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Psychologie (Fach) / Intelligenzdiagnostik (Lektion)
Psych. Diagnostik
Diese Lektion wurde von JuliaPerz erstellt.
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- 1. Grundlagen der Intelligenzdiagnostik Intelligenz ist nicht beobachtbar sonder muss aus dem Verhalten eines Individuums erschlossen werden (wie es Probleme/Aufgaben löst). Intelligenzforschung hat hohen Stellenwert u.a. weil Intelligenz als eines der am häufigsten untersuchten psych. Merkmalen gilt. Die Forschung befasste sich ausschließlich mit den Methoden: der Messung u der Entwicklung von Tests, ohne genau definiert zu haben, was Intelligenz eigentlich ist
- 1.1 Was ist Intelligenz? Begriffe u Konzept die Definitionen differieren bis heute noch: William Stern: sah die Intelligenz als Fähigkeit zur Anpassung an unbekannte Situationen bzw. Fähigkeit zur Lösung neuartiger Probleme Edwin Boring: die Intelligenz ist genau das, was der Intelligenztest misst. David Wechsler: Intelligenz= unfassende Fähigkeit des Individuums, sinnvoll bzw. zweckgerichtet zu handeln, vernünftig (rational) zu denken u effektiv mit seiner Umwelt umzugehen. Alfred Binet u Theodore Simon: Intelligenz= Fähigkeit, gut zu urteilen, verstehen u denken zu können Charles Spearman: nahm an, dass es generelle Intelligenz gibt Robert Sternberg: Triarchische Intelligenz: praktische, analytische u kreative
- 1.2 Entwicklung der Intelligenzforschung u Wandel des Intelligenzparadigmas Miles meint es wäre wichtig mal ein Konzept zu entwickeln u dieses entsprechend zu messen. Fachleute sind sich mittlerweile einig, dass zur Intelligenz höhere mentale Prozesse, wie Problemlösen, Entscheidungsfindung, abstraktes Denken u abstrakte Repräsentation gehören. KI steht derzeit hoch im Kurs. Sir Francis Galton (Vetter von Charles Darwin) startete die erstenn Versuche Intelligenz zu messen u kam zum Schluss: herausragende Fähigkeiten sind vererbt. Als nächster beschäftigte sich James McKeen Cattell im Wundt-Laboratorium in Leipzig mit Geschwindigkeit der Wahrnehmung u darauf folgenden Reaktionszeiten. Binet u Simon entwickelten dann im Auftrag des französichen Bildungsministeriums den 1. Intelligenztest zur Schulreife.
- 1.2.1 Übungsfragen -Von wem soll das Statement stammen? "Die Intelligenz ist genau das, was der Intelligenztest misst"Die Feststellung wurd dem US Amerikaner Edwin Boring zugeschrieben -Was besagt die Triarchische Intelligenttheorie u wer hat sie formuliert?Es war Robert J. Sternberg (1985), der von "drei verschiednen Intelligenzen" sprach. Er beschrieb die praktische (kontextuelle) Intelligenz, die analytische Intelligenz u die kreative, erfahrungsbezogene Intelligenz. In seinem Verständnis ist Intelligenz eine Art Oberbegriff für verschiedene allgemeine geistige Fähigkeiten, die benötigt werden, um erworbenes Wissen anzuwenden, neuartige Probleme effektiv zu lösen u sich somut an Anforderungen der Umwelt anzupassen (triarchische Theorie) -Wie kam Sir Francis Galton zu der Auffassunng, dass die intellektuellen Fähigkeiten vererbt sein können?Er untersuchte Fam von Personen in einer höheren gesellschaftlichen Stellung: Richter, Staatsmänner, hohe Militärs, Dichter u Künstler. Er fand heraus, dass diese Familien fast in jeder Generation herausragende Persönlichkeiten hervorbrachten. Seine Schlussfolgerung: Herausragende Fähigkeiten sind vererbt. Diese Auffassung wurde schon damals u wird auch heute noch kritisiert. -Wer sind die Entwickler des vermutlich ersten Intelligenztest für Kinder?Alfred Binet u Theodore Simon
- 2. Intelligenzarten u Intelligenzmodelle 1. praktische Intelligenz: =Fährigkeit in der Alltagswelt zurechtzukommen u Alltagsprobleme zu bewältigen; Cleverness; klassische Intelligenztests werden auch als akademische Intelligenztests bezeichnet, da das Wissen u das strategische Denken in diesen Tests bedeutsam sind. Menschen mit alltagspraktischer Intelligenz müssen nicht unbedingt gute Schulnoten haben; die Messung erfolgt z.B.: in Eignungsuntersuchungen 2. soziale Intelligenz = soziale Kompetenz = Empathie u Fähigkeit eines problemlosen u effektiven Umgangs mit anderen Menschen (in verschiedenen Berufen nötig); soziale Kompetenz korreliert mit verbaler Kompetenz, sowie die Fähigkeit zum systematischen Denken u die Planungsfähigkeit; Untersuchung meist durch Interview; 3. Weisheit: Im Alter nimmt die fluide Intelligenz durch die Verlangsamung des Infoverarbeitung ab; die Altersweisheit (Wissen Leben verläuft "ungewiss", Relativierendes Denken über Wertvorstellungen u Lebensziele, Wissen über Kontexte des Lebens, Faktisches Wissen über grundlegende Lebensfragen, Strategisches Wissen über den Umgang mit grundlegenden Lebensproblemen) nimmt bei vielen zu.
- 2.1 Kompetenzbegriff Über die Messung von Kompetenzen wird man sich nicht einig... Unterschied zu Intelligenz: -Kompetenzbegriff ist breiter als Intelligenzbegriff -Kompetenzbegriff umfasst auch Motivation, Volition u Selbststeuerung -möglicherweise sind Intelligenzkonstrukte zeitstabiler als erwerbbare Kompetenzkonstrukte
- 2.2 klassische Intelligenzmodelle schon immer unterschiedliche Auffassungen: -2-Faktoren-Modell nach Cattell: Kristalline (basiert auf gesammelten Erfahrungen; sozialisationsabhängig) u flüssige (zum Teil angeboren; Geschwindigkeit der Infoverarbeitung) Intelligenz -2 Faktoren-Theorie nach Charles Spearman: Allgemeinen Faktor (g-Faktor oder Generalfaktor) auch noch zusätzliche Spezialfaktoren (s-Faktoren) existieren; Spätere Untersuchungen konnten s-Faktoren nicht identifizieren -Mehrfaktorielle Modelle: nach Louis Leon Thurstone: Intelligenz beruht auf 7 interagierende Faktoren (verbale Fähigkeiten, Merk- u Rechenfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Wahrnehmungsgeschwindigkeit, Gedächtnis u Fähigkeit logische Schlüsse zu ziehen) -Würfelmodell von Joy Paul Guilford: 3 Dimensionen: Denkoperationen, Inhalte der Denkoperationen, Produkte intelligenten Verhaltens/Denkresultate; er ging von 120 Intelligenzbereichen aus u unterschied zwischen konvergenter Intelligenz u divergenten Denkproduktion. -Triarchische Intelligenztheorie nach Robert J. Sternberg: Praktische/kontextuelle Intelligenz, analytische/komponentenbezogene Intelligenz, erfahrungsbezogene/kreative Intelligenz;
- 2.3 Aktuelle Intelligenzmodelle heute wird die multidimensionale u prozessorientierten Modelle der Intelligenz bevorzugt; Howard E. Gardner geht von 7-10 Intelligenzdimensionen aus: die sprachlich-linguistische-, logisch-mathematische-, räumlich-bildliche-, musikalisch-rythmische-, körperlich-kinästhetische-, naturalistische-, spirituale u existentiale Intelligenz. Diese sind theoriegeleitet! (Lokalisation in bestimmten Hirnregion, Fähigkeit ist eigenständig messbar, Spezialbegabung nachweisbar,...)
- 2.4 Übungsaufgaben -Angeblich ist der Kompetenzbegriff breiter, als der Intelligenzbegriff. Was spielt bei dieser Betrachtung eine entscheidende Rolle?Der "Kompetenzbegriff" umfasst neben den kognitiven Aspekten auch Motivation, Volition u Selbststeuerung -Wie unterscheiden sich die sogenannte "fluide" u "kristalline" Intelligenz voneinander?"Kristalline" Intelligenz basiert auf Erfahrung, die ein Individuum mit Problemlösungen u dem menschlichen Handeln in Laufe seines Lebens gesammelt hat. Sie ist zum größten Teil sozialisationsabhängig."Fluide" Intelligenz ist dagegen eher angeboren u von der physiologischen Gehirntätigkeit abhängig. Sie äußert sich z.B.: in der Geschwindigkeit der Infoverarbeitung
- 3. Standardisierte Intelligenztests Die Statistik u insbesondere eine der statistischen Methoden, die Faktorenanalyse, lieferten die Vorraussetzungen für die Entwicklung standardisierter Instrumente der Intelligenzdiagnostik.
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- 3.1 Testtheorie u Testkonstruktion Begriffserklärung Test: Tests sind Istrumente zur standardisierten Infogewinnung über Personen. Diese Infos werden mithilfe spezifischer Prozeduren in Zahlen u Kennwerte überführt.pschometrische Tests (Tests zur psych. Messung)= wissenschaftliche Routineverfahren zur Untersuchung eines oder mehrerer empirisch angrenzbarer Persönlichkeitsmerkmale mit dem Ziel einer möglichst quantitativen Aussage über den relativen Grad der indididuellen Merkmalsausprägung. Intelligenztests werden der Kategorie Leistungstests zugerechnet. Deren Fragen sind objektiv falsch oder richtig zu beantworten. Weitere Merkamle zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit sind die Geschwindigkeit der Bearbeitung u die Schwere der Aufgabe.
- 3.1.1 Arten der Testtheorien -klassische Testtheorie (KTT): befasst sich mit Bestandteilen der Messwerte, nämlich mit dem wahren Wert (relativ konstant), der gemessen/beobachtet wurde u einem zufälligen Messfehler (schwankt), der aus der Eigenheit der Zielperson u der Eigenartigkeit der Testbedingungen resultiert. Die Genauigkeit eines Tests ist nur bestimmbar, wenn die wahre Merkmalsausprägung u der Fehleranteil getrennt ermittelt werden. 5 Axiome der KTT (SB3 S.15-16) -probablistische Testtheorie: untersucht, was die erfasste Testantwort über ein Merkmal der getesteten Person aussagt. Der Grundgedanke ist die Annahme, dass die Wahrscheinlichkeit einer bestimmten Antwort auf jede einzelne Testfrage von der Ausprägung einer latent vorhandenen Merkmalsdimension abhängt.
- 3.1.2 Gütekriterien der Intelligenztests (SB3 S.16-19) -Objektivität (Durchführungs-, Auswertungs-, Interpretationsobjektivität) -Reliabilität (interne Konsistenz/Halbierungsreliabilität, Retest-Reliabilität, Paralleltest-Reliabilität) -Validität (Inhalt, Kriterium (Übereinstimmung, Prognostisch, Retrospektiv, Inkrementell), Konstrukt)
- 3.2 Normorientierte Intelligenzmessung und der Intelligenzquotient "The main goal of scientific study of human intelligence was measurement rather than abstract theory sonstruction. The result was the development of intelligence or IQ test" Normierte Intelligenzmessung basiert auf einem Vergleich der individuellen Testergebnisse mit vorher erarbeiteten Normen (repräsentative Stichprobe wird getestet). Die Auswertung fokussiert sich auf die richtig beantworteten Aufgaben. Diese Summenwerte lassen sich dann in standardisierte Werte transformieren, die den IQ ergeben. Der IQ gibt also Auskunft darüber, wie die intellektuellen Fähigkeiten einer Person in Relation zu einer Vergleichsgrupe ausgeprägt sind. Der IQ zeigt eine Normalverteilung in der Population auf - die meisten 100; die Abweichung von diesen Durchschnitt (Mittelwert) heißt Standardabweichung (SD). 68,2% sind zwischen 85u115. 2,3% sind unter 70 oder über 130. Charakteristika des IQs:-Relative Stabilität (ändert sich nach dem 5-6. LJ kaum noch)-Abstraktes u logisches Denken (=Bestandteil der Mehrheit von Intelligenztheorien)-Übereinstimmung der Messergebnisse (eine Person die in einem Test hervorragend abschließt wird auch in einem anderen Test gut sein)-Vorhersagefähigkeit (Entwickungen u Verhaltensweisen sind vorhersagbar)
- 3.3 Übungsbsps. -Was sind die wichtigsten methodischen Gütekriterien für die Intelligenz?Objektivität, Reliabilität u Validität -Wie kommt die Normierung der Tests zustande?Solche Norme werden festgelegt indem man eine große, repräsentative Stichprobe testet. Diese kann in bestimmte Gr. z.B.: nach Alter, Geschlecht, Beruf,.. zerlegt werden -Was sind die 5 Axiome der KTT?SB3 S. 51
- 4. Entwicklung der intelligenzdiagnostischen Instrumente im Zeitverlauf Binet-Simon-Test war ganz am Anfang der intelligenzbezogenen Psychometrie. Danach verschiedene Testgr. Unidimensionalen u multidimensionale Tests u später kulturgebundene Intelligenztests behandelt.
- 4.1 Historische Intelligenztests Vor über 100 Jahren begann man mit der individuellen Feststellung von Intelligenzniveaus bei Kindern. 1882 war die Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Frankreich. 1905 erschien dann der Binet-Simon-Test: ein Messinstrument, welches Kinder identifizieren sollte, die nicht in normalen Schulen zurecht kommen u besondere Förderung bedurften. Der Test wurde weiterentwickelt, auch in anderen Ländern. Cattell arbeitet im Leipziger Wundt-Laboratorium u sah Intelligenz als direkte Funktion der Sinne u der Wahrnemung an. Die Qualität des Denkens wurde von der Qualität der Sinneswahrnehmung abhängig gemacht. Dieses Denken brachte verheerende Folgen.Sensualismus = die Lehre darüber, dass es vor allem die individuellen Sinneseindrücke sind, welche die Intelligenzleistung determinieren Abgrenzung dazu durch: Binet u Simon. Sie wollten den Kindern echte Denkaufgaben stellen, aber gleichzeitig nicht auf die kulturellen Fertigkeiten (Rechnen, Lesen) verzichten. Sprachliche Aufgaben überwogen; nicht so viele Bilderaufgaben.Binet suchte Testaufgaben aus, die erst ab bestimmten Lebensalter von der Mehrheit bewältigt werden konnten. Entwicklung der Altersreihen; Intelligenzalter=Alter in dem das Kind in der Lage ist, alle Aufgaben für diese Stufen zu lösen. Dazu kommen zudem Monatsanteile. William Stern bemühte sich darum, das Intelligenzalter zum Intelligenzquotienten in Relation zu setzen. In den USA wurde der Binet-Simon-Test zum Stanford-Binet-Test von Terman u Merrill modifiziert. Im 1. WK entstand dann die Notwendigkeit Testbatterien zu entwickeln, um die Rekruten hinsichtlich ihrer kognitiven Fähigkeiten zu testen. Spearman erfand 1904 die Faktorenanalyse (=multivariates statistisches Verfahren - es schließt aus empirischen Messungen auf wenige zugrunde liegende Variablen (Faktoren)) Standardisierte Tests = Tests bei denen Maße, Typen, Verfahrensweisen, Strukturen, Anwendungsprinzipien, etc. vereinheitlicht wurden, um gemeinsame Standards u Parameter zu erzielen. Normierte Tests= Tests, für die Normwerte zur Verfügung stehen. Individuelle Werte können mit anderen verglichen u interpretiert werden.
- 4.2 Eindimensionale (unidimensionale) Verfahren =Istrument, mit der nur eine individuelle Ausprägungsform von Intelligenz erfasst werden kann z.B.: das logisch-abstrakte Denken
- 4.3 Multidimensionale Verfahren =Testbatterien (z.B.: Wechsler-Tests oder K-ABC Kaufman Assessment Battery for Children) bestehend aus verschiedenen Untertests
- 4.4 Kulturgebundene, kulturfreie u sprachfreie Intelligenztests Kulturgebundene Tests verlangen zur Lösung der Aufgaben kulturspezifisches Hintergrundwissen/Allgemeinbildung. z.B.: Binet-Test war stark vom Bildungsgrad des familiären Umfelds geprägt, weil sprachliches Leistungen davon abhingen, wie weit sich die Eltern sprachlich artikulieren konnten (Unterschied Schmetterling/Fliege: arme Kinder noch nie ans Land gekommen u daher noch nie gesehen). Kinder aus unterschiedlichen sozialen u kulturellen Milieus verfügen über sehr unterschiedliche Wissensbestände u Erfahrungen. Sprachliche Testteile sind daher von sozialen u kulturellen Lebensbedingungen abhängig. Kulturfreie/kulturfaire Tests sind nonverbal u arbeiten mit Mustern u Bildern. z.B.: Grundintelligenztest von Cattel u Cattel (1963) besteht aus sprachfreien Testaufgaben u erfasst den g-Faktor unabhängig von soziokulturellen u ausbildungsbedingten Einflüssen.Ein weiteres Bsp.: Raven-Test/Progressiver Matritzentest: nonverbal; Erkennen u Ergänzen von grafischen Mustern in fünf Sets mit je 12 Testaufgaben, die immer schwieriger werden. Der von R.Horn publizierte Test ist valide u normiert.
- 4.5 Lerntests zur Überprüfung der Lernfähigkeit Trainingseffekt: Bereits nach dem 1. Training steigt Intelligenzscore; die individuelle Lernfähigkeit wird ermittelt: Vortestergebnis wird mit Nachtestergebnis verglichen. Wygotski unterschied die Zone der aktuellen Entwicklung (Anlage, Status) u die Zone der künftigen Entwicklung (Potenz) Langzeittests erfolgen in Phasen. Zunächst Ersttest, dann Trainingsphase u dann Zweittest. Die Durchführung jedoch zeitaufwendig u deshalb ambulant kaum möglich. kürzere Lerntests schon in nur einer Sitzung durchführbar. Im Unterschied wird beim Versagen der Tatbestand erläutert, u gleichzeitig die Möglichkeit gegeben die Aufgabe noch einmal zu Probieren. Bei der Entwicklung von Lerntests kombiniert man die übliche Intelligenzdiagnostik mit der Entwicklungsdiagnostik.
- 4.6 Übungsaufgaben -Erläutern sie bitte was standardisierte Tests sindStandardisierte Tests sind Methoden, bei denen die Maße, Typen, Verfahrensweisen, Strukturen, Anwendungsprinzipen u andere Bestandteile vereinheitlicht werden. Ziel: Schaffung gemeinsamer Standards u Parameter -Beinhalten die Intelligenztests auch ein Feedback für die Getestete?Nicht im Allgemeinen. Nur die Lerntests beinhalten eine Art Feedback. -Wer erfand die Faktorenanalyse?Charles Spearman, US-Statistiker u Psych. -Wie heißt der sehr bekannte Intelligenztest, in dem Grafiken ergänzt werden müssen?Das ist der Raven-Test, mit vollem Namen Standard Progressive Matrices (SPM)
- 5. Einsatzfelder der Intelligenzdiagnostik Die Einsatzfelder sind sehr vielfältig. Heute liegt der Schwerpunkt auf schulpsychologischer Diagnostik. Darauf setzt man auf Tests die die Frage der schulreife klären sollen. Meist haben diese Tests eine gute Vorhersagefähigkeit hinsichtlich späterer Schulleistungen. Ein weiteres Gebiet ist die Schulentscheidung u Schullaufbahnberatung. Ebenso wie die Intelligenzdiagnostik zur Aufdeckung von Störungen/Schulleistungsproblemen verwendet. Intelligenzminderung=verzögerte/unvollständige, geistige Entwicklung (IQ max 70); Eine zunehmende Beudeutung gewinnt die Hochbegabtenförderung.Auch Erwachsene sind Bestandteil von Leistungs- u berufsorientierter Eignungsdiagnostik.
- 5.1 Beispiele aus dem Bereich der frühkindlichen Entwicklung David Wechsler entwarf den WPPSI-III (Wechsler Preschool and Primary Scale of Intellligence III) für Vorschulkinder von 3-7,2 Jahre. Erfasst werden allgemeine u spezifische kognitive Fähigkeiten von Kindergarten- u Vorschulkinder.Struktur: der Test besteht aus 14 Untertests, die in 3 Gr. geordnet sind: Kerntests (Mosaik, Allgemeines Wissen, Matritzen-Test, Wortschatz, Bildkonzepte, Symbol-Suche, Begriffe erkennen, Symbol kodieren) Optionale Untertests (Allgemeines Verständnis, Bilder ergänzen, Gemeinsamkeiten finden, Figuren legen) u zusätzliche Untertests (aktiver/passiver Wortschatz). Gütekriterien des WPSSI III: Reliabilität für den Gesamttest r= 0.95; die Normen wurden 2009 in DE an 710 Kindern erhoben; Dauer: 20-50 minDabei ist zu beachten, dass die Kindliche Leistung extreme Schwankungen mit sich bringt u seht störungsanfällig sein kann. weitere gebräuchliche Tests für Vorschul- u KDGKinder: BIVA - Bildbasierter Intelligenztest für das Vorschulalter von Schaarschmidt, Ricken, Kieschke u Preuss, 2012: Einzeltestung von 3,6-7-Jährige, um einerseits Entwicklungsdefizite u -verzögerungen u andererseits hohe Begabungen festzustellen. Er besteht aus 8 Untertests zu je 6 Aufgaben. Die Reliabilität ist befriedigend; Konstruktvalidität ist gut belegt; Er wurde an 2.287 Kindern im deutschsprachigen Raum angewendet u dauert 15-50min. BUEVA-III - Basisdiagnostik Umschriebener Entwicklungsstörungen im Vorschulalter von Esser u Wyschkon: Einzeltest zur Feststellung des Entwicklungsstandes, der Schulreife u zur Früherkennung von Entwicklungsrückständen für Kinder von 4-6,5; Reliabilität des Gesamttests zwischen a=0,86 u a=0,96; Norme an 3.875 KDGKinder 4-6,5-Jährigen durchgeführt worden; Eichung erfolgt in Vierteljahresschritten; Zeitaufwand: 20-45 min.
- 5.2 Beispiele aus der Schule Die Diagnostikistrumente werden gebraucht, um die Aussichten auf Schulerfolg, aber auch die Gründe für Misserfolge u Probleme aufzuklären, sowie den kognitiven Entwicklungstand zu beurteilen. David Wechsler stammte aus Rumänien, emigrierte schon als Kind in die USA u entwickelte dort seine Intelligence Scales für Erwachsene u später für Schul- u Kleinkinder vor etwa 100 Jahren. WISC - Wechsler Intelligence Scale for Children = HAWIK - IV - Hamburger-Wechsler-Intelligenztest für Kinder von 6-16,11. Seit der Ersterscheinung 1960 wurde das Instrument ständig weiterentwickelt (Normierung muss alle 10-15 Jahre Aktualisiert werden). Die klassischen Wechsler Skalen bestehen aus Verbal-IQ+Handlungs-IQ=Gesamt-IQ. Heute werden neben Gesamt-IQ vier Indizes ermittelt: Index Sprachverständnis/Wahrnehmungsgebundenes Logisches Denken/Arbeitsgedächtnis/Verarbeitungsgeschwindigkeit. Diese Indizes resultieren aus 10 Untertests. HAWIK.IV deckt IQ-Bereich von 40 bis 160 ab u ist Bestandteil der Entwicklungsdiagnostik. Er wird auch für Profianalyse von Kindern mit leichter bis mittlerer Intelligenzminderung u zugleich bei Profianalysen hochbegabter Kinder eingesetzt. weitere Bsps. der Intelligenztests für das Kindes- u Jugendalter K-ABC - Kaufman Assessment Battery for Children, von Kaufman u Kaufman: Mehrdimensionales Intelligenzkonstrukt mit 16 Untertests für Kinder ziwschen 2,6-12,5; Dauer: 30-90min CFT1: Erfassung fluiden Intelligenz (weitgehend kultur u sprachfrei) durch Einzel- u Gruppenverfahren für Kids von 5,3-9,5; Dauer: 30-90min CFT20-R - Grundintelligenztest - erfasst zusätzlich kristallide Intelligenz; von 8,5-19 Jahre; ca. 60 min
- 5.3 Diagnostik der Hochbegabung und die Hochbegabtenförderung intellektuelle Hochbegabung=angeborener IQ über 130Hochbegabte sind in der Lage sich deklaratives u prozedurales Wissen sehr effektiv u effizient anzueignen, dieses Wissen schnell zu anzuwenden u rasch aus Erfahrungen zu lernen. Hochbegabte verfügen über eine überdurchschnittlich hohe Auffassungs- u Beobachtungsgabe, Merkfähigkeit u Ausdrucksfähigkeit u das alles eigenständig u selbstmotiviert. MHBT-P - Münchner Hochbegabtentestbatterie für die Primärstufe: kognitiver Fähigkeitstest für Hochbegabte Schüler der 1-4. Klasse mit unterschiedlichen Begabungsformen; Reliabilität r=0.60-0,95; Validität=mittel-hoch; Norme ermittelt an 4.000; Dauer: 120-240 min MHBT-S - Münchner Hochbegabtentestbatterie für die Sekundarstufe: Klassen 2-12; Ähnelt bei allem der MHBT-P BIS-HB - Berliner Intelligenzstrukturtest für Jugendliche: Begabungs- u Hochbegabungsdiagnostik: der Test basiert auf einem mehrfaktoriellen Intelligenzmodell u misst spezifische Intelligenzdimensionen; Normiert an 1.328 Schülern von 12-16 Jahren; Dauer ca.155 min
- 5.4 Beispiele aus Berufswahl u Berufsausbildung Ziel: leistungsfähige Mitarbeiter zu finden, die zum Erfolg des Unternehmens beitragen durch Intelligenztests, die eine komplexe Erfassung der Person ermöglicht u eher auf spezielle Fähigkeiten zielen WIT2 - Wilde-Intelligenztest 2 von Kersting, Althoff u Jäger, 2008: Einerseits für allgemeine Intelligenzdiagnostik, andererseits Eignungsdiagnostik bei der Personalauswahl u Personalentwicklung, der Berufs- u Studienwahl u der Berufs-/Studienablaufplanung für Menschen von 14-42; treffsichere Vorhersage; 11 Subtests; Instruktionsheft mit umfassender Auswertungs- u Interpretationsanleitung; Dauer: 6-50min M-KIT: Modularer Kurzintelligenztest von Dantlgraber, Hell, Fischer & Schult 2015; valides, (gender-)faires, universell u flexibel anwendbares Verfahren zur Erfassung fluider Intelligenz von Jugendlichen ab 15; unabhängig vom erworbenen Schulwissen in Einzel- u Gruppentests appliziert. Dauer: je nach Modul zwischen 25-85 min
- 5.5 Beispiele aus der klinischen Praxis der Psych, Psychiatrie u Neurologie Am häufigsten geht es um die Feststellung von angeborenen Entwicklungsstörungen. Für die Ermittling sind of sprachfreie Verfahren wie der SON-R2-7 einzusetzen (für Kinder von 2-7 mit Sprachstörungen u Kommunikationseinschränkungen). Ein weiteres Gebiet sind psychometrische Verfahren für ältere Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen unterschiedlicher Ursachen. WTB - Werdenfelser Testbatterie zur Messung kognitiv-intellektueller Fähigkeiten bei Menschen mit Behinderung: für Jugendliche ab 16. u Erwachsenen mit Lern- u geistiger Behinderung. Aber auch Personen mit Folgen von Schädelhirntraumen bzw. hirnorganischen Erkrankungen u Menschen mit schweren psych. Erkrankungen. Ziel: Aussagen über kognitiv-intellektuellen Fähigkeiten von Menschen mit Behinderungen. Dauer: 75min LPS 50+: Leistungsprüfungstest für 50-90 Jährige: Zur Erhebung des kognitiven Status u intellektuellen Profils älterer Persibeb u dem Erkennen spezifischer Leistungsausfälle nach Hinfunktionsstörungen. Dauer: 80 min; Kurzform: 38min
- 5.6 Übungsaufgaben - Für welche Altersgruppen ist die WPPSI-III-Testbatterie bestimmt?Die Testbatterie mit dem vollen Namen Wechsler Preschool u Primary Scale of Intelligence-III, deutsche Version WPPSI-III eignet sich für Kleinkinder im Alter von 3-7,2 Jahren. Sie trägt den Besonderheiten dieser hoch dynamischen Altersspanne Rechnung. In dieser Altersspanne entwickeln Kinder sprachliche Fähigkeiten: Sie beginnen, die Laute zu verstehen u entwickeln die sogenannte "phonologische Bewusstheit", welche als Voraussetzung für das Schreiben u Lesen lernen gilt. -Wer war David Wechsler?David Wechsler war ein US-amerikanischer Psychologe, der Intelligenztests für Erwachsene, Schulkinder u nachfolgend auch für Kinder im Vorschulalter entwickelte. Sehr unterschiedliche Tests basieren heute auf den Grundlagen, die er bei seiner Intelligenzmessung erstellt hat. -Wie lassen sich Schüler der 9. u 10. Klasse auf Hochbegabung testen?Empfehlen sie am besten die MHBT-S Münchner Hochbegabtentestbatterie für die Sekundarstufe von Heller u Perleth (2007). Dieser Test passt hinsichtlich des Alters u der Schulstufe der is als Test für die Sekundarstufenschülerschaft der Klassen 4-12 bestimmt. Er eignet sich für die Talentsuche bei Hochbegabten. Er ist auf vielfältige Fähigkeiten ausgerichtet, unterstützt also die Entscheidung für die Fächerwahl. Auch misst der Test die Motivation u Arbeitsbereitschaft der Schüler. -Bei dem BIS-HB/Berliner Intelligenzstrukturtest für Jugendliche ist die Split-Halbierungs-Reliabilität angegeben. Was verstehen sie darunter? Bei der Prüfung der Halbierungsreliabilität wird der Test in 2 Hälften unterteilt. Diese werden miteinander korreliert. Als ein Korrekturfaktor gilt ebenfalls die Testlänge. Damit ist die Prüfung der Halbierungsreliabilität relativ einfach. Die Zielpersonen der Stichprobe beantworten einen einzigen Test, ohne dass dieser Test wiederholt werden müsste. Danch wird jeweils die Hälfte der Items seperat ausgewertet. Man kann beispielsweise die ungeraden Items in die erste, u die geraden in die zweite Hälfte einordnen. Die gemeinsame Varianz beider Hälften repräsentiert die messfehlerfreie, wahre Varianz, d.h. die Halbierungs-Reliabilität entspricht der Korrelation der Testwerte beider Hälften.
- 6. Potenziale u Mythen der Intelligenzdiagnostik Kritik: die diagnostische Methode verwendet rassistische u soziale Vorurteile missbräuchlich. Viele Menschen schieben die Verantwortung für die Bildungsbenachteiligung von Kindern u Jugendlichen aus sozial u wirtschaftlich schwachen sozialen Schichten auf den vermeintlich niedrigen IQ, gemessen durch Intelligenztests, die deshalb seit den 1970er mit dem Label gutbürgerliche Messinstrumente versehen wurde. Einer der Gründe für die Kritik ist die fehlgeschlagene Simplifizierung sowie die Popularisierung der Intelligenzmessung u ihrer Ergebnisse.
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- 6.1 Anlage-Umwelt-Debatte Was ist wichtiger für IQ? Vererbung oder Umwelteinflüsse? Annahme, dass Intelligenz vererbt ist entstand Anfangs 20.Jh durch Sir Francis Galton. Ausnahme war Binet. Der Rest glaubte, dass sie die genetische bedingte Intelligenz messen. Termann zeigte 1916 dass der IQ von Kindern in signifikanten Beziehung zum sozialen Status der Eltern steht. In den 1930er bestätigten empirische Studien einen erheblichen Anteil der Vererbung an der Intelligenz. Weiters wurden Zwillingsstudien durchgeführt: Erblichkeit vs. Umwelt. Die Umwelt beeinflusst das Kind u seine Intelligenz. Aber auch umgekeht: Ein Kind beeinflusst seine Umwelt.Wenn Kinder hohen IQ haben u gleichzeitig in fördernden Umgebung aufwachsen --> doppelt begünstigt. doppelt benachteiligt mit niedrigen IQ u miese Umwelt. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Einflüsse der Vererbung u Umwelt auf die Intelligenz u den Intelligenzquotienten in einer außerordentlich komplexen u komplizierten Weise auswirken u sich gegenseitig verstärken.
- 6.2 Geschlechterunterschiede Im 19. Jh. war Galton (Anhänger Darvis Evolutionstheorie) sicher, dass Männer intelligenter als Frauen wären. Terman testete u fand unterschiedliche Differenzen. Mal die Jungen besser als die Mädchen u umgekehrt. "Je komplexer die untersuchten Prozesse sind, desto kleiner sind die Geschlechtsunterschiede." Wenn Terman 1916 Jungen u Mädchn getrennt testete ergab sich ein Abfall der Intelligenzkurve bei Mädchen ab 14.Tests für alle entstanden 1944: Items, die geschlechtsspezifische Resultate aufwiesen, wurden aus den Tests genommen. Ebenso wurden Geschlechtsunabhängige Messungen eingeführt. --> geringe Überlegenheit von Frauen.Geschlechtsspezifische Unterschiede wurden so nebenbei auch im Stanford-Binet-Test gefunden (Überlegenheit von Männern). Ebenso in den Wechslerskalen. Fazit: Der Streit, wer intelligenter sei mache keinen Sinn. Wichtiger ist es, spezifische Fähigkeiten zu testen, in denen die Geschlechter möglicherweise differieren. Das wäre möglicherweise für das Herausfinden der Stärken u Schwächen der Geschlechter relevant. Die jüngsten Standardisierungen des Raven-Tests zeigen gar keine Differenzen!
- 6.3 Wie weit wurden geschlechtsspezifische Intelligenzunterschiede bestätigt? 1. Die Varianz der Testergebnisse unterscheidet sich für Männer u FrauenDie Varianz von intellektuellen Leistungen zeigt keine eindeutige Geschlechtsspezifität 2. Die generelle Intelligenz weist keine geschlechtsspezifischen Unterschiede aufMädchen lernen Sprechen früher als Buben. Deshalb könnte die verbale Fähigkeit der Frau besser sein 3. Visuell-räumliche Fähigkeiten:Geschlechterdifferenzen sind hier niemals größer als 2-3 Punkte des IQs. 4. Biologische Erklärungsmodelle: a.) Die Signifikanz der Relation zwischen Größe des Gehirns u dem IQ wird bezweifelt, weil zu wenige Untersuchungen existieren, die diese Beziehung innerhalb einzelner Geschlechtergruppen u/oder Ethnien untersucht hättenb.) Evolution: es wird spekuliert, dass Männer durch das Jagen mehr räumliche Orientierung entwickelt haben als die Frauen beim kommunikativen Sammeln.... Nach wie vor gelten soziale Faktoren u die geschlechtsspezifische Sozialisation als das wichtigeste Paradigma bei der Interpretation der gemessenen IQ-Werte bei Frauen u Männern
- 6.4 Kritik an der Intelligenzdiagnostik Kritik ist nur bedingt berechtigt. Was aber kritisiert werden muss, sind die oft missbräuchliche Verwendung, fehlerhafte Interpretation der Ergebnisse u die unzulässige Verallgemeinerung. z.B.: Hernstein u Murray veröffentlichten 1994 das Buch "The bell Curve: Intelligence and class structure uun American life", wo zunächst richtig ausgeführt wird, dass sich die Intelligenz einer Bevölkerung "normalverteilt". Weiters schrieben sie über ethnische IQ-Unterschiede (Populationsgr. mit einem niedrigen IQ tendieren mehr Kinder zu haben -->pessimistische Zukunftsvorschau). Später zeigte sich, dass zahlreiche methodische Fehler in den Untersuchungen gemacht wurden. Im 20. Jh. dann im 3. Reich rassenhygienische Exzesse durch falsches Anwenden des Binet-Tests. Goddard probagierten eine Sterilisation "schwachsinniger" Menschen mit niedrigen IQ. Der Glaube an die Minderwertigkeit bestimmter Rassen u auch frauen gehörten anfangs 20. Jh. zum gesellschaftsalltag. Es darf jedoch nicht geleugnet werden, dass es wirklich genetische Anlagen der individuellen Intelligenz gibt u dass diese eine große Bedeutung haben. Das bestätigen die Ergenisse des Zwillings- u Adoptionsstudien
- 6.5 Übungsaufgaben -Was sagt Mackintosh (2004) über das Verhältnis zwischen der Gerechtigkeit der Gesellschaft u dem Einfluss der Vererbung?Der Umwelteinfluss auf die intellektuellen Fähigkeiten von Individuen u ebenso der Einfluss genetischer Faktoren scheinen zu variieren, u zwar in unterschiedlichen Gesellschaften u im Zeitverlauf. Das ist völlig unabhängig von den Instrumenten, mit welchen der IQ gemessen wird. Wenn jedoch die Lebensbedingungen angeglichen werden, steigt die Bedeutung der Vererbung, während der Einfluss der Umwelt auf die Intelligenz an Relevanz verliert. Niedrigerer Einfluss der Vererbung ist offensichtlich ein Anzeichen für eine ungerechte Gesellschaft. -Waren die frühen Intelligenztests für die Messung geschlechterspezifischer Unterschiede konstruiert?Nein. Diese Tests sollten verschiedene Niveaus intellektueller Fähigkeiten messen, nicht aber Unterschiede zwischen Mädchen u Jungen. L.M. Termann (1916), der mit dem Binet-Simon-Test arbeitete, schrieb ausdrücklich, dass dieser Test für Jungen u Mädchen im Alter von 4-16 Jahren bestimmt ist. Die frühen Forscher nahmen sogar die Items heruas, die sie für unfair gegenüber einem Geschlecht hielten. -Wie erklären Forscher die geschlechtsspezifischen Unterschiede in intellektuellen Fähigkeiten?Es gibt viele Erklärungen: Die anatomische, die sich mit der Messung des Gehirns befasst; die evolutionäre (Männer u Frauen benötigen in der Frühzeiten der Menschheit unterschiedliche Fähigkeiten); die Lateralisation (Spezialisierung der Gehirnhälften, die bei einigen Völkern geschlechtsspezifisch zu sein scheint), die hormonelle Erklärung (Bedeutung männlicher Hormone)