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Internationales Management (Fach) / Wiederholungsfragen Kap. I und II (Lektion)
Wiederholungsfragen
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- Grenzen Sie voneinander ab: Internationales Unternehmen, globales Unternehmen, multinationales Unternehmen Internationales UN: Int. UN sind in mehreren Ländern bzw. VW wirtschaftlich aktiv. Sie können auch ohne ausländische Direktinvestitionen (Vermögensanlagen im Ausland durch einen inländischen Investor) tätig sein. Die Geschäfte können auf Basis von Exportaktivitäten oder int. Kooperationsverträgen (z.B. Lizenzierungen, Franchise) vom Hauptsitz des Unternehmers gesteuert werden. Die wesentliche Kompetenz gilt hier dem Technologie- und Wissenstransfer. Bestimmte strategische Abteilungen sind zentral, andere wiederum dezentral angelegt. Bsp.: IBM, Ericsson Globales Unternehmen: Ein weltweit operierendes Unternehmen, das größtenteils zentral gesteuert wird (Strategie und großer Teil der operativen Entscheidungen), aber eine einheitliche Produkt- und Markenpolitik verfolgt. Die jeweiligen nationalen Geschäfte haben in erster Linie Distributionsaufgaben. Die wesentliche Kompetenz in diesem Modell besteht in der Effizienz. Das UN profiliert vor allem durch Globalisierungsvorteile und Standortvorteilen. Nachteil kann z.B. die fehlende lokale Anpassung sein. Bsp.: Exxon, Toyota Multinationales Unternehmen: Ein weltweites, auf Basis von Tochtergesellschaften operierendes Unternehmen, das eine größere regionale Unabhängigkeit besitzt. Die lose föderierten (=verbundene) nationalen Gesellschaften übernehmen das gesamte operative Geschäft sowie Teile der strategischen Aufgaben. Eine Anpassung an lokale Erfordernisse ist erforderlich. Der wesentliche Vorteil liegt in der Reaktionsfähigkeit. Zu den Vorteilen gehören eine verbesserte technische Effizienz und ein schnellerer Technologietransfer, insbesondere auch in Entwicklungsländer. Nachteil: oft mangelnde Akzeptanz der Länder. Bsp.: Unilver, ITT
- Erläutern Sie den Begriff Globalisierung Prozess, bei dem weltweite Beziehungen in zahlreichen Ebenen intensiviert werden. Dabei entsteht eine globale Verflechtung in Bereichen wie Wirtschaft, Politik, Kultur und Umwelt.
- Erläutern Sie den Unterschied zwischen Direktinvestition und Portfolioinvestition Direktinvestition ist eine Form der Auslandsinvestition. Kapitalanlagen eines Unternehmens im Ausland zur Gründung von oder zur Beteiligung mit unternehmerischer Verantwortung an Unternehmen, Produktionsstätten oder Niederlassungen. Sprich Kapitalexport durch Wirtschaftssubjekte eines Landes in ein anderes Land. Der Zufluss an Direktinvestitionen aus dem Ausland gilt z.B. als Maß für die Attraktivität eines Landes als UN-Standort. Der Einfluss und die Kontrolle auf die Geschäftstätigkeit im Ausland steht hier im Vordergrund. Somit wird nicht nur Kapital, sondern auch Wissen und Technologie transferiert. Portfolioinvestitionen bilden den Gegensatz zu den DI. PI sind auch eine Form der Auslandsinvestition. PI sind Übertragungen inländischen Kapitals ins Ausland zum Zweck des Erwerbs von Forderungen (z.B. Anteil an Immobilienfonds), Anleihen sowie Anteilen an Unternehmen (z.B. Aktien), sofern damit kein wesentlicher Einfluss auf die UN-Politik verbunden ist. D.h. es steht nicht der kontrollierende Aspekt im Vordergrund, sondern eher die Erzielung von Profiten, z.B. durch Renditen.
- Inwiefern kann sich Globalisierung positiv auswirken? - Optimale Allokation von Ressourcen -Allgemeine Steigerung des Wohlstands und der Lebensqualität Zu den Vorteilen, die jeder Bürger eines Staates genießen kann, zählt das umfangreiche Warenangebot. Ob günstige Elektronikartikel aus China oder die Möglichkeit, ganzjährig frisches Obst aus fernen Teilen der Welt kaufen zu können – dank der globalen Wirtschaft ist das inzwischen alltäglich. Zudem führt ein größeres Warenangebot zu sinkenden Preisen und in Folge dessen zu einer geringeren Inflationsgefahr. Die ständige Verfügbarkeit aller denkbaren Güter zu jeder Zeit und zu günstigen Preisen stellt letztlich eine erhebliche Vereinfachung des alltäglichen Lebens dar. (sinkende Preise da niedrigere HK bei Verlagerung der Produktion in Lohnniedrige Länder, Schwellenländer Profitieren durch mehr Arbeit,..) - Niedrige Preise Allgemein, ganzjährlich verfügbare Lebensmittel, etc. -Weltweite Erhöhung der Lebensqualität aufgrund Spezialisierung, Marktausweitung, mehr Wettbewerb (Innovation, Flexibilität, Qualität) - Keine/Abbau von Zöllen Dank der weltweiten Vernetzung ist es heutzutage möglich, Güter innerhalb kurzer Zeiträume an Zielorte auf der ganzen Welt zu transportieren. Das gleiche gilt für Personen, denn noch nie war es so einfach, ohne komplizierten bürokratischen Aufwand ferne Länder zu bereisen. Dies trägt zusätzlich zur Ankurbelung des weltweiten Handels und des Wachstums der Weltwirtschaft bei. Von der weltweiten Reisefreiheit profitiert insbesondere die Tourismusbranche. - In Forschung und Wissenschaft können sich Experten verschiedener Gebiete auf globaler Ebene zusammentun und damit effektivere Ergebnisse erzielen. Das wirkt sich sowohl auf technische Errungenschaften wie auf das Gesundheitswesen positiv aus. https://www.globalisierung-fakten.de/globalisierung-informationen/vorteile-und-nachteile-der-globalisation/
- Worin werden negative Auswirkungen der Globalisierung gesehen? · Mögliche Aushöhlung der Sozialsysteme · Verlust von Arbeitsplätzen in Industrieländern Auf dem globalen Markt machen sich viele Firmen, die geltenden Arbeitsbedingungen in anderen Ländern zunutze. So kommt es, dass die Standorte in die Länder verlegt werden, in denen es keinen Mindestlohn und auch keine Gewerkschaften gibt. In den ehemaligen Firmensitzen kommt es deshalb zum Arbeitsplatzabbau. · Ausbreitung organsierter Kriminalität (Drogenhandel) · Verlust staatliche Einflussmöglichkeiten · Umweltzerstörung in weiten Teilen der Erde Dazu sieht sich die Umwelt enormen Auswirkungen ausgesetzt, Massen an Waren müssen auf dem Globus von „A nach B“ bewegt werden, darüber hinaus bestehen in Drittländern häufig keine strengen Umweltauflagen, wie es in Europa der Fall ist. Weitere Beispiele: Abholzung Regenwald, Industrieländer mit niedrigeren Auflagen an Umweltschutz, z.B. Reduzierung des CO2-Ausstoß von China und USA bisher immer noch nicht akzeptiert. Zudem führt globalisierung zu einem Überangebot bei begrenzter Nachfrage, was zu einer Überproduktion und Ausschöpfung der REssourcen führt.
- Erläutern Sie welche Faktoren die Internationalisierung von Branchen beeinflussen und was darunter jeweils verstanden wird Marktfaktoren, Entwicklungen vor allem im Zusammenhang mit der Nachfrage und mit der technischen Entwicklung, z.B. Kundenwünsche werden gleichartiger, u.a. aufgrund der Verbreitung des Internets und der sozialen Medien Kostenfaktoren, wie steigende Arbeitskosten in einigen Ländern->Anreiz erhöht sich, Arbeit in Niedriglohnländer auszulagern. Umgekehrt sinken die Transaktionskosten für grenzüberschreitende Aktivitäten, z.B. Transportkosten oder Kommunikationskosten, was ebenfalls einen Anreiz für Aktivitäten im Ausland schafft, um dort z.B. niedrigere Faktorkosten zu nutzen. Politische Rahmenbedingungen: Weltweit ist ein Trend zur Lockerung von Handelshemmnissen festzustellen. Zölle werden abgebaut oder zumindest gesenkt. All dies begünstigt die Möglichkeiten, im Ausland Produkte zu für die Verbraucher günstigen Preisen anzubieten. Wettbewerbsbedingungen: Der internationale Wettbewerb nimmt stetig zu, auch weil Handelshemmnisse und Zölle weggefallen sind. Hierauf müssen einheimische Anbieter reagieren, um nicht verdrängt zu werden. Sie werden ihrerseits auf Auslandsmärkten aktiv. Ein Anreiz hierfür wird auch durch kürzere Produktlebenszyklen hervorgebracht. Um genügend große Mengen absetzen zu können, reicht es nicht mehr, nur noch im Inland aktiv zu sein.
- Erläutern Sie die typischen Internationalisierungsmuster verschiedener Branchen anhand eines Beispiel mit Begründung Konzentration auf Exporte (Exportbranchen): Die Handelsintensität (Import-Export) ist hoch bei geringen Direktinvestitionen. Diese kommt für Unternehmen in Frage, bei denen die Leistungserstellung z.B. ortsgebunden ist, wie in der Landwirtschaft. Globale Branchen: Hohe Handelsintensität bei hohen ausländischen Direktinvestitionen, z.B. Automobilindustrie. Direktinvestitionen werden z.B. in geeigneten Ländern getätigt, um von dort aus entweder die Belieferung eines Kontinents (z.B. Afrika) sicherzustellen bei zeitgleicher Nutzung von günstigen Faktorpreisen oder Reduzierung von Kosten (Lokale Standortvorteile). Zugleich findet in der Automobilbranche viel Export-Import statt. Multinationale Branchen: geringe Handelsintensität bei hohen ausländischen Direktinvestitionen, z.B. Unternehmensberatungen. Meist unterhalten Multinationale UN Tochtergesellschaften in mehreren Ländern (z.B. McDonalds). Die UN stehen zwar stark im Bezug zu Ihrer nationalen Identität sind aber in ihrer Beschaffungs-, Absatz- und Produktionspolitik weitestgehend unabhängig. Dabei werden die Produkte möglichst an die jeweiligen lokalen Anforderungen (Kundenwünsche, Vertriebswege, Vorhandensein von Ressourcen etc.) zur Erzielung von Vorteilen angepasst. Es findet kaum bzw. sehr geringer Import/Export statt. > national differenzierte Nachfrage und schwer handelbare Güter Geschützte Branchen: sowohl geringe Handelsaktivitäten im Bereich Import/Export als auch geringe bis keine ausländische Direktinvestitionen. Bsp.: Eisenbahn. Solche UN sind meist nur national Tätig und betreiben keinen Handel. > International schwer handelbare Güter!
- Worin unterscheiden sich die Begriffe Makro- und Mikroumwelt Ländermarktrisiko/ wirtschaftliche Entscheidungen für ein Land Makroumwelt: Einwirkungen durch das UN weitestgehend unbeeinflussbar (gilt für alle UN) >> nicht durch das UN beeinflussbare Entwicklungen (demografisch, politisch) Mikroumwelt: Faktoren die für jedes UN individuell interessant sind >> Faktoren die in unmittelbarer Beziehung zum UN stehen Index: z.B. BERI Index setzt sich aus verschiedenen Teilindizes zusammen, jeder berücksichtigt verschiedene Aspekte für eine Standortbestimmung. (politisches Risiko etc.) Problem/Grenzen: objektive Bewertung der einzelnen Kriterien schwer. Einschränkung durch schnelle Änderung der Zustände eines Landes. Schwere branchenspezifische Betrachtung Standortfaktoren der Makroumwelt: · natürliche bzw. ökologische Faktoren wie z.B. Klima, Boden > Gefahr von Naturkatastrophen durch Überschwemmung, Erdbeben etc. > Verfügbarkeit von Rohstoffen, Luft, Wasser, Energie · Staatliche Faktoren wie z.B. Investitionsanreize > Unternehmerkredite etc. · Technologische Faktoren: technologischer Entwicklungsstand: Stand der Informations- und Kommunikationstechnologien; Prozess- und Produktinnovationen für eine geeignete Produktion Standortfaktoren der Mikroumwelt: · Branchen- und konkurrenzbezogene Variablen wie z.B. Zahl und Art der Mitbewerber/Konkurrenten · Absatzmarktbezogene Variablen wie z.B. Marktgröße und Marktwachstum · Beschaffungsbezogene Variablen wie z.B. Rohstoffverfügbarkeit
- Formen des Markteintritts mit Vor- und Nachteilen Export (indirekt/direkt): Absatz von Gütern/DL im Ausland. Indirekt: Export erfolgt über einen inländischen Zwischenhändler. Direkt: Export, kein Vermittler, d.h. direkte Beziehung zwischen exp. UN und Geschäftspartner. Vorteile:Risiken sind gering, Investitionen sind gering, Ausstieg ist einfach. Nachteile: Transportkosten, Zölle, Wechselkurse Lizenzierung: Abkommen zw. Inl. Lizenzgeber und ausl. Lizenznehmer. Immat. Vermögenswerte zur Verfügung zu stellen (Patente, Geschmacksmuster, Marken,..) > z.B. CocaCola. Vorteile: schneller Zugang in fremden Markt, Umgehen von Zöllen, keine Transportkosten (Vorteile geg. Export), keine Ressourcenaufbringung für Lizenzgeber. Nachteile: Abhängigkeit vom Marktpartner, ggf. anderer Marktname, Lizenznehmer kann zum Konkurrenten werden Franchising: ähnlich Lizenzierung. Der Franchisegeber vertreibt dabei ein gesamtes Business-Format (Franchise). Der Franchisenehmer setzt die Regeln und Ideen des Franchisegebers um. Der Franchisegeber hat dabei die strategische Führung des gesamten Netzwerkes inne und erhält eine Franchisegebühr von den Franchisenehmern. Bsp.: McDonalds. Vorteile: für FG: geringer Kap.aufw., keine Haftung, trotzdem Kontrollrechte. Für FN: muss sich nicht um jede Details kümmern (Beschaffung). Nachteile: nur bei standardisierten Formaten geeignet, Imageschaden bei schlechten Partnern, begrenztes Gewinnpotential Joint Venture: Gründung neues UN durch unabhängige Partner, meistens im Ausland. Hohe Investitionen sind notwendig. IdR mit einem Partner der bereits im Ausland vertreten ist und eine Gründung einer Tochtergesellschaft beschränkt ist. Vorteile: Umgehen von Importrestriktionen, geteiltes Risiko, ggf. Reduzierung von Kosten (bsp. Gemeinesame F&E), Marktkenntnisse des Partners. Nachteile:Abhängigkeit vom Partner, Kompromisse notwendig, Zielvorstellungen der Partner können sich ändern Tochtergesellschaft: Neugründung eines Tochterunternehmens im Ausland. Vorteile: eigenständige Präsenz im Ausland, Eigenständig, Unabhängig. Nachteile: sehr hohes Risiko durch hohe Investitionen Strategische Allianz: UN die auf dem gleichen Mark konkurrieren, gehen eine Partnerschaft ein. (Bsp.: Star Alliance). Vorteile: schneller Markteintritt, Größeneffekte, Risikominimierung. Nachteile: Kartellamt Minderheitsbeteiligungen: Im Gegensatz zum Joint Venture kein gemeinsames neues UN, sondern eine direkte Beteiligung am Kooperationspartner. Oft als Vorstufe einer Akquisition. Bsp: Daimler Beteiligung an Mitsubishi. Vorteile: früher Einstieg in andere UN möglich, kennenlernen. Nachteile: instabile Form, da kaum Einfluss auf das UN
- Was kann ein Unternehmen zu einer Direktinvestition bewegen? Markt- und Absatzorientierte Motive - Ausgleich konjunktureller, saisonaler oder struktureller Nachfrageschwankungen - Erhöhung der Marktpräsenz und Kundennähe Kosten- und ertragsorientierte Motive - Kompensation von Wechselkursschwankungen - Nutzung von Kostenvorteilen (z.B. niedrige Arbeitskosten bzw. Steuern) Beschaffungsorientierte Motive - Sicherung der Rohstoffversorgung
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- Erläutern Sie die Markteintrittsstrategien Wasserfall und Sprinklerstrategie mit jeweiligen Vor- und Nachteilen Wasserfall-Strategie (Bsp.: IKEA) Spezielle Form zur Erschließung der ausländischen Absatzmärkte, bei der sukzessiv vorgegangen wird. Nach einer intensiven Analyse der Auslandsmärkte erfolgt der Markteintritt nacheinander. Für die Festlegung der Bearbeitungsreihenfolge können Kriterien wie Marktpotenziale, Verbraucherverhalten, Wettbewerbsintensität, Marktrisiken u.a. herangezogen werden. Vielfach werden jene Ländermärkte zuerst erschlossen, die dem Heimatmarkt am ähnlichsten sind. Vorteile: Eintritt in zunächst einfachere und vertrautere Ländermärkte, Risiko des Scheiterns begrenzt, Lerneffekte durch vergangene Markteintritte, Abwarten des günstigsten Markteintrittszeitpunkts Nachteile: Verspäteter Markteintritt in einzelnen Märkten, Verlust des Überraschungseffektes bei Konsumenten, Frühwarnung der Wettbewerber (Nachahmung) >> geeignet für mittelständische Unternehmen mit geringerer Kapitalausstattung oder begrenzten Managementressourcen Sprinklerstrategie (Bsp.: Software Unternehmen, AMAZON spezifische Form der Timingstrategie zur Erschließung ausländischer Absatzmärkte, bei der ein Unternehmen zeitlich parallel möglichst in viele Auslandsmärkte eintritt. Gründe für Sprinklerstr. bei Software: kurzer Lebenszyklus, App/Softw kann relativ leicht an besonderheiten eines Landes angepasst werden Vorteile: Früher Markteintritt (First-Mover-Vorteile) > Bekanntheitsgrad und Image steigern, schnelle Sicherung von Marktanteilen und hohe Margen, Schnelle Amortisation von Fixkosten/Entwicklungskosten da in vielen Ländern Cashflow generiert wird. Nachteile: Hohe Investitionskosten, umfangreicher Ressourcenaufwand, Hohes Risiko da ein Scheitern zu enormen Verlusten führen kann, Kaum Wissenstransfer möglich. zu beachten: Anpassung an Ländererfordernisse >> ggeignet für Produkte mit kurzen Produktlebenszyklen, die keine Zeit lassen Märkte sukzessiv zu erschliessen
- Worin unterscheiden sich globale und multinationale Strategien? "Muss das Produkt angepasst werden?" Multinationale Strategie: Die Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern bedienen jeweils ihren nationalen Markt. Wertschöpfungsaktivitäten sind den jeweiligen nationalen Bedingungen angepasst. Eine Länderübergreifende Abstimmung ist gering >Produkte oder Dienstleistungen in Design, Produktion und Marketing den örtlichen Gegebenheiten anpassen. Beispiele: Unilever, General Motors mit Opel in DE Eigene Werbestrategien, Beschaffung Rohstoffe etc. auf nationaler Ebene Globale Strategie: Weltweit einheitliche Strategie. Internationale Standardisierung der Wertschöpfungsaktivitäten (Produkte, Marktauftritt). UN bedient einen internationalen Markt. Bsp.: Automobilindustrie/Wal-Mart/Nike/Kosmetik – Pflegeprodukte
- Was spricht für die Wahl eines international standardisierten oder eines international differenzierten Produkt- und Leistungsprogramms? Fragestellung: Wie sind die Bedingungen vor Ort, Was ist es für ein Produkt? Vorteile International standardisiertes Produkt-/Leistungsprogramm: - Kostenvorteile durch Skalen- und Erfahrungskurveneffekte - Kosten- und Qualitätsvorteile durch wenig komplexe Organisation Vorteile International differenziertes Produkt-/Leistungsprogramm: „Globalstrategie“ - Erlösvorteile durch bessere Anpassung an nationale Kundenwünsche - U.u. Kostenvorteile durch Ausnutzen von national unterschiedlichen rechtlichen Regelungen - Risikostreuung
- Welche grundsätzlichen Gestaltungsmöglichkeiten bestehen hinsichtlich der Wertschöpfungsstrategie und worin bestehen die jeweiligen Vor- und Nachteile? Vorteile lokaler/autarker Wertschöpfungsprozesse: - Kosten-, Qualitäts- und Zeitvorteile durch Spezialisierungseffekte - Streuung unternehmerischer Risiken (Standort-, Wechselkursrisiken) - Kostenvorteile durch Arbitragemöglichkeiten - leichter Zugang zu knappen Produktionsfaktoren und lokalen Märkten Vorteile international integrierter Wertschöpfungsprozesse: - Kostenvorteile durch Skaleneffekte, Lern- und Synergieeffekte durch lokale Konzentration, geringerer Konzentrationsaufwand - Qualitäts- und Zeitvorteile durch weniger komplexe Leistungserstellung und –Verwertung