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Palliativpflege (Fach) / Pflegephänomene (Lektion)
Lebensqualität, Sinn finden, Hoffnung, Hoffnungslosigkeit, Leiden, Angst, Verlust
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- Lebensqualität Definition Subjektive Wahrnehmung einer Person über ihre Stellung im Leben in Relation zur Kultur und den Wertsystemen in denen sie lebt und in Bezug auf ihre Ziele, Erwartungen, Standards und Anliegen Definition nach WHO physische und soziale Komponente = die Zufriedenheit hinsichtlich dieser Komponenten Merkmale Immer subjektiv Aussage darüber überliegen menschlichen Urteilen Urteilsbildung von subjektiven Wahrnehmungen und persönlichen Werten bestimmt und ist auch immer situationsabhängig Bemisst nach Ausmaß des eigenen Wohlbefindens Subjektives Wohlbefinden abhängig von der aktuellen Wunscherfüllung Dimensionen und Aspekte Physische Dimension (spazieren) kulturelle/spirituelle Dimension (Glauben) Psychische Dimension (Bewältigung von Ängsten) Soziale Dimension (Freunde, Angehörige) Angängig von Bildung, Produktive oder Haupttätigkeit, materielle Lebensbedingungen, allgemeines Lebensgefühl Natürliche Umgebung, Wohnumgebung, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte Wirtschaftliche und psychische Sicherheit Freizeit und soziale Interventionen, Gesundheit
- Sinn finden Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben = aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind Eng mit Hoffnung verknüpft, Ziele erreichen zu können Angesichts des Lebensendes werden Fragen nach dem Sinn des Lebens, nach Gott, einem Leben nach dem Tod hörbar Meist finden Schwerkranke keine Ansprechpartner für diese Fragen Sinnsuche trägt zur Lebensqualität bei Aufgaben der professionellen PP, Begleitung schwer kranker Menschen bei der Sinnfindung, mögliche Antworten auf Fragen zu finden
- Leiden Definition Nichterfüllung oder Verletzung wesentlicher Bedürfnisse, Erwartungen oder Hoffnungen eines Menschen, die als Versagen, Verhinderung oder Schmerz erfahren werden Merkmale Zustand, schwerer Krankheit und seelische Leid zu ertragen und zu erdulden Durch etwas körperliches oder seelisches stark beeinträchtigt zu sein Von etwas betroffen sein und durch etwas Schaden nehmen gezeichnet sein Nicht verstanden werden – nicht ernst genommen werden Skepsis und Misstrauen Sich gestört fühlen von Umwelt/Isolation Leistungseinschränkung (Verlust von Vitalität) Stadien von Leid Verleugnen Aufgeben Annehmen Integrieren Wie geht man damit um? Gelassenheit Geschehen lassen Hin- und hergerissen sein Wehklagen Verdrängung Herunterspielen Auflehnung Hoffnung Ablenkung Identifizierung Tapfer sein Glauben/Vertrauen Abwägen Problemlösung suchen
- Verlust Definition Jede Veränderung der individuellen Persönlichkeit, welche Wahrscheinlichkeit vermindert persönliche Ziele zu verwirklichen Ursache Verlust ist Teil des Lebens Kompetenzen einbüßen, neue Kompetenzen erwerben Freunde verlieren, neue Freunde finden Vertraute Rolle aufgeben, neue Rolle finden Dem Tod näher rücken, neuen Lebenssinn finden Verlust und Trauer Verlust hat Reaktion Trauer zur Folge Verlust =beherrschendes Thema in der PalliativCare Verluste durch Veränderungen = Beziehung Jede Art von Verlust hat für jeden eine andere Bedeutung Folgen von Verlust Physischer Bereich (Abnahme, Zunahme) Psychische Dimension (Wut, Trauer) Spirituelle Ebene (Glaube, …) Sozialer Bereich (zurückziehen, Isolation) Ebene des Verstandes (Demenz, Konzentrationstörung) Interventionen Zu Gespräch und Ausdruck der Gefühle ermutigen (ohne Drängen, ohne gewaltsamer Konfrontation) Bei Gefühlsäußerungen aktiv zuhören, Anteilnahme zeigen Für Wohlbefinden und Unterstützung in Selbstpflegekräften sorgen Anwendung von früher erfolgreichen Bewältigungsstrategien Kontakt zu Bezugsperson Weitere Hilfsangebote nutzen (Selbsthilfegruppe) Ausbrüche von Wut, Aggression, Weinen erlauben Pflegepersonen sollen Verlust und Trauer wahrnehmen Begleitung und Unterstützung anleiten Pflegebeziehung zum Trauernden aufbauen Über Normalität von vielfältigen Gefühle aufklären Raum/Atmosphäre schaffen, die Trauer erlaubt und ermöglicht, Anregungen für Betroffene suchen um Trauer auszudrücken
- Angst Definition Stimmung oder Gefühle der Beengtheit, Beklemmung oder Bedrohung Unangenehmer, spannungsreicher, oft quälender emotionaler Zustand bzw. negativer Erwartungsaffekt, verbunden mit Minderung oder Aufhebung der willens- und verstandesmäßigen Steuerung der eigenen Persönlichkeit Reine Sympatikusaktivität Ängste Angst, ausgeliefert oder entwürdigt zu sein, vor bestimmten Behandlungen, vor Tod, Vorgang des Sterbens, vor Schmerz, vor Kontrollverlust, vor Spitalseintritt Verlust menschlicher Würde Angst vor Einsamkeit und Zurückweisung, Invalität (vorrübergehend oder dauerhaft) Angst Merkmale Subjektive Erhöhte Anspannung, verängstigt, zittrig Übererregt, erschüttert, verzweifelt Beunruhigt, ängstlich, nervös Besorgnis, Unsicherheit, Furchtsamkeit Aufgedrückt Besorgnis, bzgl. Zukunft Schlaflosigkeit Interventionen Individuelle Pflegeinterventionen planen Info sammeln, Entspannungsübungen Beruhigung, ermuntern Angst zuzulassen Hoffnung, Vertrauen, med. Unterstützung Unvoreingenommen und empathisch reagieren Gesprächsbereitschaft Beobachten und Signale erkennen Emotionale Angstbewältigung Annehmen, akzeptieren von Wut und Angst Kognitive Angstbewältigung Über Krankheitsverlauf informieren Körperorientierte Angstbewältigung Qualität der Berührung
- Hoffnung Ohne Hoffnung ist Leben nicht vorstellbar Auf Zukunft ausgerichtet Die Erwartung von erwünschten Zuständen Urvertrauen Ursachen für starke Hoffnung Gefühle von Zugehörigkeit und Beziehung Zukunft ist möglich Selbstvertrauen Aktuelle Beteiligung am Leben Spiritueller Glaube Genügend Energie, mentale und körperliche Aktivität Sinn und Bedeutung sehen Ursachen für wenig Hoffnung Chronische, terminale Erkrankungen Krankheitsbehandlungen Persönliche Situationen (Schmerzen, …) Verlauf des Lebens Verlust von sensorischen oder motorischen Fähigkeiten, Unabhängigkeit, Arbeit, … Interventionen Selbstwertgefühl steigern Probleme erkennen, Lösungsstrategien Beziehung zu anderen fördern Spirituelle Bedürfnisse integrieren Positive Erinnerungen aktivieren Helfen neue Ziele zu finden Partnerschaftliche Beziehungen aufbauen
- Hoffnungslosigkeit Definition Emotionaler, geistiger Zustand bei dem Mensch nur begrenzte Möglichkeiten sieht Probleme zu lösen oder Ziele zu erreichen Merkmale Erleben wir in Krisensituationen Führt zum Verlust von Kompetenzen Macht Manipulation von außen möglich Fördert externe Hilfen Interventionen Information und Aufklärung Erkennen der körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen Vertrauen in eigene Kompetenzen wieder gewinnen Schon- und Vermeidungsverhalten abbauen Entspannung Schmerzkontrolle Umgang mit Gefühlen und kritischen Situationen Handling von Hilfen
- Hoffnungslosigkeit Definition Emotionaler, geistiger Zustand bei dem Mensch nur begrenzte Möglichkeiten sieht Probleme zu lösen oder Ziele zu erreichen Merkmale Erleben wir in Krisensituationen Führt zum Verlust von Kompetenzen Macht Manipulation von außen möglich Fördert externe Hilfen Interventionen Information und Aufklärung Erkennen der körperlichen, psychischen und sozialen Ressourcen Vertrauen in eigene Kompetenzen wieder gewinnen Schon- und Vermeidungsverhalten abbauen Entspannung Schmerzkontrolle Umgang mit Gefühlen und kritischen Situationen Handling von Hilfen
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