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Psycholog. Diagnostik (Fach) / Lernkontrolle 12 - AC, Beobachtungsfehler, Pseudo-Tests (Lektion)
AC, Beobachtungsfehler, Pseudo-Tests
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- LK 12 1. Feedback: Benennen Sie wichtige Aufgaben des Feedbacks im Rahmen der berufsbezogenen Eignungsdiagnostik und Personalentwicklung. (4 Antworten) (KLAUSUR) • Objektivität: keine subjektiven Wertungen, Fakten fokussieren • Transparenz: Offenlegung und Erläuterung der Entscheidung auf Grundlage der Testergbnisse (eignungsdiagnostische Verfahrenskompetenz erforderlich) • Konstruktivität: ggf. Aufzeigen von Entwicklungspotentialen • Repräsentanz: respektvoller Umgang mit Testperson zwecks positiver Repräsentanz des Unternehmens, Vermeidung von imageschädigender Eindrucksbildung ⇒ soziale Kompetenz: professioneller Umgang mit emotionalen Reaktionen seitens der Bewerber
- LK 12 2. Feedback: Skizzieren Sie den Ablauf und die Inhalte eines Feedbackgespräches. (Antworten: 5 / 3 / 3) (KLAUSUR) 1. Vorbereitung: • Auseinandersetzung mit Testergebnissen • Testergebnisse verstehen und ggf. Unsicherheiten klären • Entscheidungsgrundlagen eruieren • ungestörte Gesprächsatmosphäre schaffen • Feedbackgespräch mit mindestens 2 Feedbackgebern 2. Durchführung: • Nennung/Erinnerung an absolvierte Testverfahren • objektive Darlegung und Erläuterung der erreichten Testergbnisse, keine subjektive Bewertung, ggf. Beispiele nennen • Mitteilung der Entscheidung hinsichtlich PA/PE 3. Abschluss: • Klärung offener Fragen • ggf. konstruktive Handlungsempfehlungen für Qualifizierung/Entwicklung geben • Dokumentation des Gesprächs
- LK 12 3. Assessment Center: Benennen Sie 4 verschiedene Ursachen, warum viele AC's in Bezug auf die prädiktive Validität geringe Werte aufweisen. (KLAUSUR) Skript: Folie 941 • Beobachter sind nicht hinreichend geschult (z.B. korrekte Anwendung des Beobachterbogens, Differenzierung von Beobachtung und Bewertung) • Ermüdungseffekte wirken auf Verhaltensbeobachtung (Observerdrift) • tatsächliche Leistungsfähigkeit des Bewerbers kann u.U. nicht erkannt werden (z.B. aufgrund von Nervosität, Introversion, Schüchternheit, Vortäuschung erwünschter Verhaltensweisen) • falsche (nicht valide) Methoden werden ausgewählt, die das zu beobachtende Verhalten nicht im erforderlichen Maße hervorrufen, um es aussagefähig beobachten zu können
- LK 12 4. Was versteht man unter der Trennung von Beobachtung und Bewertung im Rahmen von AC's. (KLAUSUR) Beobachtung: • eindeutige Verhaltensweisen, die beobachtet werden sollen, definieren • Trainieren des Erkennens dieser Kriterien durch Beobachter • beobachtet werden die definierten Verhaltensbausteine • Protokollierung der beobachteten Verhaltensweisen (z.B. Erfassen von Häufigkeiten oder Dauer von gezeigtem und nicht-gezeigtem Verhalten) Bewertung: • Quantifizierung der Beobachtungen (z.B. aus Evaluation vorangegangener Verfahren: 3 x gezeigt = gut; 1 x gezeigt = schlecht) • Auswertung und Interpretation der quantifizierten Beobachtungen
- LK 12 5. Benennen Sie 4 Kategorien typischer Beobachtungsfehler in Beobachtungssetting. Skript: Folie 894 1. Fehler zu Lasten des Beobachters: • Halo-Effekt: eine bestimmte Eigenschaft dominiert den Gesamteindruck • Primacy-/Recency-Effekt: der erste oder letzte Eindruck dominiert den Gesamteindruck • Observer-drift: Ermüdungseffekte, nachlassende Motivation, Vergessen der Beurteilungskriterien 2. Fehler zu Lasten des Beobachteten: • Reaktivität: unauthentisches Verhalten aufgrund Beobachtungssituation • Erwartungseffekt des Beobachteten: zeigt Verhalten, von dem er glaubt, das es erwünscht ist
- LK 12 6. Benennen Sie 3 verschiedene Erhebungstechniken, um Beobachtungen zu protokollieren. • Erfassung der Häufigkeiten von gezeigtem oder nicht gezeigtem Verhalten • Timeline: Dauer des gezeigten Verhaltens wird protokolliert • Vergleich von Bewerbern (Erfassung der Rangordnung)
- LK 12 7. Benennen Sie die Methode, die es Ihnen ermöglicht, eine Aussage über die Ähnlichkeit von Beobachtungen über verschiedene Beobachter zu bestimmen. Skript: Folie 943 Inter-Rater-Reliabilität = wie hoch ist die Übereinstimmung von Einschätzungen von verschiedenen Beobachtern in Bezug auf ein Beobachtungsmerkmal ⇒ z.B. Cohen's Kappa: Skalenniveau = nominal, Anzahl Rater = 2
- LK 12 8. Benennen Sie verschiedene Koeffizienten zur Bestimmung der Ähnlichkeit von Beobachtungen über verschiedene Beobachter. (5 Antworten) Skript: Folie 946 • Cohen's Kappa • Fleiss Kappa • Kendall's Konkordanz Koeffizient W • Inter-Rater-Korrelation • Intra-Class-Korrelation
- LK 12 9. Benennen Sie mindestens 5 Fakten, an denen Sie häufig pseudowissenschaftliche Verfahren erkennen können. Skript: Folie 1016 • geringes wissenschaftliches Erklärungsmodell ⇒keine Normwerte, stattdessen z.B. Tier-/Farbklassifizierungen • wenige/keine Nachweise zur wissenschaftlichen Qualität (Gütemaße) ⇒ kein Manual mit Angaben zu Reliabilität, Validität • keine Transparenz zur Evaluation des Verfahrens ⇒keine konkrete Auskunft der Anbiete, nur Verweise auf Rezensionen anderer Anwender • hohe Kosten für den Lizenzerwerb • keine speziellen Qualifikationen für Testdurchführung erforderlich • Versprechen, dass Test diverse Merkmalsbereiche abdeckt ⇒ Führungspotential, Persönlichkeit, Motive etc.
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