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Schulpädagogik (Fach) / Merkmale guten Unterrichts (Lektion)
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- Was ist guter Unterricht? Guter Unterricht ist ein Unterricht, in dem (1) im Rahmen einer demokratischen Unterrichtskultur (2) auf Grundlage des Erziehungsauftrags (3) und mit dem Ziel eines gelingenden Arbeitsbündnisses (4) eine sinnstiftende Orientierung (5) und ein Beitrag zur nachhaltigen Kompetenzentwicklung aller Schülerinnen und Schüler geleistet wird.
- 10 Merkmale guten Unterrichts • Klare Strukturierung des Unterrichts• Hoher Anteil echter Lernzeit• Lernförderliches Klima• Inhaltliche Klarheit• Sinnstiftendes Kommunizieren• Methodenvielfalt• Individuelles Fördern• Intelligentes Üben• Transparente Leistungserwartungen• Vorbereitete Umgebung
- Definition Klare Strukturierung des Unterrichts Def.: Unterricht ist dann klar strukturiert, wenn das Unterrichtsmanagement funktioniert und wenn sich ein für Lehrer und Schüler gleichermaßen gut erkennbarer „roter Faden“ durch die Stunde zieht.
- Klare Strukturierung des Unterrichts bedeutet ... • Stimmigkeit von Zielen, Inhalten und Methoden • Folgerichtigkeit des methodischen Gangs • Methodischer Grundrhythmus • Aufgabenklarheit • Regelklarheit • Rollenklarheit
- Indikatoren einer klaren Strukturierung des Unterrichts • verständliche Lehrer- und Schülersprache; • klare Definition der Rollen der Beteiligten; • Konsequenz, mit der sich der Lehrer an die eigenen Ankündigungen hält; • Klarheit der Aufgabenstellung; • deutliche Markierung der einzelnen Unterrichtsschritte; • klare Unterscheidung von lehreraktiven und schüleraktiven Unterrichtsphasen; • geschickte Rhythmisierung des Unterrichtsablaufs und Einhalten von Pausen; • Einhalten von Regeln und Einsatz von Ritualen; • eine zum Ziel, zum Inhalt und zu den Methoden passende Raumregie.
- Def.: Hoher Anteil echter Lernzeit Def.: Die echte Lernzeit ist die vom Schüler tatsächlich aufgewendete Zeit für das Erreichen der angestrebten Ziele.
- Indikatoren: Hoher Anteil echter Lernzeit Indikatoren: •Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler ist aktiv bei der Sache. •Die Schülerinnen und Schüler lassen sich nicht durch Kleinigkeiten ablenken. •Es herrscht keine Langeweile. •Es entstehen inhaltlich reiche Arbeitsergebnisse, die der Aufgabenstellung genügen. •Die Einzelstunden, die Tages- und die Wochenplanungen folgen einem eigenen, didaktisch begründeten Rhythmus. •Aktive Lernphasen und erholsame Pausen wechseln sich ab. •Es gibt nur wenige Disziplinstörungen. •Gewährte Freiheiten werden nicht missbraucht. •Der Lehrer schweift nicht ab. •Er stört die Schüler nicht beim Lernen
- Def.: Lernförderliches Klima Def.: Ein lernförderliches Klima bezeichnet eine Unterrichtsatmosphäre, die gekennzeichnet ist durch: (1) gegenseitigen Respekt, (2) verlässlich eingehaltene Regeln, (3) gemeinsam geteilte Verantwortung, (4) Gerechtigkeit des Lehrers gegenüber jedem Einzelnen und des Lernverband insgesamt (5) und Fürsorge des Lehrers für die Schüler und der Schüler untereinander.
- Indikatoren eines Lernförderlichen Klimas • der Lehrer geht respektvoll mit den Schülern um. • Kein Schüler wird wegen geringer Leistungen diskriminiert. • Die Schüler nehmen beim Lernen Rücksicht aufeinander und helfen einander. • Es gibt kein aggressives Verhalten einzelner Schüler gegeneinander. • Die Schüler beschimpfen einander nicht. • Die Sprache ist frei von Beleidigungen, Zoten usw. • Es gibt keine Bevorzugungen oder Benachteiligungen einzelner Schüler. • Es gibt nur wenig Rivalitäten und Machtkämpfe zwischen Schülercliquen. • Es gibt keine versteckte Diskriminierung von Mitschülern. • Es gibt klar definierte Klassenämter. • Die Schüler ermahnen sich selbst, gemeinsam vereinbarte Regeln einzuhalten. • Hin und wieder wird gelacht.
- Definition Inhaltliche Klarheit Def.: Inhaltliche Klarheit liegt dann vor, wenn die Aufgabenstellung verständlich, der thematische Gang plausibel und die Ergebnissicherung klar und verbindlich gestaltet worden sind.
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- Indikatoren Inhaltliche Klarheit Indikatoren: •Informierende Unterrichtseinstiege; •Konzentration auf die Themenstellung – kein Abschweifen und Verzetteln; •Aufgreifen, Kontrastieren und Weiterentwickeln der Vorerfahrungen und Alltagsvorstellungen der Schülerinnen und Schüler; •liebevoller Umgang mit der Wandtafel; •saubere Mitschriften und Protokollierungen der Arbeitsergebnisse in den Heften und Laptops; •Einsatz passender Medien; •Arbeit mit Modellen, Metaphern und Veranschaulichungen; •intelligenter Umgang mit Fehlern; •Festhalten von Zwischenergebnissen; •regelmäßige Wiederholungen und Zusammenfassungen (möglichst durch die Schülerinnen und Schüler).
- Sinnstiftendes Kommunizieren Def.: Sinnstiftendes Kommunizieren bezeichnet den Prozess, in dem die Schüler im Austausch mit ihren Lehrern dem Lehr-Lern-Prozess und seinen Ergebnissen eine persönliche Bedeutung geben.
- Indikatoren vom Sinnstiftenden Kommunizieren •Die Schüler sind bei der Sache. •Sie erleben das Lernen als lustvoll. •Es gelingt ihnen, ihre fachlichen und überfachlichen Interessen einzubringen und weiterzuentwickeln. •Sie greifen von sich aus auf vorherige Unterrichtsthemen zurück und bauen sie in das neue Unterrichtsthema ein. •Sie geben Rückmeldungen zum Lernfortschritt und zu Lernschwierigkeiten. •Sie vertrauen den Ausführungen des Lehrers und lassen sich auf seine inhaltlichen Vorwegnahmen ein. •Sie beziehen persönlich Stellung. •Sie stellen kritische und weiterführende Fragen. •Sie reflektieren über ihren Lernprozess. •Sie beurteilen die Qualität ihrer Arbeitsergebnisse in angemessener Art und Weise.