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Neuere Geschichte (Fach) / 6. Vorlesung (Lektion)

Krieg und Gewalt

Diese Lektion wurde von camilleoly erstellt.

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  • Krieg bedeuetet einen organisierten, mit Waffen gewaltsam ausgetragenen Konflikt zwischen Staaten bzw zwischen sozialen Gruppen der Bevölkerung eines Staates.  Krieg : dynamische Relation von drei Tendenzen -KAMPF- Minimum an realem Kampf bzw an Symmetrie als Voraussetzung : Differenzierung nach Kampfformen. -GEWALT- asymmetrisches Verhältnis von Handlungsmacht und Erleiden; Gefahr der Entgrenzung/ Entfesselung.-Zugehörigkeit der Kämpfenden zu einer GEMEINSCHAFT.
  • Verschiedene Typen von Kriegen Staatenkriege, auch noch Nationenkriege genannt Imperialkriege - vor allem um 1900 in den Imperien  Weltkriege u.a industrialisation 14-18/39-45 Bürgerkriege proxy-wars / Stellvertreterkriege (Kalter Krieg) Interventionskriege - Vietnam, Südkorea
  • Lieber Code Der Lieber Code, eine am 24. April 1863 vom damaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln unterzeichnete Anweisung an die Truppen der Nordstaaten im Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865, war das erste schriftlich fixierte Regelwerk in der Geschichte mit Vorgaben zur Kriegsführung. Es bildete seit 1863 unter dem Titel „Instructions for the Governement of Armies of the Unites States in the Field“ die Basis für ein entsprechendes Field Manual der amerikanischen Streitkräfte. Mehr als fünfzig Jahre blieb er das offiziell von der amerikanischen Armee erklärte Kriegsrecht für den Landkrieg. Obwohl die im Lieber Code enthaltenen Regeln nur für die Unionstruppen während des Amerikanischen Bürgerkrieges bindend waren, haben sie die spätere Entwicklung und Kodifizierung des Kriegsvölkerrechts wesentlich beeinflusst.
  • Brüsseler Konferenz Die Brüsseler Konferenz von 1874 fand vom 27. Juli bis zum 27. August 1874 mit dem Ziel statt, eine internationale Übereinkunft über die Gesetze und Gebräuche des Krieges zu verabschieden. Die Initiative ging vom russischen Zaren Alexander II. aus, Vertreter von 15 europäischen Staaten nahmen an der Konferenz teil. Die in der „Deklaration über die Gesetze und Gebräuche des Krieges“ formulierten Beschlüsse der Konferenz führten in der Folgezeit zwar nicht zu einem verbindlichen völkerrechtlichen Vertrag, stellten jedoch eine wichtige Grundlage für spätere Entwicklungen im Bereich des humanitären Völkerrechts dar. Anstoß für diese Konferenz war die Bombardierung von Valparaíso, einer wichtigen und unbefestigten Hafenstadt in Chile, durch Spanien während des Spanisch-Südamerikanischen Krieges.
  • Den Haager Friedenskonferenzen Die Haager Friedenskonferenzen wurden aufgrund der Anregung des russischen Zaren Nikolaus II. und auf Einladung der niederländischen Königin Wilhelmina 1899 und 1907 in Den Haag einberufen und sollten der Abrüstung und der Entwicklung von Grundsätzen für die friedliche Regelung internationaler Konflikte dienen. Der Anlass dieser Entwicklung hin zu den Konferenzen war das Ergebnis einer pazifistischen Bewegung im 19. Jahrhundert, die mit der Aufklärung begonnen hatte. Die Konferenzen waren der erste Versuch der Staatengemeinschaft, den Krieg als Institution abzuschaffen. Man wollte den Waffengang verbieten und stattdessen den Rechtsweg verbindlich vorschreiben.
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