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Hämatologie (Fach) / Hämatologie (Lektion)

EDTA - erys etc.

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

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  • basophile Granulozyten werden aus Myeloblasten in Knochenmark gebildetBasophile Granulozyten beteiligen sich mit bis zu 0,5 -1 % an der Leukozytenpopulation Ihre großen Zytoplasmagranula enthalten Histamin zur Vasodilatation und Heparin, das bei Gewebsschädigungen freigesetzt wird und so als eine Schutzwirkung gegen die disseminierte intravasale Gerinnung gesehen wird. Sie sind im Gegensatz zu den eosinophilen und den neutrophilen Granulozyten nicht amöboid beweglich. Sie setzten Botenstoffe für Eosinophile frei und sind dadurch indirekt an der Parasitenabwehr beteiligt - weitere Stoffe: Serotonin, Interleukin 4- hoch: Allergie, Hyperlipidämie Dirofilaria, Abszesse, Anaphylaktischer Schock, Ödem
  • Eosinophile Granulozyten - werden aus Myeloblasten im Knochenmark gebildet und zwar unter Einfluss von Interleukin 5 -  sind artunterschiedlich mit bis zu 6 % an der Leukozytenpopulation beteiligt                    - sind länger im Blut als die Neutrophilen und gelangen über Diapedese ins Gewebe - sind amöboid beweglich und zur Phagozytose fähig - Überlebenszeit wenige Minuten bis 2 Tage, unter Einfluss von IL 5 aber länger  - Durch die Freisetzung von Histaminase und Sulfatase wird Heparin und Histamin abgebaut, dies ermöglicht die Einleitung postentzündlicher Normalisierungsprozesse (Gegenspieler Basophile) Auf diese Weise werden die eosinophilen Granulozyten zu Mastzellantagonisten. Auf ihrer Oberfläche befinden sich Rezeptoren für IgG, IgA, IgE, Komplementfaktoren, Zytokine, Chemokine und intrazelluläre Rezeptoren für Kortikoide, Leukotriene und Prostaglandine  - Aufgaben: Phagozytose, Exozytose, - Vorkommen: Lunge, MDT; Haut  - Hoch: 1) Allergie ( Futtermittel, Kontakt, Flöhe) 2) Parasitosen ( Ekto, Endo, Protozoen, ) 3) Asthma ( Hypersensitivitätsreaktion Typ 1)  4) Indulentes Ulkus ( oberlippe) , eosinophile Plaque, eosinophile eosinophiles Granulom  5) IBD, eosinophile Gastritis  6) tumore ( Msadtzelltumor,  T- Zell Lymphom, Übergangszellkarzinome)  7) Medikamente ( Thiamazol)  - niedrig: Glukocortikoide, Stress, akute Infektionen,  - bei der Abwehr von Bakterien eine untergeordnete Funktion 
  • HKT = Hämatokrit Hämatokrit  gibt den prozentualen Anteil der zellulären Bestandteile am gesamten Blutvolumen wieder. Der Hämatokritwert ist ein Relativwert und keine absolute Messgröße, gibt nur das Verhältnis Blutkörperchen zu Plasma an   - hoch: Training, Erregung, Dehydratation, Schock, Hypoxie, bei stark bemuskelten Hunderassen immer etwas höher - niedrig: trächtge Tiere, Welpen, Laktation, Sedation, Anämie (IHIA)
  • Hämoglobin Das Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff in den ErythrozytenDas Hämoglobinmolekül besteht aus vier Peptidketten, mit je einem Häm welches den Eisen-(II)-Protoporphyrin-Komplex (prosthetische Gruppe) darstellt. Globin bildet den Proteinanteil.- haben die Fähigkeit Sauerstoff zu binden und zu transportieren. Der Abbau erfolgt über die Freisetzung des Hämoglobins aus den alternden oder geschädigten Erythrozyten.Das freigesetzte Eisen wird wieder verwendet und der Rest in fettlösliches primäres Bilirubin umgebaut. In der Leber wird aus dem fettlöslichen, primären Bilirubin wasserlösliches, sekundäres Bilirubin, welches über die Galle ausgeschieden wird   - hoch: Traininge, errgerung, Dehydratation, Schock, Hypoxie,  - Niedrig: trächtge Tiere, welpen, Laktation, Sedation 
  • Leukozyten Hd: schnell hoch bei Stress, körperlicher Belastung, Leukozytose: chronische Infektion, vorallem Baktierien, Pilze, Protzooen, Rickettsien, Cushing,  Leukämie, Diabetes, Vergiftung, Tumoren, Hyperthyreose, Epilepsie, Leukopenie: akute Infektion (parvo), Cushing, Steroidgabe, Virale Infektionen, Chloramphenicol, Septikämie, Endotoxämie, Vergiftung, Zytostatica, Östrogen,
  • MCH MCH ist der mittlere Hämoglobingehalt des einzelnen Erythrozyten und gibt somit den durchschnittlichen Hämoglobingehalt des Einzelerythrozyten an - Unterscheidung von hypochromer, hyperchromer und normochromer Anämie ist mit dem MCH möglich. HOCH Hämolyse (gesteigerter Abbau von roten Blutkörperchen) Lebererkrankungen Infektionen  B12-MangelFolsäure-Mangel   NIEDRIG Eisenmangel (Anämie)  Blutungen Mangel an Kupfer oder Vitamin B6 
  • MCHC MCHC ist die mittlere Hämoglobinkonzentration der Erythrozyten. Mittels dieses Wertes lässt sich die hyperchrome oder hypochrome Anämie diagnostizieren - regenerativ  Die Berechnungsformel ist wie folgt:                             Hämoglobin (mmol/l) x 100 MCHC (mmol/l) = -------------------------------                            Hämatokrit (l/l) 
  • MCV Das mittlere Erythrozytenvolumen beschreibt das durchschnittliche Volumen der Erythrozyten Unterscheidung in Mikrozyten, Normozyten und Makrozyten HOCH Besteht im Körper einen Mangel an Folsäure oder Vitamin B 12, dann kann das die Ursache für einen erhöhten MCV-Wert im Blut sein. Auch Lebererkrankungen NIEDRIGI MCV-Wert zu niedrig, deutet das auf eine Blutarmut (Anämie) hin, die durch einen Mangel an Eisen, Kupfer oder auch Vitamin B hervorgerufen werden kann. Eisenmangelanämie (!!!); häufigste Form Anämie bei chronischer Entzündung
  • Monozyten (Makrophagen)  - zelluläre Immunantwort - Monozyten entwickeln sich aus einer Vorläuferzelle der granulozytären Reihe - Fresszellen- Sie entstehen im Knochenmark aus den Monoblasten über Promonozyten zum Monozyt - Sie sind 14 -20 μm große, vielgestaltige, kernhaltige Zellen, die phagozytieren- sind für die unspezifische Abwehr zuständig - Monozyten zeichnen sich durch ihre amöboide Beweglichkeit und ihre ausgeprägte Migrationsfähigkeit aus- Differenziert werden wandernde Markophagen und sessile Makrophagen (Gewebsmakrophagen). - hoch: akuter Stress, chronische Infektionen, Glukocortikoide, Nekrosen, Cushing  - Hund: im Alter Physiologisch Produktion: Interleukin 1 (Freisetzung durch Endotoxin; Gewebszerstörung, Entzündung) Aktivierung der Arachidonkaskade → Leukotriene, PG Stimulation d. PAF-BildungAktivierung des Kininsystems Fieber = durch PG-E2 Wirkung im Hypothalamus Tumornekrosefaktor (TNF-α) Interferon Aktivierung der Granulozyten (Eikosanoidbildung, Phagozyt.-Burst-Reaktion) Permeabilitätssteigerung Arachidonsäurederivate = Entstehung nach Zellmembranschäden und Metabolisierung der Phospholipide durch Phospholipase A2 (lysosomal, plasmalemmal, extrazellulär) - durch Interferon von den T- Zellen angelockt
  • Neutrophile Granulozyten ( Mikrophagen) - Fresszellen - gehören zur angeborenen unspezifischen Immunantwort - Aufgaben: Phagozytose, Exozytose, Eiter, Respiratory Burst,  - HD: neutrophiles BB - bei Stress- hoch: bei bakteriellen Infektionen, regenerative Anämie, Leukämie, Glukocortikoide, RAO,         - niedrig: Septikämie, Anaphylaxie, Endotoxämie, virale Infektionen,  - im Knochenmark aus Myeloblasten gebildet                                                                          - - neutrophile Granulozyten bilden den größten Anteil mit bis zu 95 %. Chemotaktisch gelenkt gelangen sie durch amöboide Bewegung in der Regel als erste Abwehrzelle dem Ort der Gewebeschädigung um zunächst als Mikrophagen zu phagozytieren ( vor allem Baktierien)  - junge Neutrophile Granulozyten werden als Stabkernig bezeichnet, je älter sie werden desto segmentierter sind sie  - werden durch Makrophagen abgebaut ( in Leber und Milz) - Stoffe: kationische Proteine, saure Proteasen, Elastase, Leuktrichine, Chemokine, Prostaglandine,  
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  • Retikulozyten - entstehen im Knochenmark - kernlos, nicht mehr teilungsfähig - es sind Jugendformen der Erythrozyten. Mit zunehmender Reifung nimmt die charakteristische Substantia granulofilamentosa (netzartige, granuläre Zytoplasmastruktur) ab - Ihre Zellzahl und der Reifegrad im Blut geben einen Hinweis auf die erythropoetische Aktivität des Knochenmarks - zur Unterscheidung der Anämieart
  • Erythrozyten - hoch: Erregung, Training, dehydratation, Schock, - Niedrig: trächtge Tiere, welpen, Laktation, SedationDauerr 5-9 Tage
  • Lymphozyten ( T- und B-Lymphozyten, NK-Zellen) - hoch: Welpen, Erregung, chronische Virale und Bakterielle Infektionen, Neoplasien, chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) Gefäßentzündungen (Vaskulitiden), Leukämie (FELV/FIV) Serumkrankheiten (schwer allergische Reaktion des Immunsystems) Hormonelle Störungen (Morbus Addison, Schilddrüsenüberfunktion) - niedrig: Glukokortikoide, chronische Infektionen, Stressreaktionen
  • Thrombozyten - kernlos, - im KM gebildet und in Leber Milz und Lunge abgebaut - Stoffe: Thromboxan, Serotonin, Proteasen, EGF (epidermal Growth Factor, VEGF (vaskular endothelial growth Factor), PDGF ( platelet derived growth factor ) Aufgaben: Gerinnungssystem, Wachstumsfaktoren, Chemotaxis, - hoch: Erregung, Belastung, Gravidität, Tumor, Entzündung  - niedrig: KM-schäden, DIC, Blutungen, Anämie ( protozoen)
  • Plasmazellen - kommen aus der B-zellreihe - man findet Plasmazellen physiologisch im Gewebe, in den Lymphknoten sowie in der Milz und im Knochenmark - Plasmazellen sind das reifste Differenzierungsstadium der B-Lymphozyten. Ihre Funktion ist die Sekretion von Antikörpern, weswegen sie eine wesentliche Rolle im humoralen Immunsystem spielen und zu den Effektorzellen gehören.  -Plasmazellen entstehen aus B-Lymphozyten nach deren Aktivierung durch Antigene. Die aktivierten B-Lymphozyten werden größer und dadurch zu Immunoblasten. Einige der Immunoblasten differenzieren zu Plasmablasten, während der andere Teil zu B-Gedächtniszellen wird. - In den Plasmablasten schwillt das Zytoplasma an und es erfolgt eine Zunahme des rauen endoplasmatischen Retikulums. Daraufhin beginnen die Plasmablasten, sich alle 10 Stunden zu teilen. Dieser Vorgang dauert etwa 9 Teilungen an - so entsteht in rund 4 Tagen aus einem Plasmablasten eine Population von 500 Plasmazellen. 
  • Linksverschiebung Neutrophile Als Kernverschiebung bezeichnet man eine Veränderung im Differentialblutbild hinsichtlich der Anteile verschiedener Entwicklungsstadien der neutrophilen Granulozyten,. Sie kann in Richtung unreifer neutrophiler Granulozyten („Linksverschiebung“, früher auch „Arnethsches Blutbild“) oder reifer („Rechtsverschiebung“) auftreten. Als Pseudokernverschiebung oder Pelger-Huët-Anomalie wird die unzureichende Differenzierung des Zellkerns bezeichnet.Im Fall einer Entzündung reagiert der Organismus mit einer Erhöhung der Leukozytenzahl (Leukozytose) insgesamt sowie der Zahl der Neutrophilen (Neutrophilie). In den ersten sechs bis elf Stunden erfolgt dies durch erhöhte Freisetzung dieser Zellen aus dem Knochenmark, der Bildungsstätte der Leukozyten. Nach zwei bis drei Tagen findet dann eine verstärkte Bildung von Neutrophilen im Knochenmark statt.Linksverschiebung Als reaktive Linksverschiebung bezeichnet man das vermehrte Auftreten von unreifen Neutrophilen. Dabei treten neben den funktionell reifen (sog. segmentkernige Neutrophile) vermehrt auch Vorstufen der Leukopoese wie stabkernige Neutrophile, Metamyelozyten oder Myelozyten auf. Dies geschieht durch überstürzte Freisetzung dieser noch unreifen Zellen infolge eines hohen Verbrauchs. Eine reaktive Linksverschiebung wird beispielsweise auch bei den meisten bakteriellen Infektionen im Differentialblutbild festgestellt.Man unterscheidet zwei Formen der reaktiven Linksverschiebung:Bei der regenerativen Linksverschiebung ist die Anzahl der Stabförmigen (unreifen) tiefer als die Anzahl der Segmentkernigen. Die Gesamtzahl an Neutrophilen ist erhöht (Leukozytose).Bei der degenerativen Linksverschiebung ist die Anzahl der unreifen Zellen (Stabkernige) höher als die der Segmentkernigen. Die Neutrophilengesamtzahl ist verringert (Neutropenie) oder normal.[1]Eine Linksverschiebung ohne Neutrophilie zeigt an, dass ein erhöhter Verbrauch dieser Zellen stattfindet, der nicht mehr vollständig durch Neubildung im Knochenmark gedeckt ist. In diesem Fall ist eine erneute Blutuntersuchung ratsam. Sind die Neutrophilen bei dieser zweiten Untersuchung erhöht und hat sich die Linksverschiebung wieder normalisiert, so ist die Prognose gut. Tritt jedoch eine Abnahme der Neutrophilen oder eine Verstärkung der Linksverschiebung auf, so ist eine sehr ernste Erkrankung die wahrscheinliche Ursache.Eine pathologische Linksverschiebung bezeichnet eine Linksverschiebung, die bis hin zum Myeloblasten gehen kann, welche die unreifste Stufe der Granulopoese darstellen, zum reinen Proliferationskompartiment gehören und das Knochenmark unter physiologischen Umständen wegen ihrer vollständig fehlenden Abwehrkompetenz nicht verlassen. Die pathologische Linksverschiebung tritt vor allem bei primären Blutkrankheiten (Leukämien) auf und ist in der akuten Phase oft mit einer Leukozytose oder sogar einer Hyperleukozytose verbunden.[2]