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Psychologie Emotion (Fach) / Ausdruck von Emotionen (Lektion)

Vorlesungsinhalte

Diese Lektion wurde von Sarah2345 erstellt.

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  • In welchen Modalitäten kommen Emotionen zum Ausdruck? Mimik Stimme Körperhaltung/ Gestik Blickrichtung Orientierung im Raum
  • Theorie von Charles Darwin bezogen auf Emotionsausdruck Phylogenesis des emot Ausdrucks *Ähnlichkeiten im Emotionsausdruck zw Mensch und Tier *Emotionen und mentale Zustände rufen den Emotionsausdruck hervor *Der EMotionsausdruck verstärkt/ schwächt das Erleben von Emotionen (regulatorischer Aspekt)
  • phylogenetische Erklärung des Emotionsuasdrucks funktionale Restriktionen des mimischen Ausdrucks durch vokalen Ausdruck (Produktion von Lachen in gewisser Lautstärke erfordert geöffneten Mund
  • Willkürliche vs unwillkürliche Methodik auf der einen Seite gesteuert wie andere Muskeln, aber auf der anderen Seite durch Amygdala unwillkürlich
  • Universalität des Emotionsausdrucks - Experiment Ekman wenn phylogenetisch, dann sollte in allen Kulturen gleich sein Ekman (1973) Personen aus unterschiedlichen Kulturen Fotos von Gesichtsausdrücken gezeigt -> überhäufig zufällig erkannt wurden Angst, Trauer, Wut, Freude, Ekel, Überraschung (Facial Action Coding System)
  • Universalität - Experiment Tracy & Robin 2004 Körperhaltung bei Stolz : leichtes Lächeln, leicht zurückgelegter Kopf, ausgedehnte Brust, hochgestreckte Arme oder an die Hüfte ---> in unterschiedlichen Kulturen von Kindern ab 4 Jahren von Freude differenziert
  • Universalität- Tracy & Matsumoto 2008 Haltung bei Stolz offenbar nicht erlernt blindgeborene Teilnehmer der Paralympics zeigen gleiche Körperhaltung wie Teilnehmer der Olympics -> nicht belegt, aber gewisse Plausibilität Neumann: selbstbezogenen Emotionen seien kulturell universell (Scham = Hände vors Gesicht)
  • Universalität - Banse & Scherer 1996 Schauspieler bedeutungsfreie Sätze mit vokalem Ausdruck von 14 verschiedenen EMotionen sprechen ---> für alle Emotionen außer EKel und Scham hohe Erkennungsleistung über Zufallsniveau
  • Universalität - Aviezer, Trope & Todorov 2012 bes positive und bes negative Emotionen können genauer aufgrund von Körperhaltung, als aufgrund von den Gesichtsausdruck differenziert werden Bsp. Tennisspieler nach Punktgewinn / -verlust, bessere Erkennungsleistung mithilfe des Körperausdrucks -> im Alltag kann man häufig mehrere Modalitäten heranziehen
  • Kritik von Russel an Universalitätstheorien 1. Unklar wie hoch die Erkennungsrate sein muss, um von Universalität sprechen zu können 2. Genauigkeit ist auf die Vorauswahl der Bilder und deren Typikalität zurückzuführen 3. Forced-Choice Verfahren erhöht die scheinbare Genauigkeit (im Gegensatz zu freier Bezeichnung)
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  • Fazit zur Universalität Eine gewisse Anzahl an Emotionen besitzt ein spezifisches Ausdrucksmuster, das zu einem gewissen Grade kulturunabhängig ist
  • Zwei-Faktoren-Theorie des Ausdruckverhaltens + Experiment Ekman unterscheidet 1. gesellschaftliche Ausdrucksregeln (display-rules) und 2. den Ausdruck der Emotion (Symptom) Bsp.: angemessenes Verhalten auf einer Beerdigung von kulturellen Unterschieden geprägt Experiment von Ekam, Friesen & Ellsworth 1972 -> japansichen und amerikanischen Kinobesuchern wurden emotionale Filme gezeigt, unebemerkt der Gesichtsausdruck aufgezeichnet Licht an: Unterschiede in Reaktion, Japaner Öffentlichkeit Emotion anders ausdrücken Licht aus: Emotionen / Reaktionen waren gleich
  • Verhaltensökologische Theorie Alan Fridlund (gegen die Zwei Faktoren Theorie) anderen die eigene Emotion mitzuteilen kann evolutionär betrachtet schädlich sein -> Emotionsausdruck mit hohen Kosten verbunden (Angst in Prüfung = Unsicherheit) Wenn der automatische Ausruck mit Nachteilen verbunden ist, müsste sich die Kontrolle des Ausdrucks in der EVolution frühzeitig herausgebildet haben THESE: Gesamte Ausdrucksverhalten dient lediglich sozialen Motiven
  • Kraut & Johnson 1979 Lächeln Ausdruck von Freude = nur in Freude auslösenden Situationen Lächeln lediglich soziale Bedeutung = nur in sozialen, nicht aber in unsozialen Situationen Hierzu wurden Bowlingspieler, Zuschauer eines Hockeyspiels und Fußgänger beobachtet ---> sportlicher Erfolg hatte nur in der sozialen Situation Einfluss auf die Häufigkeit des Lächelns, insgesamt wurde Lächeln gegenüber Interaktionspartnern immer sehr viel häufiger gezeigt (es geht um soziale Interaktion, nicht die Emotion)
  • Woran lässt sich eine vorgetäuschte Emotion erkennen? 1. bei echtem Lächeln ist auch die obere Gesichtspartie beteiligt (Pupillen weiten sich bei Erregung, aber nur bei Schuldgefühlen unreliabel) 2. Im Falle von Erregung produziert das VNS sichtbare Veränderungen (schwitzen,erröten) 3. asymmetrsicher Ausdruck, Bsp nur hochziehen eines Mundwinkels 4. gestellte Posen werden für Sekundenbruchteile von dem echten Ausdruck unterbrochen 5. gestellte Posen dauern länger, auch Unruhe Gliedmaßen
  • zwei Funktionen des Emotionsausdrucks 1. Kommunikative Funktion: die Bedeutung des Ausdrucks für andere Personen und die Regulation der sozialen Beziehung) 2. Regulative Funktion (die Bedeutung des Ausdrucks für die eigene Person)
  • Kommunikative Funktion des Emotionsausdrucks 1. Grundlegend für Konstituierung von sozialen Beziehungen und Regelung von Nähe & Distanz 2. Vorteil für das Überleben von sozialen Gruppen 3. schnelle Form der Kommunikation die nicht erlernt werden muss (Säugling-Eltern) 4. nonverbale Kommunikation hat höhere Glaubwürdigkeit als verbale Kommunikation aber sehr stark Kontextabhängig, Bsp. AUgenbrauen zusammenziehen hat mehrere Bedeutungen -> fehleranfällig, mehrdeutig, nicht propositional
  • die regulative Funktion des Emotionsausdrucks die Kontraktion von Muskeln, die am Emotionsausdruck beteiligt sind, verstärkt das emotionale Erleben oder schwächt es ab in aufrechter Haltung wird mehr Stolz erlebt, als in vorn übergebeugter Haltung