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A- Auswendiglernen (Fach) / 3 Klassische Konditionierung - Teil 1 (Lektion)
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- Versuchsablauf Pavlov's Exp. Speichelfluss US ; UR ; CS ; CR verwenden & erläutern US = uncontioned stimuli → Reiz, der ohne Kondit. (Lernen) eine Reaktion (Reflex) auslöstUR = uncontioned reaction → Reaktion, die ohne Lernen auftritt (angeboren)[Bsp. Knieschlag → Muskelkontraktion oder Speichelfluss bei appetitanregenden Speisen] CS = conditioned stimuli = erlernter Reiz (Erwartung wurde verknüpft), löst CR aus, nicht mehr natürlich, sondern konditioniert (gelernt)CR = conditioned reaction = Reiz, der auf einen erlernten Reiz folgt Pawlow macht eine Glocke zum CS und der Speichelfluss, der vorher eine unkonditionierte Reaktion auf das Futter (dann noch US) war wurde zum CR, denn der Hund hat gelernt, dass auf die Glocke (CS) eine Erwartung (jetzt CR = Futter) erfüllt wird. Versuchablauf → Glocke (neutraler Stimulus NS) führt zu keiner ReaktionFutter (US) → Speichelfluss (UR)Futter (US) + Glocke (NS) → Speichelfluss (UR) Glockenton (erlernter Stimulus, CS) → Speichelfluss (erlernte Reaktion, Verknüpfung CR)
- konditionierte emotionale Reaktion Ablauf typisches Experiment zum Nachweis = CER auch: condtioned suppression Typisches Experiment Ratte klickt Hebel für Futter, nach dem Futter geht das Licht aus und die Ratte kriegt einen Schock zugefügt; zunächst klickt die Ratte weiter für Futter; nach mehreren Durchläufen stellt die Ratte das Klicken ein sobald das Licht ausgeht, denn sie hat eine emotionale Reaktion auf die Dunkelheit gelernt (Angst vor dem Schock, den die Dunkelheit mit sich bringt) und unterdrückt somit ihr Verhalten des Klickens in der Dunkelheit, um den Schock zu vermeiden
- Wie lässt sich konditionierte Verhaltensunterdrückung quantifizieren? Ausmaß der Unterdrückung normalen Verhaltens („Freezing“) quantifiziert CR d.h. es gibt ein Maß UNTERDRÜCKUNGSINDEX (Q) mit dem man berechnen kann, wie große die Unterdrückung ist.Formel: Verhaltenshäufigkeit unter CS / Summe (Ver.häuf. CS + Ver.häuf. ohne CS).5 →keine Unterdrückung.0 →perfekte Unterdrückung
- verzögerte simultane zeitlicher rückwärtsgerichtete KONDITIONIERUNG [Standard] CS vor US, optimales Lernen, CS kündigt etwas an (Glocke vor Futter) verzögerte K. → CS wird allein gezeigt (Glocke), dann unmittelbar danach US (Futter)Tier lernt, dass erst später reagieren muss simultane K. → CS & US werden zeitgleich präsentiert = Tier zeigt keinen Lerneffekt, denn CS gibt kein Signal für etwas "Neues" zeitliche K.→ kein CS, aber US (bsp. Futter oder Zeit, wenn Zeit Information enthält - z.B Melkbeginn) wird in regelmäßigen (!) Abständen gezeigt und Reaktion zeigt sich in rhythmischen Abständen unmittelbar vor Eintritt des US [Bsp. Kühe melken, gleiche Zeit] rückwärtsgerichtete K.→ CS nach US, kein Lerneffekt (Glocke hat keine Aussagekraft mehr)
- CR Veränderung b. verzögerten Konditionierung Bei der verzögerten Konditionierung → erst Einsetzen d. Reaktion auf CS relativ schnell nach CS (z.B Glocke o. Melkmaschinengeräusch, toilet training) → dann: Tier lernt, dass erst später reagieren muss, denn der US (z.B das Futter) wird erst am Ende vom CS präsentiert; einsetzen v. Reaktion nach längerer Präsentation d. CS (z.B bestimmte niedrigerer Herdenrangtiere kommen erst später, denn sie haben gelernt, dass beim Einsetzen der Melkmaschine noch nicht dran sind, da sie andere Ranghöhere davon abhalten in den Melkstand zu gehen)
- Was ist ein CS - ? Ein CS - kündigt das Ausbleiben von einem US an → KLASSISCHER INHIBITOR (Gegenreiz hemmt Reaktion) wenn z.B. ein CS (die Glocke) immer den US (Futter) ankündigt und dann ein zweiter CS dazu kommt (das Licht) und dann der US ausbleibt, dann wird der CS2 zum CS2 -, denn dann wird das Ausbleiben von etwas erwartet. z.B. bei Hunden CS (die Leine für's Rausgehen) mit dem US (bald urinieren), dann ein zweiter Reiz (Mensch hat noch Essen in der Hand), der gegen das sofortige Rausgehen trotz Leine spricht (CS - = Essen in der Hand)
- Standardmethode, um Stimulus als CS- zu etablieren "condition inhibtion training" CS+ mit CS- koppeln
- 2 Methoden CS ist zu konditioniertem Inhibitor geworden Methodennamen Logik d. Vorgehens je ein schematischer Versuchsablauf. CS - = konditionierter Inhibitor, der das Ausbleiben eines CS ankündigt → hemmt CR 1. SUMMATIONSMETHODE (→ zusätzlicher Stimulus & klass. Kond. notwendig [CS0]) [vorher: Glocke (CS) = Futter (US) = CR (Speichel)] 1. anderer CS → CS 0 = Geruchsaroma (CS 0)→ Futter (“Vorphase" bis Geruch allein = CR) — Phase 2 → CS 1 (Glocke (CS) bedeutet Futter (US)) ; auch Durchgänge: Glocke + Licht = da lernt der Hund → Licht ist ein CS- (er kündigt das Ausbleiben eines US an!)Hat es geklappt? → Testtraining, CS0 (aus erster Phase bzw. “Vorphase”) mit dem CS2 (Licht!)Wie stark ist die konditionierte Reaktion, die ich finde? Es müsste so sein, dass der es zu weniger Speichelfluss kommt, wenn der CS2 (Licht) als US etabliert wurde, denn es müsste gelernt worden sein, dass der CS2 nun als CS- das Ausbleiben eines US (in diesem Fall Futter) ankündigt Vgl mit CS0-kond. Reaktion n. der ersten Testphase Feststellung: Reaktion mit LICHT bei CS0 (CS2, der zum CS- wurde) deutlich schwächer, d.h ich kann einen Reiz zum CS- werden lassen, der sich dann anwenden lässt, um Reaktionen auf andere Reize abzuschwächen, weil in einer Situation gelernt wurde, dass er das Ausbleiben von etwas ankündigt So zeigt man, dass CS2 tatsächlich Qualität eines CS - hat, denn er unterdrückt die Reaktion (CR - exzitatorische K.) 2. RETARDATIONSMETHODE (→ Kein zusätzlicher Stimulus notwendig] Phase 1: mit CS anfangen (Glocke(CS) bringt Futter(US))Phase 2: Glocke(CS1) + Licht(CS2) bringt nichts (Ausbleiben US) Testphase(zeigen, dass CS2 echter CS-):CS2 als CS+ präsentieren = CS2 bringt US= Licht bringt Futter → wie lange dauert es bis CS2 eine Reaktion auslöst? → vergleichen mit Situation wo CS2 den US ankündigt ohne vorher Inhibitionstrainingalso einfach Licht bringt Futter ohne vorher Training (lernen, dass Licht ausbleiben ankündigt) → Feststellung: es braucht ewig, bis CS2 endlich Speichelfluss (CR) auslöst, wenn inhibiert wurde DIESE VERZÖGERUNG (=retardieren) im Aufbau einer konditionierten Reaktion auf auf einen CS- = RETARDATIONSEFFEKT Beispiel Landwirtschaft Kälberfütterung (Summationsmethode) US (Milch) CS1 (Mutterkuh) CS2 (Geräusch d. Melkmaschine) → z.B nach Melken (leere Euter) - CS0 (Tierpfleger mit Eimer) ; in Vorphase konditionieren, dass Saugreflex (CR) auch durch Tierpfleger mit Eimer (CS0) mit Milch (US) → Mutterkuh (CS1) mit Milch in Euter (US) löst Saugreaktion (CR) aus.→ Mutterkuh (CS1) in Kombination m. Melkmaschinengeräusch (CS2) kündigt das Ausbleiben von Milch an (US), CR nimmt nach mehreren Tagen ab. [stimmt vielleicht nicht ganz, aber wenn sauber gearbeitet wird und klare Abläufe sind, dann ja] → Melkmaschinengeräusch (CS2) wird zu einem Signal, dass keine Milch voraussagt (CS-) und somit den Saugreflex (CR) hemmt. → Test, ob CS- etabliert wurde (Melkmaschinengeräusch):Tierpfleger mit Eimer (CS0) kommt mit Milch (US), aber mit Melkmaschinengeräusch im Hintergrund (CS2, jetzt CS-) → wenn Kälber jetzt weniger bzw. langsamer und nicht so intensiv auf Tierpfleger reagieren, dann wurde das Melkmaschinengeräusch als CS- etabliert (Vgl. Reaktionszeit jetzt (CS0 mit CS2/CS-) mit Reaktionszeit der Vorphase CS0 allein bis CR) Beispiel Landwirtschaft Kälberfütterung (Retardationsmethode) → CS1 Mutterkuh→ CS2 Melkmaschinengeräusch Phase 1→ Mutterkuh(CS1) bringt Milch (US)Phase 2→ Mutterkuh + Melkmaschinengeräusch = keine Milch (Ausbleiben US) Testphase: Melkmaschinengeräusch bringt MilchWie lange dauert es bis das Melkmaschinengeräusch eine Reaktion hervorruft?Verzögerte Reaktion als "normales" Lerntempo aus CS2? → Retardationseffekt = CS2 wurde zum CS- (und muss zuerst wieder wegtrainiert werden, damit er frei wird, um ihn als CS+ zu besetzten)
- "inhibitorische Konditionierung ist parasitär zu exzitatorischer Konditionerung" → Bedeutung? Inhibitorische Konditionierung (CS -) ist parasitär, d.h zu Lasten der exzitatorischer Konditionierung lebend, denn: → CS -(inhibitorische K.) hemmt den CS (exzitatorische K.) durch Ankündigung des Ausbleibens des US
- Entstehung einer Phobie erklärt mit klass. Konditionierung Phobien = starke situations- o. objektbezogene Ängste, meist unbegründet und rational nicht erklärbar; subjektiv; eigentliche Ursache verschwindet oft hinter furchtbesetztem Objekt //zufällige Kopplungen zwischen besimmten Reizen und unangenehmen Zuständen(z.b Spinne & Keller oder Dunkelheit & nachts) //konditionierbar mit schwer zu löschendem Signalcharakter Furcht = rational, nachvollziehbar, begründetAngst = subjektiv, etw. das Angst auslöst bekommt evtl. Signalcharakter (Auslösereiz für Phobie z.B)
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- zufällige klass. Konditionierungsverfahren verantwortlich für Entstehung Phobie, warum nicht auch wieder verschwinden (durch Extinktion)? •Extinktion findet nur statt, wenn derselbe CS in ähnlichem Kontext stattfindet, ohne dabei aber die CR (z.B. Angst) auszulösen•da die meisten Phobiker komplett Situationen meiden, in denen ihre Phobie auftreten könnte, kann auch keine Löschung statt finden•begibt sich ein Phobiker doch in die Situation, bleibt er von vorneherein auf das Negative fixiert (selbsterfüllende Prophezeiungen)
- Ein Trainingsprogramm erfinden zur Reduktion des Konsums von Süßigkeiten, Prinzip klass. Konditionierung mit Methodik aversive Gegenkonditionierung •Süßes wird gekoppelt mit aversivem Reiz (z.B. Tabletten, die Übelkeit auslösen, milder: Bestrafung) = Harry Potter BEANS//•Wenn mehrmals wiederholt, wird durch negative CR der Konsum von Süßem gemieden
- Wie läßt sich unter Nutzung klass. Konditionierung die Entstehung einer Nahrungsmittelaversion (Chemotherapie) verhindern? Gabe v. geschmacksintensivem Mittel, das nichts mit alltäglichen Geschmäckern zu tun hat --> CS wird das Geschmacksmittel, das kurz zuvor verabreicht wurde und Reaktion auf Chemotherapie wird mit diesem Geschmack verknüpft, nicht mit vorangegangenen Nahrungsmitteln, die vor der Chemotherapiesitzung eingenommen wurden