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Psychologie Emotion (Fach) / Einfluss von Kognition auf Emotion (Lektion)
- Warum kognitive Emotionsansätze? Situation (löst physiologische Prozesse aus) --> (diese fühlen wir dann als) Emotion Problem 1 -> Faktoren in jeweiliger Situation beeinflussen Qualtiät und Intensität der Emotion Problem 2 -> Jeder Mensch sollte in gleicher Situation mit gleicher Emotion reagieren Situation --> Kognition (bestimmte Denkprozesse, schwer beeinflussbar, entscheidend für Interpretation der Situation) --> Emotion
- Appraisalansatz Lazarus Die Interaktion von Situation und kognitiver Interpretation ist emotionsauslösend, dabei 1. Primary Appraisal (Berwerung einer Handlung im Hinblick auf eigenes Wohlergehen ) 2. Secondary Appraisal (Coping/Bewältigungstrategien, momentanen Ressourcen im Umgang mit diesem Ereignis) 3. Reappraisal (fortlaufenen Neueinschätzungen durch Veränderungen der Umwelt )
- Experiment von Lazarus Vpn wurde ein Film über Beschneidung gezeigt, die Hautleitfähigkeit währenddessen gemessen (Stress), viel geringer aus, wenn verharmlosender Kommentar hinzugefügt wurde anstatt eines negativen Kommentars. Noch geringer wenn der Kommentar schon vor dem Film gehört wurde -> kurzschließen der Bedrohung durch kognitive Bewertung
- Kritik an Lazarus von Zajonc 1980, gegen die Auffassung, dass Emotion immer auf komplexen kognitiven Prozessen beruht 1. affektive Urteile sind oft schwierig zu begründen und setzen kein Wissen voraus 2. Gefühle lassen sich willentlich nur schwierig verändern 3. Kognitionen sind in der Phylogenesis zeiltlich EMotionen nachgeordnet
- Mere exposure Effekt Tatsache, dass allein die wiederholte Wahrnehmung einer anfangs neutral beurteilten Sache ihre positivere Bewertung zur Folge hat tritt nicht auf, wenn die Bewertung beim ersten Kontakt negativ ausfiel Experiment Zajonc : wiederholte Präsentation von chinesischen Schriftzeichen, Vorliebe stieg (ohne Wiedererkennen) für die wiederholten Zeichen Experiment Zajonc : subliminale Darbietung emotionaler Gesichtsausdrücke beeinflusst die EInschätzung nachfolgend gezeigter chinesischer Schriftzeichen (-> Affective priming)
- Attribution/ Attributionsansätze Attribution beschreibt in der Psychologie allgemein das Zuschreiben von Ursachen für Handlungen und Verhaltensweisen Ansatz von Weiner: Attributionsprozesse spielen eine Rolle bei Emotion, sind notwendig und hinreichend um diese auszulösen (physiol. Erregung spielt in seinem Modell keine Rolle) squentieller Prozess: 1. Wurde individuelles Ziel erreicht?, 2.Welche Ursache hat das Ereignis?, 3. Einordenen der Ursache auf DImensionen Dimensionen 1. Lokus der Verursachung, 2. Stabilität, 3. Kontrollierbarkeit ---> Kenntnis der jeweiligen Ausprägung der Dimensionen führen zu differentierbaren Aussagen, welche kogn Interpretation, welche spez Emotion auslöst Schwerpunkt auf dimensionsabhängigen Emotionen wie Schuld, Ärger, Stolz, Mitleid, Scham Lehrer reagiert durch verschiedenen Ursachen auf schlechte Note mit Ärger, Mitleid, Schuld
- neurere Appraisalansätze - Scherer Emotionen bestimmt durch sequentielle Abfolge von Appraisalansätzen Qualität der Emotion durch Muster der jeweilig beteiligten Appraisalprozesse bestimmt Bei Kenntnis der Emotion können damit Rückschlüsse auf zugrunde liegende automatische Appraisalprozesse vorgenommen werden
- neuere Appraisalansätze - Gross Emotionen unterdücken oder ausleben? Emotionsregulation unterschieden in antezedenzbezogen(emot Reaktion ist ausgelöst) und reaktionsbezogen (emot Reaktion noch nicht ausgelöst) Experiment: Film über Behandlung von Verbrennungsopfern, Vpn 1. objektiv betrachten, 2. Emotion unterdrücken, 3. keine Anweisung -> allein erste Gruppe geringere emot. Empfindung ->starke Erhöhung der Reaktion des ANS bei antezedenzbezog Reaktion ist Prädiktor für kardiovaskuläre Schädigung und Inhibition der Immunabwehr ->Unterdrückung führt zu Verringerung der kognitiven Kapazität (Erinnerung an enkodierte Inhalte nimmt ab) ->Unterminierung pos Ausdrucks im Alltag, auch bei Interaktionspartnern ANS Aktivität erhöht
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