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NSSK (Fach) / NSSK (Lektion)

Neurogene Sprach- Sprech- & Kommunikationstörungen

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  • Differenzierung; Dysarthrie, Aphasie und SPAX Dysarthrie: 3 Funktionskreise betroffen: Respiration, Phonation, Artikulation SPAX: Störung der sprechmotorischen Bewegungsplanung, Aphasie: zentrale Prozesse auf Ebene des mentalen lexikons betroffen
  • Häufigste Ursache der Dysarthrie? Vaskuläre Ätiologie (Schlaganfall)
  • Welche Schwerpunktsetzung bei Dysarthriebehandlung durch progredient Neurologische Erkrankungen? Weniger auf Restitution, da Krankheit fortschreitet. Kompensatorische Ressourcen des P. und Adaptation von P. und Umwelt. Schulung der Eigenwahrnehmung
  • Welche drei Beobachtungsebenen sollten bei der Diagnostik der sprechapraktischen Störung berücksichtigt werden? 1. Fehler der Lautbildung (phonetische Lautenstellungen, phonematische Fehler) 2. Prosodische Auffälligkeiten (intersilbische und intersegmentale Pausen, Phonemlängungen, Schwa-Einfügungen, "silbisches Sprechen") 3. Sprechverhalten (artikulatorisches Suchverhalten, Fehlversuche und Selbstkorrekturen, Sprechanstrengung)
  • Was sollten Sie bei der Erhebung der Symptomatik bei einer SPAX berücksichtigen? Einschätzung des Schweregrades und der Störungsschwerpunktes (z.B. segmental vs. prosodisch). Beschreibung möglicher Faktoren, die Auftreten von Fehlern mit SPAX beeinflussen. (z.B. Artikulationsart, Silbenkomplexität und Auftretenshäufigkeit von Silben)
  • Was testen die Hierarchischen Wortlisten und um welche Art von Testverfahren handelt es sich hierbei? Screeeningverfahren = Nachsprechtest auf Einzelwortebene der das Auftreten sprechapraktischer Symptome in Abhängigkeit von den Einflussfaktoren ;Wortlänge (ein- bis viersilbig), Silbenkomplexität (einfache und komplexe Silbenstruktur) und Lexikalität (Wörter und Neologismen) untersucht.
  • Nennen Sie allgemeine sprechmotorische Lernprinzipien. Hoch-intensiv Hoch-repetitiv Variables Üben des zu erlernenden Materials um den Transfer gelernter Bewegungsmuster auf ungeübtes Material zu fördern.
  • Was ist die häufigste Ursache für Neurogene Sprach- Sprech- und Kommunikationsstörungen? Ein ischämischer Insult im Versorgungsgebiet der Arteria cerebri media sinister (links).
  • Symptomatik bei SPAX 1. Störung der Lautbildung- phonetische Entstellung der Laute  keine Entsprechung der Muttersprache- phonematische Paraphrasien- phonetisch entstellte phonematische Paraphrasien- gestörte Lautübergängeinkonsistent (untersch. Art & Weise) und inkonstant 2. Störung der Prosodie- silbisches Sprechen- Dehnung einzelner Laute und Lautübergänge 3. Auffälligkeiten der Sprechweise- artikulatorische Suchbewegungen- Sprechanstrengung- deutliche Fehlerwahrnehmung und erkennbare Unzufriedenheit
  • Definition SPAX - Neurogene Schädigung der erlernten artikulatorische Muster- Produktive Störung, keine Störung im SV, Lesen oder Schreiben- Störung der Planung und Programmierung der Artikulation
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  • Was verstehen Sie unter segmentalen Fehlern? - phonetische Entstellungen - phonematische Paraphrasien
  • Wie grenze ich die SPAX diagnostisch von Dysarthrie und Aphasie ab? Differentialdiagnostik: 1. phonologische Enkodierung (Ther-A-Phon) 2. Lexikon (BIWOS) 3. phonetische Enkodierung (HWL) 4. bei Dysarthrie sind auch bei nichtsprachlichen Aufgaben beeinträchtigungen zu sehen, da die Nerven und Muskeln direkt betroffen sind.
  • Instrumente zur Diagnostik SPAX - Screening-Verfahren (AAT "Nachsprechen", BIAS, LeMo)- systematische Prüfverfahren:     --> Nachsprechleistungen     --> wortebene (HWL)     --> Phrasen     --> Sätze     --> Vergleich der Modalitäten (Nachsprechen vs. Vorlesen vs. freies Sprechen)- Beobachtungsprotokoll für freies Gespräch (sehen wo Einbrüche sind --> Schweregrad)- Befragung der Betroffenen und A (Fragebögen?) --> Erscheinungsbild der SPAX im Alltag- Spontansprachanalyse- gelenkte Interviews Fragen zur Person/Alltag- 10 Punkte Checkliste nach Ziegler
  • Definition Aphasie Aphasie ist eine multimodale Störung des Sprachsystems Beeinträchtigungen der sprachsystematischen Leistungen also in den Bereichen: Semantik, Lexikon, Morphologie, Phonologie, Syntax Aphasie ist eine Sprachstörung
  • Definition Dysarthrie Als Dysarthrie bezeichnet man die Beeinträchtigung des Sprechens aufgrund einer Störung im motorischen System. bei Dysarthriepatienten ist nicht nur das Sprechen betroffen, sondern z.B. auch das Kauen, das Schlucken, die Mimik etc., also alle motorischen Aktivitäten, in deren Kontrolle das jeweils gestörte motorische Subsystem involviert ist. Dysarthrie ist eine Sprechstörung.
  • Was kennzeichnet eine globale Aphasie? - alle 4 Modalitäten betroffen (Sprechen, Verstehen, Lesen, Schreiben)- benötigt Hilfsmittel und Hilfspersonen- Kommunikation schwer beeinträchtigt- Sprache ist Instrument für Teilhabe --> Einschränkung- Funktionen/Gebrauchsformen der Sprache erfüllen nicht ihre Funktion aufgrund der sprachlichen Einschränkung
  • Was ist Kognition? = Denken und Informationsverarbeitung --> Lernen, Aufmerksamkeit und Gedächtnis --> Basisfunktionen und höhere kognitive Funktionen     - auditiv     - visuell     - kinästhetisch     - taktil-kinästhetisch
  • Was wirkt auf den Lernprozess der Adaptation ein? - Expertenwissen vermitteln, "reden über Aphasie"--> der Pat. selber wird Experte für seine Krankheit/Störung - gemeinsames Üben--> kontrollierte Erfahrung für Pat. & Angehörige--> druckfrei, Pat. und Angehörige müssen beide bereit sein - Aphasie als Hindernis für die Verständigung im Gespräch--> Wortfindung, Paraphrasien, Verständnis--> konkrete Erfahrungen mit der Aphasie machen
  • 2 Möglichkeiten zur Diagnostik 1. traditionell medizinisch--> defizitorientiert, wo ist die Störung?, daraus wird Therapie abgeleitet--> ICF-Modell--> Körperfunktion/Körperstruktur--> Therapeut ist Experte 2. zielorientierte Diagnostik / Befunderhebung--> individueller Befund--> Wo sind die Veränderungsziele der Betroffenen? (ICF --> Aktivität und Partizipation)--> je nach Ziel folgt eine spezifische Diagnostik--> Therapeut und Betroffene sind Experten
  • Vorgehen bei NAT-Ansatz Diagnostik 1. Symptomatik beschreiben und beobachten 2. Erklärung der Symptomatik --> Modell heranziehen!, Hypothesen/Fragen 3. Auswahl von passenden Diagnostikinstrumenten 4. Welche Hypothese zeigt sich als korrekt? 5. Therapieplanungsentscheidung --> NAT/PAT
  • Vorgehen bei NAT-Ansatz Diagnostik 1. Symptomatik beschreiben und beobachten 2. Erklärung der Symptomatik --> Modell heranziehen!, Hypothesen/Fragen 3. Auswahl von passenden Diagnostikinstrumenten 4. Welche Hypothese zeigt sich als korrekt? 5. Therapieplanungsentscheidung --> NAT/PAT NAT --> wenn Restitution (Wiederherstellung) des Sprachsystems möglich istPAT --> individuelles Störungsbild (Faustregel: erst SV, dann Sprachproduktion)
  • Grundlagen für Adaptation - Wahrnehmung- Aufmerksamkeit- Gedächtnis
  • Verlaufscharakteristika globale Aphasie - nur geringe Verbesserungen- über lange Zeiträume hinweg (Jahre)- SV verbessert sich vergleichsweise schnell- sehr unterschiedlicher Verlauf
  • primär progressive Aphasie (ppA) --> Demenz, die mit den Sprachproblemen beginnt--> degenerativ (deswegen Demenz)--> entspringt in den sprachrelevanten Arealen in der linken Hemisphäre --> sprach therapeutsiche Intervention kann den degenerativen Prozess verlangsamen
  • lexikalische Störungen. welche gibt's? - phonologische Störungen - morphologische Störungen - semantische Störungen - grammatische Störungen in der Levelt-Kugel (einzelne Wörter)
  • grammatische Enkodierungsstörung /syntaktische Störung --> abhängig vom Satzbauplan--> wie werden Wörter kombiniert?--> topologisches Satzbaumodell
  • phonologisch-lexikalische Störungen --> Wortformwissen ist betroffen
  • phonologisches Dekodieren <--> phonologisches Enkodieren Aufgabenform Materialauswahl therapeutische Techniken Dekodieren:Aufgabenform: phonematisches DiskriminierenMaterialauswahl: Minimalpaare (Veränderung der Schwierigkeit --> Silbenanzahl, Komplexität, Betonung)therapeutische Techniken: Schriftbild Enkodieren:Zielleistung: das phonologische Wort soll korrekt produziert werdenAufgabenform: BenennaufgabeMaterialauswahl: nach phonol. Kriterien, Länge, Betonung, Minimalpaaretherapeutische Techniken: Schriftbild (muss segmental lesen können)
  • Was passiert bei der phonologischen Enkodierung? Was muss die phonologische Enkodierung leisten? Sie füllt die syntaktische Oberflächenstruktur aus der gram. Enkodierung mit phonologischen Informationen. Dazu holt es Informationen aus dem Wortform- bzw. Lexem-Lexikon.Der am Ende erstellte Plan enthält morphologische-, segmentale- und prosodische- Informationen, welche an den Artikulator weitergegeben werden. --> die einzelnen phonologischen Wortformen und die Grammatik müssen in die richtige Reihenfolge gebracht werden.--> Es entsteht die phonologische Phrase.
  • Welche produktiven bzw rezeptiven Symptome lassen Sie eine 'phonologische Störung' vermuten? produktive Symptome:- phonematische Fehler- Suchverhalten- Fehlerinkonsistenz- formale Paraphrasien rezeptive Symptome:- falsche Wortform wird abgerufen
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  • Welches sind die 3 zentralen Stellschrauben der Therapieplanung in der NAT-Therapie, die auch in der SPAX-Therapie gezielt geplant und kontrolliert werden müssen? - Materialauswahl - Übungsform - Hilfestellungen
  • Sie wollen die phonologische Dekodierung 'bearbeiten'. (a) Nennen Sie 2 Aufgabenformen, mit denen das geschehen sollte (b) nach welchen Kriterien wählen Sie das Material aus? (c) wie könnten Sie den Schwierigkeitsgrad durch Veränderung des Materials erhöhen? (a) - Die Entscheidungsfindung zwischen realem Wort und Nichtwort- Minimalpaare: gleiche Wörter oder 2 verschiedene? (b)Komplexität, Wörtlänge, Frequenz (c)komplexere Silbenstruktur, Erhöhung der Wortlänge, ähnlich klingende Wörter bis hin zu Minimalpaaren verwenden
  • Welche Bereiche des Levelt-Modells sind bei einer lexikalischen Störung betroffen? Im Lemmateil werden semantische und dyntaktische Informationen zur Lexemebene weitergegegeben. Lexical pointer --> Aktivierungsstörung der Wortform. --> amnestische Aphasie
  • Symptomatik lexikalische Störungen Primäre Symptome:- Wortfindungslücken (Wortabruf)- semantische Paraphrasien (Wortwahlstörung)- phonematische, formale Paraphrasien (Wortformstörung) sekundäre Symptome: (= Kompensation, Adaptation --> Störungsmanagement)- Äußerungsabbrüche- Suchpausen- Umschreibungen- Gesten- Passepartout-Wörter- Leerstellen lassen- Selbstkorrekturen
  • Diagnostik bei lexikalischen Störungen PAT NAT PAT --> Management-Strategien --> wichtiger Punkt: nimmt Pat. Paraphrasien überhaupt wahr? nein? --> SV überprüfen, monitoring (--> Aufmerksamkeit), selektive Aufmerksamkeit --> 1. etwas sprechen, 2. Monitoring, das Gesagte überprüfen orientierende Datenerhebung mit paraDOK --> jede Paraphrasie im Gespräch wird aufgeschrieben und Symptome gesammelt Gesprächssample Effektivität der Managementstrategien NAT--> beziehen sich aufs Logogenmodell. meist LeMo --> zeichnet ein individuelles Störungsbild