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Denkmalpflege (Fach) / Denkmalpflege (Lektion)

Denkmalpflege

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  • Camillo Boito: Welches Dokument von ihm war wichtig und wie beeinflusste es die Denkmalpflege der folgenden Jahre? Camillo Boito (1836-1914) nimmt eine Zwischenposition zwischen Ruskin und Le Duc ein. Bis dato neu war seine Formulierung des Denkmals als Quelle von Geschichte. Für ihn ist Restaurieren zulässig - aber nur als Notlösung. Gegen stilreine und purifi zierende Restaurierungen - fordert als Massnahmen an Denkmälern nur minimale Eingriffe. In der Carta del Restauro (1883) stellte er Grundsätze auf, welche später fast 1 zu 1 als Gesetz übernommen werden. Auf ihr baut die Charta von Venedig (1964) auf - sie begründet die wissenschaftliche Denkmalpflege. 1. Zuerst konsolidieren und instandsetzen, anstatt gleich komplett restaurieren.  Hinzufügen und Erneuern soll vermieden werden. 2. Ergänzungen sollen vom Bestand differenziert werden. 3. Ergänzungen sollen in der Form nachempfunden werden, aber unterschiedlich in den Materialien sein, ohne das Gesamtbild zu beeinträchtigen. 4. Fehlstellen sollen vereinfacht ergänzt werden. 5. Dem ursprünglichen Denkmal später hinzugefügte Teile gehören zum Bestand. Müssen wertvolle Teile entfernt werden, so sollen diese aufbewahrt werden, möglichst neben dem Denkmal. 6. Die Arbeiten sollen dokumentiert werden: schriftlich, zeichnerisch und mit Fotos - vor, während und nach der Arbeit. 7. Eine Inschrifttafel soll mit Datum und Bezeichnung an die Restaurierung erinnern. Sein wichtigstes Werk war die Porta Ticinese, ein mittelalterliches Stadttor. Boito machte zwei neue Durchgänge, der mittlere Bogen mit Relief blieb. Später sagt Boito, dass er sich bei diesem Projekt nicht ganz treu gewesen wäre. Außerdem rekonstruierte er den Donatello-Altar sehr erfolgreich. Alles in allem vermittelte Boito einen ganz neuen Zugang zur Denkmalpflege.
  • John Ruskin John Ruskin (1819-1900) war ein Maler, Zeichner und Schriftsteller, der sich wissenschaftlich mit alten Bauten auseinandersetzte. In seinem Buch „seven lamps of architecture“ beschreibt er menschliche Tugenden, die seiner Meinung nach auch auf die Architektur zutreffen. - Opfer - Wahrheit - Macht - Schönheit - Leben - Erinnerung - Gehorsam. Mit dem Begriff Wahrheit fordert er ehrliche Architektur – keine künstlichen Ruinen; er will keine Täuschung der Konstruktion oder der Oberfläche. Mit dem Begriff Erinnerung beschreibt er das Verhältnis von Gebautem und Geschichte. Ein Gebäude durchläuft mehrere Zeitschichten und hat Gebrauchsspuren. Die Herrlichkeit eines Gebäudes liegt in seinem Alter. Sein Leitthema ist „Konservieren, nicht restaurieren“, ein Zitat von ihm ist „Restaurierung ist eine Lüge von A-Z“. Er fertigte viele Zeichnungen und Aquarelle (Gotik von Venedig) an und machte viele Bestandsphotos.
  • Viollet le Duc Viollet le Duc (1814-79) war einer der einflussreichsten Denkmalpfleger und Restauratoren des 19.Jahrhunderts. Erfinder der stilistischen Restauration. Restaurierung: Stilistische Einheit durch Verschönerung, Hinzufügen, Verbesserung; (Wieder-)Herstellung der ursprünglich geplanten Aussage eines Monuments. Akribische Bauforschung: ausgezeichneter Kenner der mittelalterlichen Architektur und ein Perfektionist, sein Hauptwerk (Dictionnaire raissonée de l’architecture francaise) war ein kommentiertes Lexikon der französischen mittelalterlichen Architektur (baugeschichtlich, technisch,  konstruktiv).Umso mehr er sich damit ausgekannt hat, umso mehr wollte er in die Bausubstanz eingreifen und sie “verbessern”. Ein Zitat von ihm ist „Restaurierung ist die Aufgabe, ein Gebäude in einen Zustand der Vollkommenheit zurückzuführen, der zuvor vielleicht nicht vorhanden war.“ Wiederherstellung der Königsgalerie der Kathedrale Notre Dame – die zuvor heruntergeschlagenen Köpfe wurden ohne Vorlage neu gemacht, ein Kopf sieht aus wie le Duc. Mittelalterliche Stadt Carcassonne > mittelalterliche IdealstadtSchloss Pierrefonds > Märchenschloss. Ruskin und Le Duc vertreten genau entgegengesetzte Positionen in der Denkmalpflege. Ruskin möchte alles so lassen, wie es ist und den Verfall höchstens ein wenig aufhalten, während Le Duc Dinge (wieder)herstellt, die es so gar nicht gegeben hat.
  • Georg Dehio Georg Dehio (1850 - 1932), deutscher Kunsthistoriker.Motto: “erhalten, nur erhalten” und “konservieren, nicht restaurieren/rekonstruieren”1901: Streitschrift: “Was soll aus dem Heidelberger Schloss werden?”: Kritik: beim Friedrichsbau wurden schon zu viel ausgetauscht und der Ottheinrichsbau wird nur eine Kopie/ Neubau werden → wurde dann nicht erneuert und blieb eine Ruine. Dehio hat DMP neu definiert: behutsamer Umgang mit Denkmälern gegen Historismus des 19.Jh. nur ergänzen, wenn Erhaltung materiell unmöglich ist Wiederherstellung nur als Notlösung Wert von Baudenkmal ist ausschließlich seine Authentizität ⇒ Erhaltung der historischen Substanz ist entscheidend! 1900: Streit zwischen Verfechtern des Historismus und jenen, die eine substanzschonendeDMP unter Dehio forderten. Dehio setzt sich durch: man begann Historismus abzulehnen. Baudenkmal ist wichtiger als zeitgenössische Architektur - es sind authentische Zeugnisse.
  • Heidelberger Schloss 16.Jh.: Ottheinrichsbau und Friedrichsbau17.Jh.: 2 mal gesprengt18.Jh.: komplet ausgebrannt → Ruine19.Jh.: man wollte das Schloss nach dem D-F Krieg wiederherstellen.um 1900: Wiederaufbau vom Friedrichsbau durch Carl Schäfer. Ungefähr die Hälfte war vorhanden, die andere Hälfte wurde neu aufgebaut. 1/3 der Steine ausgewechselt, Innenräume neu. Schäfer sollte auch den Ottheinrichsbau zu erneuern, für den er eine komplette Wiederherstellung plante, mit rein erfundener stilitisch angepassten Neuschöpfungen → Kritiker, Schlossstreit. Größter Gegner: Georg Dehio („Was wird aus dem Heidelberger Schloss werden?“). Georg Dehio ist Historiker und hat eine klare Vorstellung von Denkmalpflege. Dehio weiß genau, wie er in seiner Flugschrift argumentieren muss, um die Leute zu packen. Beispielsweise schrieb er, dass das Schloss der Allgemeinheit gehört und Schäfer es einfach so baut wie nur ER das will. Weiters fragt er „Was ist ein Architekt?“ und führt an, dass Schäfer als Architekt sich selbst beim Neubau einbringen will und sich nicht zurückhalten kann – in diesem Zusammenhang spricht er auch von der „Verschäferung“. Verlieren würde man die Echtheit des Gebäudes, gewinnen die Imitation. Verlieren die Ruine, gewinnen ein Ding, das weder alt noch neu ist. Dehio gewinnt schließlich die Schlossdebatte, ein Zitat von ihm: „Ein Baudenkmal erinnert nicht nur an vergangene Zeit, es stammt auch aus dieser.“ Mit dem Streit um das Heidelberger Schloss beginnt die Grundsatzdebatte der Denkmalpflege: Befürworter des Historismus gegen Verfechter einer neuen, substanzschonenden Denkmalpflege - Wortführer Georg Dehio, der sich durchsetzt, Historismus wurde abgelehnt.
  • Alois Riegl 1858-1905, Kunsthistoriker, Professor für Kunstgeschichte Uni Wien, Mitbegründer der „Wiener Schule der Kunstgeschichte“, 1905 Entwurf eines Denkmalschutzgesetzes. Erinnerungswerte: erinnern an Vergangenes.Denkmäler sind greifbare und erlebbare Zeugen der Vergangenheit. Entscheidend = Zeit zwischen Objekt und Rezipent. Bedürfnis nach Vergangenheit = Grunderfahrungen der Menschen. Alterswert: Gefühlswert, allen Menschen gleich zugänglich.Jedes Denkmal altert im Laufe der Zeit - zeigt Spuren - Menschen wollen es nicht verlieren. Rolle für die Identifikation des Menschen. Alterswert = Gefühl eines drohenden Verlustes - wie religiöse Empfindung Anspruch auf Allgemeingültigkeit.→ verbietet Eingreifen vom Menschen: weder zerstören noch erhalten, weil damit ein Zustand konserviert wird und natürlicher Kreislauf gestört.zB Akropolis. Historischer Wert: wissenschaftlicher, reflektierter Wert.Deckt sich mit Dehio's Argumenten beim Heidelberger Schloss. Denkmal = historisches Dokument, Urkunde, die Entwicklung der Menscheit zeigt. Je besser das Denkmal erhalten ist, umso mehr Informationen können abgelesen werden = historischer Wert größer → Forderung nach Konservierung. (Technik kommender Generationen: Verfahren können nur angewendet werden wenn Objekt möglichst unverändert bleibt).Historischer Wert direkter Gegensatz zu Alterswert, der ein Denkmal völlig unberührt lassen will. GegenwartswerteDenkmal kann sinnliche bzw. geistige Bedürfnisse befriedigen Gebrauchswert = sinnlicher Wertverlangt vom Denkmal eine Nutzung - je größer, umso besser ist die Erhaltung.Konflikt: Erinnerungswerte (Zustand nicht verändern) vs. Gebrauchswert (fordert optimale Nutzung) Kunstwert = geistiger Wertumfasst ästhetische Qualitäten eines Denkmals Neuheitswert: Denkmal ist am schönsten, wenn es unverändert und unbeschädigt bleibt. Denkmal mit Altersspuren hat nicht diese Perfektion - verlangt deshalb Eingriffe: Ergänzungen, Wiederherstellungen etc.Neuheitswert = Gegner von Alterswert: Riegl lehnt das daher ab relativer Kunstwert: fordert verantwortlichen Umgang mit Denkmälern.ästhetische Urteile verändern sich im Laufe der Zeit, wie Mode - Meinungen über ein Denkmal sind subjektiv, Maßstäbe der Künstler & ihre Bewertungen verändern sich. Wertekategorien ändern sich - Kunstwert daher nie absolut, immer relativ. Einsetllung zum Denkmal positiv → als Kunstwerk anerkannt → Könnte als Argument für Erhaltung dienen. Umkehrschluss unzulässig: Ästhetische Urteile dürfen nie Argument für eine Zerstörng sein. Split: Wien zuständig, als 1900 Archäologen Bauwerke abbrechen lassen und antike Kathedrale freilegen wollten. Riegl mit Gutachten beauftragt → gegen Zerstörung im Umfeld der Kathedrale: Keine bedeutenden Einzeldenkmäler, aber Schönheit der Stadtstruktur. "Bedeutung der Altstadt von Split = jahrundertelanger Prozess des Bauens."Bis zu seinem Tod kämpfte Riegl für Erhaltung des Ensambles, sein Nachfolger Max Dvorak schloss sich seinen Argumenten an.
  • Max Dvorak (1874-1921), Nachfolger von Alois Riegl als Professor für Kunstgeschichte und österreichischer Generalkonservator. Schließt sich seinen Argukmenten an & verhindert alle Abrisse in Split.Vehemente Ablehnung des Historismus (nicht mehr mit dem von Riegl geprägten relativen Kunstwert konform, da er mehr oder weniger zur Zerstörung der historistischen Bauwerke aufrief). Buch "Katechismus der Denkmalpflege": im Gegensatz zu Riegl wusste er wie man Texte schreiben muss um die Massen zu beeindrucken - einfache, klare Sprache um das Volk aufzuklären. über die An­lie­gen des Denk­mal­schut­zes. "Das Geringe bedarf oft mehr des Schutzes als das Bedeutende" [...]"... Es dürfte kaum jemand so töricht sein, Gemälde von Dürer oder Tizian vernichten zu wollen oder die Abtragung der Stephanskirche zu beantragen. Doch überall bedroht ist das, was nicht in den Handbüchern der Kunstgeschichte hundertfach abgebildet und in den Reiseführern mit einem Stern versehen ist." "Es ist die wichtigste Aufgabe der Denkmalpflege, dahin zu wirken, daß alte Denkmäler erhalten bleiben." [...] "Auch wenn das sinnlose allgemeine Wüten gegen Zeugnisse der Vergangenheit, wie es früher in Kriegen und Revolutionen üblich war, nicht mehr besteht, so sind doch die Gefahren, die den alten Kunstbesitz bedrohen, noch immer sehr groß" Die Geahren laut Dvorak sind:- Unwissenheit und Indolenz (Gleichgültigkeit)- Habsucht und Betrug- Missverstandene Fortschrittsideen und Forderungen der Gegenwart- Unangebrachte Verschönerungssucht und künstlerische Unbildung Öffentlichkeitsarbeit: er will breite Bevölkerung aufklären, führt immer Beispiel mit Gegenbeispiel an. Sagt nicht was richtig oder falsch ist - muss man selber herausfinden.Er prägt den Begriff „Ensemble“
  • Schutzzonen in Wien Altstadterhaltungsnovelle 1972: Stadt Wien kann unabhängig vom Denkmalschutz Schutzzonen festlegen und damit charakteristische Ensembles vor Abbruch oder Überformung schützen. Schutzzonen (im FLWP & BBP dargestellt) sind jene Bereiche, in welchen die Erhaltung des charakteristischen Stadtbildes zu gewährleisten ist (§7 BO Wien). Dies betrifft unter anderem historische Strukturen prägende Bausubstanz die Vielfalt von Funktionen. Vor allem wird das äußere Erscheinungsbild eines Objektes geschützt.Beim Neubau innerhalb einer Schutzzone ist darauf zu achten, dass es sich in das Ensemble und in das Stadtbild einfügt. Dabei ist eine zeitgemäße, qualitätsvolle Architektur anzustreben.Schutzzonenmodell Wien: Inventarisierung des bedeutenden Wiener Gebäudebestandes seit 1997 - Daten von den Gebäuden, die als Grundlage für festgelegte oder festzulegende Schutzzonen dienen. zB Spittelberg, alter Ortskern von Leopoldau
  • Kölner Dom Baubeginn: 1248, fertig: 1880, also ca. 630-640 Jahre Bau. Vollendung war die größte Bauaufgabe des 19. Jahrhunderts - größte gotische Kathedrale Deutschlands. Bau fast durch das ganze 19. Jahrhundert: alle drei Phasen der Denkmalpflege ablesbar.Mittelalter: nur der Chor und 2 Geschosse des südlichen Turms der Westfassade fertig .1500 fehlte das Geld und der Wille für den Weiterbau (Gotik kein erstrebenswerter Stil mehr). Dom als sakrales Gegenstück zur Marienburg, Synonym für Sehnsüchte der Menschen, als gotische Kathedrale Inbegriff der Frömmigkeit, des deutschen Nationalstils und der deutschen Einheit. Keine Planrisse der Westfassade - Planhälften in Darmstadt / Paris gefunden, Karl Friedrich Schinkel schuf daraufhin die vollständige Zeichnung mit Projektionen des Risses und eine 3D Darstellung. Vor dem Umbau: Restaurierung des gotischen Chors. Frage nach Gemälde/Inneneinrichtung, Maler Overbeck sollte neues Hochaltargemälde schaffen ⇒ Diskussionen zwischen Vertretern der ersten und der zweiten Phase: während Schinkel und Overbeck gar nicht daran dachten, ihre künstlerischen Vorstellungen mit der historischen Realität abzustimmen, war Boiserée schon einen Schritt weiter. Ab 1841 (2. Phase): Dombauverein, genug Spenden um vollständige Realisierung der Pläne zu ermöglichen (Wunsch nach Vollendung immer größer - "deutscher Nationalstil")Bauglieder in perfekter Steinmetztechnik den mittelalterlichen Teilen genau angeglichen, Skulpturen etc. aber noch nicht perfektioniert; typische Bildwerke des 19. Jahrhunderts in historisierenden Gewändern; auch Verglasung kaum an den kleinteiligen, mosaikartigen Fenstern des Mittelalters orientiert, nur zögerliche Rücksichtnahme auf die Gotik. Bei aller Qualität richteten sich die Bildkünste an der zeitgenössischen Ästhetik aus und nahmen nur wenig Rücksicht auf die gotische Architektur. 3.Phase (Historismus): man versuchte, alle Kunstgattungen konsequent einander anzupassen. Erkenntnis, dass Gotik in Frankreich entstanden war - Abschied von der Idee des deutsche Nationalstils. Entdeckung der künstlerischen Leistungen des Mittelalters in Malerei und Skulptur - Ergänzung von Figuren durch Peter Fuchs, welche nicht von den Originalen zu unterscheiden sind.Weg von der subjektiv empfundenen Einheitlichkeit zu der nachgewiesenen Übereinstimmung von Architektur und Kunst. Technische, finanzielle und politische Meisterleistung: so inspirierend, dass nun überall in Europa Kirchen fertiggestellt wurden.
  • Marienburg ab 1800: Begeisterung für Denkmäler der Allgemeinheit, Erhaltung der Baudenkmälerwird gesellschaftliches Anliegen.David Gilly: Gutachten der Marienburg, schlägt Abbruch vor.Sohn Friedrich Gilly: zeichnet Burg, wie sie im Mittelalter ausgesehen hätte; Zeichnungen werden berühmt und wecken Ruf nach Erhaltung dieses „Denkmals der deutschen Nation“; Gotik als genuin deutscher Stil - Marienburg als erstes deutsches Nationaldenkmal; Wiederherstellung durch zahlreiche Spenden unter Theodor von Schön möglich; rekonstruiert Bauformen möglichst korrekt, richtet aber nach seinem Geschmack ein.
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  • Instandhaltung - Instandsetzung - Sanierung Instandhaltung: durch angemessene Nutzung (Raumtemperatur das ganze Jahr über konstant, im Winter Schutzabdeckungen über Fundament) – kontinuierliche Pflege ohne technisches Eingreifen oder pflegeleichten Wundermittel.z.B.: Klimatisierung, Dachrinnen säubern, Einzelne Schindeln ausbessern, Gebäude von Pflanzen befreien, Abstauben Instandsetzung: muss oft mangels kontinuierlicher Pflege durchgeführt werden und beschränkt sich auf kleinere Reparaturen und das Auswechseln / Ergänzen von Teilen - wobei immer der Reparatur der Vorzug gegeben werden soll! Die Maßnahmen sollen auf das Notwendigste beschränkt werden. Reversibilität anstreben (Holzdecke statt Betondecke) Repariertes soll reparierbar bleiben. Handwerk vor Maschine Verzicht auf industriell gefertigte "Wegwerfprodukte" (Kunststofffenster) z.B.: Dachstuhl reparieren, Holzfenster in Stand setzen, Wand neu verputzen Sanierung: Wiederherstellung zu einem nutzbaren Zustand.baulich-technische Wiederherstellung oder Modernisierung eines Bauwerks (Stadtvierte), um Schäden zu beseitigen und/oder den Wohnstandard zu erhöhen.Geht über die Instandsetzung hinaus, Grundsätzegleich (Reversibilität, Reparieren vor Austauschen, Materialien authentisch). Nutzung muss unbedingt passend sein und Denkmal nicht beeinträchtigen/schädigen - es soll auch in Zukunft altern können.Falsch durchgeführte Sanierungen altern schlecht:⇒ Mineralische Verputze anstatt Kunststoffbeschichtungen⇒ Zurückhaltende Modernisierungsmaßnahmen ( Einrichtungen, Installationen)
  • Restaurierung - Renovierung Restaurierung: "restaurare" = wiederherstellenUrsprünglichen Zustand und Gebrauchswert wiederherstellen. Nach einer umsichtigen Analyse aller erhaltenswerten Schichten Eingriff in das Gesamtwerk ein, wo das Denkmal stark fehlerhaft oder gefährdet ist.Ästhetische und historische Werte sichtbar machen, beeinträchtigte Werte wiederherstellen. „analytische“ oder „purifizierende“ Restaurierung (Rückführung) vermeiden!z.B.: Stadtpalais Liechtenstein, Wien (2009-2013) Renovierung: "renovare" = erneuernWiederherstellung verlorengegangener ästhetischer Eigenschaften.  Ziel ist die ästhetische Ganzheit des Denkmals und nicht dessen technische Integrität. Renovierung ist dort akzeptabel, wo originale Substanz technisch nicht mehr konservierbar ist. kunstwissenschaftliche und technische Analysen sind unbedingt notwendig Problem bei der Analyse und Interpretation: Was ist Dreck und was ist Patina? z.B.: Renovation der Opernpassage Wien 2010-2013 UNTERSCHIED RESTAURIERUNG - RENOVIERUNGRestaurierung = Wiederherstellung des ursprünglichen Gebrauchwerts unter Bewahrung  der originalen Substanz. Die Rückführung auf einen „Originalzustand" ist nicht das Ziel einer Restaurierung.Renovierung: Wiederherstellung des ursprüunglichen Erscheinungsbildes, ausgehend vom originalen Befund.
  • Konservierung - Ergänzung Konservierung: oberste Priorität in der DMPErhaltung und Sicherung des historisch-materiellen Bestandes - Sicherung des Bestands beugt weiteren Substanzverlusten vor.Ziel: Bewahrung des originalen Zustandes und Erscheinungsbildes zum Zeitpunkt der Maßnahme. Reinigung, Pflege oder behutsame Festigung des historischen Materials. Statische Hilfskonstruktionen, Überdachungen Putzschichten verbessern Eventuell neueste Techniken anwenden. zB.: Gänsehäufel Ergänzung: bei Konservierung keine Ergänzungen, bei Restaurierung ist das Schließen von Fehlstellen erlaubt. Ergänzungen sollen vom Originalbestand unterscheidbar sein und dürfen das Denkmal nicht verfälschen (⇒ Charta von Venedig). Man sollte sparsam ergänzen - mindert den Alterswert! Sollte immer ein Ausnahmefall bleiben. zB.: Ergänzung Naturkunde Museum Berlin 2005-2010, Betonabgüsse der Fassade
  • Anastylose - Rekonstruktion - Kopie - Translozierung Anastylose: partielle Wiedererrichtung eines verfallenen historischen Bauwerks unter Verwendung seiner originalen, erhaltenen Bauteile. (z.B antike Tempel)Strebt keine Wiedergewinnung des originalen, intakten Denkmals an und vermeidet weitergehende Rekonstruktionen. Rekonstruktion / Wiederaufbau: Wiederherstellung eines verloren gegangenen Erscheinungsbildes (von Bauteilen oder ganzer Bauten), teilweise ohne Originalbefund auf der Grundlage schriftlicher und bildlicher Quellen und Ergebnissen der Bauforschung.Rekonstruierte Objekte= Neuschöpfungen - sie sind oft keine Kulturdenkmäler. Wiederaufbau sollte auf Katastrophenfälle beschränkt sein und unmittelbar nach der Zerstörung eines Denkmals erfolgen. Wiederaufbau am selben Ort ist zwingend. "Verbessernde","reinigende" und spätere Zutaten sind abzulehnen. zB.: Frauenkirche in Dresden, Campanile, VenedigBsp. Rekonstruktion aus dem 19. Jahrhundert: Antikes Athener Stadion wurde zu den Olympischen Sommerspielen 1896 wiederaufgebaut Kopie/Imitation: Eigentlich gegen die Ziele der Denkmalpflege, kann aber nützlich sein, um Originalzu schützen - Bedingung: die Existenz des Originals bleibt gesichert.Kopieren in der Baudenkmalpflege scheitert häufig an den großen Dimensionen. Alles Andere ist Imitation (nachempfunden und erfunden) und kommt einer Fälschung nahe.zB.: Kopie der Höhle mit steinzeitlichen Wandmalereien in Lascaux, 1940 entdeckt und 1983 Kopie Translozierung: Gebäudeversetzung. Das Gebäude wird dokumentiert abgebaut und anschließend möglichst originalgetreu an anderer Stelle wiederaufgebaut.Diese Rekonstruktion an anderer Stelle ist oft eine Notmaßnahme bei drohendem Totalverlust - sollte nur gemacht werden, wenn das betreffende Objekt sonst nicht zu halten ist. verliert somit den Denkmalwert Denkmäler sollen nicht versetzt werden. zB.: Ägyptischer Tempel von Abu Simbel
  • Raffael (Brief über DMP) Im Brief bittet der Hochrenaissance-Maler Raffael den Papst, eine Bauaufnahme aller antikenGebäude durchführen zu dürfen (also finanzielle Mittel dafür zu bekommen). Papst soll Gesandte schicken, um ganz Rom zu analysieren, kartografieren, archivieren. Er erklärtdetailliert, wie dies zeichnerisch durchzuführen sei (Zentralperspektive, Maßstab...) und versucht, dem Papst zu vermitteln, welche großen Schätze vernichtet wurden, Raffael vergleicht die Zerstörer der antiken Bauwerke mit den früheren Barbaren. Marmorstatuen wurden zu Kalk vermahlen, Fundamente ausgegraben, um Puzzolanerde zu gewinnen und Steine sowie Eisen wurde aus dem Kolosseum entnommen. Raffael stirbt vor der Antwort des Papstes.
  • Charta von Venedig 1964, Weiterentwicklung der Charta von Athen. Denkmalpflegern wurde bewusst, welches Ausmaß die Verluste an alter Bausubstanz zu erreichen begannen - sie waren besorgt über den Zustand der städtischen und ländlichen Strukturen und protestierten. Baugesetze der Ländern waren viel zu vage, um tatsächlich helfen zu können.2. Int. Kongress der Architekten u. Denkmalpfleger in Venedig, 1964: Fachleute setzten sich zusammen, um über Aufgaben der Denkmalpflege nachzudenken. Ergebnis: Thesenpapier = Charta von Venedig:«Denkmäler = lebendige Zeugnisse jahrhundertealter Traditionen der Völker, vermitteln geistige Botschaft der Vergangenheit in der Gegenwart.Gemeinsames Erbe der Menschheit, die sich kommenden Generationen gegenüber verpflichtet fühlt, ihnen die Denkmäler im ganzen Reichtum ihrer Authentizität weiterzugeben. Denkmalbegriff wird ziemlich umfangreich definiert - umfasst nicht nur das einzelne Denkmal, sondern auch das städtische oder ländliche Ensemble. Konservierung und Restaurierung soll wissenschaftsorientiert ist und interdisziplinär erarbeitet werden. Ziel ist die Erhaltung des Kunstwerkes als geschichtliche Zeugnisse. Wichtigste Punkte: Denkmäler erfordern eine dauerhafte Pflege vernünftige Nutzung wird empfohlen, "darf aber Struktur und Gestalt der Denkmäler nicht verändern" Die zum Denkmal gehörende Umgebung muss erhalten bleiben und darf nicht zerstört oder umgestaltet werden. Die Translozierung eines Denkmals ist nur zulässig, wenn es nicht anders erhalten werden kann. Restaurierung: "ästhetische und historische Werte des Denkmals" bewahren. Stilreinheit ist kein Restaurierungsziel. Dokumentation aller Eingriffe, muss wissenschaftlich zugänglich sein.
  • Haager Konvention 1954, Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten, ist ein völkerrechtlicher Vertrag, um Kulturgut während eines Krieges oder bewaffneten Konfliktes vor Zerstörung, Beschädigung, Diebstahl, Plünderung...  zu schützen.Nach dem 2. Weltkrieg endgültig formuliert, 1954 von 37 Staaten unterzeichnet. Österreich seit 1964 dabei. Kulturgut = „bewegliches oder unbewegliches Gut, das für das kulturelle Erbe der Völker von großer Bedeutung ist“. Bewegliche Kulturgüter : z.B Gemälde, Skulpturen, archäologische Funde, Bücher, Manuskripte und Archive Unbewegliche Kulturgüter: neben Denkmälern v.a Gebäude wie Museen, Bibliotheken... Schädigung von Kulturgut = Schädigung des kulturellen Erbes der ganzen Menschheit. Versuch, die Gefährdung von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten und im Katastrophenfall gering zu halten, in dem rechtzeitig vorbeugende Maßnahmen zu seinem Schutz getroffen werden: Die Konvention verpflichtet alle teilnehmenden Staaten zur Respektierung und Sicherung des eigenen und des fremden Kulturgutes durch Erfassung, Kartierung, Dokumentation und Kennzeichnung des Kulturgutes (Konventionstafel). Österreich: Bundesdenkmalamt (BDA) ist mit der Auswahl dieser Objekte beauftragt und führt eine Kulturgüterschutzliste, die derzeit insgesamt 135 Objekte (Einzelobjekte, Denkmalanlage, Ensembles) umfasst.
  • Charta von Nara 1994, von ICOMOS in Japan verfasst. Auf dieser Konferenz trafen die westliche Authentizität auf die asiatischen Auffassungen vom Umgang mit Historischem.Das 1994 verabschiedete Dokument von Nara zur Authentizität/ Echtheit verweist auf einen in anderen Kulturkreisen unterschiedlichen Authentizitätsbegriff, bei dem die Authentizität - im Gegensatz zur Charta von Venedig - nicht unbedingt an die materielle Substanz gebunden ist. Kulturgüter sind innerhalb des kulturellen Kontextes zu beurteilen, zu dem sie gehören. Vielzahl an Informationsquellen: Form und Gestaltung, Material und Substanz, Verwendung und Funktion, Traditionen und Techniken, Lage und Umfeld, Geist und Gefühl... zB der asiatische, ritualistische Begriff der Authentizität - Zerstörung & Wiederaufbau des Ise Schreins. Authentizität liegt hier nicht im dinglichen Objekt der Architektur, sondern im handwerklichen Können.
  • Gründe für UNESCO-Welterbe 1972 - Übereinkommen zum Schutz von Kultur- u. Naturerbe der Welt, die einen außergewöhnlichen Wert besitzen (heute: über 1000 Denkmäler in der Liste)Werden von den Staaten, in denen sie liegen, vorgeschlagen. Gremium: Welterbekommitee = Staatsvertreter aller Kontinente, beraten von internationalen Fachgremien : ICOMOS, ICCROM und IUCN Voraussetzung für die Aufnahme eines Denkmals ist der Nachweis dieser Kriterien: Einzigartigkeit, Authentizität und Unversehrtheit ein überzeugender Erhaltungsplan Denkmal hat universelle Bedeutung aus historischen, künsterischen oder wissenschaftlichen Gründen. Kriterien für Kulturerbe: Die Güter.. sind ein Meisterwerk der Menschen zeigen besondere Entwicklung von Architektur, Technologie etc. sind einzigartiges Zeugnis kultureller Tradition sind einzigartiger Typus von Gebäuden, Ensembles.. sind einzigartige Siedlungsform sind bedeutende Glaubensbekenntnisse, Lebensformen... zB.: Pyramiden von Gizeh, Tadj-Mahal Tempel
  • Nationale / Internationale Organisationen ICOMOS: International Council On MOnuments and Sites. Unternationaler Rat für Denkmalpflege, der 1965 in Warschau gegründet wurde. NGO, setzt sich weltweit für Schutz und Pflege von Denkmälern ein. Publiziert Charten, die berühmteste davon ist die Charta von Venedig UNESCO: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organzation. Dachverband, an den die ICOMOS angeschlossen is. 1972, Paris: Konvention für den Erhalt von Kultur-und Naturstätten, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen. Über 1000 Denkmöler in der Liste. EUROPARAT: europäische internationale Organisation mit 47 Mitgliedern. Forum für Debatten über allgemeine europäische Fragen, publiziert die Europäische Denkmalschutzcharta (unterscheidet sich nur wenig von der Charta von Venedig) Bundesdenkmalamt: geht zurück auf die 1850 durch Kaiser Franz Joseph I. gegründete KuK-Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Denkmäler
  • Authentizität? Problematik? ...bedeutet, dass das Gebäude oder seine Teile tatsächlich aus der Zeit stammt, von der es zu abstammen vorgibt, also keine Fälschung und keine Fehlzuschreibung ist. Problematisch im Kontext der Denkmalpflege ist, dass jede Form von Interaktion mit dem Gebäude dessen Authentizität vermindert – selbst eine maßvolle Instandhaltung ohne jegliche touristische Verwendung zerstört auf lange Sicht gesehen die Originalsubstanz. Und alles, was hinzugegeben wird, ist nicht mehr authentisch im Sinne einer strengen Auslegung des Begriffs. Authentizität = entscheidendes Kriterium für die Anerkennung eines Bauwerks als Denkmal. Charata von Nara 1994 - Authentizitätsbegriff in anderen Kulturkreisen.
  • Baudenkmal - Denkmal Baudenkmal = Denkmal aus baulichen Anlagen, aus Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen, Landschaften oder Ensembles. Sind von... künstlerischesr wissenschaftlicher technischer historischer städtebaulicher ...Bedeutung. Kriterien zur Beurteilung der Denkmalwerte: Künstlerische Gründe: Relevanz, Seltenheit, künstlerische Qualität Wissenschaftliche Gründe: Kunst, Natur.. Technische Gründe: Technik, Konstruktion... Historische Grpnde: Religion, Siedlung, Politik... Städtebauliche Gründe:Ortsibild, Symbolwert... Laut Denkmalschutzgesetz: Denkmäler = Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung öffentliches Interesse besteht. Denkmal muss nicht schön sein - wichtig ist Authentizität, der historische Zeugniswert.
  • Gewollte, Ungewollte, Unbequeme Denkmäler Gewolltes Denkmal: stellt Erinnerungswert dar, zB Schillerdenkmal, Pestsäule... Ungewolltes Denkmal: muss nicht als Denkmal erbaut worden sein - kann auch im Laufe der Zeit zum Denkmal werden, zB Stadtbahnstation von Otto Wagner. Unbequemes Denkmal: Streitwert. Bunker-, Festungs- und Verteidigungsanlagen, Kriegerdenkmale, Kriegsgräberstetten, KZ, DDR-Wachtürme, DDR-Grenzanlagen, NS-/DDR-Verwaltungsbauten.
  • Schauwert - Bildwert Schauwert: spielt bei vielen Rekonstruktionen eine Rolle, weil man sich Ästhetik des Denkmals zu Eigen machen, hinter der Fassade aber Erfordernisse der heutigen Zeit gerecht werden will. Oft emotionale Auslöser für originalgetreue Nachgestaltung eines zerstörten Denkmals - es soll aus Schmerz über den Verlust wenigstens äußerlich wiederhergestellt werden. Scharfe Kriterien für Anerkennung denkmalpflegerischer Rekonstruktion - Voraussetzung ist genaue Kenntnis des Vorgängerbaus: gleiche Materialien, gleiche Konstruktion, gleiche Gestalt. Beim Wiederaufbau werden diese Kriterien nicht erfüllt - es handelt sich um ein Abbild des ehemaligen Denkmals, um an jenes zu erinnern und seinen Schauwert wiederherzustellen. (Tourismus- / konsumorientierte Stadtpflege) Der Schauwert verkennt aber den 3-dimensionalen Charakter.
  • Umnutzungen der Denkmäler von der Antike bis heute Antike: Römer kopierten griechischen Baustil und ihre Bauten wurden weiterverwendet. Spätantike: es kam es zu kulturellem Verfall, der Zerstörung und Zweckentfremdung von Denkmälern. Frühes Mittelalter: alten Bauten wurden nicht nur aus Materialgründen ausgeschlachtet, sondern teilweise auch aus kirchlichen Gründen zerstört oder der Natur überlassen, weil sie heidnisch waren. Spätmittelalter: es kam es zur Umwidmung von bestimmten Bauten durch die Kirche, wie es beispielsweise beim Pantheon der Fall war. Renaissance: intensive Beschäftigung mit der antiken Architektur, Schutzmaßnahmen wurden eingeleitet. Allerdings war hier die Romanik und Gotik nicht mehr beliebt und dementsprechend gefährdet. Barock: durch den Adel kam es zu einer beginnenden Ruinenromantik, bei der der Verfall idealisiert wurde und sogar falsche Ruinen in Landschaftsgärten gebaut wurden. 18. Jahrhundert: es beginnt die wissenschaftliche Erforschung von Denkmälern, die unter anderem zum Klassizismus führte. 19. Jahrhunder: 3 Phasen der Denkmalphase1.Phase: bis 1830 - mittelalterliche Bauten anerkannt, aber Angleichung an eigene, klassizistische Ästhetik.2.Phase: Anerkennung der Authentizität der Denkmäler, trotz Fremdheit - systematische Erforschung der Objekte.3.Phase: Aneignung der Denkmäler, Nuebauten in alten Stilformen. Alle Bauten werden in ursprüngliches Aussehen zurückgeführt ⇒ Historismus. Heute werden noch Denkmäler für viele Zwecke verwendet: in einem ehemaligen griechischen Theater Opernaufführungen, sehr viele Denkmäler sind touristisch erschlossen. Wichtig ist, immer zu erwägen, ob die Nutzung mehr Vorteile (Eintrittsgelder, Bewusstseinsbildung) oder Nachteile (Zerstörung von Bausubstanz) mit sich bringt.