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Finanzmanagement (Fach) / Shareholder Value (Lektion)

Kapitel I

Diese Lektion wurde von ES1 erstellt.

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  • Shareholder Value als Leitgedanke der Unternehmensführung (3 Punkte) 1. Shareholder Value als Leitgedanke der Unternehmensführung -  Langfristige Steigerung des Marktwerts des Eigenkapitals als primäre Zielsetzung.-  Ausrichtung der unternehmerischen Entscheidungen an den Interessen der Anteilseigner (Shareholder).-  Erfüllung der Renditeansprüche der Shareholder steht im Mittelpunkt. 
  • Mezzanines Kapital Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Dabei wird in der klassischen Variante einem Unternehmen wirtschaftliches oder bilanzielles Eigenkapital zugeführt, ohne den Kapitalgebern Stimm- oder Einflussnahmerechte wie den echten Gesellschaftern zu gewähren.
  • Verhältnis Shareholder / Stakeholder Value (Kreisdarstellung) - Orientierung an den Interessen der Anteilseigner (Shareholder) - Zielgröße ist die Maximierung des Shareholder Value - Zur Steigerung des Shareholder Value muss der langfristige Unternehmenserfolg gesichert bzw. erhöht werden - Voraussetzung für den langfristigen Unternehmenserfolg ist die Erfüllung der Ansprüche aller Stakeholder
  • Die 7 Werttreiber nach Rappaport 1. Umsatzwachstumsrate2. Investitionen in das Umlaufvermögen3. Investitionen in das Anlagevermögen4. EBIT-Marge5. Steuerzahlungen6. Weighted Average Cost of Capital7. Competitive Advantage Period
  • WACC; Beispiel Werttreiber Rappaport WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL  Optimaler Finanzierungspunkt: Da wo der Substitutionsgewinn den gestiegenen Risikokosten entspricht. Dadurch günstigester Finanzierungspunkt und demnach größter Shareholder Value.  Substitutionsgewinn = Austausch von teuren EK durch günstiges FK. 
  • Substitutionsgewinn = Austausch von teuren EK durch günstiges FK
  • Competitive Advantage Period Dauerhafte Wettbewerbsvorteil  durch Patente, besondere Marke/Image, USP (Alleinstellungsmerkmale) etc. 
  • Free Cash Flow Operativer Cash Flow (-) minus der Investitionen  (+) plus der Desinvestitionen = FCF Der freie CF verdeutlicht wieviel Geld für die Aktionäre tatsächlich übrig bleibt um bspw. Dividenden zu zahlen oder Aktien zurückzukaufen.  Diese Kennzahl kann durch Bilanztricks praktisch nicht manipuliert werden.  
  • Ermittlung Free Cash Flow (Rechnung) EBIT - Steuern + Abschreibungen - Nettoinvestitionen in das Umlaufvermögen  - Nettoinvestitionen in das Anlagevermögen  = FCF
  • WACC WEIGHTED AVERAGE COST OF CAPITAL  -> gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten  Der WACC ist eine Dicounted-Cash-Flow-Methode, die zur Unternehmensbewertung oder zur Bewertung einzelner Investitionsprojekte herangezogen wird. Der WACC gibt in einer Prozentzahl an, wie hoch vom Untenehmen zu erwirtschaffende MIndestrendite sein muss, um attraktiver als eine alternative Anlage am Kapitalmarkt zu sein. 
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  • Agency Probleme Grundkonflikt: Austauschbeziehungen zwischen zwei oder mehreren Parteien.  Marktteilnehmer sind gekennzeichnet durch: Opportunismus begrenzte Rationalität  asymmetrische Informationslage
  • Adverse Selektion Ausprägung von Marktversagen, welche aus der Informationsasymmetrie zwischen Vertragspartnern VOR Vertragsabschluss resultiert. Anbieter hoher Qualität ziehen sich teilweise oder vollständig zurück, da sie preislich gegenüber den Anbietern mit "Lemons" (Beispiel Schrottwagen) sich auf dem Markt nicht duchsetzen können. 
  • Adverse Selektion Lösungen Signaling  Screening  Self Selection 
  • Moral Hazard Situation, in der der Abschluss eines Vertrages Anreize zu opportunistischem Verhalten einer Vertragspartei schafft. Voraussetzung: NACHVERTRAGLICHE Informationsasymmetrie.  Agent nutzt Informationsvorsprung der eigenen Handlungen zu seinen Gunsten und damit zu Ungunsten des Principals. 
  • Moral Hazard Lösungen Monitoring: Kontrolle bspw. durch Meilensteine um Erfolg des Agenten schrittweise zu überprüfen Bonding: Klauseln einsetzen um damit Spielraum einzuschränken. Agent hat den "Befehlen" des Prinzipals Folge zu leisten.  Incentives: Anreizsysteme schaffen! Motivation für Agenten, dass dieser seine Leistungen zu Gunsten des Principals anlegt. Beispiele: Prämien für Angestellte, Manager mit hoher var. Vergütung durch Aktien anstelle Gehalt/Lohn. 
  • Agency Kosten der EK-Geber (6 Punkte) Empire Building Hybris Short-Termism Quit-Life Herding Consumption on the job 
  • Anteilsbesitzkonzentration: Manager / Eigentümerfamilie Vorteile (4 Punkte) - langfristiger Anlagehorizont (nachhaltige Strategie)  - Reputation hängt von der Unternehmensentwicklung ab - positives Signal, Rückgang Kapitalkosten - CONVERGENCE OF INTERESTS (zusammentreffende Interessen): Große Anteilseigner sind oft  im Management und besitzen daher ein langfr. Interesse am Unternehmen. 
  • Anteilsbesitzkonzentration: Institutionelle Anleger Vorteile (2 Punkte) - Skaleneffekte bei Kontrollausübung  - sinkende Gefahr der Ressourcenfehlallokation wenn Ausschüttungen gefordert werden 
  • Anteilsbesitzkonzentration: Manager / Eigentümerfamilie Nachteile (4 Punkte) - Hohes unsystematisches Risiko des Kontrollaktionärs. Folge: Sicherheitsstreben. - Korrektiveigenschaft des Marktes wird eingeschränkt (Maßnahmen zur Milderung von Missständen, Ungleichheiten etc.) - Ausnutzung von Private Benefits - ENTRECHMENT HYPOTHESE: Manager verfolgen vorrangig eigene Interessen wenn sie an viel Macht erlangen. 
  • Anteilsbesitzkonzentration: Institutionelle Anleger Nachteile (2 Punkte) - Initiative Effekt  - geringe Risikotolereanz des Prtofolio Managers 
  • Shareholder Value als Finanzgröße (3 Punkte) 2. Shareholder Value als Finanzgröße -  Der Shareholder Value entspricht dem Marktwert - nicht dem Buchwert - des Eigenkapitals und ist zukunftsorientiert.-  Bei börsennotierten Unternehmen ist der Marktwert des EK an der Börse abzulesen (Marktkapitalisierung). Bei nicht-börsennotierten Unternehmen ist der Marktwert des EK der mögliche Veräußerungserlös des Unternehmens. I.d.R. Schätzung mit DCF- Verfahren.-  I.d.R. Marktwert des Eigenkapitals > Buchwert des Eigenkapitals.
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel Umsatzwachstumsrate Marketing um Umsatz und auch Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu steigern
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel Investitionen in das Anlagevermögen (dauerhaftes Investment) o  Neue Maschinen kaufen, welche die Produktion beschleunigen um Mehrwert zu schaffen
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel Investitionen in das Umlaufvermögen (2 Punkte) o  Erhöhung der Vorräte um Lieferzeiten zu verkürzeno  Rohstoffe auf Lager legen um aktuelle Einkaufspreise zu sichern
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel EBIT MARGE (2 Punkte) o  Kosten senken durch z.B. Produktion im Auslando  Verkaufspreis des Produktes erhöhen
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel Steuerzahlungen (2 Punkte) o  Fremdkapital aufnehmen um durch Zinsen Ausgaben zu erhöheno  Stille Reserven (Gebrauchtwagen Restwert nach dem Verkauf obwohl Bilanz 0,- EUR bereits komplett abgeschrieben = Zuflussprinzip beachten)
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel WACC (1 Punkt) o  Optimale Finanzierungpunkt:  Da wo der Substitutionsgewinn (Austausch von teuren EK durch günstigen FK) den gestiegenen Risikokosten entspricht. Dadurch günstigster Finanzierungspunkt und demnach der größte Shareholder Value
  • 7 Werttreiber nach Rappaport: Beispiel Competitive Advantage Period (dauerhafter Wettbewerbsvorteil) (3 Punkte) § Patente§ Marke aufbauen wie Apple (Image)§ Konkurrenten ausschließen bei eigenen Plattformen