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Schwerpunktthema Philosophie (Fach) / Allgemeinewissen der Philosophie (Lektion)
Allgemeinewissen der Philosophie
Diese Lektion wurde von bertiu erstellt.
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- Wer ist der Begründer der abendländischen Philosophie? Thales von Milet (6 Jahrhundert v. Chr.) / Wasser war sein Urstoff.
- Wie lautet der Satz des Thales? Thales stellte fest, dass der Umfangswinkel eines Halbkreises (Thaleskreis) 90 Grad beträgt.
- Woher kommt der Begriff der Vorsokratiker? Mit Sokrates trat einer der bedeutendsten Denker auf die Bühne der Philosophie. Vor ihm hatten die Philosophen – von Thales bis Heraklit – unterschiedliche Inhalte und Methoden. Deshalb hat man sie der Einfachheit halber unter dem Sammelbegriff Vorsokratiker zusammengefasst.
- Woher kommt eigentlich der Begriff „Kosmos“? Pythagoras war der Erste, der die Welt einen Kosmos nannte. Damit meinte er die sinnvoll gegliederte Ordnung aller Dinge. Das Gegenteil des Kosmos ist die Unordnung oder – Chaos.
- Was ist die platonische Liebe? Unter „platonischer Liebe“ versteht man eine rein geistige freundschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau. Doch eigentlich beruht dieser Begriff auf einem Missverständnis. Platon war zwar der Meinung dass es nicht gut sei, wenn jemand den Leib des anderen mehr liebe als dessen Seele. Doch die körperliche Liebe schloss er deshalb nicht aus.
- Um was geht es in Platons Höhlengleichnis? Alles was die Sinne des Menschen wahrnehme, sei nur ein verzerrtes Abbild der wahren ursprünglichen Idee. An sie gelte es, sich zurückzuerinnern.
- Was versteht man heute unter einem Epikureer? Ein Epikureer ist nach heutigem Begriff ein Mensch, der in erster Linie nach Bequemlichkeit strebt. Ein sorgloses und genussreiches Leben geht ihm über alles.
- Worum geht es bei der Denkrichtung von Cicero und den Eklektikern? Sie prüften die verschiedenen philosophischen Theorien ihrer Zeit und zogen daraus das jeweils Passende für sich heraus. Daher stammt auch der Name dieser Gruppierung Eklektiker bedeutet wörtlich übersetzt „Auswähler“.
- Was heißt Scholastik? Scholastik bedeutet Schullehre. Die gleichnamige Epoche wird deshalb so genannt, weil die christliche Religion – und schließlich auch die Philosophie – zu dieser Zeit vor allem in den Klosterschulen unterrichtet wurde.
- Was ist der Ursprung des Pro und Contra? Pro und Contra – Für und Wider lautet die Methode, mit der sich Scholastiker der Wahrheit zu nähern versuchten.
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- Was bedeutet Utopia übersetzt? Griechisch: outopos = nirgendwo
- Was versteht man unter einem Humanisten? Ein Humanist von lat. Humanus menschlich ist nicht nur jedemand der auf einem Gymnasium war, sondern auch einer, der in klassischer Weise gebildet ist. Heute wie damals lebt der Humanismus von diesem Bildungsideal im Geister des griechisch-römischen Kultur
- Wer war der erste Völkerrechtler? Hugo Grotius vertrat die Ansicht, dass es ein von Gott gewolltes natürliches Menschenrecht gibt als Grundlage für eine friedliche Staatsordnung. Dieses Recht bezog er nicht nur auf die einzelnen Staaten untereinander. Deshalb gilt Grotius als der Vater des heutigen Völkerrechts.
- Wer waren die drei großen Denker der Barock-Epoche? Descartes, Spinoza und Leibniz. Bezeichnend ist, dass alle ihre Theorien auf den klaren Vorgaben mathematischer oder geometrischer Systeme aufbauten.
- Wie heißt der berühmte Grundsatz von Descartes? „cogito ergo sum“ – „ich denke, also bin ich“
- Was ist unter dem Dualismus von Descartes zu verstehen? Die Welt teilt sich in zwei Bereiche auf: Körper und Geist. Über den Körper kann man sich prinzipiell täuschen, über den Geist herrscht absolute Gewissheit. Körper und Geist stehen beziehungslos nebeneinander.
- Descartes war nicht nur Philosoph, sondern auch ein großer Mathematiker. Was erfand er? Das Koordinatensystem wie man es heute verwendet geht auf ihn zurück.
- Was hat die Anthropologie mit Spinoza zu tun? Für Spinoza bestand der Mensch aus zwei Aspekten – dem Körper und der Seele. Allerdings war er der Meinung, dass man beides nicht getrennt voneinander betrachten kann. Vielmehr sah Spinoza darin zwei Seiten desselben Wesens. Diese Ansicht vertritt noch heute die Anthropologie – die Wissenschaft des Menschen.
- Gegen was wendet sich die Aufklärung und was ist ihr Ziel? Die Philosophie der Aufklärung wendet sich gegen jede Form von Autoritätsgläubigkeit und Traditionsgebundenheit. Ihr Ziel ist das Glück des Individuums und seine persönliche Selbstentfaltung.
- Was ruft Immanuel Kant (1724 – 1804) den Menschen zu? Sapere aude! – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.
- Was ist der kategorische Imperativ? Kant beschäftigte sich wie der Menschen handeln sollte und das fand er in einem allgemein gültigen Grundsatz. Handele so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte. Heißt bevor man etwas tut, sollte man sich überlegen, wie es wäre, wenn alle das Gleiche tun würden.
- Was bewirkte Augustus Comte? Eine richtige Schule positivistischen Denkens gründete der französische Mathematiker Augustus Comte (1798 – 1857) Zu seinen Forschungsgebieten zählte auch das Leben in der Gesellschaft. Das neue Fachgebiet nannte er Soziologie.
- Was ist Nihilismus? Wird allgemein eine Weltsicht bezeichnet, die die Möglichkeit jeglicher objektiven Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung verneint. Wird auch als Verlust der tradierten Sinngebung bezeichnet.
- Wie schaut die Willensphilosophie von Friedrich Nietzsche (1844 – 1900) aus? Das Wesen der Welt sah er im Willen zur Macht. Daneben gab es für ihn keinen Platz mehr für eine zweite, ideale Welt. „Gott ist tot“, war Nietzsches Schlussfolgerung. Er versuchte die in seinen Augen falschen Wertvorstellungen von Moral und Christentum zu zertrümmern und alle bisherigen Werte umzuwerten.
- Was ist ein Freud’scher Versprecher? Wenn ein Mensch kurzfristig die Kontrolle lockert, kann laut Freud das Unbewusste, das „Es“ zu Tage treten. Das tut es beispielsweise, indem derjenige dann Wahrheiten sagt, die er eigentlich gar nicht sagen will – und bewusst vielleicht noch nicht einmal kennt. Dann spricht man auch heute noch von einem Freud’schen Versprecher.
- Was versteht Freud unter dem Ödipus Komplex? Laut Freud haben kleine Jungen den Urtrieb in sich, den eigenen Vater zu töten und mit der eigenen Mutter zu schlafen. Den Namen für dieses Phänomen entlieh Freud der griechischen Mythologie.
- Wer gilt als Vater des Existenzialismus und was waren seine Ansichten? Der Däne Sören Kierkegaard (1813 – 1855) gilt als Begründer des Existenzialismus. Kierkegaard ging es um eine „Wahrheit je für mich“ um den einzelnen Menschen in seiner konkreten Lebenssituation, und nicht mehr um den absoluten Geist in der Menschheitsgeschichte. Das Wichtigste im Leben des Menschen ist die Entscheidung. In jedem Augenblick geht es um ein Entweder – Oder seines Handelns. Egal wie er entscheidet – die Richtigkeit seines Handelns kann er nicht vorausplanen. Die Angst vor der Entscheidung und der Freiheit reiner Möglichkeit treibt ihn in die Verzweiflung.
- Warum lehnt Sartre den Nobelpreis ab? 1964 erhielt Sartre den Nobelpreis für Literatur, denn er jedoch ablehnte. Seine Begründung: Ein Schriftsteller dürfte sich durch solche Auszeichnungen nicht institutionalisieren lassen. Zudem sah er im Nobelpreis einen Preis, der den Schriftstellern des Westens und den Rebellen den des Ostens vorbehalten war.