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Sozialpsychologie (Fach) / 3.2 Attribution (Lektion)
Attribution, Kasualattribution, Attributionstheorie
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- 1. Attribution = Ursachenzuschreibung Welche Ursache schreibe ich etwas zu? 1.verstehen, warum jemand so agiert oder so ist 2. dann könnte ich es verstehen 3. & es dementsprechend kontrollieren
- 2. Kasualattribution Prozess, durch den Betrachter zu Schlussfolgerungen über Ursachen des Verhaltens einer Person gelangen
- 3. Attributionstheorie (Heider 1958) beschreibt, dass wir Verhalten einer Person erklären, indem wir Verantwortung der Situtation oder Veranlagung zuschreiben Ursachen für Verhalten ... - internal (personenbezogen): wenn man Ursache für Verhalten Person in Disposition, Persönlichkeit, Einstellungen & Charakter sucht - external (situationsbezogen): wenn man Ursache für Verhalten Person in Situation sieht
- 5. Kovariationstheorie (Kelley 1967) Annahme, dass Beobachter Ursachen Verhalten herausarbeiten, indem sie Daten über vglbare Fälle sammeln -> Verhaltensursache entspricht Person, Situation, die mit Effekt kovariiert (=zsmhängt) oder Entität (=konkreter Gegenstand). 1. Person = Konensus / Zeigen andere Personen in gleicher Situation ähnliches Verhalten? 2. Situation = Konsistenz / Tritt das Verhalten in gleichen Situationen wiederholt auf? 3. Objekt/Entität = Distinktheit / Tritt das Verhalten nur bei diesem Objekt auf?
- 6. Internal (Personenattribution) (Kovariationstheorie Kelley 1967) 1. Person/Konensus (Zeigen andere Personen in gleicher Situation ähnliches Verhalten?)= GERING 2. Situation/Konsistenz (Tritt das Verhalten in gleichen Situationen wiederholt auf?)= HOCH 3. Objekt/Entität/Distinktheit (Tritt das Verhalten nur bei diesem Objekt auf?)= GERING Beispiel: P. kommt zu spät zum Meeting. zu 1: Nein, nur P. kommt zu spät. zu 2: Ja, P. kommt jedes Mal zu spät zu Meetings. zu 3: Nein, P. kommt zu jedem Meeting zu spät
- 7. External (Entitätsattribution) (Kelley, 1967 Kovariationstheorie) 1. Person/Konsensus (Zeigen andere Personen in gleicher Situation ähnliches Verhalten?)= HOCH 2. Situation/Konsistent (Tritt das Verhalten in gleichen Situationen wiederholt auf?)= HOCH 3. Objekt/Entität/Distinktheit (Tritt das Verhalten nur bei diesem Objekt auf?)= HOCH Beispiel: Azubi Tanja beschwert sich über die Abteilung Buchhaltung. zu 1: Ja, auch andere Azubis haben sich schon über Buchhaltung beschwert. zu 2: Ja, Tanja beschwert sich immer über Buchhaltung. zu 3: Ja, Tanja beschwert sich nur über Buchhaltung.
- 4. Unterschied Attributionstheorie (Heider 1958) & Kovariationstheorie (Kelley 1967) Die Kovariationstheorie differenziert noch expliziter zwischen internalen & externalen Ursachen als bei der Attributionstheorie (mit noch mehr Fragen).
- 8. Zwei-Stufen-Prozess der Attribution (Gilbert 1989) - Beobachtung von Verhalten - Schritt 1: Automatische Verarbeitung spontan & automatisch dispositionale Verarbeitung = Internale Attribution - wenn Zeit, kognitive Ressourcen & Motivation nicht vorhanden sind + Informationen werden automatisch verarbeitet, führt zu KORRESPONDENZVERZERRUNG (CORRESPONDENCE BIAS) = Beobachter neigen dazu, Verhalten eines Handelnden eher auf interne als auf externe Faktoren zurückzuführen - Schritt 2: Kontrollierte Verarbeitung wenn Zeit, kognitive Ressourcen, Motivation vorhanden Anpassung an Situation = situationsbezogene Korrektur = Korrigierte Attribution Beispiel: Professor stellt Frage & Student liegt total falsch. -> Ich kann meine Attribution nur korrigieren wenn mir überhaupt auffällt, dass ich einen Attributionsfehler gemacht habe
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