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Psychologie Emotion (Fach) / Aggression (Lektion)

Vorlesungsinhalte

Diese Lektion wurde von Sarah2345 erstellt.

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  • Defintion, Instrumentelle vs Feindselige Aggression Definition: absichtsvolle Handlung mit dem Ziel, eine andere Person, sich selbst oder einen Gegenstand zu schädigen Instrumentelle Aggression: absichtsvolle Schädigung um ein anderes Ziel zu erreichen Feindselige Aggression: Absichtsvolle Schädigung zum Zweck der Schädigung oder Tötung des Opfers
  • Instinkttheorie McDougall 1908 Aggression als einer von 18 Instinkten (später noch viel mehr Triebe) -> feindselige Handlung ist damit Produkt eines Aggressionstriebs
  • Instinkttheorie Freud 1920 Thanatos, als auf die Zerstörung organischen Lebens gerichteter Trieb -destruktive Energie muss nach außen gerichtet werden -Destruktionsbedürfnis erzeugt Spannung -Karthasis: Abbau durch ausagieren (nichts dran, führt zu mehr Aggression) ---> Dampfkesselmodell
  • Ethologischer Ansatz Lorenz 1963 Aggression als angeborene Verhaltensdisposition, die Anpassung an Umwelt erhöht -> verhaltensspezifische Energie, die sich im Inneren eines Organismus spontan auflädt * Überdruck strebt nach Entladung * Schlüsselreize * Abbau durch kontrollierte Abfuhr (z.B. Sport) * positive Auslese des gesündesten Individuums als Leittier (stark ideologisch)
  • Kritik an Instinkttheorien Zirkulär und verwendeten Konzepte sehr unscharf, kaum Vorhersagen möglich Zweifel, dass Aggression den gleichen Gesetzmäßigkeiten folgt wie wiederkehrende physiologische Bedürfnisse
  • Frustrations-Agressionshypothese Dollard, Doob, Mowrer & Sears 1939 Frustration ist eine Folge der Unterbrechung zielgerichteter Handlung Aggression erfolgt dann gegen Urheber der Frustration (Alternative: Verschiebung auf anderes Objekt) Zuerst frühe Starke Version der Theorie, später abgeschwächt (Frustration führt immer zu irgendeiner Art der Aggression) Frustration ---> Aggression spätere Version der Theorie: Frusstration produziert Reaktionen. Eine davon ist Aggression
  • Kritik an der Frustration-Aggressionshypothese Auf Frustration kann eine Vielzahl von Emotionen folgen
  • Gedächtnispsychologische Ansatz von Berkowitz , Beispiel hat versucht, die Bedingungen zu spezifizieren, die dazu führen, dass Frustration zu Aggression führt Frustration ---> Hinweisreiz ---> Aggression Frustration ruft zunächst emotionale Erregung hervor (Ärger). Der Ärger führt nur zu Aggression, wenn zusätzlich aggressive HInweisreize vorliegen Bsp. Waffen bedeuten höhere Aggression (Tatsache, dass eine Waffe zu sehen war, aktiviert System im Gedächtnis und daher höhere Aggressionsbereitschaft)
  • Kritik an Berkowitz 1. auch bei aggressiven Hinweisreizen wird eine frustrierte Person nicht immer aggressiv handeln 2. aggressives Verhalten wird sanktioniert 3. Signalisieren aggressive Hinweisreize, dass aggressives Verhalten in dem vorliegenden Kontext angemessen ist?
  • Ansatz von Bandura 1973, Experimenz aggressives Verhalten wird ebenso erlernt, wie andere Formen des Sozialverhaltens Lernen durch Beobachten spielt große Rolle Experiment: Kinder beobachten Erwachsenen (Modell), der auf eine Puppe mit Gummihammer einschlägt, einmal belohnt, einmal bestraft und Kontrollgruppe ohne Aggression des Modells ---> Ergebnis: Kinder immitierten Verhalten häufiger, wenn er für sein Verhalten belohnt wurde
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  • Haben aggressive Darstellungen in den Medien einen Einfluss auf die Aggression der Zuschauer? Korrelationsstudien zeigen positiven Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Konsums aggressiver Fernsehsendungen und aggressiven Verhaltensweisen
  • Ansatz von Anderson 2000 Videospiele mit aggressivem Inhalt aktivieren mehr aggressionsbezogene kognitive Inhalte und führen zu mehr aggressiven Handlungen in Videospielen wiederholte Wahrnehmung von Aggression Densensibilisierung, die Schwelle was man als aggressiv wahrnimmt verschiebt sich
  • Aggression und Erregung - Was löst negative Erregung aus? 1. Frustration 2. kurvenlineare Beziehung von Temperatur und Aggression 3. räumliche Enge, sofern sie als aversiv erlebt wird Zillman 4. körperliche Anstrengung, aber nur in Verbindung mit Provokation entscheidend, worin man die Ursache für die Erregung sieht (Attribution9 -> kritisiert Berkowitz: 1. Erregung nicht neutral,sondern häufig negative Valenz, 2. aversive Ereignisse lösen oft direkt und ohne Attribution Aggression/Flucht aus
  • Problem der Definition von Aggression beinahe jedes Verhalten kann als Schädigung einer anderen Person aufgefassr werden (unterlassene Hilfeleistung) schwere Gewaltanwendung kann legitim sein (Selbstverteidigung) Die Bezeichnung "aggressiv" keine Beschreibung mehr, sondern eine negative Bewertung
  • Welche kognitiven Prozesse beeinflussen aggressives Verhalten und wann greifen sie? "is-ought" Diskrepanzen (das Ausmaß, in dem sich erwartetes und gezeigtes Verhalten unterscheiden) und Verantwortlichkeitsattributionen (die Zuschreibung der Verantwortllichkeit für das gezeigte Verhalten) weitere Abstufungen: Absicht des Akteurs, Vorhersehbarkeit, weitere Motive des AKteurs Wann greifen sie? -> Entschuldigungen nur dann Einfluss, wenn sie vor der Provokation erfolgen ---> Erregung, Ärger und aggressive Tendenzen werden reduziert
  • Aggression innerhalb einer Gruppe Individuen zeigen sehr viel weniger aggressives Verhalten als Gruppen Mullen 1960 ---> je mehr Personen beteiligt, desto gewalttätiger die Ausschreitungen LeBon 1900 ---> in Gruppen sind Menschen impulsiver und enthemmter/ vergessen moralische Grundsätze
  • Deindividuation Wenn sich Menschen größeren Gruppen anschließen, werden sie erregter. Dadurch tritt ihre Individualität in den Hintergrund und die eigene Orientierung an Normen und Standards nimmt ab
  • Experiment Zimbardo 1969 Vpn entweder normale Kleidung mit Namensschild oder Uniform an in Uniform stärkere Stromstöße als Bestrafung gegeben
  • Johnson & Downing 1979 Vpn zogen masken des Ku-Klux-Klan an, Krankenpflegeruniformen oder normal gekleidet (KG) Vpn in KKK stärkere Stromschläge als in KG, Krankenpflegeuniformen allerdings schwächere ---> gegen Enthemmungsthese von LeBon, für die Tatsache, dass in Gruppen lokale Normen implementiert werden und Gruppenmitglieder sich bewusst an diese Normen halten
  • Was bewirkt Bestrafung von Gewalt? Paradoxon Milde vs starke Bestrafung kognitive Dissonanz
  • Gewaltprävention an Schulen Olewus 1991 1. Sypmathie für Opfer durch Videos 2. Information der Eltern 3. Lehrer gehen gegen Schimpfworte und Aggression direkt vor 4. mehr Aufsicht -> null Tolearnz für Gewalt, alle Instanzen gemeinsam
  • Dilemma : Was tun gegen Gewalt und Lösung Ausleben sowohl als auch Unterdrücken ist schädlich 1. konstruktives Ausleben aggressiver Impulse 2. hilfreich: Austausch über starke Gefühls mit Freunden 3. Entschärfung von Konflikten durch Entschuldigung 4. Vorbilder die auf Frustration nicht mit Aggression reagieren 5. Problemlöstrainings 6. Einüben von Perpektivenübernahme