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Allgemeine Psychologie B (Fach) / 12. Emotionen (Lektion)

Was sind Emotionen? Aus welchen Komponenten bestehen Emotionen? Woher kommen Emotionen?

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  • Emotionen - Einführung Emotionen: Ärger, Furcht, Ekel, Überraschung, Freude, Traurigkeit Kennzeichen von Emotionen: Affektivität: bewusste oder unbewusste Empfindungen (von Ärger, Freude, ...) Objektgerichtetheit/Intentionalität Unwillkürlichkeit begrenzte zeitliche Dauer Arbeitsdefinition (Rothermund & Eder, 2011)Emotionen sind objektgerichtete, unwillkürlich ausgelöste, affektive Reaktionen, die mit zeitlich befristeten Veränderungen des Erlebens und Verhaltens einhergehen.
  • Abgrenzung des Begriffes Affekt kurze intensive Emotionszustände mit starken Verhaltenstendenzen Stimmung weniger intensiv, längere Dauer, oft fehlende Intentionalität Gefühlerlebnisbezogene Seite einer Emotion
  • Emotionskomponenten subjektive Komponente / Gefühl subjektive Erfahrung Gefühle "Qualia"-Problem Erregung & Valenz? physiologische Komponente periphere Prozesse (Herzfrequenz,...) zentral-nervöse Prozesse Herzfrequenz geringfügig erhöht: Freude, Glück, ÜberraschungHerzfrequenz stark erhöht + Temperatur erhöht: WutHerzefrequenz stark erhöht + normale Temp.: Trauer, Furcht kognitive Komponente Bewertungen Ursachenzuschreibungen Ursache von Verzerrung ("Bias") behaviorale Komponente zunächst Orietierung / Taxis danach spezifischere Verhaltensbereitschaften expressive Komponente Mimik, Gestik, Stimme Körperhaltung mimischer Ausdruck universell erkannt motivationale Komponente spezifische, bewährte Handlungsbereitschaft Flucht, Vergeltung,.....
  • Funktionen von Emotionen Emotionen dienen der Handlungsleitung und Verhaltensvorbereitung richten Verhalten einer Person auf die Bewältigung einer bestimmten Herausforderung aus Plutchik (1984): jede der 8 Basisemotionen ist Träger eines spezifischen Verhaltensprogrammes FurchtEreignis: BedrohungVerhaltensimpuls: Fliehen, VermeidenFunktion: Schutz EkelEreignis: ungenießbares ObjektVerhaltensimpuls: ausspucken, wegstoßenFunktion: Zurückweisung FreudeEreignis: potenzieller PartnerVerhaltensimpuls: werben, paarenFunktion: Reproduktion Problem: auch andere Ereignisse lösen Emotionen aus Aber: positive und negative Reize legen Tendenzen der Annäherung oder Vermeidung nahe....?
  • Funktionen von Emotionen: Information und Bewertung Information und Bewertung Bewertungen finden auf verschiedenen Ebenen statt"The Low and High Roads to Fear"Low Road: quick & dirtyHigh Road: slow but accurate Aufmerksamkeitslenkungemotionale Reize binden Aufmerksamkeit (Emotional Stroop Effect)zum Beispiel Farbe eines positiven oder negativen Wortes bennen Gedächtnisleistungbessere Erinnerung an emotionale Reize HandlungssteuerungFeedbackfunktion über aktuellen Stand
  • Funktionen von Emotionen: Kommunikation Kommunikation... ... aktueller Befindlichkeit ... vorliegender Verhaltensabsichten gezielte Regulation in zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Woher kommen Emotionen? evolutionäre Ansätze Charles Darwin (1872). The expression of the emotions in man and animals. Emotionen sind laut Darwin angeborene Merkmale, sowie ihr Ausdruck im Verhalten entstanden durch natürliche Selektion Darwins Ziel: Beweis der gemeinsamen Herkunft von Mensch und Affe durch Vergleich des Emotionsausdrucks organismische Funktion des Emotionsausdrucks z.B. Augen aufreißen bei Überraschung = vergrößertes Gesichtsfeld Gefühlsausdruck beeinflusst die Intensität des Gefühlerlebens, bzw. unterdrückter Ausdruck reduziert das Gefühlsleben Kommunikative Funktion z.B. Mutter kommuniziert dem Kind Billigung (Lächeln) oder Missbilligung (Stirnrunzeln) Indikatoren von Einschätzung, Absichten oder Wünsche
  • Woher kommen Emotionen? Biologische Ansätze die biologische Funktion eines Merkmals ist die Auswirkung, aufgrund derer es in der Evolution gegenüber Alternativen selektiert wurde. Es ist also die Entwicklungsgeschichte entscheidend, nicht die gegenwärtigen Umweltbedingungen Emotionen werden in Basisemotionen eingeteilt spezifische Reizklasse spricht ein Modul an evolutionär entstandenes "Furchtmodul" (Öhman & Mineka, 2001) zur Erklärung kulturübergreifender, hartnäckiger Phobien (Spinnen, Schlangen,...) Wahrnehmung von Situationsmerkmalen ausreichend Kritik: eingeschränkter Geltungsbereich
  • Woher kommen Emotionen? Lerntheoretische Ansätze Es werden zwei Arten von Reaktionsmuster angenommen angeborene Reaktionsmuster → primäre oder Basisemtionen gelernte Reaktionsmuster → sekundäre oder abgeleitete Emotionen Basisemotionen werden durch Verhaltensbeobachtung und Reizmanipulation festgestellt:Furcht, Wut, Liebe
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