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Volkswirtschaft (VWL) (Fach) / Grundlagen (Lektion)
- Definition des Wirkungsbereichs von VWL VWL sucht und analysiert Muster im Wirtschaftsgeschehen und entwickelt Theorien und Modelle Dabei werden ökonomisches Handeln und dessen Regeln in größeren (staatlichen, internationalen) wie kleineren (Haushalte, Unternehmen) Dimensionen beobachtet. Mit den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich dann die Entwicklung und die Wechselwirkungen von Produktion, Warenaustausch, Preisen und Einkommen erklären.
- Maslow Bedürfnispyramide Hierarchische Anordnung der menschlichen Bedürfnisse in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit und Bedürfnisbefriedigung. Wenn die ersten vier nicht erfüllt sind, dann sehnt man sich aich nicht nach dem 5 & 6. Defizitbedürfnisse: 1.Physiologische Bedürfnisse = Sie bilden als dringendste Bedürfnisse die Basis der Pyramide. Dazu zählen die fundamentalen Bedürfnisse wie Hunger, Durst, Schlaf, Atmen etc. 2.Sicherheitsbedürfnisse = Beziehen sich sowohl auf konkrete Bedrohungen wie Krankheiten als auch auf indirekte Faktoren wie z.B. Gefährdung des Arbeitsplatzes. 3.Soziale Bedürfnisse = Hierbei geht es um den Wunsch nach zwischenmenschlichem Kontakt und sozialer Nähe sowie um das Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe. 4. Ich-Bedürfnisse = Diese Bedürfnisse umfassen eine innere und eine äußere Komponente. Wachstumsbedürfnisse: 5. Selbstverwirklichung = Dieses Wachstumsbedürfnis steht unter dem Schlagwort der Selbstfindung. Es geht darum, die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und das persönliche Potential zu entfalten. 6.Transzendenz = Diese höchste Stufe wurde von Maslow erst später hinzugefügt. Sie bezieht sich auf die Suche nach etwas Höherem, das außerhalb des eigenen Daseins liegt.
- Das ökonomische Prinzip Minimalprinzip: Beim sogenannten Minimalprinzip versucht der Wirtschaftsakteur, das gesetzte Ziel mit einem minimalen Einsatz von Mitteln (Kapital, Boden, Arbeit etc.) zu erreichen. So folgt der Hausbau dem Minimalprinzip, wenn Gestaltung und Form des Hauses feststehen und der Bauherr nach der preiswertesten Umsetzung der Pläne sucht. Maximalprinzip: Beim Maximalprinzip versucht man, mit einer festgelegten Menge verfügbarer Mitteln einen möglichst größtmöglichen Ertrag zu erwirtschaften. Im Beispiel des Hausbaus stehen hier Baumaterialien und ihre Menge fest. Der Bauherr versucht, mit dem verfügbaren Ressourcen ein möglichst große Haus zu bauen.
- wirtschaftlicher Kreislauf (einfaches Modell) Hier betrachtet man nur zwei Seiten (Unternehmen und Haushalte) unter folgenden Vorraussetzungen: -eine geschlossene Volkswirtschaft, d.h. kein Eingreifen des Auslands-eine stagnierende Volkswirtschaft, d.h. ohne Wachstum-kein Eingreifen des Staates-Einkommen = Ausgaben, d.h. kein Sparen oder Investieren der Haushalte und Unternehmen In diesem stark vereinfachtem Wirtschaftskreislauf stellen die Haushalte den Unternehmen die Produktionsfaktoren (Arbeitskraft, Boden, Kapital, Bildung) zur Verfügung und geben umgekehrt ihr gesamtes Einkommen für Konsumgüter und Dienstleistungen der Unternehmen aus. Die Unternehmen zahlen den Haushalten ein Einkommen für die Produktionsfaktoren und stellen den Haushalten die Konsumgüter sowie Dienstleistungen bereit.
- der erweiterte Wirtschaftskreislauf Hier wird der einfache Wirtschaftskreislauf von Haushalten und Unternehmen um Kapitalsammelstellen (Banken und andere Möglichkeiten der Kapitalrücklagenbildung, z.B. Versicherungen) erweitert. Voraussetzungen: - eine geschlossene Volkswirtschaft, d.h. kein Eingreifen des Auslands- kein Eingreifen des Staates Dadurch haben Unternehmen und Haushalte die Möglichkeit Kapital zu sparen oder in Form von Krediten/Darlehen für Investitionen zu generieren. Es wird vorausgesetzt, dass der Konsumverzicht der Haushalte (sparen) gleich groß der Investition der Unternehmen ist, durch das Investieren und das dadurch resultierende mögliche Wirtschaftswachstum, wird dieses 3-Sektoren-Model auch dynamischer Wirtschaftskreislauf genannt. Durch die Kapitalsammelstellen wird der Geldstrom um den Faktor Zinsen erweitert, dieser Strom fließt den Haushalten und Unternehmen beim Sparen zu. Nehmen die Unternehmen oder Haushalte jedoch Kredite auf, fließt der Zinsstrom zu den Banken.
- der vollständige Wirtschaftskreislauf & Wirtschaftskreislauf einer offenen Gesellschaft Beim vollständigen Wirtschaftskreislauf wird der erweiterte Wirtschaftskreislauf um den Faktor „Staat“ erweitert. Voraussetzungen: - eine geschlossene Volkswirtschaft, d.h. kein Eingreifen des Auslands Der Staat greift in die Volkswirtschaft ein, indem er Sozialleistungen und als Arbeitgeber Löhne zahlt, Steuern von Haushalten und Unternehmen bezieht, Güter und Dienstleistungen von Unternehmen konsumiert, Unternehmen subventioniert und dem Wirtschaftskreislauf Geld entzieht oder zuführt, in dem er z.B. Steuern senkt oder anhebt. Wirtschaftskreislauf einer offenen VolkswirtschaftDies ist der reale Wirtschaftskreislauf, das 4-Sektoren-Model wird um das Ausland erweitert und so zum 5-Sektoren-Model. Voraussetzungen: - ein offener WirtschaftskreislaufDurch das Eingreifen des Auslandes werden Güter und Dienstleistungen, Produktionsfaktoren, importiert und exportiert.
- Marktformen Monopol: Marktform, bei der es nur einen Anbieter gibt. Ein Unternehmen hat hier in seiner Branche keine Konkurrenz. Es produziert weniger zu höheren Kosten und verlangt höhere Preise als dies bei Wettbewerb der Fall wäre, Oligopol: Marktform, bei der es nur eine begrenzte Zahl von Anbietern gibt. Wenn sie zusammenarbeiten, bilden sie ein Kartell. Hierdurch können sie wie bei einem Monopol die Produktion drosseln und über höhere Preise auch höhere Gewinne erzielen. Ein Beispiel für ein Oligopol ist der Ölmarkt mit der OPEC. Polypol: Marktform, bei der es auf mindestens einer Marktseite viele Marktteilnehmer gibt. Man unterscheidet zwischen einem Angebots-, Nachfrage- oder bilateralem Polypol. Ein Polypol gilt als bestmögliche Marktform, da hier der Einfluss der Marktteilnehmer auf den Preis so gut wie nicht vorhanden ist. Monopson: Marktform, bei der einem Nachfrager sehr viele Anbieter gegenüberstehen. Das Monopson bildet damit das Gegenstück zum Monopol. Der Anbieter kann dann den Preis für das gewünschte Gut bestimmen. Ein Beispiel für ein (beschränktes) Monopson ist der Handel mit militärischen Produkten oder die Raumfahrtindustrie.
- Arten von märkten -- Art der gehandelten Güter Gütermärkte Waren- und Konsumgüter: Güter für den Endverbrauch Dienstleistungsmarkt: Handel mit Versicherungen, Unternehmensdienstleistungen, Tourismus etc. Investitionsgütermarkt: Güter für die Herstellung anderer Güter (z.B. Maschinen) Immobilienmarkt: Handel mit Grundstücken oder Gebäuden Faktormärkte Arbeitsmarkt: Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften Kapitalmarkt: Bereitstellung von langfristigem Kapital Geldmarkt: Bereitstellung von kurzfristigem Kapital Devisenmarkt: Handel von Währungen
- Das magisch Viereck der Wirtschaftspolitik Im magischen Viereck werden die wirtschaftspolitischen Ziele definiert, die im Stabilitätsgesetz von 1967 verankert sind: Preisniveaustabilität, z. B. durch Veränderung der Leitzinssätze, Erhöhung bzw. Senkung der Subventionen und Staatsausgabenhöher Beschäftigungsgrad (Vollzeitbeschäftigung), z. B. durch Verbesserung des Bildungssystems, Förderung neuer ArbeitsplätzeWirtschaftswachstum, z. B. durch Steuererhöhungen oder -senkungen, Veränderung der Leitzinssätzeaußenwirtschaftliches Gleichgewicht, z. B. Förderung bzw. Beschränkung des Dienstleistungs- und Warenaustausches Die vier Ziele des magischen Vierecks stehen in Wechselwirkung zueinander. Ein Eingriff kann sich somit möglicherweise auf alle Ziele auswirken.
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