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Palliativpflege (Fach) / Bedürfnisse von Sterbenden (Lektion)

körperliche Bedürfnisse, Bedürfnisse aufgrund von veränderter Sinneswahrnehmung, Spirituelle Bedürfnisse

Diese Lektion wurde von helblmaria erstellt.

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  • körperliche Bedürfnisse (ausreichend Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, erhöhtes Ruhebedürfnis, unerwünschte Besuche, Ausscheidung, andere körperliche Bedürfnisse) Ausreichende Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme Lieblingsspeisen, kleine Mengen Vanilleeis oft als wohltuend Für Angehörige kann zunehmende Ablehnung von Nahrung enorm belastend sein; haben Angst das Sterbende verhungern oder verdursten In Sterbephase kann Ernährung eine zusätzliche Belastung darstellen, da Verdauung viel Energie erfordert Verdauung ist erste Körperfunktion die im Sterben versagt; Essen weitgehend einschränken ist sinnvolle und schützende Reaktion der Patienten Wesentlich Angehörigen diese Vorgänge zu erklären, damit sie Sterbenden nicht zu Essen drängen  Erhöhtes Ruhebedürfnis Störungen im Schlaf- Wachrythmus sind häufig zu beobachten und Bezug zur Zeit kann verloren gehen Sterbende benötigen nicht rund um die Uhr jemanden an ihrer Seite, sondern Zeiten der Anwesenheit und Nähe sowie Zeiten des Alleinseins und der Distanz Zeitpunkt von Pflegehandlungen sollen nach Bedürfnisse der Sterbenden richten  Unerwünschte Besuche Patient vorher fragen ob er von Herr X und Frau Y besucht werden möchte oder nicht  Ausscheidung Durch verminderte Flüssigkeitsaufnahme nimmt Harnmenge ab = Dauerkatheter oftmals nicht erforderlich; geschlossene Inkontinenzsysteme sind unangenehm und in dieser Phase nicht angebracht Erste Körperfunktion die versagt ist Verdauung = Abführmittel und Einläufe meist nicht mehr erforderlich; Gabe von Quellmittel belastend da Sterbende nicht mehr in der Lage sind die Bauchpresse durchzuführen Ist Abdomen weich und nicht druckempfindlich sollte auf abführende Maßnahmen verzichtet werden; besteht Eindruck einer Obstipation (Bauch hart und druckempfindlich) kann sehr behutsamer Einlauf Erleichterung bringen  Andere körperliche Bedürfnisse Schmerzfreiheit/Schmerzlinderung Aufrechterhalten einer schmerzfreien und ausreichenden Atmung 
  • Bedürfnisse aufgrund von veränderten Sinneswahrnehmungen (Berührung/Tastsinn, Geschmacks- und Geruchssinn, Sehen, Wärmeempfinden, Hören) Bedürfnisse aufgrund von veränderten Sinneswahrnehmungen Sterbende haben intensivere Sinneswahrnehmung, da Sterbeprozess mit vermehrten inneren Rückzug, einer Konzentration auf das Innere verknüpft ist Geräusche lauter, helles Licht greller, Gerüche internsiver  Berührung/Tastsinn Sterbende reagieren empfindsamer auf äußere Reize Zuwendung über Haut besonders wichtig; gezielte Berührungen wie Eincremen durch leicht angewärmte Lotionen oder Öle sind geeignete Maßnahmen (ASE) um Wohlbefinden und Entspannung zu fördern Berührungen sollen ganz bewusst ausgeführt werden; vermitteln das Gefühl von Schutz und menschlicher Wärme Berührungen und Bewegungen müssen vorab erklärt werden Nonverbale Signale der Patienten erkennen und richtig reagieren Durch Bewegungslosigkeit verlieren Sterbende oft ihr Körpergefühl; beim Lagerungswechsel Körper des Patienten durch Berührungen wieder bewusst machen  Geschmacks und Geruchssinn Anwendung von Düften und Aromapflege mit Vorsicht behandeln und nur dann benutzen wenn Patient sich äußern kann was er möchte und was nicht Ansonsten: Weniger ist mehr! Aufgeschnittene Zitrone oder Orange in der Nähe des Sterbenden wird oft als erfrischend empfunden  Sehen Farben die wir gerade noch sehen können werden von Sterbenden manchmal als sehr kräftig empfunden Auf angenehmes Licht achten, grelles Licht und direkte Sonneneinstrahlung oft unangenehm Eher gedämpfte Beleuchtung und persönliche Dinge ins Blickfeld der Sterbenden stellen  Wärmeempfinden Kraft eigene Wärme zu produzieren durch mangelnde Blutzirkulation oftmals nicht oder nur vermindert vorhanden = bekommen leichter kalte Hände und Füße Keine zusätzlichen Decken = meist als zu schwer empfunden Empfehlenswert sind alle Formen von Nestlagerungen, dazu können Stillkissen und echte Schaffelle verwendet werden; Wärmeflaschen oder warme Socken auch geeignet  Hören Sterbende nehmen Geräusche überdeutlich wahr; Schwerhörige können leise Gespräche verstehen Wichtig laute und plötzliche Geräusche vermeiden Ruhige. Leise Musik 
  • Spirituelle Bedürfnisse (Menschliche Zuwendung und Liebe, Gefühle und Ängste ausdrücken können, Letze Dinge für sich regeln können, Sinnfrage stellen können, die PP als spirituelles Wesen) Spirituelle Bedürfnisse Spiritualität = innere Einstellung, innerer Geist, mit dem Mensch auf Fährnisse des Lebems reagiert und auf sie persönlich zu antworten versucht  Menschliche Zuwendung und Liebe Sterbende verlangen oft nach Beistand und Nähe Wichtig von anderen angenommen und anerkannt zu werden  Gefühle und Ängste ausdrücken können  Letzte Dinge für sich regeln können  Sinnfragen stellen können  Die Pflegeperson als spirituelles Wesen Pflegepersonen haben persönliche Spiritualität = hat Auswirkung auf berufliches Handeln, weil Spiritualität die inneren Werte beeinflusst und dadurch ethische Entscheidungen mitbestimmt