101

Sozialpsychologie (Fach) / Klausur (Lektion)

bla

Diese Lektion wurde von shona erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Definition von "Affiliation"? Tendenz, die Gesellschaft anderer Menschen aufzusuchen und sich zugehörig zu fühlen (unabhängig von den Gefühlen gegenüber diesen anderen)
  • Welche zentralen Motive im Leben gibt es nach David McClelland? Leistungsmotiv Machtmotiv Affiliationsmotiv
  • Was besagt der Einfluss räumlicher Nähe auf Freundschaften nach Festinger et al.? propinquity effect (Effekt räumlicher Nähe): Freundschaften entwickeln sich vor allem zwischen Personen, die sich oft treffen bzw. dicht aneinander wohnen auch erklärbar durch: mere exposure effect (Häufigkeit der Darbietung eines Reizes beeinflusst die Einstellung zu diesem Reiz)
  • Welche Wirkung von Einstellungsähnlichkeit / attraction paradigm nach Byrne (1971) gibt es? höhere Einstellungsähnlichkeit führt zu höherer interpersonaler Sympathie (similarity attraction effect) mögliche Erklärung: Verknüpfung anderer Person mit der unmittelbar positiven Reaktion auf Bestätigung (d.h. Resultat eines positiven Affekts, wenn man hört, dass jemand ähnliche Einstellungen hat) --> Einstellungsähnlichkeit als "self esteem boost" Einschränkungen: gilt vor allem bei EInstellungen, die wichtig für Person ist                           - Ähnlichkeit spielt zu Beginn einer Beziehung eine wichtige Rolle, mit          zunehmender Dauer der Beziehung wird aber Komplementarität immer wichtiger
  • Was besagt "The Misperception of Sexual Interest nach Perilloux et al. (2012)? Hauptergebnis: Männer überschätzen das sexuelle Interesse der Frauen mögliche Erklärung: positive Illusion, welche die Chance zur Fortpflanzung für weniger attraktive Männer erhöht aktueller Forschungsstand: sozialer Status & Einstellungsähnlichkeit spielen eher unwichtige Rolle, viel wichtiger: Attraktivität und wahrgenommene Ähnlichkeiten (bezogen auch auf andere Forschungen)
  • Welche Komponenten weist das "Triangular Theory of Love" nach Steinberg (1988) auf? - Vertrautheit: Gefühl der Nähe und Verbundenheit - Leidenschaft: emotionales und/oder sexuelles Verlangen - Festlegung: Entscheidung zusammen zu bleiben
  • Welche Elemente weißt das "Investitionsmodell" von Rusbult (1983) auf im Hinblick auf Beziehungen? Beziehung werden desto eher aufrechterhalten, - je höher die Zufriedenheit ist, - je schlechter die Alternativen sind und - je mehr man bereits in die Beziehung investiert hat sowie: geteilte emotionale Erlebnisse
  • Definition von "Groupthink" / Was besagt das Modell zum "Groupthink" nach Janis (1982)? GT: Tendenz von Gruppen nach Harmonie zu streben, anstatt die Sachlage kritisch zu diskutieren / übermäßiges Streben nach Harmonie und Konsensus (concurrence-seeking-tendency) in einer Gruppe, das zu Lasten einer kritischen und rationalen Analyse der Sachlage geht. --> Einfluss von Kohäsion sowie dem provokativen Kontext ist sehr gering. Die strukturellen Mängel führen zu dem Streben nach Harmonie! Meinungshomogene Gruppen suchen eher nach meinungsunterstützunden Informationen und diskutieren weniger intensiv als meinungsheterogene Gruppen.
  • Definition und Aspekte der "Hidden Profiles"? Prototyp von Situationen in denen Gruppen bessere Entscheidungen treffen können als einzelne Entscheidungsträger --> können nur dann gelöst werden, wenn die ungeteilten Informationen (das Spezialwissen der Gruppenmitglieder ausgetauscht werden) scheitern an Hidden Profiles oftmals aufgrund von: - vorschnellem Präferenzabgleich - verzerrter Diskussion & Bewertung zugunsten geteilter und meinungsbestätigender Informationen wichtig: auch ein perfekter Informationsaustausch ist kein Garant dafür, dass Gruppen Hidden Profiles lösen
  • Definition von Sozialpsychologie? interessiert sich dafür, wie menschliches Verhalten und Erleben (und die Prozesse der Informationsverarbeitung, die diesem Verhalten und Erleben zugrunde liegen) durch die Situation beeinflusst wird, in der wir uns gerade befinden (oder die wir erwarten und erinnern) ~ geht um das menschliche Miteinander
  • Anzeige
  • Definition & Grenzen der "Introspektion" Grundidee: Gedanken darüber, warum wir uns so verhalten, wie wir uns verhalten (Selbstbeobachtung) Schwierigkeit: I. ist nicht wissenschaftlich
  • Definition und Grenzen der "Einzellfallanalyse" ? einzelner Mensch wird analysiert Schwierigkeit: mangelnde Objektivität aber: sinnvoll, um Hypothesen zu generieren
  • Wozu dient die Korrelationsstudie? 1. Korrelationen erlauben keine Schlussfolgerungen über Ursache-Wirkung-Beziehungen 2. Wissen über Ursache-Wirkung-Beziehungen ist jedoch für die Praxis sehr wichtig 3. Alternative zu korrelativen Querschnittsstudien: korrelative Längsschnittstudien und Experimente
  • Definition von "Experiment"? Ziel: Aufklärung der kausalen Wirkung einer oder mehrerer unabhängiger Variablen, die im E. manipuliert (variiert) werden, auf eine oder mehrere abhängigen Variablen E. = zufällige (randomisierte) Zuweisung der Probanden zu den experimentellen Bedingungen Quasi E. = Zuweisung der Probanden zu den experimentellen Bedingungen ist vorgegeben 
  • Definition: "unabhängige Variable" (UV) diejenigen Variablen, die vom Versuchsleiter variiert (manipuliert) werden, z.B. Zeitdruck vs. kein Zeitdruck
  • Definition: "abhängige Variable" (AV) diejenige Variablen, die gemessen werden (man überprüft, wie sich die Manipulation der UV auf die AV auswirkt
  • Definition: "Manipulationskontrolle" Spezielle abhängige Variable, die dazu dient zu überprüfen, ob die Manipulation der UV erfolgreich war
  • Definition: "Feldexperiment" Experiment außerhalb des Labors
  • Definition: "Moderatorvariable" beeinflusst die Wirkung der unabhängigen Variable (UV) auf die abhängige Variable (AV)
  • Definition: "Mediatorvariable" vermittelt die Wirkung der unabhängigen Variable (UV) auf die abhängige Variable (AV)
  • Definition: "Interaktionseffekt" Wirkung der unabhängigen Variable auf die abhängige Variable hängt davon ab, welche Stufe der anderen unabhängigen Variable realisiert ist 
  • Was besagt die "Dissonanztheorie" nach Festinger (1957)? Grundannahme: Personen streben nach einem Gleichgewicht innerhalb eines kognitiven Systems --> gehört zu den Konsistenztheorien
  • Definition von "Kognition" Gedanken unterschiedlichster Abstraktionsniveaus und unterschiedlichster Gegenstandsbereiche (z.B. politische Einstellung) unterschieden in irrelevant, konsonant & dissonant
  • Definition von "Kognitive Dissonanz" ein aversiver Spannungs- und Erregungszustand, der zur Reduktion einer selbst motiviert Beispiele für Dissonanzerstehung: - Erstellungskonträres Verhalten (z.B. ich rauche, obwohl ich weiß dass rauchen ungesund ist) - Treffen einer Entscheidung zwischen zwei Alternativen, die Vor- und Nachteile haben (postdecisional dissonance)
  • Was ist die "forced compliance/ gezwungene Einwilligung"? Personen werden durch sanften Druck dazu gebracht, ein einstellungskonträres Verhalten zu zeigen. Dadurch entsteht kognitive Dissonanz. Um diese zu verringern wird die Einstellung dem Verhalten angepasst (Einstellungsänderung)
  • Was besagt die "soziale Erleichterung" und "soziale Hemmung"? - Soziale Erleichterung (social facilitation): eigene Leistung wird durch die bloße Anwesenheit anderer Person erhöht - Soziale Hemmung (social inhibition): eigene Leistung wird durch die bloße Anwesenheit anderer Person erniedrigt --> einfache Aufgaben: Leistungsverbesserung --> schwierige Aufgaben: Leistungsverschlechterung
  • Was hat die "Drive theory of social facilitation" nach Zajonc (1965) untersucht und herausgefunden? - Anwesenheit anderer bewirkt Steigerung der physiologischen Erregung (drive) - dies fördert Ausführung dominanter Reaktionen & hemmt nicht-dominante Reaktionen (dominante: R., die im Verhaltensrepertoire eines Individuums Priorität haben / nicht-dominante: neuartige R., die ein Individuum nicht oft ausgeführt hat) Leistungsverbesserung bei einfachen oder gut geübten Aufgaben (soziale Erleichterung) Leistungsverschlechterung bei schwierigen oder ungeübten Aufgaben (soziale Hemmung)
  • Was besagt die "Distraction-conflict-theory" nach Baron (1986)? Anwesenheit anderer lenkt ab, dadurch weniger Ressourcen zur Verfügung (kognitive Überlastung) --> Aufmerksamkeit daher auf wenige wichtige Stimuli gerichtet (Verengung des Aufmerksamkeitsfokusses) enger Aufmerksamkeitsfokus von Vorteil bei einfachen Aufgaben (da wenige Stimuli beachtet werden müssen)
  • Was besagt die "Bewertungsangst" und welche Folgen hat diese? Erwartung der möglichen Bewertung der eigenen Leistung durch das Publikum. --> positive Bewertungserwartungen (leichte Aufgaben) fördern die Leistung, negative Bewertungserwartungen hingegen hemmen sie
  • Wie ist das biopsychosoziale Modell des "Herausforderungs- & Bedrohungsmusters" zu verstehen? Ausgangsfrage: Wird die Situation als Herausforderung oder als Bedrohung wahrgenommen? Muster: in beiden Situationen stark erhöhte kardiale Aktivität (Herzschlag), jedoch bei Herausforderung Senkung des Gefäßwiderstands und bei Bedrohung Erhöhung des Gefäßwiderstands.  Durch die Senkung des Widerstands ist zielbezogenes Denken und ein positives Erleben möglich, während die Verengung der Gefäße zu Vermeidungsdenken und negativem Erleben führt
  • Anzeige
  • Was besagt der "Ringelmann-Effekt" (1913)? Beobachtung, dass die Zugkraft jedes einzelnen Gruppenmitglieds mit zunehmender Gruppengröße abnahm
  • Was ist das "Gruppenpotenzial"? Um die Gruppenleistung beurteilen zu können, benötigt man einen Vergleichsmaßstab (Gruppenpotenzial) GP gibt an, welche Leistung zustande gekommen wäre, wenn a) die Gruppenmitglieder ihre Teilleistungen allein erbracht hätten b) diese Teilleistungen in zielführender Weise kombiniert worden wären Bestimmung des Gruppenpotenzials ist abhängig vom Aufgabentyp Divergenz zwischen Potenzial und Leistung geht auf Prozessverluste und Prozessgewinne zurück
  • Divergenz zwischen Potenzial und Leistung (Hackman, Moris 1975) Gruppenleistung = Gruppenpotenzial - Prozessverluste + Prozessgewinne Leistung lässt sich in einen individuellen und einen gruppenspezifischen Teil gliedern. Im individuellen Teil ist die eigene Fähigkeit sowie die Leistungsmotivation enthalten. Im gruppenspezifischen Teil spielt deren Veränderung sowie die Koordination eine Rolle.
  • Welche Aufgabentypen nach Steiner (1972) werden unterschieden? 2 Möglichkeiten: Leistungskriterium: Maximierungsaufgaben & Optimierungsaufgaben Aufteilbarkeit: unterteilbar & nichtunterteilbar Unterscheidung nichtunterteilbarer Aufgaben: 1)additiv - je mehr, desto besser 2)disjunktiv - Problemlösen, entspricht Leistung eines Mitglieds 3)konjunktiv - Leistung entspricht der Leistung des schwächsten Mitglieds (z.B. Bergsteigen) 4)diskretionär - Prognoseaufgaben - Gruppe entscheidet selbst, wie gewichtet
  • Potenzialbestimmung bei Aufgabentypen (Rechnung) disjunktiv: P = 1 - (1 - Q)n konjunktiv: P= Qn
  • Welche Arten von Prozessverlusten und - gewinnen können unterschieden werden? Fertigkeitsgewinne oder -verluste Motivationsgewinne oder -verluste Koordinationsverluste und -gewinne
  • Was bezeichnen Fertigkeitsgewinne & -verluste? bezeichnen Veränderungen der individuellen aufgabenbezogenen Leistungsfähigkeit, die durch den Gruppenkontext bedingt sind - wenn ich zuhöre, wie die anderen Gruppenmitglieder diskutieren, kann das einen negativen Einfluss auf meine eigene Denkprozesse haben (=Fertigkeitsverlust) - die Ideen der anderen GM können aber auch eine eigene Kreativität steigern (=Fertigkeitsgewinn)
  • Was bezeichnen Motivationsverluste & -gewinne? MV: bezeichnen eine Veränderung der individuellen Motivation zur Leistungserbringen im Gruppenkontext - soziales Faulenzen (social loafing): Minderanstrengung, da der eigene Beitrag nicht identifizierbar ist - Entbehrlichkeitseffekt: Minderanstrengung, da der eigene Beitrag wenig zu bewirken scheint - Trottel-Effekt (sucker effect): Minderanstrengung wegen Antizipation, von anderen ausgenutzt zu werden MG: - sozialer Vergleich / sozialer Wettbewerb (social comparison / social competition): Erhöhte Anstrengung, um andere GM zu übertreffen - sozialer Kompensation (social compensation): Mehranstrengung stärkerer Mitglieder, um Defizite schwächerer Mitglieder auszugleichen - soziale Unverzichtbarkeit (social indispensability): Mehranstrengung, weil man davon ausgeht, dass der eigene Beitrag für die Gruppenleistung wichtig bzw. unverzichtbar ist
  • Was besagt der "Köhler-Effekt" (1926)? Motivationsgewinne bei den leistungsschwächeren Gruppenmitgliedern, um zu vermeiden, dass sie für eine schwache Gruppenleistung verantwortlich sind zwei Ursachen: - sozialer Vergleich bzw. Wettkampf - wahrgenommene Unverzichtbarkeit
  • Was bezeichnen Koordinationsverluste und -gewinne? Koordinationsverluste: eine nicht zielführende Koordination (Zusammenführung) der Einzelbeiträge (Ressourcen) zum Gruppenprodukt Koordinationsgewinne: treten auf, wenn die Gruppe die Beiträge ihrer Mitglieder besser zusammenführt als dies Außenstehende vermocht hätten
  • Welche Lernprozesse in Gruppen gibt es und wie sind diese zu unterscheiden? I-I Transfer: Routine: je häufiger, desto besser bin ich (wenn ich Sachen einzeln und immer häufiger wiederhole, kann dass auch Gruppenleistung verbessern) G-I Transfer: Verbesserung eigener Leistung durch Lernen in der Gruppe (z.B. Beobachtungslernen) G-IG Transfer: Verbesserung individueller Ressourcen zum Erbringen der Leistung im Gruppenkontext als Folge vormaliger kollektiver Bearbeitung, z.B. soziale Kompetenzen              --> kann nur in Gruppen angewendet werden Lernen auf Gruppenebene (G-G bzw. G-IsG Transfer): Verbesserung individueller Ressourcen zur Erbringung der Leistung im Kontext einer bestimmten Gruppe als Folge vormaliger kollektiver Bearbeitung in dieser Gruppe (z.B. transaktives Gedächtnis in Gruppen)
  • Definition von "Baseline" (Gruppenpotenzial) Mittelwert der individuellen Urteile der Gruppenmitglieder (Average Modell) bisherige Forschung: Gruppen sind häufig besser als diese Baseline
  • Definition von "Selbstkonzept" SK kann als der Inhalt unseres Selbst aufgefasst werden; es beinhaltet unser gesamtes Wissen über unsere eigene Person - eine zentrale Rolle für das SK spielen soziale Vergleiche
  • Was besagt der "symbolic interactionism" nach Cooley (1902)? Entwicklung der eigenen Identität ist sozial geprägt: Selbst als Ergebnis of learning to see ourselves as others do
  • Was besagt die "self verification theory" nach Swann (1981)? Personen möchten von anderen so gesehen werden, wie sie sich selbst sehen
  • Was besagt die "symbolic self-completion theory" (Wicklund, Gollwitzer 1982)? Zuschreibung von Selbstdefinition, wenn ausreichend Evidenz hierfür durch Symbole vorliegt (Objekte, Leistung) Feeling of completedness nur, wenn Symbole und Selbstdefinition soziale Realität werden
  • Wie ist die Unterscheidung zwischen dem "Independenten Selbst" und "Interdependenten Selbst"? Independentes Selbst (typisch für westliche Kulturen): - Selbstverwirklichung im Sinne einer Realisierung der einzigartigen Potenziale als ultimatives Ziel -Individualismus (Tunnelblick, wenig Konformismus) Interdependentes Selbst: (typisch für ostasiatische Kulturen) - Das Selbst verwirklicht sich um so mehr, je reibungsloser es in sozialen Einheiten aufgeht - Kollektivismus (Breite Sichtweise, Konformismus) --> Kultur hat wichtigen Einfluss auf das Selbstkonzept Korrespondenzverzerrung (fundamentaler Attributionsfehler) schwächer in östlichen Kulturen
  • Definition von "Soziale Identität"? Teil des Selbstkonzeptes, der sich auf die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen bezieht
  • Was hat das "Ferienlager-Experiment" nach Sherif (1955) untersucht und herausgefunden? - bei objektivem Interessenkonflikt zunehmende Feindseligkeit zwischen den Gruppen - verringerte oder sogar aufgehobene Feindseligkeit bei Bestehen gemeinsamer Ziele (superordinate goals)
  • Was besagt die "Theorie des realistischen Gruppenkonflikts" nach Sherif (1966)? - Beziehungen zwischen 2 Gruppen ergeben sich aus der Relation der objektiven Gruppeninteressen - für Sherif sind Intergruppenkooperation und -konflikt etwas Rationales, wobei die jeweilige Gruppe danach strebt, ihren Anteil an den realen Ressourcen zu maximieren