tritt eines von 1-5 nicht in Kraft, keine Intervention / Hilfe wird nicht geleistet
- Arousal: Cost-Reward Model; Pilliavin et al 1981 Erweiterung der Entscheidungssequenz von Latané & Darley um zwei Aspekte 1. Emotionale Erregung und 2. relative Kosten des Helfens (für einen selbst) vs des nicht-helfens (für die Person in Not) Grundsatz: Notfall löst negative emotionale Spannung aus, die auf verschiedene Weise reduziert werden kann: 1. Helfende Intervation 2. Ignorieren oder Uminterpretieren der Gefahrensignale 3. Flucht / aus dem Feld gehen ---> Welches Ergebnis gewählt wird, hängt von einer Kosten-Nutzen Analyse ab
- Costs/ Benefits of Helping or Not: Costs - Helping Lose time Injury Legal liability Worsen situation
- Costs/ Benefits of Helping or Not: Costs / Not Helping Guilt Social disapproval legal liability
- Costs/ Benefits of Helping or Not: Benefits/ Helping Self-praise Reward Social Approval
- Costs/ Benefits of Helping or Not: Benefits / Not Helüing Avoid risk of Injury Avoid risks of Helping
- Shotland & Straw 1976 Experiment Streit zwischen Mann und Frau im Aufzug "Get away from me. I don´t know you" 65% Hilfe Get away from me. I don´t know why I married you" 19 % Hilfe Vermittelnder Prozess : Wahrgenommene Kosten für Helfen höher und für Nichthelfen geringer in Ehepaar Bedingung (Eingriff in die Privatsphäre)
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- Piliavin & Piliavin 1972 Mann bricht in U-Bahn zusammen 1. Bed Blut (Ketchup) im Mundwinkel ->65% Hilfe 2. Bed kein Blut -> 95% Hilfe Vermittelnder Prozess: Wahrgenommene Kosten für Helfen UND für Nicht-helfen höher in der Blut Bedingung Blut eklig, sich selber schmutzig machen / anstecken
- Empathie-Altruismus Hypothese; Daniel Batson es gibt übereigennütziges Verhalten Zwei Reaktionen auf das Leiden Anderer: 1. "personal distress" (unangenehme Erregung, selbstbezogen) 2. Empathie (empathetic concern; auf das Objekt bezogen) wichtige Unterscheidung : keine Empathie empfinden um kein schlechtes Gewissen zu haben, Bsp. eigenes Kind weint nach Bestrafung Jemand braucht Hilfe -> Gefühl der Empathie? Ja=Helfen auch wenn Kosten höher als Lohn Nein= Helfen nur wenn Lohn höher als Kosten
- Experiment Batson et al 1981 Vpn beobachteten das Leiden einer Mit-Vpn unter Elektroschocks, Möglichkeit der Hilfe: Plätze tauschen 1. Bed entweder leicht oder schwierig (2 oder 10 Durchgänge beobachten) 2. Bed Vpn ist der Mit-Vpn ähnlich oder nicht (gleicher Name, Geburtstag etc) Ergebnisse: in der Ähnllichkeitsbedingung halfen Vpn auch, wenn die Flucht leicht war. In Unähnlichkeitsbedingung nur wenn die Flucht schwierig war
- Strategien der Prävention; Training der Zivilcourage 2002 1. Mehrdeutigkeit der Situation reduzieren und Notwendigkeit der Hilfeleistung deutlich machen 2. Verantwortung individuell fokussieren 3. Identifikation mit demjenigen stärken, der Hilfe braucht 4. Normen etablieren, die Hilfsbereitschaft stärken 5. Normen in der gegebenen Situation aktivieren Training : 1. Erkennen von Notlagen üben 2. Verantwortungsdiffusion und pluralistische Ignoranz reduzieren 3. Strategien schneller und effizienter Hilfe
