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Makronährstoffe (Fach) / 12. Lipide (Lektion)

Lipide

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  • Einteilung nach Kettenlänge kurzkettig: <4 C-Atome; FS: Essigsäure, Buttersäure mittelkettig: 6-12 C-Atome; FS: Capry- & Capronsäure (Kokosfett) langkettig: >12 C-Atome, FS: Öl-, Linol-, Linolensäure (Pflanzenöle)
  • ungesättigte FS einfach: Ölsäure (C18:1 n9) mehrfach: Linolsäure (C18:2 n6) = Diensre. Linolensäure (C18:3 n3) = Triensre. Arachidonsäure (C20:4 n6) = Tetraensre.
  • Stoffklasse der Lipide einfache Fette = Neutralfette, TG komplexe Lipide Fettbegleitstoffe Fettderivate
  • Was sind Fettbegleitstoffe Cholesterin Vitamin D & E Antioxidantien Steroid-Hormone Gallensäuren
  • Was sind Fettderivate? Fettsäuren Monoglyceride Diglyceride Cholesterinester
  • Wofür braucht man Fett? Depotfett Organfett Bestandteil des Nervengewebes Beteiligung an der Bildung einiger Hormone Bildung von Gallensäuren Träger fettlöslicher Vitamine
  • Unterscheidungsmerkmale von FS nach Struktur: Kettenlänge, Sättigungsgrad, Lokalisation der DB, Isomerie der DB (cis- oder trans-FS) nach physiologischen Wirkung: Essentialität
  • Die wichtigsten FS Laurylsäure 12C  Myristinsäure 14C Palmitinsäure 16C Palmitoleinsäure 16C - 1DB Stearinsäure 18C Oleinsäure 18C - 1DB Linolsäure 18C - 2DB Linolensäure 18C - 3DB Arachinsäure 20C  Arachidonsäure 20C - 4DB
  • Empfehlungen zur Fettzufuhr < 30% der Gesamtenergiezufuhr (bei sportlich aktiven max. 35%) GFS ≤ 10 % der gesamten Energie-Zufuhr ≤ 1/3 der mit Fett zugeführten Energie MFS + PFS ≥ 2/3 der mit Fett zugeführten Energie SFA/MUFA/PUFA = 1/1,3/0,7 Verhältnis n-6 (Linolsäure) zu n-3 (α-Linolensäure) ≤ 5:1 Trans-FS: < 1% der Nahrungsenergie Cholesterin ≤ 300 mg pro Tag
  • Empfehlungen zur Fettzufuhr < 30% der Gesamtenergiezufuhr (bei sportlich aktiven max. 35%) GFS ≤ 10 % der gesamten Energie-Zufuhr ≤ 1/3 der mit Fett zugeführten Energie MFS + PFS ≥ 2/3 der mit Fett zugeführten Energie SFA/MUFA/PUFA = 1/1,3/0,7 Verhältnis n-6 (Linolsäure) zu n-3 (α-Linolensäure) ≤ 5:1 Trans-FS: < 1% der Nahrungsenergie Cholesterin ≤ 300 mg pro Tag
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  • Empfehlungen zur Aufnahme essentieller FS n-6 FS (Linolsäurereihe, ω 6-Reihe)  = 2,5% der Energie n-3 FS (α-Linolensäurereihe, ω 3-Reihe)  = 0,5% der Energie Säuglinge und Kleinkinder haben einen höherenBedarf (3-4% bei Linolsäure) Für präventive Zwecke und zur Optimierung des Immunsystems ist die Aufnahme gleicher Anteile von 0,2-0,3 g/d aus Arachidonsäure und EPA/DHA empfehlenswert
  • Lipoproteine Chylomikronen VLDL IDL LDL HDL
  • Chylomikronen Syntheseort: Darmschleimhaut  TG an Muskel- & Fettgewebe, Cholesterin-Abgabe an HDL Zusammensetzung: 80-90% TG, wenig Cholesterin, wenig PL, 1-2% Protein (Apo-B48, Apo E)
  • VLDL Syntheseort: Leber (aus endogenem Fett) TG an die Körpergewebe Zusammensetzung: >50% TG, 15% Cholesterin, 15% PL, 15% Protein
  • IDL Syntheseort: Blut (v.a. aus VLDL) TG weniger TG & mehr Cholesterin als VLDL, Apo-B100 & Apo E
  • LDL Syntheseort: Blut (aus VLDL über IDL) Cholesterin zu den Körpergeweben Zusammensetzung: viel Cholesterin, viel PL, wenig TG, 25% Protein (Apo-B100)
  • HDL Syntheseort: Leber Cholesterin wird von den Geweben zur Leber transportiert Zusammensetzung: ca. 50% Protein (Apo A, Apo E), wenig TG, ca. 20% Cholesterin)
  • Funktionen der Lipoproteine 1. Transport der wasserunlöslichen Lipide im Blutplasma 2. Bindung der Apoproteine an Rezeptoren (z. B. LDL-Rezeptor) >selektive Aufnahme 3. Bindung an und Aktivierung von Enzymen (z. B. Lipoprotein-Lipase)
  • Atherogenes Potential der Lipoproteine Chylomikronen (TG) + VLDL (TG) ++ IDL (TG, Chol.) ++ LDL (Chol.) +++ HDL (Chol.) Schutzfaktor
  • Funktionen der komplexen Lipide im Körper Bausteine von Zellmembranen Quellen für Eicosanoide Phosphatide Baustein aller Zellmembranen, besonders im ZNS, z.B. Lecithin Sphingophospholipide In Myelinscheiden der Nervenzellen, z.B. Sphingomyelin Glykolipide Zuckeranteil auf der Membranaußenseite erfüllt verschiedene Funktionen (Rezeptor, Blutgruppenfaktor)
  • Phospholipide Phospholipide sind phosphorhaltige, amphiphile Lipide. Sie sind im Organismus als Membranlipide am Aufbau der Doppellipidschicht einer Biomembran beteiligt. Sie setzen sich aus einem hydrophilen Kopf und zwei hydrophoben Kohlenwasserstoffschwänzen zusammen. Sie sind somit amphiphil. Wichtigste Vertreter sind: Phosphatidylcholin Phospatidylethanolamin Phosphatidylserin
  • Glycolipide Glyceringlycolipide- 1,2 Diacylglycerin- häufig in Bakterien, selten in Eukaryonten GlycosphingolipideGrundstruktur ohne Zuckerrest = CeramidEinteilung nach Art der Zuckerreste - Cerebroside: Monosaccharid (Glucose (Leber, Milz) oder Galactose (Gehirn))- Sulfatide: Schwefelsäureester der Cerebroside- Ganglioside: Oligosaccharide mit mind. einem sauren Zucker (N -Acetylneuraminat oder N-Glykolylneuraminat). Saure Zucker heißen Sialinsäuren
  • Vorkommen der Glycolipide - graue Substanz des Nervensystems (Gehirn) - Rezeptoren auf Zellmembranen (Funktion unbekannt)
  • gesättigte FS Fettsäuren ohne Doppelbindungen zwischen den Kohlenstoff-atomen Fest bei Raumtemperatur Relativ stabil (verbinden sich langsam mit O2) In Fleisch und Fleischprodukten, Milch und Milchprodukten, tropische Öle (Kokosöl, Palmöl) Häufig in industriell verarbeiteten Produkten Sollten maximal 10% der Gesamtenergieaufnahme ausmachen
  • Wirkung gesättigter FS Erhöhen Gesamtcholesterin und LDL-Cholesterin im Blut Geringer Anstieg des HDL-Cholesterin LDL/HDL-Verhältnis steigt ↑ Risiko für koronare Herzerkrankungen
  • Wirkung von Trans-FS Anstieg des Gesamt- und LDL-Cholesterins Verringerung des HDL-Cholesterins Bei überhöhter Zufuhr bis zu 40 g/Tag Durchschnittliche Aufnahme: 2-3 g/Tag
  • Wirkung einfach ungesättigter FS Verringerung des Gesamtcholesterins und LDL-Cholesterins Geringe Verringerung des HDL-Cholesterins
  • Wirkung mehrfach ungesättigter FS ω-6-Fettsäuren Verringerung des Gesamtcholesterins und LDL-Cholesterins Verringerung des HDL-Cholesterins ω-3-Fettsäuren Verringerung der Triglyceridbildung in der Leber
  • Mehrfach ungesättigte FS Flüssig bei Raumtemperatur Instabil verbinden sich schnell mit O2 Erhitzen vermeiden bzw. minimieren Reich an essentiellen Fettsäuren enthalten in Pflanzen-, Nuss- und Samenölen, Fischen Sollten ca. 7-10% des Energiebedarfs decken
  • wichtige Eckdaten zum Lipidstoffwechsel Quotient Eicosatriensäure:Arachidonsäure= ≤ 0.4 (darüber bedeutet Mangel an ess. FS) Triglyceride: 140-150 mg/dl LDL- Cholesterin: unter 160 mg/dl, je nach Risikofaktoren HDL-Cholesterin: über 35 mg/dl (Frauen);  über 45 mg/dl (Männer)