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Sozialgeographie (Fach) / VL 4 (Lektion)

Einführung

Diese Lektion wurde von brixle02 erstellt.

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  • Was ist ein wissenschaftliches Paradigma? Ein Paradigma ist eine grundsätzliche Denkweise, Weltanschauung oder Lehrmeinung, die in der wissenschaftlichen Welt eine gewisse Zeit anerkannt und maßgebend ist und dadurch das Weltbild dieser Zeit entscheidend prägt.
  • Was versteht man unter „Paradigmenwechsel“? Nach Thomas S. Kuhn (1962) beschreibt der Paradigmenwechsel ein Lebenszyklus, welcher jedes Paradigma durchläuft. Ein Denkmuster löst das andere ab und es kommt in unregelmäßigen periodischen Abständen zu so genannten „revolutionären Paradigmenwechseln“.
  • Wie verläuft ein Paradigmenwechsel nach Kuhn (1962)? Beschreiben Sie den Ablauf. Alles beginnt mit einem revolutionären Entwurf, der sich langsam durchsetzt, wodurch Richtungskämpfe der unterschiedlichen Fachgemeinschaften folgen, da diese z.T. an den alten Denkweisen festhalten wollen. Durch die detaillierte Ausformulierung des aufstrebenden Paradigmas erfährt es die höchste Ausprägung und ersetzt veraltete Annahmen. Nach einer Phase der normalen Wissenschaft gilt es selbst als überholt und wird in der Transitionsperiode von einem neuen Paradigma abgelöst. Der Kreislauf beginnt nun wieder von neuem.
  • Erläutern Sie die Grundgedanken der Physiko-theologischen Phase in der Geographie! Das Mensch-Natur-Verhältnis ist bestimmt durch Gott. Die Geographie ist demnach eine Beschreibung der Schöpfung Gottes und die physikalischen Gesetze determinieren den Menschen als „Krone der Schöpfung“.  Der Mensch nutzt diese „gottgegebenen Naturgegebenheiten“ mit bestimmten Gaben und Fähigkeiten, alles beeinflusst durch Gott.
  • Welchen inhaltlichen Beitrag hat Carl Ritter zur Entwicklung der Geographie geleistet? Carl Ritter gilt als Begründer der Wissenschaftlichen Geographie und war der erste Professor für Geographie an der Universität zu Berlin zwischen 1920 und 1925. Sein entscheidender Beitrag war, dass sowohl die Natur/Erde den Menschen beeinflusst(, als auch der Mensch durch sein Verhalten die Erde beeinflusst.)
  • Was meint C. Ritter mit der „Erde als Erziehungshaus des Menschengeschlechts“? Der Mensch wurde mit bestimmten Gaben und Fähigkeiten (u.a. Vernunft) geboren, jedoch muss er lernen diese vernünftig einzusetzen. Die Erde erzieht durch bestimmte Naturgegebenheiten den Menschen, durch die Kräfte und Mannigfaltigkeit der Natur.
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