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Orthopädie/Unfallchirurgie (Fach) / Frakturen (Lektion)
3. Semester
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- Klassifikation von Frakturen Nach Zahl der Frakturen: einfache, Stück- oder Trümmer/Mehrfragmentfrakturen nach Lokalisation: Schaftfraktur, gelenknah (metaphysär), gelenkfrakturen offen vs geschlossen nach Morphologie: quer, schräg, spiral, trümmer, abriss, kompression kindliche Frakturen nach Aitken 0-III AO-Klassifikation: Körperteile haben Nummern: Oberarm 1, Unterarm 2, 3 Oberschenkel, 4 Unterschenkel
- geschlossene Frakturen Einteilung Einteilung der Weichteilverltzungen nach Tscherne und Oestern:0: keine oder unbedeutendeI: Kontusion, HautabschürfungII: schwere Kontusion, tiefe/verschmützte AbschürfungIII: ausgedehte Kontusion, subcutanes Decollement, manifestes Kompartmentsyndrom
- Offene Frakturen Einteilung Einteiulung der Weichteilverletzungen nach Gustilo und Anderson:I: Durchspießung, <1cmII: Durchtrennung der Haut, > 1cmIIIa: ausgedehnte Weichteildestruktion jedoch Knochen noch bedecktIIIb: wie a aber Konchen freiliegendIIIc: relevante art. Gefäßverletzung
- Frakturbehandlung Prinzipien Reposition: so früh wie möglich, in Narkose/Analgosedierung, bei fehlender Dislokation nicht möglich Retention: Sichern der Repositionsergebnisse, Ruhigstellung (Gips, Schienen, OP) Rehabilitation: Frühmobilisation, Physiotherapie, Ergotherapie
- Frakturbehandlung konservativ nach Lorenz Böhler (Böhler-Schiene, Böhler-Winkel) Indikation: nicht oder gering dislozierte Fraktur, keine oder geringe Gelenkbeteiligung, geschlossene Reposition gut möglich, KI für OP, Ablehnung OP durch Patient, die meisten kindlichen Frakturen Optionen: Gips/Bycast, Orthese, Brace, Korsett, Tapeverband, ruhigstellender Verband, Extension, Entlastung
- Frakturbehandlung operativ extramedulläre Kraftträger: Drähte, Fixateur externe, Schrauben, Platten, Zuggurtung intramed.: Marknagel, Bündelnägel, Markraumdrahtung
- Pseudarthrosen ausbleibende Konchenheilung > 6 Monate atroph: Durchblutung, Infekt hypertroph: Instabilität
- Reflexdystrophie Chronic Regional Pain SyndromeCRPS I (M. Sudeck): Trauma ohne NervenverletzungCRPS II (kausalgie): Trauma mit Nervenverletzung Symptome: sensorische und/oder motor. Störungen, Ödeme, gestörte Temperaturregulation, Hauttrophik, Hyperhidrosis, Muskelatrophie, Osteoporose "Heilentgleisung", keine Korrelation zw. Schwere des Traumas und CRPS, Ursache unbekannt, Entzündungsreaktion, psych. Komponente, Veränderungen in Großhirnrinde, gentische Disposition Diagnostik: klinisch, Harden-Kriterien, Röntgenverändeurngen erst spät, MRT und Szinti unspezifisch Therapie: Physio, Ergo, Lymphdrainage, psych. Betreuung, Bisphosphonate, Kortikoide, multimodale Therapie unsichere Prognose, oft langer und schwerer Verlauf
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