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USES Gass (Fach) / USES Gass (Lektion)
USES
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- (1) a) Welche zwei Entwicklungsbereiche der kindlichen Sprachentwicklung gibt es und b) wie charakterisieren sich diese? Sozial-kommunikativer Entwicklungsbereich: Auseinandersetzung mit „ICH“ und anderen Symbolischer Entwicklungsbereich: Auseinandersetzung mit Gegenständen, Vorstellung von Dingen (bis ca. 3 Jahre)
- (2) Inwieweit kann man am Beispiel „füttern“ eine symbolische oder funktionelle Handlung festmachen? Funktional: Es gilt nur die Funktion des Löffels, das Resultat ist nicht wichtig, keine emotionale Beteiligung des Kindes Symbolisch: Kind spricht mit der Puppe („schmeckts?“) à emotionale Beteiligung, Handlungsresultat ist wichtig à Löffel wird genau zum Mund geführt, Puppe ist am Ende satt
- Was ist mit geplantem Symbolspiel gemeint? Rückseite Ein Kind hat eine Idee von einer Handlung und plant diese, in dem es sich 2-3 Handlungsschritte vorab überlegt und die passenden Gegenstände dazu sucht.
- 4) Was versteht man unter instrumentellen Handlungen? Rückseite Auch „Um-zu-Handlungen“ genannt.Eine Handlung, die aus zwei „Teilhandlungen“ besteht, bei der beide Hände zur Hilfe genommen werden. (Am Beispiel eines Rechtshänders:) Die linke Hand (Hilfshand) bereitet die Situation vor (hält das Blatt fest) und die rechte Hand führt die eigentliche Handlung aus (malt).
- 5) Kind ist aktiv am Spracherwerb beteiligt. Was ist die Voraussetzung für den Spracherwerb? Rückseite Triangulierung --> Basis für die Entdeckung der Sprache, schafft sprachlichen Austausch
- Welches Verhalten deutet auf eine Entwicklungsverzögerung hin? Rückseite - verliert Interesse; neuer Fokus --> kann Handlungsidee nicht weiter verfolgen --> evtl. sprunghaftes Spiel
- Was tut das Kind bei der Triangulierung? Wie bekommt es die einzelnen Satzstrukturen? - Geben und Zeigen, Kind muss aktiv sein--> Es bekommt Nomen - W-Fragen:Wer? --> PersonalpronomenWas? --> NomenWo? --> PräpositionenWarum? --> Nebensatzstrukturen
- Wann setzt der Loslösungsprozess ein und was bedeutet er für die Entwicklung?^ Rückseite - mit etwa 9-12 Monaten, mit dem Krabbeln (und später Gehen) - Objektpermanenz vorhanden, "Mama bleibt da, auch wenn ich weg bin!" Das Kind kann selbst über Nähe und Distanz entscheiden. Beim Gehen ändert sich zusätzlich der Blick auf die Welt und der Handlungsradius.
- Übergangsobjekt, was ist das und warum wird es benutzt? Rückseite - das ist etwas Vertrautes und gibt dem Kind Sicherheit und hat einen heimatlichen Geruch (meist aus Stoff, weich, häufig ein Kuscheltier)- es bleibt dem Kind erhalten, auch wenn es daran seine Wut auslässt- Stellvertretungscharakter der Eltern- Trainiert die Fähigkeit, allein zu sein- bis 4. LJ, dann sollte eine Sicherheit von Abläufen vorhanden sein
- Welche Bedeutung hat das "ICH"? Rückseite --> das Kind sieht sich selbst als Individuum- dieses Wort kann nicht durch Nachahmung erlernt werden- es braucht Mut, da es eine 'ausgesprochene' Distanz herstell
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- Welche Kompetenzen bilden die Basis für die „Ich“ Bildung? Rückseite - Idee wer ich bin- Handlungsresultat- Triangulierung --> zeigen, geben, fragen
- Das Kind entdeckt die Sprache. Was ist die Funktion von Sprache? Rückseite - über nicht-situationales sprechen- reden über Gefühle, Bedürfnisse, Wünsche- Anfang: handlungsbegleitend, Nomen, Lautmalereien, unmittelbar mit GG verknüpft, bein einzelnen Wörtern, GG löst sprachliche Handlung aus- Verstehenssicherung- Wörter bewirken etwas und werden mit einem bestimmten Ziel formuliert
- Was ist der Unterschied zwischen einem Wort/Nomen und einem Ein-Wort-Satz? Rückseite Wort/Nomen = handlungsbegleitendes Wort Einwortsatz = mit Intention /kommunikativer Absicht formuliert
- Was ist a) assoziatives und b) allgemeines Sprachverständnis? Rückseite a) = situational --> GG muss im Blickfeld liegen b) nicht-situational --> braucht keinen Kontext
- Wann sollte man corrective Feedback nicht einsetzen? Rückseite Bei der Arbeit am Sprachverständnis; Das Kind wiederholt inkorrekt, dann kein corrective feedback--> man würde Handlung zu wider handeln, man will sehen wie ein Kind reagiert (es soll Nicht-Verstehen bemerken) und deshalb eine Pause setzen
- Welche typischen sprachlichen Auffälligkeiten zeigen Kinder, die die Basiskompetenzen nicht erworben haben? Rückseite - Ja-sage-Strategien- Floskeln- Aneinanderreihung von Wörtern ohne Sinn- passe-par-tout Wörter- stereotype Fragen- statische Grammatik
- Wie lässt sich Triangulierung provozieren?^ Rückseite in Problemsituationen, z.b. Flasche fest zugedreht
- Was ist das diagnostische Vorgehen bei Verdacht auf Dysgrammatismus? Rückseite - Sprachsample - Bildgeschichte (Zeit: Perfekt)--> Kind soll erzählen, Aufforderung dazu in Perfekt, Th. beschreibt erstes Bild, Th. erzählt ganze Story, Kind soll auch nochmal erzählen z.B. der Puppe - SV, Aussprache & Wortschatz ebenfalls überprüfen
- Wie sollte eine Therapiestunde aussehen? (nach S. Kruse) Rückseite 1. Übungssituation am Tisch (15-20 min)- spezifische Struktur, klares Ziel- hochfrequent & spezifisch- die Zielstruktur wird kontrastiv angeboten- Zielstruktur soll möglichst schnell produziert werden 2. freies Spiel (25-30 min)- dialogorientiert --> gemeinsame Fokussierung, Perspektivenwechsel- Fokus auf Zielform / -struktur- kein Einfordern von Produktion
- Welche Parameter benötigt das Kind um in den Grammatikerwerb einzusteigen? Rückseite - Basiskompetenzen (Voraussetzung)- 10 aktive Verben- 2-Wortäußerungen- Fragepronomen (wer, wo, was) zumindest verstehen- Dekontextualisierung (Wörter verwenden: auch, noch, nochmal)- relationale Partikel (rein, raus, zu, auf) = Resultative
- Dezentrierung und Fokussierung Rückseite Dezentrierung: Rückzug aus Handlungsmittelpunkt--> Betrachtung von außen, Handlungsresultat, ich merke dass etwas entsteht/entstanden ist- sich distanzieren können--> Aspekt am Verb --> Partizip
- Welche sprachlichen Auffälligkeiten zeigen sich bei Dysgrammatismus? - Auslassung obligatorischer Satzglieder- fehlerhafte Satzstellung- Subjekt-Verb-Kongruenz
- Welche Begleitsymptome zeigen sich bei Dysgrammatismus? - phonologische Auffälligkeiten- SV eingeschränkt- geringer Wortschatz
- Wodurch erhält man bei der Anamnese Hinweise auf eine Spracherwerbsstörung? 5 nennen können, die Eltern berichten können. Rückseite - später Sprechbeginn- ist ruhig und malt viel- Verhaltensauffälligkeit, Kind hat Mühe sich zu verständigen- andere haben Schwierigkeiten das Kind zu verstehen- Kind versteht viel nicht- Wortschatz gering- Wortschatz stagniert
- Auf welche Kompetenzen der Kinder achten Sie bei der Auswertung des language samplings? Rückseite - Verbentwicklung (Aspekt am Verb, V2)- Fragepronomen- S-V-K- 2. Pers. singular & Kasus- Nebensatzstruktur --> ab welcher Stufe zeigt das Kind Probleme, bis wohin reichen Kompetenzen?
- a) Welche Wortart gilt als guter Stellvertreter für die Grammatik des Kindes und b) warum? Rückseite Das Verb hat eine feste Position, der Rest ist flexibel!
- Welchen Spielrahmen schlägt S. Kruse in der Therapie vor? Rückseite - Problemlösung- Rollenspiel- Konflikte bearbeiten
- Mit welchem Arbeitsbereich beginnt die Morphologiearbeit? Rückseite Aspekt am Verb: wenn ein Tätigkeit vollendet ist. (Partizip) unsere Erwartung: Kindet verwendet irgendetwas anderes als den Infinitiv!
- Was sind die 4 Kompetenzbereiche nach Zollinger? Beispiele praktisch-gnostische Kompetenzen = Gebrauch und Handhabung alltäglicher Gegenstände--> Bürste zu den Haaren führen (12-15 LM)--> Flaschendeckel drehen/öffnen/schließen (18-24 LM) symbolische Kompetenzen = Bedeutung von Handlungen/Spielentwicklung--> Imitation funktionaler Handlungen (12-15 LM)--> Einfache symbolische Handlungen (18-24 LM) sozial-kommunikative Kompetenzen = Auseinandersetzung Ich - Du, Individuation--> Abwenden ( 12-15 LM)--> Nein-Sagen ( 18-24 LM) sprachliche Kompetenzen = Sprachproduktion und Sprachverständnis--> Einzelne Wörter (12-15 LM)--> Einwortsätze, Nicht-situationale Äußerungen verstehen (18-24 LM)
- Grammatikerwerb bis 48 Monate wird nach Kruse in 5 Phasen gegliedert. Welche? beschreiben Sie! Phase 112-18 MonateVerwendete Wortarten:- Zeigewörter da- Nomen: Ball,undifferenzierte WörterFrage: Intonation Phase 2ab 2 1/2 JahreMorphologie: Aspekt am Verb (puttemacht)Syntax:- Elementkombinationen (mama socke)- 1. Fragen (wo, wer,was) Phase 3Ab 3 JahrenMorphologie:- Präsens - Perfekt- 1. + 3. Person- Nominativ (+Artikel)Syntax:- Mehrwortäußerungen- Nominalphrasen- variable Vorfeldbesetzung- VE > V2 über Modalverben Phase 4ab 4 JahrenMorphologie:- 1. / 3. Person - 2. Person- AkkusativSyntax:- Topikalisierungen visualisieren- fakultative verbergänzungen- komplexe Fragen VE < V2 Phase 5ab 4 1/2 JahrenMorphologie:- Festigung der Partizipien- Passiv, Futur, (Dativ)Syntax:- Nebensätze- Negation- Text
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- Modulationstechniken nach Dannenbauer kindlichen Äußerungen vorausgehende Sprachmodelle:- Präsentation = gehäufte Einführung der Zielform (hochfrequentes Anbieten der Zielform)- Parallelsprechen = Versprachlichung kindlicher Intentionen - Alternativfragen = Angebot zweier Zielstrukturen zur Beantwortung (bsp: Liegt er noch im Bett oder ist er schon ins Bad gegangen? (Akkusativ/Dativ) ) kindlichen Äußerungen nachfolgende Sprachmodelle:- Expansion = Vervollständigung kindlicher Äußerungen unter Einbau der Zielstruktur- korrektives Feedback = Wiedergabe kindlicher Äußerungen mit berichtigter Zielstruktur- modellierte Selbstkorrektur = Nachahmung kindlicher Fehler bei der Zielstruktur mit sofortiger Korrektur (bsp: K: "Und du hol Teller" T: "okay, und du hol...nein, falsch!... und du holst Tassen")