24

Makronährstoffe (Fach) / 8. Verdauung (Lektion)

Verdauung

Diese Lektion wurde von Kaddl04 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Verdauung Definition Verdauung ist die Zerkleinerung der Nahrung im Magen-Darm-Trakt durch physikalische, chemische und enzymatische Prozesse
  • Verdauungsvorgang Mundspeichel Hydrogencarbonat als Puffer Mucine als Gleitmittel Antikörper und Lysozyme wirken antibakteriell Zungengrundlipase: Kohlenhydratspaltung: α-Amylase, Ptyalin
  • Verdauungsvorgang Bauchspeichel Proteinverdauung: Trypsin, Chymotrypsin, Elastase, Carboxypeptidase Stärkeverdauung: α-Amylase Fettverdauung: Lipase, Colipase, Phospholipase, Nichtspezifische Lipase
  • Verdauungsvorgang Magensaft Salzsäure als Desinfektionsmittel Mucine als Gleitmittel Intrinsic-Factor für die Vitamin B12-Absorption Proteinverdauung: Pepsin Fettverdauung: Zungengrundlipase vom Mund und gastrische Lipase
  • Verdauungsvorgang Galle Hydrogencarbonat als Puffer Gallensalze und Phospholipide zur Mizellenbildung Cholesterin als Ausscheidungsprodukt
  • Verdauungsvorgang Dünndarmsekrete Proteinverdauung: Dipeptidase, Aminopeptidase Zuckerverdauung: versch. Glykosidasen Fettverdauung: Monoglyceridlipase, Lecithinase, alkalische Phosphatase
  • Verdauungsvorgang Dickdarm Absorption von Na, Wasser und Sotffwechselprodukten der Darmbakterien
  • Endoenzyme Magen und oberer Darm spalten Verbindungen innerhalb eines Moleküls produzieren große Teilstücke zB α-Amylase, Pepsin, Trypsin, Chymotrypsin, Elastase
  • Exoenzyme unterer Dünndarm bauen Moleküle von den Enden her ab zB Aminopeptidasen (Spaltung beginnt am NH2-Ende), Carboxypeptidasen (Spaltung beginnt am COOH-Ende)
  • Verdauungssäfte und sekretionsstimulierende Faktoren Galle 0,25-1,1l/d Cholezystokinin (pH 6,9-7-7) Bauchspeichel 0,3-1,5l/d Cholezystokinin (pH 7,5-8,8) Mundspeichel 0,5-1,5l/d Sensorik (pH 7-8) Dünndarmsekrete 1-2l/d VIP (pH 6,5-7,8) Magensaft 2-3l/d Gastrin, Histamin (pH 1)
  • Anzeige
  • Enterohepatischer Kreislauf Gallensalze (98%) Bilirubin (15%) Vitamine, zB Vitamin D, Folsäure, Pyridoxin (Vit. B6) Mineralstoffe, zB Magnesium Medikamente Fremd- & Giftstoffe
  • Funktion der Galle Gallensäuren gelangen als Mizellen ins Duodenum und emulgieren die Nahrungsfette, indem sie die Fettmoleküle "in die Mitte nehmen" Dadurch wird die Angriffsfläche für die Lipase enorm vergrößert. Ohne Gallensäure-Mizellenbildung keine ausreichende Fettresorption! Fettlösliche Vitamine! Durch Mizellenbildung wird auch das wasserunlösliche Cholesterin in der Galle in Lösung gehalten. Bei Gallensäure/Cholesterin-Missverhältnis können Gallensteine entstehen
  • Bilirubinstoffwechsel Bilirubin = Abbauprodukt des Hämoglobins wird in der Leber glucuronisiert Ausscheidung über Galle und Urin Anstieg bei prä-, intra- oder posthepatischem Ikterus (Gelbsucht) gibt Urin & Stuhl die typische Farbe
  • Transitzeiten Mund: 1-2min Speiseröhre: 10sek Magen: 1-3h Dünndarm: 7-9h Dickdarm: 25-30h Mastdarm: 30-120h
  • Glucoseresorption SGLT: "Sodium-dependent glucose transporter" nehmen für jedes Glucosemolekül 2 Na+ auf. Glukose kann so gegen seinen Konzentrationsgradienten transportiert werden! Ein angeborener Defekt in SGLT verursacht Galaktose-Glukose-Malabsorption GLUT-Transporter: Na+unabhängig, "erleichterte Diffusion", es kann kein Konzentrationsgradient aufgebaut werden
  • Definition Absorption Unter Absorption wird die Aufnahme absorptionsähiger Nahrungskomponenten (Nährstoffe + Begleitstoffe) bzw. deren Spaltprodukte durch die Darmschleimhaut in das Blut bzw. in die Lymphe verstanden.
  • Passiver Transport - freie Diffusion ohne Energieverbrauch entlang eines Konzentrations- oder Ladungsgefälles zB Glycerol diffundiert frei durch die Membran, weil intrazellulär die Konzentration niedriger ist
  • Passiver Transport - erleichterte Diffusion ohne Energieverbrauch  entlang eines Konzentrations- oder Ladungsgefälles über einen Carrier oder Kanal zB D-Fructose benötigt einen Carrier
  • Aktiver Transport unter Energieverbrauch auch gegen ein Konzentrations- oder Ladungsgefälle sekundär aktiver Transport: im Vorfeld wird ein Ionengradient aufgebaut Nährstoffe gelangen mit den Ionen gegen ein Gefälle in die Zelle
  • Absorption im Duodenum und Jejunum KH: Monosaccharide: Galactose, Glucose, Fructose Absorptionsraten: Niedermolekulare KH 93-99% Hochmolekulare KH 30-90% Mechanismen: sekundär aktiver Transport & passiver Transport
  • Absorption im gesamten Dünndarm Proteine: Aminosäuren, Di- und Tripeptide Absorptionsraten: tierische Proteine 97% pflanzliche Proteine 86% Mechanismen: überwiegend sekundär aktiver Transport, diverse Systeme
  • Absorption oberes Ileum Lipide: Fettsäuren, Monoglyceride, Cholesterin, Phospholipide Absorptionsraten: 86-95% Mechanismen: passive Absorption
  • Absorption von Wasser Dünn- & Dickdarm passive Diffusion, den osmotisch aktiven Substanzen (Na+, Cl-) folgend
  • Absorption von Alkohol gesamter Magen-Darm-Kanal beginnt im Mund, im Magen zu 20% und im Darm zu 75% passive Diffusion