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Antike Einführungsvorlesung (Fach) / Sparta (Lektion)

17.1

Diese Lektion wurde von camilleoly erstellt.

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  • spartanische Verfassung Mitte des 7. Jahrhunderts Große Rhetra  Mit der Einrichtung von Phylen wird die Einteilung in drei Personenverbände mit gewissen verwandtschaftlichen und lokalen Beziehungen bezeichnet. Sie verdeutlicht die Vorherrschaft einiger weniger vornehmer Familien, die eine gewisse Machtposition innehatten. Den Phylen stand ein Presbytatos vor, der vermutlich einer der vornehmen Familien entstammte. Die Oben hingegen bezeichneten entweder die Unterabteilungen der Phylen oder waren Bezeichnungen für die Dorfbezirke Spartas. Der Rat von Dreißig bezeichnet die Gerusia, also den Ältestenrat, welcher sich aus 28 Bürgern Spartas, die älter als 60 Jahre waren, und den beiden Königen zusammensetzte. Dem Rat kamen vor allem zwei Aufgabenbereiche zu. So entschied er darüber, welche Anträge in die Volksversammlung eingebracht wurden, und bestimmte somit den politischen Entscheidungsprozess erheblich mit. Ferner übernahm er prozessuale Aufgaben in der Rechtsprechung. Weiterhin wurde festgelegt, dass in regelmäßigen Abständen eine Volksversammlung einberufen wurde, in der das Volk per Akklamation über die jeweiligen Anträge abstimmte. Mitglieder waren alle Bürger ab dem 30. Lebensjahr. Jedoch konnte das Volk in der Apella nicht politisch initiativ werden, da keine Ad-hoc-Anträge aus der Sitzung heraus gestellt werden durften, sondern nur über die vom Rat eingebrachten Vorschläge abgestimmt wurde.
  • Könige in Sparta Den Königen unterstand vor allem das Heer, über welches sie als Feldherren die Befehlsgewalt innehatten. Ihre griechische Bezeichnung lautete basileus. Dieses Wort hatte in archaischer Zeit noch nicht die Bedeutung „Monarch“, sondern kennzeichnete führende Männer bzw. Beamte in einer Polis. Es wird daher in der Forschung vielfach dafür plädiert, auch für das klassische Sparta besser nicht von einem Königtum zu sprechen, da diese in anderen Kontexten durchaus mögliche Übersetzung in diesem Fall letztlich in die Irre führe: Die beiden spartanischen basileis seien vielmehr nur primi inter pares und erbliche Oberbefehlshaber der Armee gewesen.[8]
  • Apella Der Begriff Apella (von altgriechisch ἀπελλάζειν, apellázein: eine Volksversammlung durchführen) bezeichnet die Versammlung aller wehrfähigen Spartiatenund stellt eine der vier Institutionen (Doppelkönigtum, Ephoren, Gerusia) der spartanischen Verfassung dar. Der Begriff taucht jedoch nur einmal in der Großen Rhetra, ferner in zwei frührömischen Inschriften auf. Dagegen verwendeten Thukydides und Xenophon den Begriff Ekklesia, der für die griechische Volksversammlung üblich war.
  • EPHOREN  Die fünf Ephoren (griechisch für Aufseher) waren gewählte Jahresbeamte und gehörten neben dem Doppelkönigtum, dem Ältestenrat (Gerusia) und der Volksversammlung (Apella) zu den Institutionen der spartanischen Verfassung. Sie werden jedoch nicht in der Großen Rhetra, dem spartanischen Verfassungswerk, genannt.
  • Lykurg Lykurg oder Lykurgos (altgriechisch Λυκοῦργος Lykoúrgos) gilt nach antiken Quellen als Gesetzgeber von Sparta. Nach heutigem Forschungsstand ist er wahrscheinlich keine historische, sondern eine mythische Person. Der Mythos Lykurg wurde vermutlich geschaffen, um die Einzigartigkeit der spartanischen Verfassung zu erklären. Sie unterschied sich in klassischer Zeit, also im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr., deutlich von denen anderer griechischer Stadtstaaten. Da man sich das zu dieser Zeit nicht als allmähliche gesellschaftliche Entwicklung vorstellen konnte, führte man die außergewöhnliche soziale Ordnung Spartas auf eine mythische Gründerfigur zurück. Die Historizität Lykurgs wurde in klassischer Zeit nie hinterfragt, gilt aber gegenwärtig als äußerst umstritten.
  • agoge Die spartanische Erziehung (agoge) zeichnete sich durch Abhärtung, Kampfsport, Disziplin und das Verbot aller das Leben erleichternden Bequemlichkeiten aus. Die Erziehung war streng. Allerdings sind nur wenige konkrete Details bekannt, da nur spätere Quellen davon berichten und diese wohl teils ganz bewusst ein „Idealbild“ darstellten und somit die Realität verzerrten. Auch die Mädchen wurden zu Härte und Körperbeherrschung erzogen, denn man glaubte, dass nur starke Frauen auch starke Kinder gebären würden. Bis zum 7. oder 8. Lebensjahr lebten Jungen und Mädchen bei ihren Eltern, dann wurden die Jungen in eine „Herde“, eine Gruppe mit Gleichaltrigen, die ihrem Befehlshaber bedingungslos gehorchen mussten, aufgenommen. Eine Form der Ausbildung bestand darin, dass junge Spartiaten in einem Wettspiel Essen stahlen. Wer dabei ertappt wurde, erhielt Prügel, weil er zu ungeschickt war und sich erwischen ließ. Ungehorsamkeiten und Vergehen wurden ebenfalls mit Prügel geahndet. Auch wurden sie in der Debattierkunst unterrichtet. Ihre Reden sollten möglichst sachlich und kurz sein. Noch heute wird der Ausdruck „lakonische Rede“ gebraucht.
  • Ende der Jugenderziehung Die Jugenderziehung dauerte bis zum 18. Lebensjahr, auch wenn die Männer noch bis zu ihrem 30. Lebensjahr kaserniert wurden und auch erst dann das volle Bürgerrecht erhielten.[4] Die agoge wurde angeblich mit einem Ritual beendet, bei dem die jungen Männer ihre erste wirkliche ernsthafte Kampferfahrung machen sollten, indem sie über die Heloten herfielen. Allerdings sind derartige Berichte erst aus späterer Zeit überliefert, so dass ihr Wahrheitsgehalt nicht einwandfrei zu klären ist. Nun wurden die Spartiaten in so genannten Speisegesellschaften, den Syssitien, aufgenommen (ähnliche Speisegemeinschaften gab es aber auch in anderen Teilen Griechenlands). Eine Speisegemeinschaft, aus der man auch ausgestoßen werden konnte, wenn man nicht in der Lage war, seine Beiträge (Naturalien und wohl auch Geld) zur Gemeinschaft aufzubringen, bestand in der Regel aus 15 Männern. Den Syssitien kam auch eine bedeutende gesellschaftliche Rolle zu, denn in ihnen konnten die Spartiaten aktuelle Fragen debattieren. Militärdienst in der spartanischen Armee war bis zum 60. Lebensjahr gefordert.
  • Helotisierung Die Heloten bewirtschafteten das Land der Spartiaten und sorgten damit für deren Lebensunterhalt. Nach Lykurg bestimmte ein Gesetz, dass kein Spartiate seinen Grund und Boden selbst bestellen oder irgendeinem anderen Erwerb nachgehen dürfe. Vielmehr sollten sie von den Erträgen leben, die die Heloten erwirtschafteten und an sie abführten. Wie hoch die Abgaben waren, ist auch heute noch umstritten. So kann man sagen, dass das spartanische System auch auf der Arbeit der Heloten basierte, denn es ermöglichte den Spartiaten, abseits ihrer Höfe in Sparta zu leben und sich militärisch und politisch zu engagieren. Weitere Aspekte sind die Zurschaustellung der betrunkenen Heloten bei den Syssitien; den Gemeinschaftsmahlen der Spartiaten, und die Tötungen der Heloten während der Krypteia. Alljährlich gaben die Ephoren eine Kriegserklärung an die Heloten ab, mit der sie diese Tötungen rechtfertigten.Dieser Umstand bestimmte den Unterschied zwischen Heloten (auch „Staatssklaven“ genannt) und „normalen“ Sklaven. Der natürliche, aber ungesicherte Rechtsstatus des Friedenszustands für die Sklaven wurde den Heloten absichtlich verweigert.
  • Krypteia Geheimdienst die einmal im Jahr die Heloten, die sogenannten Gefangen, angriffen. So nannten die Spartaner ihre Sklaven Nur Frauen die bei der Geburt starben bekamen einen beschrifteten Grabstein.
  • Geld in Sparta Luxus war in Sparta verpönt, deshalb prägten die Spartaner unhandliches Eisengeld, während andernorts überall mit Gold- und Silbermünzen gezahlt wurde. Trotzdem hatte es laut Aristoteles anscheinend so manch einer geschafft, gewisse Reichtümer anzuhäufen, indem er sich durch Schenkung oder Erbe mehrere Landgüter aneignete. Das ideal der Gleichheit galt wohl auch bei den Spartanern bloß eingeschränkt, obwohl sie sich „die Gleichen“ nannten!
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  • Frauen in Sparta Sie waren dafür verantwortlich, dass die Heloten das Land der Familie ordentlich beackerten und ihre Abgaben leisteten. Von den Frauen hing der Wohlstand der Familie ab – und damit auch das Bürgerrecht ihrer Ehemänner, denn die musste ja genug Besitz für die Syssitien vorweisen. Damit nicht genug, durften Spartas Frauen auch ihr eigenes Vermögen haben und erben. Und vom Staat wurden sie ermuntert, ihre Männer zu Höchstleistungen in Krieg und Sport anzutreiben. Erfüllten diese nicht die an sie gestellten Anforderungen, gab es von Seiten der Frauen Spott und Verachtung. Männer konnten ihre Frauen teilen damit sie Kinder bekommen. Ehelosigkeit wurde bestraft - Ehebruch kam aber dem Land zugute und war demnach gut.
  • archagetai 2 Könige an der Spitze der Macht entspringen zweier Linien der Erbmonarchie ; Feldherren, kultische Funktion, innere Ordnung arbeiten mit 28 anderen Oligarchen zsm dem Ältestenrat, gerousia, Männer über 60, LAUTSTÄRKEWAHL, den sie jedoch auflösen können wenn ihnen nicht gefällt was dort besprochen wird.