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Klassische Philologie (Fach) / Philologen (Lektion)

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  • Dionysios Thrax ·      gr. Grammatiker ·      2. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      verfasste erste gr. Grammatik ·      à sammelte die Erkenntnisse von gr. Philologen und Philosophen, die in den vorangegangenen 400 Jahren zur Sprache und Grammatik erzielt worden waren ·      schuf als erster ein ausgearbeitetes Regelsystem der Metrik ·      Seine Betrachtungen zum Aspekt (grammatische Kategorie des Verbs, die die zeitliche Lage einer Situation ausdrückt) führten zu der Einführung des Perfekts, Plusquamperfekts, Aorists und Imperfekts.
  • Krates von Mallos ·      Gr. Philosoph ·      2. Jhd. v. Chr. àHellenismus ·      einer der angesehendsten gr. Grammatiker seiner Zeit ·      Vertreter der Stoa (eines der wirkungsmächtigsten philosophischen Lehrgebäude in der abendländischen Geschichte) ·      Gründete in Pergamon eine eigene Schule ·      à Diese stand im Gegensatz zu der alexandrinischen Schule des Aristarchos von Samothrake hinsichtlich der grammatischen Auffassung der Sprache als auch in der Homer-Interpretation
  • Aristarchos von Samothrake ·      Gr. Philologe ·      3./2. Jhd. à Hellenismus ·      Direktor der Bibliothek von Alexandria à Nachfolger von Aristophanes von Byzanz ·      Hauptbeschäftigung: Textkritik, Literaturkritik, Grammatik ·      Richtlinien seiner Textkritik aus den Texten Homers à seiner Ansicht einzig gesicherte Kritikrichtlinien ·      Seine Arbeiten gelten als Höhepunkt der antiken Philologie
  • Aristophanes von Byzanz ·      Gr. Philologe ·      3./2. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      beschäftigte sich in seinen Werken mit: 1.   Textkritik 2.   Grammatik 3.   Sprachwissenschaft 4.   Literatur 5.   Betonungsuntersuchungen ·      Führte Akzent- und Interpunktionslehre ein ·      Führte durch Analogien die gr. Deklination  + Akzente im gr. Alphabet ein ·      Leiter der Bibliothek von Alexandria
  • Eratosthenos von Kyrene ·      3. Jhd. v. Chr à Hellenismus ·      gr. Gelehrter in der Blütezeit der hellenistischen Wissenschaft ·      er bestimmte den Erdumfang durch sorgfältige Messungen  à einer der bekanntesten wiss. Leistungen des Altertums ·      Hauptanliegen: Forschungstätigkeiten und Sammeln und Ordnen von bereits vorhandenem Wissenstoff ·      Erster antiker Gelehrter, der sich selbst ‚’’Philologe’’ nannte, wobei er unter diesen Titel eine vielseitige Gelehrsamkeit verstand ·      Übte Kritik an Dichtern und eingewurzelten Überzeugungen
  • Apollonios Rhodios ·      gr. Dichter und Gelehrter ·      3. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      lebte auf Rhodos, starke Bindung zu der Insel ·      Schüler von Kallimachos ·      Leiter und Nachfolger des Zenodotos von Epesos der Bibliothek in Alexandria ·      Hauptwerk: die Argonautika à epische Version der Argonautensage
  • Kallimachos ·      hellenistischer Dichter, Gelehrter und alexandrinischer Bibliothekar ·      zw. 4./3. Jhd àKlassik ·      Begründer der wissenschaftlichen Philologie ·      einer der meistgelesenen Autoren und bedeutendster Vertreter seiner Zeit durch: 1.    wissenschaftlichen Leistungen 2.    Anspielungsreichtum 3.    Verspieltheit und Ironie     ·      insgesamt ca. 800 Bücher: 1.    bedeutendste Prosaschrift: Autorenverzeichnis, in dem er die Kurzbiografie und ein Werkverzeichnis griechischer Autoren von Alexandria ausführte à erster wissenschaftlicher Bibliothekskatalog der Welt
  • Zenodotos von Ephesos ·      4./3. Jhd. v. Chr. à Klassik ·      gr. Philologe ·      Leiter der gr. Bibliothek von Alexandria ·      à baute hier die Basis der größten Schriftensammlung der Antike auf ·      Begründer der Textkritik in Epos und Lyrik ·      à veröffentlichte die erste kritische Textausgabe der Ilias und Odyssee ·      à Verse, deren Echtheit er bezweifelte, unterdrückte er nicht, sondern hinterlegte seine Ansicht nur am Rande ·      à um späteren Forschern die Möglichkeit der Nachprüfung offenzulassen ·      erstellte Wörterbuch zu Homer
  • Philitas von Kos ·      Gr. Dichter und Grammatiker ·      4./3. Jhd. v. Chr. àKlassik ·      schrieb erotische Elegien über Geliebte Battis ·      à wurde von Alexandrinern und Römern s. geschätzt ·      Bis auf wenige Fragmente blieb nichts erhalten
  • Demetrios von Phaleron ·      gr. Philosoph, Politiker, Rhetoriker ·      4./3. Jhd. v. Chr à Klassik ·      Gehörte als Philosoph zur peripatetischen Schule (philosophische Schule des Aristoteles) ·      Hinterließ viele Schriften à keine blieb erhalten ·      Gewann als Redner so gr. Einfluss, dass er 10 Jahre für die Verwaltung der Stadt Athen zuständig war ·      Athener richteten ihm 360 Statuen als Zeichen der Anerkennung
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  • Theagenes von Rhegion ·      6. Jhd v. Chr. à Archaik ·      gr. Dichter ·      Begründer der allegorischen Homerexegese (Erklärung und Auslegung eines Textes) à dies belegt eine Notiz aus einem Ilias-Scholion, die der Neuplatoniker Porphyrios verfasst hat ·      Er befasste sich mit den antropomorphen (menschenähnlichen), archaischen Göttergestalten Homers à versuchte eine rationalistisch-aufklärerische Kritik abzuwenden ·      Werke sind verloren
  • Servius ·      röm. Grammatiker ·      4. Jhd. Antike – Römisches Reich ·      bekannt für Vergil Kommentar à ist in versch. Versionen überliefert ·      à Werk liefert wichtige Informationen  die alten Rezensionen und Textkritiken zu Vergil betreffend (Manuskripte über Vergil zuvor nicht zuverlässig) à trzd. Große Mängel vorhanden, aber verglichen mit seinen Zeitgenossen leuchtet seine Literaturkritik ·      Wert seiner Arbeit liegt in seiner Bewahrung von Fakten römischer Geschichte, Religion und Sprache à ohne ihn verschwunden
  • Aelius Donatus ·      Röm. Grammatiker + Rhetoriklehrer ·      4. Jhd. à Antike –Römisches Reich ·      Rom ·      War der Lehrer des hl. Hieronymus (Gelehrter + Kirchenvater der kath. Kirche der Spätantike) ·      Werke: 1. Kommentare zu Vergil 2. Kommentare zu Terenz ·      3. Ars grammatica (ars minor für Kinder, ars maior für alle) à Ziel des Werkes: Beherrschung der lat. Sprache mit einem übersichtlichem Regelwerk à seit dem 5. Jhd. beschränkt man sich oft auf eine Grammatik von Donat anstatt eine eigene zu schreiben, z.B. Servius ·      à MA: Grundlage des Lateinunterrichts in Westeuropa bis i.d. Neuzeit
  • Pomponius Porphyrio ·      Römischer Grammatiker ·      3. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      Verfasste einen Horazkommentar à legt den Schwerpunkt auf grammatische und rhetorische Analysen ·      Werk wurde im MA stark interpoliert/verändert und als gekürzte Fassung überliefert
  • M. Terentius Varro ·      2./1. Jhd. v. Chr. Hellenismus ·      der bedeutendste röm. Polyhistor (Universalgelehrter) ·      Von ihm stammt die Berechnung des Jahres der Gründung der Stadt Rom – des natalis urbis ·      à er berief sich auf den Abstand von 440 Jahre, in der eine Seele zwischen dem Tod und der Wiedergeburt wandert à sah Rom als Wiedergeburt des heldenhaften Trojas an à kam auf die Zahl 753 v. Chr. ·      à varronische Zählung mit der Formel „ab urbe condita“ setzte sich erst ab der Spätantike durch ·      Insgesamt verfasste er 70 teils prosaische teils poetische Werke in mehr als 600 Bücher à seiner Produktivität kam kein Römer gleich
  • L. Accius ·      Röm. Tragödiendichter ·      2./1. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      Meist übertrug er Tragödien aus dem Griechischen ·      à Legenden um den Trojanischen Krieg + Mythen um Pelops waren bevorzugte Themen ·      Auf den 700 Fragmenten von ca insgesamt 50 seiner Stücke findet man eine kraftvolle Sprache voller lebendiger Beschreibungen ·      Behandelt grammatikalische, literarhistorische und antiquarische Fragen nach der Mode seiner Zeit in verschiedenen metrischen Formen
  • Dionysios Thrax ·      gr. Grammatiker ·      2. Jhd. v. Chr. à Hellenismus ·      verfasste erste gr. Grammatik ·      à sammelte die Erkenntnisse von gr. Philologen und Philosophen, die in den vorangegangenen 400 Jahren zur Sprache und Grammatik erzielt worden waren ·      schuf als erster ein ausgearbeitetes Regelsystem der Metrik ·      Seine Betrachtungen zum Aspekt (grammatische Kategorie des Verbs, die die zeitliche Lage einer Situation ausdrückt) führten zu der Einführung des Perfekts, Plusquamperfekts, Aorists und Imperfekts.
  • Hesiod ·      Gr. Dichter ·      8/7 Jhd. v. Chr. ·      Neben Homers Werke sind seine die Hauptquellen der gr. Mythologie, Mythographie (interpretation von Mythen) + Alltagsleben seiner Zeit ·      Begründer des didaktischen Epos ·      Hauptwerke: 1. Das epische Lehrgedicht ‚’’Werke und Tage’’ : verherrlicht die bäuerische Arbeit als Hauptaufgabe der Menschen (Arbeitsethik) à setzt sich der Homerischen Adelsethik entgegen und betont das Selbsterworbene gegen das Angeborene ·      2. Epos’’Theogonie“ : Schildert über tausende Hexameter die Entstehung der Welt und der Götter ·      3. ‚’’Eoien“ : Gedicht, als Katalog der Frauen bekannt
  • Pindar ·      6. Jhd v. Chr. ·      gr. Dichter und Komponist ·      In Dichtungen behandelt er Mythen und tiefgründige Gedanken über das menschliche Leben ·      Schrieb u.A. auch Chorlieder zu Götterfesten à diese waren Gesamtkunstwerke à verfasste die Texte, komponierte die Musik, erstellte die Choreo
  • Homer ·      Gr. Dichter ·      8. Jhd. v. Chr. ·      im ionisch-äolischen Kleinasien ·      Epen Ilias und Odyssee gelten als absolute Höhepunkte der Weltliteratur (neben Dantes „“Göttlicher Komödie“ und Shakespeares Dramen) ·      à früheste bekannten Zeugnisse der gr. Dichtung ·      àhaben aufs Nachhaltigste Menschheit und religiöse Vorstellung der Griechen geprägt ·      Ilias (24 Bücher): 51 Tage im letzten Jahr des 10 jährigen Kampfes um Troja à wird in seinem Gesamtablauf durch Rückblicke und Vorgriffe dargestellt ·      Odyssee (24 Bücher): Irrfahrten + Heimkehr des Königs Odysseus ·      Umstritten, ob Homer der Autor ist, aber man weiß es nicht, man munkelt nur lol
  • Euripides ·      Einer der herausragendsten gr. Tragödendichter ·      5. Jhd. v. Chr. ·      Führte die gr. Figur anstelle antiker gr. Götter oder Helden in die Tragödie ein ·      Setzte das dramatische Mittel ’’Deus ex machina’’ ein à Auftauchen einer Gottheit mithilfe einer Bühnenmaschinerie ·      In seinen Werken finden sich Einflüsse der Naturphilosophie seiner Zeit +  Einflüsse der Sophisten
  • Sophokles ·      einer der drei großen Tragödiendichtern (mit den beiden dazwischen) ·      5. Jhd v. Chr. ·      Neuerer der attischen Komödie ·      Führte die Rolle des dritten Schauspielers ein ·      Verlagerte den Handlungsschwerpunkt vom Chor auf die Schauspieler ·      Im Mittelpunkt des Geschehens rückte er das Individuu, das nach Wahrheit und Selbsterkenntnis suchte ·      Entwickelte die analytische Tragödie, die das Geschehen von rückwärts aufrollt
  • Aischylos ·      Gr. Dichter ·      6./5. Jhd. v. Chr. ·      Erster Tragödienschreiber Athens ·      Führte zusätzlich zum Chor und zum ersten Schauspieler den zweiten  Schauspieler ein à Grundlage für den dramatischen Dialog ·      Handlung der Tragödie wurde durch ihn zum Hauptgegenstand der Aufführung ·      Inszenierte erstmals Aufführungen mit Kostüme und Bühnenbilder ·      (Soll zu Tode gekommen sein, weil ein Adler seinen Kopf für einen Felsen hielt und darauf eine Schildkröte zu zerschmettern versuchte à diese Anekdote soll aufgrund seiner großen Glatze entstanden sein lol so witzig)
  • Priscianus ·      5. Jhd. à Mittelalter – Frühes MA ·      röm. Grammatiker ·      verfasste in 18 Büchern eine Grammatik à versucht fast verzweifelt Unterschiede zw. Dem Griechischen und Lateinischen zu verwischen à bzw. das Latein zu einer griechischeren Sprache als das Griechische zu erklären ·      Werke ‚’’Institutiones’’ sind die erste bekannte lat. Grammatik, die die Syntax als ein eigenständiges Gebiet behandeln ·      à gr. + lat. Grammatik wird zusammengefasst + Methoden
  • Francesco Petrarca ·      It. Dichter und Geschichtsschreiber ·      14. Jhd. à Spätmittelalter ·      Mitbegründer des Renaissance-Humanismus à wollte die Antike als Ganzes wiederbeleben à versuchte antiken geschichtlichen Beispiele auf die Gegenwart anzuwenden (viri illustres) ·      Einer der wichtigsten Vertreter der italienischen Literatur ·      Neu im Sinne Aufbruch in die Renaissance àPerspektivwechsel à Er rückte Menschen in den Mittelpunkt des Weltgeschehens à Vgl. mittelalterliches Weltbild: Gott ist als Weltenlenker fest verankert
  • Giovanni Boccaccio ·      It. Schriftsteller, Dichter ·      14. Jhd à Spätmittelalter ·      Mitbegründer des Renaissance-Humanismus à Streben nach Menschlichkeit auf der Grundlage einer Rückbesinnung der antiken Geisteshaltung à à Individuum wurde zum Maß aller Dinge ·      Meisterwerk ‚’’Decamerone’’ à portraitiert die facettenreiche Gesellschaft des 14. Jhd. à geschrieben  in den Jahren nach der Pestepidemie mit bis dahin unbekannten Realismus und Witz à distanzierte sich vom düsteren Lebensgefühl ·      Beteiligte sich maßgeblich an der ÜS von Homers Ilias und Odyssee ins Lateinische
  • Francesco Poggio Bracciolini ·      Einer der namhaftesten Humanisten der it. Renaissance ·      14./15. Jhd. à Spätmittelalter ·      suchte in Bibliotheken und Klöstern Frankreichs nach antiken Texten , deren Existenz den frühen Humanisten bekannt war, aber in Italien nicht mehr auffindbar waren à entdeckte einige der bedeutendsten Werke der Antike und machte sie für die europäische Geisteswelt zugänglich à z.B. Texte von Cicero, Tacitus, Quintilian, Vitruv, Lukrez etc. à ordnete einzelne Fragmente anhand des Schreibstils bestimmten Autoren zu à rekonstruierte so verlorene Werke ·      Bewirkte einen grundlegenden Wandel von der gebrochenen gotischen Schrift zur runden lateinischen Form der Buchschrift
  • Marsilio Ficino ·      It. Humanist, Philosoph ·      15. Jhd. à Spätmittelalter ·      ÜS der Dialoge Platons + Symposium-Kommentar à trug damit zur Kenntnis Platons + Platonismus bei ·      àZiel: Errichtung eines philosophisch-theologischen Systems à platonische Lehren sollten christliche Glaubensinhalte untermauern ·      Machte dem lateinsprachigen Publikum Schriften antiker gr. Autoren zugänglich
  • Angelo Poliziano ·      It. Humanist + Dichter der Renaissance ·      15. Jhd. à Spätmittelalter ·      Werke: Fragen zur Antike wurden mittels der Dichtung aufgeworfen und versucht zu klären  à beeinträchtigten Entstehung des humanistischen Lateins ·      Erhielt Lehrstuhl der gr. und lat. Literatur an der Uni Florenz à Hörer u.A. Michelangelo ·      Hatte Einfluss auf die Werke ‚’’Primavera’’ und ‚’’Geburt der Venus’’ von Botticelli
  • Henri Estienne ·      Franz. Buchdrucker und Philologe ·      16. Jhd. à Frühe Neuzeit ·      Familientradition: ·      Übersetzte + kommentierte + gab antike Autoren heraus à Aristoteles, Diogenes, Laertius, Homer, Cicero, Vergil etc. ·      170 Editionen in versch. Sprachen à darunter mehrfache Herausgabe des Neuen Testaments im gr. Urtext ·      Durch seine Arbeitwurden Orthografie (Rechtschreibung) und Grammatik vereinheitlicht
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  • Robert Estienne ·      16. Jhd. à Frühe Neuzeit ·      franz. Buchdrucker ·      Herausgeber von antiken Texten ·      à Auf ihn geht die heutige Einteilung der Bibel in Verse zurück ·      à Zsm mit der Ausgabe von Erasmus bildet diese Ausgabe den ‚’’Textus Receptus’’ (gr. Text) ·      à Diese Ausgabe enthielt den ersten kritischen Apparat des NT ·      Hauptwerk ‚’’ Thesaurus linguae latinae, war die Grundlage der folgenden Wörterbücher
  • Guillaume Budé ·      Franz. Philologe, Humanist ·      15./16. Jhd. à Spätmittelalter/Frühe Neuzeit ·      Auf ihn geht das erste altgriechische Wörterbuch in Europa zurück ·      Erster bedeutender Übersetzer griechsicher Texte in die franz. Sprache
  • Erasmus von Rotterdam ·      15./16. Jhd à Spätmittelalter/Frühe Neuzeit ·      einer der bekanntesten Humanisten seiner Zeit ·      war ein Vielschreiber (150 Bücher) ·       + übersetzte das Neue Testament aus dem Griechischen ins Lateinische à Grundlage für Martin Luther ·      Vorreiter der Reformation à die er als Theologe durch seine  kritische Haltung geg. der Kirche vorbereitete ·      Satireschrift “Encomion Moriae“ (Lob der Torheit) à kritisierte Scholastik(Beweisführung) und Kirchenmissstände
  • Thukydides ·      Gr. Philosoph + Historiker ·      5. Jhd. v. Chr. ·      Entwickelte den objektiven, kritischen Zugang zur Geschichte à Am Bsp. des des Peloponnesischen Krieges (in seiner Zeit) ·      In klarer Abgrenzung zu Herodot, der nicht strikt zw. Realem und Mythen unterschied, wollte er nur das berichten, was wirklich vorgefallen war ·      Ziel: Klarheit + Gegenwartsbezug
  • Herodot ·      Gr. Geschichtsschreiber ·      5. Jhd. v. Chr. ·      Cicero beschrieb ihn als ‚’’Vater der Geschichtsschreibung“ ·      Beschrieb die Gesch. Griechenlands und des Vorderen Orients à beginnend mit dem Trojanischen Krieg und endend mit dem Zug des Perserkönigs Xerxes gegen Griechenland à hist. Ereignisse und Persönlichkeiten wurden nur dadurch überliefert ·      Einfluss auf die Entwicklung der Staatstheorie à Prägte die Begriffe: 1. Monarchie 2. Oligarchie 3. Demokratie
  • Aristophanes ·      Gr. Dichter ·      5./4. Jhd. v. Chr. ·      Athen ·      Seine Stücke zeichnen sich durch eine couragierte und furchtlose Kritik an den damals vorherrschenden pol. und sozialen Umständen aus ·      Heute gilt er als einer der bedeutendsten Komödiendichter
  • Theokrit ·      Gr. Dichter ·      3. Jhd. v. Chr. ·      Begründete mit seinen Idyllen die bukolische(Dichtung beziehend auf das Leben der Rinderhirten) Dichtung ·      Seine psychologisch-realistische Schilderung des Hirtenlebens hatte Einfluss auf die Hirtendichtung ·      Dichterische Umsetzung besteht in einer distanzierten teils destruktiven Imitation klassischer Genres à deren Funktion konnte nicht mehr zeitgemäß sein wegen des soziopolitischen Umfelds
  • Aristoteles ·      Gr. Univeralgelehrter in der Antike ·      4. Jhd. v. Chr. ·      Wirkungsstärkster Philosoph – neben Platon – der Altgriechen ·      Hat zahlreiche Disziplinen entweder selbst begründet oder maßgeblich beeinflusst à wiss. Philosophie / Wissenschaftstheorie / Logik / Biologie / Physik / Ethik / Dichtungstheorie / Staatslehre ·      Erster, der andere wiss. Disziplinen (Naturwiss.) philosophisch betrachtete ·      à Sein philosophisch-wiss. Disziplinensystem basiert auf der Logik und Metaphysik
  • Platon ·      Bedeutender gr. Philosoph ·      5./4. Jhd. v. Chr. ·      Gründete erste große Philosophenschule à bestand über 900 J. ·      Schüler des Sokrates à sein Schüler Aristoteles ·      Begründer der objektiv-idealistischen Philosophie ·      Setzte Maßstäbe – auch für diejenige, die ihm in zentralen Fragen widersprachen (Aristoteles) – in: 1.   Metaphysik 2.   Erkenntnistheorie 3.   Ethik 4.   Anthropologie 5.   Statstheorie 6.   Kosmologie 7.   Kunsttheorie 8.   Sprachphilosophie Kern seiner Philosophie = Ideenlehre à Weg zur Erkenntnis der Ideen: Höhlengleichnis
  • Plutarch ·      Gr. Schriftsteller ·      Einer der wichtigsten Vertreter des Attizismus (Bevorzugung der Athener + gr. Sprache) ·      Verfasste zahlreiche biographische und philosophische Schriften à Moralia und Parallelbiographien ·      Parallelbiographien: stellte die Lebensbeschreibung eines Griechen und eines Römers vergleichend gegenüber à wollte das Gemeinsame und Allgemeine herausarbeiten + Gleichrangigkeit der hist. Leistungen von Griechen und Römern à weil: in seiner Zeit war das röm. Reich übermächtig und hat den Höhepunkt seiner Ausdehung erreicht
  • Lukian ·      Einer der einflussreichsten Satiriker ·      Wird als Verfasser der Luftreise als der erste richtige Science-Fiction Autor gehandelt ·      Verfasste philosophische, theologische und literarische Werke ·      Kritisierte in Dialogen, Erzählungen und Briefe mit Satire, Parodie und Ironie die Gebrechen seiner Zeit ·      à nämlich: 1. den religiösen Wahn 2. Die Bedeutungslosigkeit der Philosophen und Literaten 3. Eitelkeit der Rhetoren 4. Leichtgläubigkeit des Publikums