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VSR (Fach) / Verkehrsplanung (Lektion)

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Diese Lektion wurde von adrianka erstellt.

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  • Aufgaben der Verkehrsplanung zielorientierte, systematische, vorausschauende und informierte Vorbereitung von Entscheidungen über Handlungen, die den Verkehr nach den jeweils festgelegten Zielen beeinflussen soll Verkehrsplanung befasst sich mit den Ursachen für Ortsveränderungen, mit den Ortsveränderungen selbst, den Verkehrsabläufen sowie den verkehrsbedingten positiven und negativen Auswirkungen wie Erreichbarkeit, Ressourcenbeanspruchung, Belästigungen und Beeinträchtigungen
  • Ziele der Verkehrsplanung - allen Bürgern Mobilität bieten - wirtschaftliche Austauschprozesse sichern - Schutzbelange wahren - Verbesserung der Lebensqualität der Bürger
  • Prozess der Verkehrsplanung Gesellschaftlicher Prozess der Vorbereitung, Durchsetzung, Umsetzung und Wirkungskontrolle von Entscheidungen über Handlungen und Handlungskonzepte zur Beeinflussung des Verkehrs Setzt eine kontinuierliche Beteiligung der Akteure und Betroffenen voraus; dazu gehören:– entscheidungslegitimierte (politische) Gremien– Träger öffentlicher Belange– Fachbehörden– Verkehrsnachfragegruppen– Betreiber von Verkehrsmitteln und Verkehrsanlagen– betroffene Bürger und Unternehmen Geprägt durch Klärung von Interessenslagen und Betroffenheiten Erfolgt interaktiv und beteiligungsorientiert
  • Aufgabenfelder der Verkehrsplanung Beschreibung, Analyse und Beurteilung vonZuständen Entwurf und Prüfung von Zielvorstellungen und Zielkonzepten Entwurf und Konzepttion von Handlungsmöglichkeiten, Handlungsstrategien und Maßnahmenkonzepten Wirkungsabschätzung und Wirkungsprognose für dieHandlungsmöglichkeiten Beurteilung und Abwägung von Handlungsmöglichkeiten Vorbereitung und Entscheidung über Handlungsmöglichkeiten Begleitung der Umsetzung der der Erfolgskontrolle
  • Handlungsansätze der Verkehrsplanung Es gibt räumliche, zeitliche und modale Gesamtkonzepte Handlungs- und Maßnahmenkonzepte sind zu integrieren in: – die verschiedenen Planungsebenen („vertikal“), d.h.Planungsebenen der EU, des Bundes, der Länder, derRegionen und der Gemeinden – die verschiedenen Fachplanungen („sektoral“), z.B. RegionalundFlächennutzungsplanung, Landschaftsplanung,Wirtschaftsförderung – die Verkehrsplanung benachbarter Planungsräume undGebietskörperschaften („horizontal“)
  • Phasen des Planungsprozesses Vororientierung: Auslöser sind Mängelhinweise, Konzeptvorschläge oder gesetzliche Aufträge Problemanalyse: Analyse des Zustandes, Erarbeitung von Leitlinien/Zielvorstellungen, Feststellung von Mängel und Chancen Maßnahmenuntersuchung: Entwicklung von Handlungskonzepten, Abschätzung der Wirkung, Bewertung Abwägung und Entscheidung Umsetzung und Wirkungskontrolle: Realisierung des Handlungskonzepts in Stufen, Wirkungskontrolle
  • Vororientierung politische und öffentliche Hinweise, Anregungen und Diskussionen Grundsätzliche Überlegungen zur Lösung verkehrlicher Probleme Einbringung von Mängelhinweisen und Konzeptideen
  • Problemanalyse durchführung vorwiegend durch Fachleute Entwicklung erster Lösungsideen Arbeitsschritte: 1. Analyse des Zustandes mithilfe von Hinweisen aus der Vororientierung 2. Erarbeitung von Leitlinien/Zielvorstellungen auf Basis der Vororientierung. Suche nach kompromissfähigen Wegen zwischen sich widersprechenden Zielen 3. Festlegung von Mängeln bzw. Chancen: Abgleich des Zustands mit den Zielen -> Arbeitsschritte sind kontinuierlich und in sich rückgekoppelt
  • Maßnahmenuntersuchung „Kernstück“ der fachplanerischen Bearbeitung Drei Arbeitsschritte: 1. Entwicklung von Handlungskonzepten die geeignet scheinen, die Mängel zu beseitigen bzw. den Zustand zu beeinflussen 2. Abschätzung der Wirkungen 3. Bewertung der Wirkungen auf der Grundlage fachlicher Kenntnisse, Erfahrungen undÜberlegungen. Dient als Entscheidungsvorbereitung
  • Abwägung und Entscheidung Umfasst die abwägende Beurteilung der untersuchten Handlungskonzepte durch entscheidungslegitimierte politische Gremien oder Behörden Mögliche Ergebnisse: – die Auswahl eines untersuchten Handlungskonzepts – der Verzicht auf die Realisierung von Handlungskonzepten (und damit Maßnahmen) – die Entscheidung, weitere Handlungskonzepte zu überprüfen -> Rückkopplung zu früheren Phasen
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  • Umsetzung und Wirkungskontrolle Schrittweite Umsetzung des Handlungskonzepts rechtliche/finanzielle Absicherung notwendig Schaffung organisatorischer Voraussetzungen Wirkungskontrollen nach Umsetzung (unterbleiben häufig aus finanziellen/politischen Gründen)
  • Vorgehen bei der Erarbeitung eines Zielkonzepts Sammlung verbindlicher Ziele (Zielvorgaben): Gesetze, Normen, verbindliche Pläne/Programme, Vorschriften etc. Sammlung konzeptioneller Zielvorstellungen: Meinungen, Mängelhinweisen, Bügerbeiträge,Veröffentlichungen, politische Verlautbarungen, etc. Strukturierung des Zielfelds: inhaltlich ordnen, für die konkrete Planungsaufgabe ggf. umformulieren; jedes Ziel sollte durch Kriterien sachlich, räumlich und zeitlich beschreibbar sein Bestimmung von Anspruchsniveaus: Wertebereiche angeben, die als annehmbar gelten sollen (aber: nicht alle Ziele sind quantifizierbar)
  • mögliche Zielfelder in der Problemanalyse - Verkehrsqualität -> geringe Wartezeit, geringe Anzahl an halten - Verkehrssicherheit -> geringe Zahl an Unfällen, geringe Unfallschwere - Umwelt -> geringe Flächenversiegelung, geringe Beeinträchtigung der Tier und Pflanzenwelt - Städtebau -> Orientierung, Schönheit - Wirtschaftlichkeit -> geringe Betriebskosten, geringe Planungskosten - Realisierbarkeit -> geringe Bauzeit, hohe Akzeptanz der Bevölkerung
  • Funktionale Gliederung des Straßennetzes Kategorisierung des Straßennetzes: –> Autobahn/Landstraße/Stadtstraße–> außerhalb/im Vorfeld/innerhalb bebauter GebieteSS –> Anbaufrei/angebautSS –> Hauptverkehrsstraße/Erschließungsstraße
  • Problemanalyse: Analyse des Zustandes Empfehlungen für Verkehrserhebungen (EVE) Erhebung mittels Kenngrößen unterschiedlicher Erhebungsmethoden Festlegung des Planungsraums (Bereich, für dessen Ordnung Handlungskonzepte erarbeitet werden sollen) und des Untersuchungsgebiets (Planungsraum und zusätzlicher Einflussbereich) Räumliche Gliederung des Untersuchungsgebiets in Durchgangsverkehr, Quellverkehr, Zielverkehr und Binnenverkehr (bzw. einstrahlender/ausstrahlender Verkehr)
  • Mögliche Erhebungsmethoden zur Analyse des Zustandes Erhebungsmethode - Bsp für Kenngröße Zählung (Objektzählung/Querschnittszählung) - Verkehrsaufkommen Messung - Abstand, Geschwindigkeit Beobachtung - Verkehrsdichte, Verkehrsverhalten Befragung - bevorzugte Verkehrsmittel Qualitative Methoden - Verkehrsmittelwahl -> Wahl der Erhebungsmethoden anhand der Fragestellung -> Auswahl eines Erhebungszeitaumen in Abhängigkeit vom Erhebungsziel
  • Problemanalyse - Unfalluntersuchungen Unterscheidung in - makroskopische Analysen: die Gesamtheit der Unfälle wird betrachtet und aus der Verteilung von Merkmalen Schlüsse gezogen - mikroskopische Analysen: die Unfälle werden einzeln betrachtet und aus dem individuellen Hergang Schlüsse gezogen (Unfalltypensteckkarten durch Polizei) Anzahl und Schwere von Unfällen hängen im Wesentlichen ab von: Verkehrsstärke, Entwurfsmerkmalen, Straßenausstattung/-zustand Die Verkehrssicherheit wird durch Unfallraten (durchschnittliche Anzahl der Unfälle) und Unfallkostenraten (durchschnittliche Kosten durch Unfälle) beschrieben Sicherheitspotenzial SIPO: Unterschied zwischen erwarteten und vorhandenen Unfallkosten
  • Maßnahmenuntersuchungen - Handlungskonzepte • Entwicklung mehrerer Handlungskonzepte • durch Prüfungen und Rückkopplungen geprägter, kreativer und lernender Prozess • Ein Handlungskonzept besteht in der Regel aus Planfällen (Bündel von Maßnahmen) • Berücksichtigung von: - Maßnahmenvorschläge, die aus der Mängel- und Problemanalyse erarbeitet werden - vorliegende Planungen - Ideen und vorschläge aus dem politischem Raum odfer anderer Planungsträger
  • Unterschiedliche Arten von Maßnahmen Angebotsorientiert: Erhöhung der Angebotsqualität und der Nachfrage Anreizorientiert: Förderung der Nutzung bisher nicht wahrgenommener alternativen Restriktiv: direkter Eingriff bei Situationen, in denen andere Instrumente versagen Managementbezogen: Verknüpfung/Abstimmung von Einzelmaßnahmen Informierend: weiche Interventionsprogramme, Öffentlichkeitsarbeit zur Beeinfluss des Verhaltens
  • mögliche Gliederung von Maßnahmen nach... – dem Raumbezug (z.B. Stadt, Stadtteil, Region,...) – den Planungsebenen (kommunale Ebene, regionale Ebene, Landesebene, Bundesebene, EU-Ebene) – dem Verkehrsteilsystem (z.B. ÖPNV, Radverkehr, ...) – der Art der Wirkungen
  • Maßnahmenbewertung setzt einen intensiven Dialog zwischen Planern und Politik voraus Abwägung wird vorbereitet und unterstützt durch eine fachliche Aufbereitung der Planung und insbesondere durch eine Bewertung von Maßnahmen Die Entscheidung erfolgt durch die Politik
  • Maßnahmenbewertung - Bewertungsverfahren In Bewertungsverfahren werden die Wirkungen von Maßnahmen zusammengestellt, bewertet und damit eine Entscheidungvorbereitet Mögliche Bewertungsverfahren: – Nichtformalisierte Bewertungsverfahren: Anwendung in der Regel nur dann, wenn keine gesicherten oder quantifizierbaren Wirkungen vorliegen. Bsp.: Urteile auf Basis der allgemeinen Meinung – Formalisierte Bewertungsverfahren: Verwendung eines Gerüsts aus Zielfeldern. Wirkungen werden anhand fester Maßstäbe quantifiziert oder zumindest qualifiziert. Bsp.: Nutzen-Kosten-Analyse – Teilformalisierte Bewertungsverfahren: Einsatz um die Menge der Maßnahmen nach Klassen zu untergliedern oder durch Ausschluss von Maßnahmen zu verkleinern. Bsp.: Vorteil-Nachteil-Darstelllungen, Rangordnung
  • Unterschied Ziele, Strategien, Maßnahmen Bsp. Ziele: geringe Lärmbelästigung, hohe Verkehrssicherheit Bsp. Strategien: Reduzierung von Verkehrsaufwänden, Verkehrsverlagerung Bsp. Maßnahmen: Verkehrsberuhigung
  • Zielvorstellungen Notwendig um einen mängelhaften Zustand in einen zielkonformen Zustand zu Überführen. Beruhen auf Wertvorstellungen und Interessenlagen (können sich im laufe der Zeit ändern)
  • Richtlinien für integrierte Netzgestaltung (RIN) - Zweck, Inhalt Zweck: - Abstimmung der fachplanerischen Ziele mit denen der übergeordneten räumlichen Planung– Ableiten der funktionalen Gliederung von Verkehrsnetzen– Methodische Planungshilfe für Bedarfspläne Inhalt: – Funktionale Gliederung der Verkehrsnetze– Bewertung der verbindungsbezogenen Angebotsqualität– Qualitätsvorgaben zur Gestaltung von Verkehrsnetzen
  • Zentrale Orte Modell Gliederung von Orten in– Metropolregion (MR)– Oberzentrum (OZ)– Mittelzentrum (MZ)– Grundzentrum (GZ)– Gemeinden ohne zentralörtliche Funktionen Realisiert durch Anforderungen an die Erreichbarkeit von Zentralen Orten (Beispiel: ein Mittelzentrum soll mit dem Pkw von jedem Wohnstandort aus in höchsten 30 Min. erreichbar sein) Festlegung von Verbindungsfunktionsstufen zur Verbindung verschiedener Zentralen Orte (z.B. Stufe 1: OZ-MR / OZ-OZ)
  • Gruppen von Kenngrößen für Erhebungsmethoden - Individuelle Verhaltensmerkmale: Wegehäufigkeit/-länge (individuell) - Aggregierte Verkehrskenngrößen: Verkehrsaufkommen - Mikroskopische Kenngrößen des Verkehrsablaufs: Zeit-/Weglücke zwischen 2 Fahrzeugen, Geschwindigkeit eines Fahrzeugs - Makroskopische Kenngrößen des Verkehrsablaufs: Verkehrsstärke/-dichte - Sichtbare Verhaltensweisen: Verkehrssicherheitforschung (passiv/aktiv) - Einstellungen und Präferenzen: von einer Person -> Es gibt Sekundärdaten und damit können ggf. Erhebungen ersetzt oder ergänzt werden
  • Fragestellungen zur Wahl einer Erhebungsmethode Welcher Erhebungsanlass liegt vor?Welchen Zielen dient die Erhebung?Kann auf Erfahrungen aus vorangegangenen Erhebungen zurückgegriffen werden?Welche Aussagegenauigkeit wird erwartet?Sind die Untersuchungsmerkmale eindeutig?
  • Arbeitsschritte für eine Erhebung Formulierung des Untersuchungsziels Entwicklung und Auswahl der Erhebungsmerkmale (z.B. Wegedauer, Wegezweck) Grobstrategie (Befragungsmethode, Stichprobe) Instrumentenentwicklung (Formulierung, Aufbau und Gestaltung der Erhebungsinstrumente) Pretest Strategien der Erhebungsdurchführung
  • Erhebungsmethoden: Verkehrszählungen Erfassung von Ortsveränderungen von Personen und/oder Fahrzeugen Unterscheidung in: – Zählung des Fußgänger- und Radverkehrs (nicht-motorisierter Verkehr): für die Planung und Dimensionierung von Fußgänger- und Radverkehrsanlagen – Zählung von Personen im öffentlichen Personenverkehr: für die Planung des Verkehrsangebotes – Zählungen des Kraftfahrzeugverkehrs: für den Entwurf von Straßenverkehrsanlagen – Zählung von Fahrzeugen im ruhenden Verkehr: Stellplatznachfrage Grenzen von Verkehrszählungen: - reguläre Schwankungen (Stichprobenproblem) - Die Stichprobe muss zeitliche und räumliche Besonderheiten berücksichtigen - Durch eine Zählung kann nur die Auslastung, nicht aber die Nachfrage ermittelt werden
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  • Erhebungsmethoden: Messungen - dienen vorrangig als Grundlage für die Beurteilung der Qualität des Verkehrsablaufs Häufige Anwendungsfälle: - Geschwindigkeiten an einem Querschnitt - Reisezeiten - Wartezeitmessungen - Parkdauer
  • Erhebungsmethoden: Befragungen - Liefern Mobilitätskennziffern und personenbezogene Verhaltensdaten (Wegelänge, Verkehrsmittel, Wegezeit, Mobilitätsrate, Fahrzeugausstattung) - Unterscheidung nach dem Ort bzw. dem Adressaten Kommunikationsformen: - schriftlich: hoher Aufwand, keine Nachfragen - telefonisch: hoher Personalaufwand, Stichprobenpoblem (Telefonbuch) - persönlich: hoher Personalaufwand - Internet: Plausibilitätskontrollen direkt möglich Durchführung: - Festlegung eines Stichtages - Stichprobenzeihung - Anschreiben der Ausgewählten - Verschicken des Fragebogens mit Rückumschlag - Kontrolle des Rücklaufs am Stichtag -> Auswertung
  • Verbindungsfunktionsstufen zur Verbindung verschiedener Zentralen Orte 0 - kontinental    - MR-MR 1 - großräumig   - OZ-MR/OZ-OZ 2 - überregional  - MZ-OZ/MZ-MZ 3 - regional         - GZ-MZ/GZ-GZ 4 - nahräumig     - G-GZ/G-G 5 - kleinräumig    - Grst-G
  • Kenngrößen für Makroskopische Unfalluntersuchungen - Unfallraten: durchschnittliche Anzahl der Unfälle in einem Straßenabschnitt - Unfallkostenraten: durchschnittlichen volkswirtschaftlichen Kosten durch Straßenverkehrsunfälle - Unfalldichten UD und Unfallkostendichten UKD: mittlere jährliche Anzahl der Unfälle bzw. volkswirtschaftliche Kosten durch Unfälle
  • Unfalltypensteckkarten - Unterscheidung von Unfällen Unfälle werden nach Schwere unterschieden:– Unfälle mit Personenschaden U(P)– schwer wiegende Unfälle mit Sachschaden U(SS)– sonstige Unfälle mit Sachschaden U(LS) (werden häufig nicht erhoben, da die Polizei nicht gerufen wird)
  • Arten von Maßnahmen angebotsorientierte Maßnahmen zur Erhöhung der Angebotsqualität anreizorientierte Maßnahmen zur Föderung der Nutzung bisher nicht wahrgenommener alternativen restriktive Maßnahmen zum direkten Eingriff managementbezogene Maßnahmen informierende Maßnahmen
  • gliederung von Maßnahmen Maßnahmen können gegliedert werden nach– dem Raumbezug (z.B. Stadt, Stadtteil, Region,...)– den Planungsebenen (kommunale Ebene, regionale Ebene, Landesebene, Bundesebene, EU-Ebene)– dem Verkehrsteilsystem (z.B. ÖPNV, Radverkehr, ...)– der Art der Wirkungen
  • Maßnahmenuntersuchung - Entwurfsklsse - Wahl der Entwurfselemente nach der Entwurfsklasse, die sich aus der Straßenkategorie und dem Umfeld ergibt - Ziel: Förderung der Einheitlichkeit gleichartiger Straßen, Verdeutlichung der Verschiedenartigkeit von Straßen unterschiedlicher Klassen - Entwurfsklassen sind Abhängig von der Straßenkategorie und den Restriktionen aus demUmfeld
  • Elemente im Lageplan Lageplan - Entwurfselemente Lageplan – Gerade: kürzeste Verbindung, Überholsichtweiten, Eintönig, Übermüdung->Unfälle, schlechte anpassung and die Landschaft – Kreisbogen: regelmäßige Kurve, gleichmäßige Fahrweise, im einlöang mit Höhenplanelementen – Übergangsbogen: fahrdynamischen und ästhetischen Gründen, allmähliche Krümmungsänderung, ausbildung als Klothoide (Bogenform ändert sich linear mit der Bogenlänge) Höhenplan: - Zur Überwindung der Höhendifferenzen im Gelände werden Straßenabschnitte mit konstanten Längsneigungen angeordnet - Kenngrößen: Längsneigung s, Ausrundungshalbmesser H - Höchstlängsneigungen ergeben sich aus der Entwurfsklasse Querschnitt – Querschnittselemente – Querneigungen
  • Zusammenhang zwischen Querneigung, Geschwindigkeit und Kurvenradius Ausgangsbeziehung für den Zusammenhang zwischenKurvenradius, Kurvenquerneigung und Geschwindigkeit V ist dasKräftespiel am Fahrzeug in der Kurve
  • Querneigung - In Geraden wird die Fahrbahn mit einseitiger Querneigungangelegt - Mindestquerneigung q = 2,5 %, Höchstquerneigung 7% - Überholfahrstreifen sowie Ein- und Ausfädelungsstreifen erhalten nach Richtung und Größe dieselbe Querneigung wie die Fahrbahn - Kurven: Querneigung zur Kurveninnenseite
  • Maßnahmenuntersuchungen - Kritik an Nutzen-Kosten-Analysen Nicht alle Wirkungen sind monetarisierbar (z.B. städtebauliche oder gestalterische Aspekte, Umweltaspekte, Menschenleben!) Monetarisierte Nutzen entstehen häufig durch die Multiplikation kleinster Wirkungen mit großen Zahlen Beispiel: 7 Sekunden Reisezeitersparnis bei einer Straße mit 12.000 Kfz/d ergibt einen jährlichen volkswirtschaftlichen Nutzen von ca. 84.000 EUR; damit lässt sich eine Investition von 1,3 Mio. EUR rechtfertigen