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Orthopädie/Unfallchirurgie (Fach) / Thermische Schäden (Lektion)

3. Semester

Diese Lektion wurde von Lalelu900 erstellt.

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  • Erste Hilfe Beenden der Verbennung Entfernung KLeidung oder Agens (soweit nicht festhaftend) Kühlung mit Wasser (Raumtempreatur, kein Eis, max. 5-10min, bei KLeinkindern kürzer, CAVE: Hypothermie) keine Salben, Blasen geschlossen lassen Verbinden mit nicht haftenden Auflagen (Mettaline, sterile Tücher)
  • Inhalationstrauma rußiger Auswurf, Verbennung im Gesicht/Hals, verschmorte Nasenhaare/augenbrauen, rußablagerungen lippen/nasen-rachen-raum, heiserkeit, reizhusten, stridor, dyspnoe
  • CO-Intoxikation leicht: kurzatmig  bei belastung, opfschmerz, schwindel, ohrensausen, GIS: 10-30% Hb mittel: müde, sehstörungen, tachyk., VES, Bewusstseinsverlust: 30-50% schwer: Koma, Tachypnoe, Cheyne-Stokes, Krampfanfälle, Atem unnd Kreislaufversagen: > 50%
  • Verbrennung I° Epidermis (oberfläclich, ohne Zelltod), schmerzhafte Rötung, geringe Ödembildung, spontane heilung, ohne Narbe
  • Verbrennung II°a oberflächliche Dermis (Korium) blasenbildung roter, hyperämer Wundgrund (wegdrückbar) gesteigerte Sensibilität -> starke Schmerzen Hautanhangsgebilde weitgehend erhalten gute reepitheliasierung -> keine narbenbildung
  • Verbrennung II°b tiefe Dermis, Blasenbildung, heller weißlicher Wundgrund, reduzierte Sensibilität (mäßige Schmerzen), Hautanhangsgebilde weitgehend geschädigt, verzögerte Reepithelialisierung (Narben)
  • Verbrennung III° Zerstörung der Dermis und Hautanhangsgebilde, blasse bis bräunliche Nekrosen, aufgehobene Hautdurchblutung, Thrombosierung von subkutanen Venen, geringere Sensibilität/Analgesie
  • Verbrennung III° Zerstörung der Dermis und Hautanhangsgebilde, blasse bis bräunliche Nekrosen, aufgehobene Hautdurchblutung, Thrombosierung von subkutanen Venen, geringere Sensibilität/Analgesie
  • Verbrennung IV° Verkohlung sehnen, musulatur, knochen sonderform: starstrom-> Strommarke
  • Ausdehnung Verbrennungen 9er Regel (nach Wallace) Handfläche: 1%, Kopf: 9%, arm: 9%, thorso: 36%, beine je 18% kind: kopf 17%, arm 9%, Thorso: 35%, beine je 15% nur Verbrennungen > I° (außer großfläcige I° Verbennungen) Faustregel: 1 Handfläche = 1% KOF  (Körperoberfläche)
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  • Pathophysio der Verbennungen Verbrennungsmodell nach Jackson: Koagulationszone Zelltod durch thermische Schäden Stasezone: freisetzen von mediatoren, kapillarleck, ödembildung, flüssigkeits- und eiweißverlsut, sek. lokale minderperfusion und ischämie, systemische wirkung hyperämiezone systemisch: Volumenverlust (sinkende HZV; Vasokonstr,.), Eiweißverlst (sinkender kolloidosmotischer Druck), störung der mikrozirkulation, störung des immmunsystemsn, sepsis organ/muliorganversagen
  • stromunfälle Niederspannung (<1000V) oder Wechselstrom (50Hz): Herz, Zwerchfell, Atemzentrum anfällig (z.B. VHF) Niederspannung: Dysästhesien, Muskelkontraktionen, Tetanie (Kleben am Strom), meist reversibel, immer 12-Kanal-EKG Hochspannung: Verbrennung, Faszien- und Muskelschaden; die darüber liegende Haut kann verschont sein; Rhambomyolyse, Nierenversagen, verzögerte Symptomatik, immmer Überwachung Myoglobinurie: Füssigkeitsgabe, Mannitol, Alkalysierung des Urins
  • chemische verbrennungen 20-30min  mit wasser spülen ggf. antidot (wenn vorhanden und wenn agens bekannt)
  • escharotomie schrumpfung des gewebes, bei zirkulären Verbrennungen an den extremitäten: hemmung der durchblutung am rumpf: hemmung der atemexkursion -> inzision des brandschorfs (=escharotomie)
  • lokale wundbehandlung (verbrennungen) I und IIa°: konservativ IIb° und III: in 72h operative Nekrosektomie und haut-Tx verband im Krnakenhaus: antibakterielle gele, salben, oder silberhaltige auflagen primäreversorgung sollte in jedem krankenhaus mit chirurg, fachabteilung möglich sein brandverletzungszentrum: gesunde erwachsene > 20% KOF >/= IIb° oder > 10% III° kinder > 10% KOF > 60 jahre > IIa im gesicht inhalationstrauma, intox.
  • Kälte: Einflussgrößen temperatur dauer der exposition immobilisierung feuchtigkeit art. verschlusskrankheit offene wunden
  • Erfrierungen initial weiß: I°: Hyperämie, keine nekrosen II°: blasenbildung, oberflächliche nekrosen III°: hämorrhagische blasen, vollhautnekrosen IV°: nekrose tiefer strukturen, gangrän nonfreezing injury: mikrovask. endothelschäden, stase, gefäßverschlüsse
  • erfrierungen therapie SOFORT!!!! kleidung entfernen warme decken bertroffene körperteile erwärmen (ca. 40° warmes wasser) analgesie (i.v.) vermeidung druck und hochlagerung tetanusschutz antibiotia nur bei infektion, evtl. Lyse, chir. resektion erst nach demarkierung (nach wochen bis monaten)
  • Hypothermie eintrübung, graues/zyanotisches hautkolorit, variable vitalzeichen, fehlende kreislaufaktivität -> ABCDE, wiedererwärmung (decken, warme ungebung, warme i.v. infusionen), BGA, Kalium, calcium, verlegung in zentrum Not dead, until warm and dead!