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Sozialpsychologie (Fach) / 5.2 Repräsentation & Funktion des Selbst (Lektion)

Selbstkonzept vs. Selbstwertgefühl

Diese Lektion wurde von anna2403 erstellt.

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  • 1. Definiere Selbstkonzept & Selbstwertgefühl. Wie hängen diese zusammen? ♦ Selbstkonzept: Gesamtsumme aller Überzeugungen die wir über uns selbst haben - Selbstschemata (=Mentale Strukturen, die helfen Erfahrungen zu organisieren) - Selbstreferenzeffekt (=Verarbeitung von Information mit Bezug auf das Selbst erleichtert die Speicherung im Gedächtnis) - Arbeitsselbstkonzept (=Teil des Selbst, der in einer Situation aktiv ist und Verhalten beeinflusst) - Tatsächliches Selbst, Ideales Selbst, Soll Selbst ♦ Selbstwertgefühl: positive oder negative Bewertung der eigenen Persönlichkeit (Einstellung zum Selbst), die oft positiv verzerrt ist und durch soziale Vergleiche konstruiert wird.  - Trait- & State-Selbstwertgefühl - Implizites & explizites Selbstwertgefühl  ♦ Zusammenhang: Das Selbstwertgefühl meint die Bewertung des Selbstkonzepts (und der eventuellen Diskrepanzen mit dem Ideal-Selbst). Es ist weniger stabil als das Selbstkonzept stabil genug um als Eigenschaft zu gelten.
  • 2. Selbstkonzept - Selbstdiskrepanztheorie (Higgins, 1987) Wie beeinflussen Erwartungen darüber, wie wir sein möchten und sollten, was wir fühlen und wie wir handeln? - Diskrepanz = Missverhältnis zwischen zwei miteinander in Beziehung stehenden Dingen - Tatsächliches Selbst: Eigenschaften die man sich selbst zuschreibt bzw. von denen man glaubt, dass andere sie uns zuschreiben - Ideales Selbst (Wunschdenken): Eigenschaften die man sich wünscht bzw. von denen man glaubt, dass andere sie sich von uns wünschen - Soll Selbst (wie ich funktionieren sollte): Eigenschaften, von denen man glaubt, dass man sie besitzen muss/sollte bzw. von denen andere denken, dass man sie besitzen sollte
  • 3. Selbstwertgefühl- Trait vs. State (WICHTIG!) ♦ Trait-Selbstwertgefühl (stabile Eigenschaften): erfasst, welches Gefühl Menschen zu sich selbst haben (hohes vs. geringes Selbstwertgefühl) - ich bin entweder selbstbewusst oder nicht z.B. ich finde mich gut, mich bringt so leicht ein verlorenes Fußballspiel nicht aus der Bahn - Major-life-event = große Erfolge oder Misserfolge die ich in meinem Leben hatte - Major-life-event: Tod von nahestehenden Menschen kann starkes Trait-Selbstwertgefühl schwächen ♦ State-Selbstwertgefühl (weniger stabil): bezieht sich auf zeitweilige Selbstveränderungen aufgrund von Erfahrungen wie Erfolge & Misserfolge / instabiles Selbstwertgefühl bei geringerem psychologischem Wohlbefinden Zusammenhang: wenn trait-selbswertgefühl stark ist bringen mich kleinigketein nicht so aus der reihe / wenn ich als kind vllt missbraucht wurde kann es sein das mein trait-selbstwertgefühl nicht hoch ist dann werde ich durch state-selbstwertgefühl leichter aus der reihe gebracht z.B. durch ein verlorenes Fußballspiel.
  • 4. Selbstwertgefühl - implizit vs. explizit ♦ implizites Selbstwertgefühl: unbewusstes Gefühl über Positivität/Negativität des Selbst - unbewusst/ schwer zu untersuchen weil es unbewusst ist  ♦ explizites Selbstwertgefühl: bewusste Gefühle über Positivität/Negativität des Selbst - der Bereich wo ich mir meinen Gefühlen bewusst bin  - implizites & explizites Selbstwertgefühl können übereinstimmen oder voneinander abweichen Beispiel:  hohes explizites Selbstwertgefühl aber geringes implizites Selbstwertgefühl = menschen fühlen sich leicht bedroht durch negative rückmeldungen / test schlecht abschneiden, dann waren fragen doof gestellt z.B.
  • 5. Selbstaufwertungsmotiv - Methoden zur Selbstaufwertung - Selbstaufwertung als kognitiver Prozess Größer, besser, schneller? Warum ist unsere Selbstwahrnehmung verzerrt? - es liegt an 3 aufeinander aufbauenden Gründen 1. Selbstaufwertende Illusion: i.d.R haben Menschen positive Illusion über das Selbst / wir vergleichen uns positiver zu objektiven Standards / Neigung Überlegenheitsverzerrung "ich bin besser als die anderen" - Falschen-Konsensus-Effekt = Annahme das Meinung anderer unseren eigenen stärker ähneln als es tatsächlich der Fall ist  2. Selbstaufwertende Informationsverarbeitung: selbstaufwertende Überzeugungen werden auch dann aufrechterhalten wenn sie Realität widersprechen / Grund = verzerrte Informationsverarbeitung wegen Schlussfolgerungen, die Positiv für Selbst ausfallen 3. Implizite Selbstaufwertung: kaum Bewusstsein darüber, wie sehr Denken von Selbstaufwertungsmotiven beeinflusst ist / impliziter Egoismus = nicht bewusste/automatische Bewertung von Objekten, die mit Selbst zu tun haben
  • 6. Regulatorische Funktion des Selbst - Selbstaufmerksamkeit - psychologischer Zustand in dem sich eigene Aufmerksamkeit auf das Selbst richtet - bewirkt Abgleich mit Normen für angemessenes Verhalten - Abweichung Norm = negative Gefühle motivieren Verhalten zu änden
  • 7. Regulatorische Funktion des Selbst - Selbstregulation - sich selbst regulieren/ stoppen/ Fokus auf mich selbst haben - Prozess bei dem eigene Verhalten kontrolliert & gelenkt wird, um erwünschte Gedanken, Gefühle & Ziele zu erreichen - Selbstfokus bewirkt Selbstregulation - analog zu Muskel = nach anhaltender Nutzung folgt Selbsterschöpfung
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