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Allgemeine Psychologie & Biopsychologie (Fach) / 9.2 Aufmerksamkeit & Bewusstsein & Kontrolle (Lektion)
Priming, Posner Paradigma
Diese Lektion wurde von anna2403 erstellt.
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- 1. Experiment zur unbewussten Wahrnehmung - PRIMING - - Vpn fixieren Mittelpunkt Bildschirm - hintereinander erscheint Prime & Zielreiz - Prime ist so kurz & wird vom nachfolgenden Zielreiz maskiert, so dass er nicht bewusst wahrgenommen wird - Prime ist unbewusst, weil maskiert wird (Unterschied zu Paradigma = bewusster Reiz) - subliminale (=unbewusst) Wahrnehmungsschwelle muss überschritten werden - Vpn müssen so schnell wie möglich Taste drücken, um anzugeben, in welche Richtung Zielreiz zeigt - Experiment stoppt bevor man Prime wahrnehmen kann → konsistentes Priming(= →⇒) beschleunigt die Reaktion → inkosistentes Priming (=←⇒) reduziert die Reaktion → je weiter Prime & Zielreiz auseinanderliegen (SOA=Zeitintervall zwischen Einsetzen Prime & Einsetzen Zielreiz wird Onset-Asynchronie genannt), desto stärker wirkt das Priming = Prime wird stärker je höher Intervall wird - SOA Zeitpunkt = entscheidender Punkt / spielt sicht alles im Unterbewusstsein ab
- 2. Posner Paradigma - endogene (zentraler Hinweisreiz/BEWUSST) vs. exogene (peripherer Hinweisreiz/AUTOMATISCH) Aufmerksamkeit ⇒ Aufgabe & Versuchsablauf - möglichste schnell Taste drücken wenn Zielreiz erscheint - verschiedene Hinweisreize wie X (Cues) können auftreten → Cue nimmt man wahr, Prime ist unbewusst - 2 Arten Hinweisreize ⇒ Zentraler (= endogen/BEWUSST) Hinweisreiz - Pfeil als Hinweisreiz auf Position vor dem Zielreiz →⇒ - Cue ist zu 80% oder zu 50% richtig - Ergebnis: nur bei 80% Informativität ergibt das Cueing Reaktionsvorteil ⇒ Peripherer (=exogen/AUTOMATISCH) Hinweisreiz - Pfeil als Hinweisreiz erscheint an der Position des Zeilreizes →⇒ - Cue ist zu 80% oder zu 50% richtig - Ergebnis: sowohl bei 80% als auch bei 50% Informativität ergibt das Cueing einen Reaktionsvorteil ⇒ Cueing-Effekt (=Hinweisreizeffekt) - Reaktionsvorteil (=schnellere Reaktion) durch Hinweisreiz gegenüber Bedingung OHNE Hinweisreiz - Beleg für aufmerksamkeitslenkende Wirkung der Hinweisreize - zusätzlich zum Cueing-Effekt müssen aber auch noch die Kosten für falsche Cues betrachtet werden = Kritik: Was ist wenn ich falschen Reiz bekomme/ wenn ich einen Fehler mache? - Valider Durchgang = Zielreiz erscheint am durch Hinweisreiz vorhergesagten Ort - Invalider Durchgang = Zielreiz erscheint NICHT am durch Hinweisreiz vorhergesagten Ort
- 3. Schlussfolgerungen aus Ergebnisse Posner-Paradimas → Potentielle Hinweisreize auf Ziele können je nach Eigenschaften mehr der weniger gut ignoriert werden, wenn sie falsche Infos liefern - wenn mir zentraler Hinweisreiz nur wenig Infos über nachfolgenden Zielreiz liefert, kann ich ihn ignorieren - dann habe ich zwar keinen Reaktionsvorteil wenn Cue richtig war, aber auch keine Einbußen (=langsamere Reaktionszeiten), wenn Cue in falsche Richtung zeigt - periphere Hinweisreiz kann NICHT ignoriert werden, egal ob er Position Zielreiz sehr valide oder wenig valide vorhersagen kann ⇒ 2 Arten von visueller Aufmerksamkeitsverlagerung - endogen (zentraler Hinweisreiz) = BEWUSST: bewusste Verlagerung Aufmerksamkeit (z.B.: Suche nach Wohnungschlüssel im Schlüsselkasten) - exogen (peripherer Hinweisreiz) = AUTOMATISCH Hinweisreize ziehen Aufmerksamkeit automatisch auf sich. Reaktion kann nicht unterdrückt werden. (z.B.: Katze wirft Glas um)
- 4. Posner Paradigma - Veranschaulichung Reaktionszeiten ZENTRALER HINWEISREIZ ⇒ Hohe Informativität des Cues - in 80% der Durchgänge stimmt Richtung des zentralen Pfeils mit Position des später auftetenden Zielreizes überein → 80% valide Durchgänge - in 20% der Durchgänge werde ich meine Aufmerksamkeit durchschnittlich in falsche Richtung bewegen, wenn ich auf Hinweisreiz höre - nach gewissen Erfahrung mit diesem Zielreiztyp kann ich mich sehr gut darauf verlassen, dass mir Pfeil in Mehrheit der Durchgänge richtige Richtung anzeigt → Konsequenz: Ich nutze Infos aus dem Pfeil für Vorbereitung meiner Reaktion. Dies resultiert darin, dass ich in validen Durchgängen sehr viel schneller auf Zielreiz reagieren kann. = CUEING-EFFEKT tritt auf! ___________________________________________________________________________ ⇒ Niedrige Informativität des Cues - in 50% der Durchgänge stimmt Richtung des zentralen Pfeils mit Position des später auftetenden Zielreizes überein → 50% valide Durchgänge - in 50% der Durchgänge werde ich meine Aufmerksamkeit durchschnittlich in falsche Richtung bewegen, wenn ich auf Hinweisreiz höre (Münzwurf) - nach gewissen Erfahrung mit diesem Zielreiztyp merke ich, das Richtung des Pfeils zufällig zu sein scheint. Würde ich auf ihn "hören", wäre ich mit meiner Aufmerksamkeit in 50% der Fälle auf der dem Zielreiz gegenüber liegenden Seite & bräuchte die doppelte Zeit zur richtigen Reaktion. → Konsequenz: Ich nutze Infos aus dem Pfeil NICHT für Vorbereitung meiner Reaktion. Deshalb ergeben sich auch in validen Durchgängen keine schnelleren Reaktionszeiten, der Hinweisreiz wird ignoriert. = kein CUEING-EFFEKT tritt auf!
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