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A- Auswendiglernen (Fach) / 6 Kontrollfragen, Operante Konditionierung Teil 1 (Lektion)

VL LERNEN, Rothermund // Jena

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  • Begriffe respondentes und operantes Verhalten (Definition) respondentes Verhaltes auf einen Reiz bezogen / reizgekoppelt + reflexbezogenreflexartiges Verhaltenhier auch z.B. Bewertungen, die reflexartig stattfinden = eine Art von Verhalten(Inhalt / Interesse klassische Konditionierung) ℵ Reflexsteuerung operantes Verhalten - "alles andere"willkürliches / spontanes Verhaltenall dasjenige Verhalten, das nicht über die Umwelt definiert wird(ich kann wählen, welches Verhalten ich zeige)> die Verbindung zum Verhalten ist "lockerer", denn man ist nicht gezwungen das Verhalten zu zeigen (Bsp. WG-Küche: "Hier müsste mal wieder gespült werden", aber ich bin nicht gezwungen es dann auch zu tun) ℵ Willkürsteuerung (eigener Nutzen/Wohlempfinden - MEINE Intentionen) > Ich habe eine Entscheidung über mein Verhalten & es unterliegt meinem Willen.> Man kann, aber muss nicht. > Wir tun etwas, damit eine gewünschte Folge eintritt.-- Die Folge steuert das Verhalten (ein Effekt wird erzeugt, der zielgerichtet in der Zukunft liegt) (evtl. noch Unterschied zu klass. Konditionierung definieren und ausformulieren)
  • Gesetz des Effekts "law of effect", Thorndike (1874 - 1949) ℵ situationsabhängiges Verhalten arbeitet mit der Annahme, dass jedes Verhalten situationsspezifisch und -abhängig istbestimmte positive Verhaltensweisen, mit denen man erfolgreich Situationen bewältigt etablieren sich in einem spezifischen Kontext, aber es ist nicht festgelegt - wie z.B bei der klass. K. ℵ Assoziationen zwischen Verhalten & Situationen arbeitet mit "habit-Bildung"s (= stimuli, reiz) wird über eine bestimmte Gewohnheit (h = habit) [z.B. Müdigkeit (s) wird überwunden, indem man die Gewohnheit (h) sich das Frühstück zuzubereiten besonders effizient ausführt (r), um so länger zu schlafen - an Tagen der Uni (situationsabhängig)] bewältigt und verarbeitet (ein bestimmtes Verhalten (R = reaction) wird gezeigt) Problemkäfig KatzeKatze wird eingesperrt → muss Verhalten verändern, um sich aus dem Käfig zu befreienSie braucht anfangs eine lange Zeit, um sich aus dem Käfig zu befreien - die Dauer bis zur Befreiung nimmt zeitlich immer weiter ab, bis der Problemkäfig irgendwann kein Problem mehr darstellt.siehe auch"stop-action-Prinzip" für ähnlichen Versuch (Fortsetzung)
  • "stop-action"-Prinzip der operanten Verstärkung; Evidenz für Wirksamkeit des Prinzips? Guthrie & Horton (Fortführung Thorndike) Es werden genau die Verhaltensweisen verstärkt, die dem Effekt (also z.B. Befreiung im Käfig) unmittelbar vorausgehen (z.B Muskelbewegung etc) Je länger man mit der Konsequenz wartet, desto langsamer (abgeschwächter) ist der (Lern)Effekt. oder auch Je größer die Zeitspanne zwischen dem Verhalten & der Konsequenz desto schwächere Assoziationen werden gebildet. Katzenversuch 2 (Evidenz)Ähnlich dem Problemkäfig Es wird nicht nur Zeit gemessen, sondern auch Methode zur Befreiung (Verhaltensweise)Fotos werden beim Moment des Öffnens gemachtEs zeigt die individuellen Katzen mit zunächst sehr unterschiedlichen Methoden, die dann immer ähnlicher werdenDas Verhalten ist zunächt zufällig und wird dann durch Öffnung mit Hebel verstärkt Lösung wird verstärkt → Verhalten möglichst wiederholt → erneute Lösung führt weiterhin zur Verstärkung → Stimulus-Reaktions-Assoziation Es entsteht eine Dominanz eines Bewegungsmuster (welches rein zufällig auftritt) Das, was einmal funktioniert hat, wird immer weiter wiederholt
  • Experiment (Ablauf & Ergebnisse) Skinner (1948) zum abergläubischen Verhalten - welche Prinzip zur Erklärung genutzt? Skinner & die abergläubischen Tauben Erklärung mit "stop-action-Prinzip", das annimmt, das genau diejenigen Verhaltensweisen verstärkt werden, die genau vor einem bestimmten, gewünschten (positiv) Effekt gezeigt werden →AblaufSkinner sperrte Tauben einzeln in einen KäfigDie Tauben bewegten sich zufällig / willkürlichDann wird zufällig Futter gegeben (kein festgelegter Zeitplan) Tauben wiederholen die zufällige, natürliche Bewegung die dem Effekt (Futter) unmittelbar vorangegangen ist (da sie scheinbar mit Futter belohnt wurde)Diese Bewegung wird wiederholt und wenn es bei der gleichen Bewegung irgendwann wieder zufällig zu Futter kommt wird diese wieder verstärkt →ErgebnisSkinner konnte so zeigen, dass es ein Verhalten gibt, das aus einem zufälligen Zusammentreffen voneinander unabhängigen Ereignissen resultiert Das spontane Verhalten der Tauben war zwar individuell sehr verschieden, verstärkte sich jedoch mit der Zeit und manifestierte sich zu einem bestimmten Verhalten (z.B Flügelschlag, im Kreis drehen etc.) Ein zufälliges Ereignis trifft mit einem zufälligen Verhalten zusammen → das Objekt verstärkt das kurz zuvor gezeigte Verhalten (Reiz-Reaktions-Assoziation) → "Aberglaube", dass Verhalten mit Folge in Verbindung stand → Wiederholung des Verhaltens, damit Folge wieder eintritt (obwohl unabhängig bzw. gelenkt von etwas anderem und nicht von eigenem Verhalten) = ABERGLAUBE
  • "shaping"; dadurch: Anwendungsbereich Verhaltenssteuerung o.K? Beispiel shaping f. psychotherapeutische Zwecke Verhalten, das erwartet / gebraucht wird, wird erzeugtindem positives Verhalten im natürlichen Verhaltensspektrum (das sich an gewünschtes Verhalten annähert) verstärkt wirdErweitert o.K. in Verhaltenssteuerung, weil man so JEDES Verhalten entstehen lassen kann (und nicht nur mit vorhandenem arbeiten muss)→Belohnung, d.h. Verstärkung in Form von Lob (z.B bei Kindern)Beispiel für psychotherapeutische ZweckeKann eine neue Grundlage für gedankliches Muster bzw. Verhalten herstellen, mit dem dann gearbeitet werden kann, um bestimmte Problemstellungen im Leben zu lösen; zum Beispiel Überwindung bestimmter Gedanken (evtl. negatives Selbstbild Depression hin zum positiven Selbstbild)→ 1. herausfinden, welche Gedanken man über sich selbst hat, die einem positiven Selbstbild entsprechen→ diese verstärken; entweder durch Lob eines Therapeuten / des Umfelds oder durch Selbsterfahrung der positiven Effekte dieser Gedanken→ Gedanken und daraus resultierende Erfahrungen werden so verstärkt hin zu neuen/anderen positiven Gedanken, die vorangegangenen ähneln → langsam wird das Konzept des Selbstbilds geändert, in dem durch neue positive Gedankenmuster auch neue positive Erfahrungen entstehen und somit immer weiter zu neuen positiven Gedanken führen, die in ein positives Selbstkonzept führen (das alte Bild wird nicht verstärkt)→ irgendwann wird es zu einer Art Routine und man erhält das Denken/Verhalten "automatisch", das sich durch den positiven Effekt eingeprägt hat 
  • "prompting" & "fading" erläutern prompting beschreibt eine Methode, in der ein gewünschtes Verhalten erst manuell  "herbeigeführt"/erzwungen wird (z.B. Mundbewegungen beim Sprechen von retardierten Kindern oder beim Erlernen von Fahrradfahren - Beinbewegung) fading ist das ausschließen bzw. "dahinschwinden" eines manuell erzeugten Reizes, der ein bestimmtes Verhalten hervorruft (beim Beispiel des Fahrradfahrens: das Kind so lange unterstützen und sich immer mehr zurückziehen, sodass Kind irgendwann allein mechanische Bewegung der Beine ausführt -- kein äußerer Reiz mehr notwendig)
  • "chaining" - Einsatz & Methodik "Effiziente Konditionierung" (?) Das Erlernen einer komplexen Verhaltensmethode durch Vekettung einfacher Teile. Als chaining bezeichnet man die Methode, die es schafft bestimmte Verhaltensweisen zu erzeugen bzw. zu erlenen, die in dem "direkten" Versuch unmöglich wären zu erzeugen. Es ist eine Abfolge von verschiedenen "Kettenelementen" und wird meist mit einer Rückwärtsverkettung von "hinten" aufgebaut. Auch Vorwärtsverkettung ist möglich (z.B mit Locken von Futter) Beispiel Ratte durch das Labyrinth schicken→ zuerst das Futter gezeigt (in Futterstation), dann zu letzter "Station" im Labyrinth gesetzt, sodass Ratte wieder zum Futter kommen will = erlernt bestimmtes Verhalten für die letzte Station vor dem Futter→ weiterhin sobald vorige Station "erlernt" wurde zur nächsten Station setzen, um sich so von hinten nach vorne bis zur ersten Station "durchzulernen" Durch die Futtergabe nach Betätigung des Hebels wird der Hebel allein auch attraktiv, dann die  Station davor, weil es weiter zum "Ziel" führt das Futter zu erhalten → somit kann die Ratte dann das gesamte Labyrinth durchlaufen, um am Ende zur Futterstation zu kommen, die verschiedenen Stationen dienen hier als "reinforcer" (= Kettenglied)
  • "freies operantes Verfahren" Beispiel für Verfahren Unterschied herkömmliche operante Konditionierung Vorteil Skinner Box operante Verfahren müssen nicht jedes Mal belohnt werden -- es geht nur um Verstärkung eines bestimmten Verhaltens, immer wieder. nicht jedes Mal, wenn es auftritt Vorteil: es ist nicht so ein großer Druck das gewünschte Verhalten so stark zu kontrollieren und zu belohnen, dass es jedes Mal einen Effekt erhalten muss Vielleicht dauert es länger (braucht mehr Geduld/Zeit), aber es ist auch wie ein "Selbstläufer", Objekt verstärkt Verhalten wie von selbst, wenn man die richtigen Reiz-Reaktions-Assoziationen gefunden hat. Für Therapie: Man kann mit individuellem Ansatz des Menschen arbeiten, es kommt nicht auf "Inhalt" an, sondern mehr mit Umgang (Verstärkung von gewünschtem Verhalten) -- einfach anwendbar (noch mal hören)
  • Kontingenzeffekt f. operante Konditionierung "Basisrate" im Zusammenhang Untersuchung, die Effekte d. Verstärkungshäufigkeit von Kontingenzeffekt trennen? •Kontingenzeffekte sind die Wahrscheinlichkeiten, mit der der US (Futter) nach dem CS (Glocke) während d. Konditionierungsphase auftaucht Basisrate ist die Häufigkeit in der der US alleine auftritt ( ≠ Experimentalrate - US + CS gem.)• je höher die Basisrate, desto geringer der Grad an Konditionierung •Konditionierung findet statt, wenn der CS die Wahrscheinlichkeit des Auftretens des US erhöht, d.h. Lernen aus DIFFERENZ ZWISCHEN PAARUNG UND NICHTPAARUNG, nicht aus der Häufigkeit der Paarung (!) Untersuchungen Rescorla 1968zur Dissoziation von Kontingenz- u. Häufigkeitseffekten 3 Gruppen Ratten I. P(US|CS) = 0.4II.  P (US/CS) 0.2III. P(US/CS)= 0.1 Dann wurde Grad der Konditionierung untersucht in Abhängigkeit von der Basisrate P(US|¬CS); es zeigte sich, dass die Konditionierung umso besser war, je größer die positive Differenz P(US|CS) - P(US|¬CS) und somit die Kontingenz.Des weiteren fand keine Konditionierung mehr statt, sobald P(US|CS) gleich der Basisrate und somit keine Kontingenz mehr vorhanden war
  • Welcher Annahme der zielgerichteten, willkürlichen Lernpsychologie? -- noch mal hören
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