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Psycholog. Diagnostik (Fach) / Lernkontrolle 3 - Normwertinterpretation, CL, Krit. Diff. (Lektion)
Normwertinterpretation, CL, Krit. Diff.
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- LK 3 1. Was ist ein "Normwert"? Skript: Folie 125 Normwert = auf Basis des Rohwertes abgeleiteter Normwert der Normwertskala Dient dazu, die Eigenschaftsausprägung eines Individuums in Bezug zur Gesamtheit aller Individuen einzuordnen. Beispiel: IQ-Normwert = 110
- LK 3 2. Was ist ein "Cut-off"? Skript: Folie 125 Cut-off = festgelegte Leistungs- bzw. Eignungsgrenze / Toleranzgrenze
- LK 3 3. Beschreiben Sie die Unterscheidung von linearen und flächen-bezogenen Normen. Skript: Folie 276, 282 1. lineare Norm = Standardnorm • Skalenniveau: intervall oder höher • Rohwert: Test- oder Skalenrohwert • Normwerte: STANINE-Werte (z. B. z-, Z-, T-, IQ-Skala) • Interpretation: Abweichung vom Mittelwert (Standardabweichung) • Informationsgehalt: Abstände 2. Flächen-Norm = Prozentrangnorm • Skalenniveau: ordinal • Rohwert: Perzentil • Normwerte: Prozentrang (Wertebereich 0 bis 100) • Interpretation: prozentuale Flächenanteile • Informationsgehalt: Rangpositionierung
- LK 3 4. Zählen Sie Informationen/Parameter auf, die Sie benötigen, um einen Normwert korrekt interpretieren zu können. (8 Antworten) Skript: Folie 294 • Skalenniveau • Norm (=Vergleichsgruppe) • Ausrichtung des Normwertes (linear = Standardnorm oder flächenbezogen = Prozentrangnorm) • Normwert (z.B. linear = STANINE, IQ, z-Skala etc. / flächenbezogen = Prozentrang) • Mittelwert • Standardabweichung • Messgenauigkeit der Skala • Bedeutung des Konstruktes (z.B. Intelligenz) bzw. Interpretation der inhaltlichen Ausrichtung laut Test-Manual
- LK 3 5. Ordnen Sie den STANINE-Werten die entsprechenden Flächenanteile in Prozent zu. STANINE: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Flächen-Prozent: Skript: Diff. Psych. LK 4 Mittelwert (=5) | 2. St.Abw. | 1. St.Abw. ↑ 1. St.Abw. | 2. St.Abw. | STANINE: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Flächen-Prozent: 4 7 12 17 20 17 12 7 4 Abstände 3 5 5 3 3 5 5 3 Prozentränge: 4 11 23 40 60 77 89 96 100 (kumulierte Flächen-Prozente: 4+7=11 / 4+7+12=23 / 4+7+12+17=40 etc.) STANINE-Skala Mittelwert = 5 Standardabweichung = 2 (Schritte) unterhalb Mittelwert: 1. Standardabweichung: 5 - 3 / 2. Standardabweichung: 3 - 1 oberhalb Mittelwert: 1. Standardabweichung: 5-7 / 2. Standardabweichung: 7-9
- LK 3 6. Interpretieren Sie folgenden Normwert: PR = 35 (Verwenden Sie nur die angegeben Informationen ausformuliert in einem Satz.) Normert: Prozentrang (PR) = 35 • Das Testergebnis befindet sich innerhalb der 1. Standardabweichung unterhalb des Mittelwertes der Prozentrangskala. • Das bedeutet, 35% der Testpersonen sind im gemessenen Merkmal gleich stark (gleich gut) und schwächer (schlechter) ausgeprägt als die Testperson, 65% der Testpersonen sind stärker ausgeprägt (besser) als die Testperson. Hinweis: Der Normrang sagt aus, wieviel Prozent der Bevölkerung im Test mit der gleichen oder einer niedrigeren Merkmalsausprägung abgeschnitten haben. Mittelwert (=5) | 2. St.Abw. | 1. St.Abw. ↑ 1. St.Abw. | 2. St.Abw. | STANINE: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Flächen-Prozent: 4 7 12 17 20 17 12 7 4 Prozentränge: 4 11 23 40 60 77 89 96 100 PR = 35
- LK 3 7. Interpretieren Sie folgenden Normwert: IQ = 106 (Verwenden Sie dabei nur die angegebenen Informationen ausformuliert in einem Satz.) Normwert: IQ = 106 • Das Testergebnis befindet sich innerhalb der 1. Standardabweichung oberhalb des Mittelwerts der IQ-Normwertskala. Hinweis: IQ-Werte 55 70 85 100 115 130 145 Abweich. -3 -2 -1 0 1 2 3
- LK 3 8. Interpretieren Sie folgenden Normwert: IQ = 85 (Verwenden Sie nur die angegebenen Informationen ausformuliert in einem Satz.) Normwert: IQ = 85 • Das Testergebnis liegt auf der 1. Standardabweichung unterhalb des Mittelwerts der IQ-Normwertskala. Hinweis: IQ-Werte 55 70 85 100 115 130 145 Abweich. -3 -2 -1 0 1 2 3
- LK 3 9. Interpretieren Sie - schriftlich ausformuliert - mit allen angegebenen Informationen, verständlich für nicht-Diagnostiker mit 3 Flächenanteilen: Auswahlverfahren - Führungskräfte-Trainee Anwärter: Herr Mustermensch Fragebogen: Führungskräfte-Coaching Skala: Führungsmotivation Rohwert: 12 STANINE: 2 Ausrichtung: hoher STANINE-Wert = hohe Führungsmotivation Normgruppen: Führungskräfte "Verkauf" Entscheidung: Positiventscheidung für Cut-off-STANINE = 6 Auswahlverfahren - Führungskräfte-Trainee Anwärter: Herr MustermenschFragebogen: Führungskräfte-CoachingSkala: Führungsmotivation Rohwert: 12STANINE: 2Ausrichtung: hoher STANINE-Wert = hohe FührungsmotivationNormgruppen: Führungskräfte "Verkauf" Entscheidung: Positiventscheidung für Cut-off-STANINE = 6 Lösung: • Herr Mustermensch hat an einem Auswahlverfahren für ein Führungskräfte-Trainee-Programm teilgenommen. • Im Zuge dessen hat er einen Fragebogen "Führungskräfte-Coaching" beantwortet. • Der Fokus des Fragebogens lag auf "Führungsmotivation". • Die Auswertung seines Fragebogens ergab einen Rohwert von 12. • Im Vergleich zur Normgruppe "Führungskräfte Verkauf" ergibt der Rohwert von 12 die STANINE 2. • Damit liegt Herr Mustermensch in Bezug auf die Vergleichsgruppe "Führungskräfte Verkauf" in Richtung niedriger Führungsmotivation. • (3 Flächenanteile:) 7% der Vergleichsgruppe schätzen sich hinsichtlich ihrer Führungsmotivation genauso ein wie Herr Mustermensch, 4% niedriger und 89% stärker als Herr Mustermensch. • Fazit: Die Erwartungshaltung für eine Positiventscheidung ist ein Cut-off STANINE-Wert von 6. Herr Mustermensch liegt damit deutlich unter diesem Wert, daher wird er nicht in das Programm für "Führungskräfte-Trainee" aufgenommen.
- LK 3 10. Definieren Sie "Standardmessfehler". Skript: Folie 293 Der Standardmessfehler [se] ist derjenige Anteil an der Streuung (Standardabweichung) eines Tests, der zu Lasten der Messgenauigkeit geht. Hinweis: Formel: se = s * √(1-rtt) se =Standardmessfehler √ = Wurzel aus s = Standardabweichung Normalskala rtt = Reliabilitätskoeffizient des Testverfahrens (innere Konsistenz) = Messgenauigkeit 1-rtt = Messfehlerfreiheit [1] - Messgenauigkeit [rtt] = Messfehler
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- LK 3 11. Welche Parameter benötigen Sie, um den Standardmessfehler zu berechnen? Skript: Folie 293 s = Standardabweichung Normalskala rtt = Reliabilitätskoeffizient des Testverfahrens (innere Konsistenz) = Messgenauigkeit 1-rtt = Messfehlerfreiheit [1] - Messgenauigkeit [rtt] = Messfehler Hinweis: Formel: se = s * √(1-rtt) se =Standardmessfehler √ = Wurzel aus √ = Wurzel aus
- LK 3 12. Wie lautet die Formel zur Berechnung des Standardmessfehlers? Skript: Folie 293 Formel: se = s * √(1-rtt) Hinweis: se =Standardmessfehler √ = Wurzel aus s = Standardabweichung Normalskala rtt = Reliabilitätskoeffizient des Testverfahrens (innere Konsistenz) = Messgenauigkeit 1-rtt = Messfehlerfreiheit [1] - Messgenauigkeit [rtt] = Messfehler
- LK 3 13. Definieren Sie die allgemeine Aussage des "Konfidenzintervalls". Skript: Folie 297 Das Konfidenzintervall definiert die untere und obere Grenze um einen beobachteten Wert herum, in der sich - in Bezug auf eine definierte Irrtumswahrscheinlichkeit - die tatsächliche Eigenschaftsausprägung (der wahre Wert) befindet.
- LK 3 14. Welche Parameter benötigen Sie, um das "Konfidenzintervall" zu bestimmen? Skript: Folie 298 • Standardmessfehler [se] • Irrtumswahrscheinlichkeit [z] ⇒ 95% z = 1,96 ⇒ 99% z = 2,58 Hinweis: Formel: CL??% = x ± se * z x = beochbateter Wert (z.B. IQ = 115) ??% = Wahrscheinlichkeit 95% oder 99% (davon abhängig, welcher z-Wert einzusetzen ist)
- LK 3 15. Definieren Sie die Messaussage der "Kritischen Differenz". Skript: Folie 312 Die "Krititsche Differenz" definiert die Differenzpunktzahl, die mindestens erreicht werden muss, um - in Bezug auf eine definierte Irrtumswahrscheinlichkeit [z] - erkennen zu können, dass zwei Messwerte sich bedeutsam voneinander unterscheiden. Hinweis: tatsächliche Messwert-Differenz > Kritische Differenz = bedeutsamer Unterschied zwischen zwei Messeergebnissen bzw. wenn Kritische Differenz > tatsächliche Messwert-Differenz = kein bedeutsamer Unterschied* *Ist die Kritische Differenz erreicht, gelten zwei Werte als signifikant verschieden. Verfahren wird eingesetzt, um eine Aussage darüber zu treffen, ob der Unterschied zweier Messwerte, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten ermittelt wurden, durch eine pathologische Veränderung begründet ist oder ob dieser Unterschied nur auf einen Messfehler zurückzuführen ist.
- LK 3 16. Beschreiben Sie zwei typische diagnostische Szenarien, in denen Sie das "Konfidenzintervall" oder die "Kritische Differenz" bestimmen müssen. Skript: Folie 306 1. Kritische Differenz = Personalauswahl: Abstand Testleistungen von Bewerbern ⇒ Gibt es einen tatsächlichen Unterschied in der Eigenschaftsausprägung zwischen Bewerbern? 2. Konfindenzintervall = Personalentwicklung: mehrere Messzeitpunkte (vorher/nachher) ⇒ Hat durch die Qualifizierungsmaßnahme ein bedeutsamer Leistungszuwachs stattgefunden?