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Kinder- und Jugendliteratur (Fach) / Definition (Lektion)
- Wie definiert Bettina Kümmerling-Meibauer (2012) KJL? - Oberbegriff für Produktionen von literarischen Werken von Erwachsenen für Kinder - Spektrum umfasst alle Genres und Gattungen - Sonderformen: Bilderbuch, Wissensliteratur, Zeitschriften für Kinder
- Welche Probleme ergeben sich aus der Definition von Kümmerling-Meibauer? - Problem der Perspektive -> auch Erwachsene lesen Kinderbücher -> auch Literatur von Kindern für Kinder
- Was sagt Hans-Heino Ewers zur KJL-Forschung? - Ausschnitt aus dem Gesamtangebot der Literatur - Wissenschaft von der Literatur, die als geeignete potentielle KJL angesehen wird => von wem? -> Unterteilung nach Perspektive in 4 Kategorien
- Welche vier Kategorien der KJL nennt Ewers? - Faktische Literatur - Intendierte L. - Originäre L. - Sanktionierte / Nichtsanktionierte L.
- Definiere "Faktische Literatur" = damit beschäftigen sich Kinder (nachweislich) bsp.: Gregs Tagebuch (eigtl. für Erwachsene geschrieben)
- Definiere "Intendierte Literatur" = damit sollten sich Kinder laut Institutionen/ Bildungseinrichtungen beschäftigen
- Definiere "Originäre Literatur" = damit sollten sich Kinder laut Verlagen/ Autoren beschäftigen (ökonomische Interessen)
- Definiere "sanktioniert/ nicht sanktionierte Literatur" =Texte, die von gesellschaftllich autorisierten Instanzen als geeignet / nicht geeignet eingestuft wurden (Kanonliteratur)
- Welche zwei zentralen Funktionen der KJL nennt Gansel (1999)? 1. Gesellschaftliche Funktion: - als Sozialisations- und Enkulturationsliteratur- Inhalte, Werte und Normen, die den Heranwachsenden in einer Gesellschaft vermittelt werden sollen- Erziehung zu nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft 2. Das Kind als Mittelpunkt- kindgemäße Literatur mit der entsprechenden Anpassung des Inhalts, der Darstellung, der Struktur usw.- spiegelt aktuelle Bedürfnisse/ Themen der Kinder wieder: Spiel, Abenteuer, erste Liebe, ...
- Welche genderspezifischen Unterschiede kann man im Leseverhalten beobachten? Mädchen <-> Jungen bevorzugt psychologische Geschichten / human-interest-stories<-> Spannung, Action, Abenteuer, Helden eher realistische, problemorientierte Themen <-> Themenbezug zu anderen oder fremden Welten eher Geschichten mit innrer Handlung<-> Geschichten mit äußerer Handlung eher empatisches und emotional involviertes Lesen <-> eher sachbezogen und distanziert eher "wörtlich", ernst, "realistisch" und identifikatorisch<-> eher komisch, witzig, "schräger" Humor
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