144

Technisches Design (Fach) / Definitionen (Lektion)

Definitionen

Diese Lektion wurde von Robin93 erstellt.

Lektion lernen

Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.

Anzeige
  • Rahmenbauweise (Stabwerk) • Knoten eines Stabwerks als feste Einspannung der Stabenden • gekrümmte Stäbe • Biegefestigkeit der Stäbe relativ groß
  • Flächenbauweise • Aufnahme von Flächenlasten und räumlich verteilten Einzellasten • Grundform sind Platten und Schalen
  • Mischbauweisen • Fachwerk mit Rahmen • Fachwerk mit Flächen
  • Fachwerkbauweise • Grundfigur des ebenen Fachwerks ist ein Dreieck• Grundfigur des räumlichen Fachwerks ist die Pyramide•Raumbausteine, die nicht aus Dreiecken bestehen, müssen durch Zusatzmaßnahmen stabilisiert werden.•Von sich aus stabil sind das Tetraeder, das Oktaeder und Ikosaeder Konzeption einer Tragwerks C-Gestalt als Fachwerk
  • Wichtigstes Prinzip der Zweckkennzeichnung Freistellen oder Exponieren der primärenFunktionselemente eines Produktes. Kennzeichnungsprinzip besonders bei der Überlagerung derFunktions- und Tragwerksgestalten beachten.
  • Mehrfach- oder Vielfachkennzeichnung Hoher Anteil an Gleichteilen und sichtbaren primärenFunktionselementen
  • Beispiel für unterschiedliche formale Qualitäten von Funktionsgestalten Formale Qualitäten: Symmetrie, Redundanzprinzip Goldener Schnitt: X : Y = 1: 1,618
  • Gesamtgestalt eines Produktes (Formale Qualität und Ordnung des Gestaltaufbaus) Vereinigung, Überlagerung oder Superposition der dreiTeilgestalten Funktionsgestalt, Interfacegestalt undTragwerksgestalt
  • Drei Fälle bezüglich des Ordnungsgrades • ordnungserhaltender Fall• ordnungserniedrigender bzw. auflösender Fall• ordnungserhöhender Fall (extremer Fall: Formalismus!)
  • Lösungs- und Gestaltkonzepte liegen vor als • Skizze• Vormodell• Funktionsprototyp• Konzeptzeichnung Konzept-Nutzwert kann einen Anteil bis zu 95% desgesamten Nutzwertes eines Produktes besitzen !
  • Anzeige
  • Bewertungsansätze (Designbewertung nach der Konzeptphase) • Anforderungsliste mit SE- und BB-Kriterien • Bedienungsdauer unterschiedlicher Konzepte • Lernkurve • Fehlerhäufigkeit
  • Gliederung der designorientierten Formgebung in • die anthropomorphe Formgebung,• die kennzeichnende Formgebung,• die formale Qualität und Ordnung der Formgebung
  • Invariable Formen für das Design sind • Funktionsformen• Fertigungsformen• wirtschaftlich orientierte Formen
  • Anthropomorphe Formen sind • Gegenformen oder Negativformen zu menschlichen Körperformen und Gliedmaßen• Griffformen, Sitzformen• Maschinenfronten und Bedienfelder
  • Bestimmung anthropomorpher Formen 1. Betätigungsablauf ermitteln 2. Basismaße der Körpergrößengruppen festlegen (DIN 33 402) 3. Kopplungsgrad zur Gesamtfläche festlegen (ca. 50%) 4. Schmerzgrenze beachten (>0,5 N/mm2)
  • Wichtige Stützpunkte bei der Formgebung von Sitzen Wichtige Stützpunkte sind:• Hüftpunkt (HP)• Sitz-Referenzpunkt (SRP)• Sitzhöckerauflage
  • Oberflächendesign Oberflächendesign im Technischen Design behandelt die • betätigungs- und benutzungsorientierten Aspekte• kennzeichnenden Aspekte
  • Notation von Texturen (Oberflächentechnik) • gehämmert• geflammt• damasziert• gerieft• gebürstet• gemasert• geschabt• gerippt• gekräuselt• geperlt• gerändelt• geadert• genoppt• gewellt
  • Stark texturierte Oberflächen Stark texturierte Oberflächen wie z.B. Rändel und Strukturlacke sind nurdann sinnvoll, wenn eine Drainagewirkung notwendig ist (Wasser, Farbe,Öl, Blut). Ansonsten sind glatte (bzw. gummierte) Oberflächen grifftechnischbesser und haben eine bessere haptische Anmutung (greifsympatisch!).
  • Konstruktionsrichtlinien bei der Oberflächengestaltung • Profilierte Oberflächen haben einen niedrigeren Reibungswert als glatte • als günstigstes Material schneidet Gummi ab • Druck-Anthropomorphe Materialien mit Feinprofilierung sind besonders geeignete Werkstoffe für ArbeitsmittelHandseiten
  • Formale Qualität und Ordnung des Oberflächendesigns Extremfälle Die formale Qualität und Ordnung von Oberflächen betrifft dieAbstimmung von Aufbau und Form mit der Oberfläche. Extremfälle sind hierzu: • Gestaltbetonung und Ordnungserhaltung (richtungsorientierteOberflächen und geordnete Muster) • Gestaltzerstörung und Ordnungsauflösung (richtungsneutrale undchaotische Oberflächen)
  • Voraussetzung der Produktgrafik: Invariable Elemente • fertigungstechnische Aspekte (Tampon-Druck, Siebdruck, Lasertechnik) • Festlegung der Inhalte von Produktname oder Typenbezeichnung: - genaue und exakte Bezeichnung- Kurzname für Eigenschaft und Herkunft (Rotoman / Trumatik)- als Kurzzeichen (SL300, V100, G300)- als Phantasienamen
  • Produktgrafik Die Produktgrafik ist ein Teilbereich des Grafik-Design unddes Corporate-Design Für die grafische Kennzeichnung von Inhalten bezüglich derEigenschaften und der Herkunft von Produkten steheninsbesondere zur Verfügung: • die Bildzeichen oder Piktogramme (ältere grafische Form) • die Beschriftung oder Logogramme (jüngere grafische Form)
  • Kurzformen bei der Namensgebung Abkürzungen Einteiliges Initialakronym (E für E-Klasse)Mehrteiliges Initialakronym (BMW für Bayerische Motoren Werke)Einteiliges Klammerakronym (Fhrz. für Fahrzeug)Mehrteiliges Klammerakronym (StVO für Straßenverkehrs-Ordnung) Ersatzkürzung Numerische Kürzung (3er für die BMW Reihe Drei)Zeichenkürzung ($-Währung)
  • Die drei Parameter einer Farbe sind der TON →Bunttonzahl T die SÄTTIGUNG →Sättigungsstufe S und die HELLIGKEIT →Dunkelstufe D
  • Die Lichtfarbe Lichtfarben durch additive Farbmischung Die Lichtfarben werden durch das Licht selbst dargestellt. Ohne Lichtquelleentsteht auch keine Farbe.Lichtfarben entstehen durch additive Farbmischung. Additive Farbmischungbedeutet, dass wenn sich die Grundfarben addieren, entstehen immer hellereTöne. Bei Addition von allen drei Grundfarben des RGB-Modells zum Beispielentsteht weiss. Deshalb auch additive Farbmischung.
  • Beispiele für Lichtfarben wären MonitoreFernseherDiaprojektorenBeamer
  • Entwicklung eines Farbdesigns Die durch Farben zu kennzeichnende Erkennungsinhalte bestimmen Invariable Farben und Oberflächen ermitteln Für oben genannte Inhalte die Kennzeichnungsfarben mehr- oder vieldeutig festlegen Die Artenzahl an Farben zu begrenzen (Buntheit vermeiden!)Bullinger ⇒Halben Farbkreis verwendenSeitz ⇒Drittel des Farbkreises verwenden Ergebnis in einem Rendering und einem Modell festhalten
  • Folgende Relationen sind zu berücksichtigen Die Farb-Farb-Relation, z.B. bei der Monochromie aus einem Ton in zwei Helligkeiten oder die Farbkontraste als wichtige FarbordnungenDie Farb-Oberflächen-Relation, z.B. dass Farben auf rauen Oberflächen dunkler wirkenDie Farb-Form-Relation, z.B. dass helle Farben formbetonend wirkenDie Farb-Aufbau-Relation. Ein Extremwert ist die Gestaltauflösung durch Farben bzw. Farbmuster, wie durch das so genannte DazzleDesign im Unterschied zu einem gestaltbetonenden Farbdesign
  • Farbsysteme • RAL-Farbsystem, RAL-Design-System• DIN-Farbenkarte• NCS – Natural Color System• HKS-Farbsystem• RGB• CMYK• Pantone• Munsell• Colorcurve
  • Anzeige
  • Arten von Farbwirkungen • Psychologische Wirkung• Symbolische Wirkung• Kulturelle Wirkung• Politische Wirkung• Traditionelle Wirkung• Kreative Wirkung
  • Programmbreite Unter Programmbreite wird der Umfang oder dieVariantenzahl eines Produktprogramms verstanden. Produktprogramme beginnen mit mindestens 2Produktvarianten. ⇒Fahrzeug-Design
  • Systematisierung Produktprogramme können designorientiert systematisiertwerden in: • demografisch und geografisch orientierte Produkte • psychografisch orientierte Produkte
  • Lösungstiefe Lösungstiefe eines Produktprogramms: Gleichteile und Ungleichteile der zugrunde liegenden Teilgestalten Aufbau, Form, Farbe und Grafik, sowie die darauf gründenden Ähnlichkeiten. Auf Grundlage der dargestellten Gleichteilevektoren gilt für die Lösungstiefe: geringe Lösungstiefe („flach“) mit einem Gleichteilevektor aus Grafik oder aus Grafik und Farbe. hohe Lösungstiefe („tief“) mit einem Gleichteilevektor aus Form, Farbe und Grafik oder aus Aufbau, Form, Farbe und Grafik
  • Baureihen Nach Gerhard ist eine „Baureihe“ eine Größenbaureihezwischen einer kleinsten Baugröße und einer größtenBaugröße, die durch Verkleinerung oder Miniaturisierungbzw. durch Vergrößerung oder Monumentalisierung auseinem so genannten Mutterentwurf entsteht.Die umfangreichsten Baureihen sind die Bekleidungsgrößen(DIN G1 515 ff.).
  • Größenreihen Größenreihen werden entweder als arithmetische Reihe oderals geometrische Reihe behandelt: Geometrische Stufung/Reihe, möglichst nach Normzahlen, wenn multiplikative Zusammenhänge vorliegen und sich der Stufensprung gleich/konstant prozentual beschreiben lässt. Arithmetische Stufung, wenn additive oder substraktive Verknüpfung zwischen den beschriebenen Größen vorliegt, wie zum Beispiel bei Bausteinbildung (Rastermaße) oder antropometrischen Maßen (natürliches Wachstum).
  • Stufensprung Technische Baureihen sind, nach Kienzle, entwederähnliche oder ganzgestufte Baureihen bzw. teilähnliche oderhalbgestufte Baureihen. Die Größenänderung wirdallgemein als Stufensprung (φ) bezeichnet.
  • Erkennung von Größenunterschieden (Kienzle und Rodenacker) Größenunterschiede: Für die Erkennung von Größenunterschieden geben Kienzleund Rodenacker folgende Erfahrungswerte an: R40 φmin = 1,06 Höchstens vom Fachmann erkannt R20 φ = 1,12 Erkennbar mit großer Übung R10 φ = 1,25 Erkennungsprägnanz auch für Nichtfachmann R5 φ = 1,6 Deutlich unterscheidbar
  • Designorientierte Baukästen Designorientierte Baukästen sind solche mit Bausteinenverschiedener Rangordnung: • Ausrüstungs– oder Ausstattungsbaukästen • Zubehör– oder Assecoire–Baukästen • Anschluss–Baukästen • „Pakete“ u.a.
  • Grundbaustein Der Grundbaustein kann sichtbar oder unsichtbar sein. Er ist derredundante und stilbildende Anteil der Produktvarianten und dientinsbesondere der Herkunftskennzeichnung.
  • Ausstattungsbausteine Die Ausstattungsbausteine sind der innovative Gestaltanteil unddienen insbesondere der kundenorientierten Eigenschafts–kennzeichnung der Produktvarianten, z.B. von einerEinfachausführung bis hin zu einer Profiausführung.
  • „Starke“ Designvarianten „Starke“ Designvarianten entstehen, wenn die Ungleichteile imKontrast zu den Gleichteilen konzipiert werden.
  • Tragwerksbaukästen Zur Erzeugung hersteller– und kundentypischerProduktvarianten sind die Tragwerksbaukästen einwichtiges Lösungsprinzip in folgender Ausprägung: Tragwerk ( Rahmen, Chassis, Rohkarosserie) als Grundbaustein zur Gewährleistung der Herstellerkennzeichnung. nicht tragende Elemente (Verkleidungen, Wechselfassaden von Fernsehern, u.a.) als Ergänzungs– und Ausstattungsbausteine zur Erzeugung kundentypischer Varianten.
  • Variable Produktgestalt Die Tragwerksgestalt ist in vielen Fällen dasLösungselement für die Forderung nach einer variablenProduktgestalt: • entweder mittels Kombinatorik • oder mittels Klappung, Drehung, Schwenkung, Stülpung, Faltung u.a.