26

Dermatologie (Fach) / Hauterkrankungen (Lektion)

Kleintier

Diese Lektion wurde von mary2rade erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Behandlung Trockenfutter wegen Milben einfrieren bringt keinen Erfolg eher trocken und kühl lagern, unter Luftabschluss tatsächlich sind recht wenig Milben im Futter Umgebungsprays verfügbarauch tote Milben + deren Kot verursachen Allergiesymptomatik 
  • Flohbissallergie (FAD) Häufigste Allergieform bei Hund und KatzeSensibilisierung auf Proteine im Flohspeichel  Sofortreaktionen möglich, aber auch verzögerte Reaktionen nach Tagen bis Wochen beobachtet, IgE 1 Flohbiss ist ausreichendAuftreten ganzjährig möglich, verstärkt in warmen JahreszeitenPrädilektionsstellen: Rücken !!!! , Bauchverbunden mit sehr sehr starken JuckreizKlinik / Makroskopie: Juckreiz, Alopezie, sekundär krustöse Dermatitisrezidivierende hot sportsHistologie: oberflächliche perivaskuläre bis interstitielle Dermatitis mit Beteiligung eosinophiler Granulozyten,  Behandlung  Flohprophylaxe bzw. GlukokortikoideFogger reicht nicht → tötet L1 Larven nicht ab, Larven sind außerdem mobil, Fogger kommt nicht hinter die Möbel 
  • Futtermittelallergie/ Futtermittelunverträglichkeit FIAD= Food induced atopic dermatitisvon Innenseltenste Form mit 25 % beim Hund, aber sehr häufig bei der Katze kann auch Asaisonal auftreten Vorkommen=Hund ++, Katze ++, andere Spezies +echte Futtermittelallergien sind beim Hund gar nicht so häufigPrävalenz:  40 % der Hunde erkranken mit einem Jahr Bisher gibt es fast keine beschriebenen Fälle von Allergien auf Futterzusatzstoffe, Farb-, Konservierungsstoffe Die auslösenden Stoffe (Futtermittelallergene) sind wasserlösliche Proteine oder Glukoproteine mit einem Molekulargewicht von 10000 bis 60000 Daltonviel häufiger sind es Unverträglichkeiten mit dem das Immunsystem gar nichts zu tun hateine klare Unterscheidung beider ist oftmals nicht möglich bei einer echten Futtermittelallergie kommt es zu zu einer Bildung von Ak vom Typ IgEaber auch T Helfer Zellen sind beteiligt, sie sind mit den klassischen Diagnostischen Tests nicht nachweisbarT-Zellmediert, spätreaktion sie produzieren Zytokine ( IL) Ursachen=Allergie auf: Rindfleisch (34%) Huhn, Fisch ( 15%), Lamm, Eier, Milch (17%), Reis, Soja und Weizen, Schweinefleisch, Zitrusfrüchte, Käse Kreuzallergien von Rind und anderen Huftieren ( Wild, Lamm etc. ) sind möglichEbenfalls zu beachten ist, dass Futtermittelhersteller Inhaltsstoffe, die in einer Konzentration unter 5% enthalten sind, nicht auf der Verpackung angeben müssen Mengen unter 5% sind jedoch ausreichend um eine allergische Reaktion auszulösenca 45 % der Futtermittel sind nicht richtig deklariert ( 5-85 %) 80% der Hunde reagieren auf ein oder zwei Futtermittelbestandteile allergisch, nur ca. 20% auf drei bis fünf verschiedene Komponenten.Versteckte Allergene werden meist unterschätzt, können aber große zusätzliche Probleme bereiten: Pflanzenöle, die viele Tierbesitzer gerne dem Trockenfutter beifügen, können beispielsweise Mais- oder Sojaöl enthaltenfast alle Hunde sind laktoseintolersant Glutenunveträglichkeit wurde bis jetzt nur eindeutig beim Setter nachgewiesen, eine klassische Glutenallergie gibt es nicht !!!nur für 3-5 % der Allergien verantwortlich können in jedem Alter auftreten20-80 % gastrointestinale Probleme, auch auf ein Futter das lange vertragen wurde (Zutatenänderung Hersteller) Allergie auf Kot anderer Tiere möglich sprechen wenig auf Cortikoide antreten meistens als Spätreaktion auf, also nach mehreren TagenBetroffene Hunde haben manchmal gleichzeitig andere Allergien (Atopien), z.B. gegen Hausstaubmilben, Flohspeichel, Gräser und Pollen.Neben einer echten Allergie gibt es noch eine Reihe anderer unerwünschter Reaktionen gegen HundefutterTierärzte bezeichnen sie z.B. als Futtermittelunverträglichkeit,             -überempfindlichkeit, -intoleranz.-> hier findet keine Immunreaktion mit Antikörpern statt !!!Unverträglichkeiten können in jedem Alter auftretenmeist aber im Alter von 1-3 JahrenKatze: Prädisposition der Siamkatzen Diagnose=Anamnese (Gastrointestinale Symptome?)Ausschluss möglicher DifferentialdiagnosenAllergietest: nicht empfohlen!! Niedrige Sensitivitäten und Spezifitäten, Immunantwort sehr komplex, Messung eines Antikörpers (z.B. IgE) nicht diagnostischauch bei Tieren ohne Allergie gibt es einen gewissen Spiegel an Antikörpern im Blut Mittel der Wahl: Eliminationsdiät Symptome=Cave: Ohrrand: wichtige DD ist Sarkoptes → Ohrrand mit Papeln Hund:Ohren, Rücken, Pfoten; Gesicht, Achsel, Leiste, Ventraler Hals, Ventrale Schwanzwurzel, Haut:Erytheme, Papeln, sekundär Alopezie, Exkoriationen, Schuppen, Krusten später Lichenfikation, Juckreiz!, sek. krustöse bis ulzerative Dermatitis, Hyperpigmentation (!), Hot SpotsHisto: neutrophile Granulozyten, Lymphozyten, Plasmazellen "Schlittenfahren", Otitis Externa (!!!), Schwitzen, Scheuern,MDT: nur in 20-30 % der Fälle !!!Erbrechen, Durchfall, Blähungen, schleimiger Kot bzw. wechselnde Kotkonsistenz  Konjunktivitis, Flatulenzen, grummeln, Speicheln, Unverträglichkeiten können sich nach einem druchlebten Durchfall oder Befall mit Einzellern I(Giardien) manifestieren Katze:regional begrenzter Juckreiz an Kopf und HalsSelten generalisiert an Rumpf und Gliedmaßenoft kein Juckreiz beobachtet -> Diagnose mittels Trichogramm Haut: Alopezie, Erythem, Miliare Dermatitis, Eosinophiles Granulom Häufig starke SelbsttraumatisierungHistologie= oberflächliche perivaskuläre Dermatitis,Katze: eosinophile Granulozyten, MastzellenTherapie= - Juckreiztagebuch mit einer Skala von 1-10- Eliminationsdiät aus einer Kohlenhydratquelle und einer Proteinquelle im Verhältnis 1:3 die der Hund vorher nie erhalten hatam besten langsame Umstellung, wegen DF und EB Allergiediagnostik Katze auch bei Indoortieren nach 6 Wochen Konsequenter Flohbehandlung - 1.) Eliminationsdiät =  8  Wochen, wobei bei Magendarmproblemen zumeist in 2–4 Wochen eine deutliche Besserung auftritt, nach 5-6 Wochen 80 %ige Sicherheit dass FUMIallergie vorliegt - Sensitivität 90 % - schwierig bei wachsenden Tieren- Futter was vorher noch nie angeboten wurde- Proteine: Pferd, Strauß, Känguru, Fisch, Wild, Kaninchen, Ente,- Kartoffel, Süßkartoffel, Kürbis, Hirse, Couscous, Amaranth, Quinoa,- Allergene langsam aus dem MDT ausschleusen - Welpen: ->Hills prescription Diet Derm Complete • Hydrolysiertes Futter z.B. Royal Canin hypoallergenic oder Hills z/d• Hill's Prescription Diet Derm Complete Diät-Nassfutter für Hunde bei Dermatose & übermäßigem Haarausfall sowie Futtermittelallergien, ausgewählte & begrenzte Quellen für Proteine & Kohlenhydrate, hoher Gehalt an Linolsäure, EPA & DHA• Unbekannte Eiweißquelle z.B. DogSana von Vetconcept mit Pferd/Kartoffel, Cat allergy, hydrolysiertes Futter Vegetarische Ernährung bei erwachsenen Hunden möglich, vereinzelt sogar Vegan möglich2) wenn die Eliminationsdiät erfolgreich war kann mit einer Provokationsdiät begonnen werden- alle 7-14 Tage wird eine neue Futterquelle (P/K) vorgestelltReaktion meist nach 1-2 h oder 1-3 Tagen - weitere: Corticoide, Janus-Kinase-Hemmer (JAK1/3) (Oclacitinib/Apoquel), Antihistaminika, Epinephrin (bei Anaphylaxie)1) es wird besser= FIAD2) es wird etwas besser= FIAD und Atopie3) Es wird nicht besser= Atopie 
  • Herbstgrasmilbe - Larven der Herbstgrasmilbe - Symptome treten im Spätsommer/ Frühherbst Schönwetterperiode auf, nach Spaziergang in Garten, Park, Lichtung - Diagnose: schwierig weil die LArven sehrt klein sind, man kann ein weisses Papier auslegen, davon werden die Milben angezogen -Klinik: Läsionen mit lokaler Alopezie in dünnhäutiger Region, (Unterbauch, Innenschenkel, Zwischenzehenbereich, Kopf) Juckreiz +++ , Patient unruhig, Selbstverletzung durch Kratzen- die Milben befallen vor allem Stellen, die mit dem Boden in Kontakt kommen, also Pfoten, Kopf, Ohren, Beine, Bauch und Brust. Bei Katzen sind das Innere der Ohrmuscheln oder die Schwanzspitze - Übertragung von Tier zu Tier oder auf den Menschen unwahrscheinlich
  • Feline Akne Ursache nicht abschliessend geklärt wahrscheinlich multifaktorielle Erkrankung durch schlechtes Immunsystem, Stress, etc. Behandlung: leichten Formen kann eine regelmäßige Reinigung des Kinns mit Desinfektionsmitteln (z.B. Chlorhexidin-Lösungen oder 2%igen Benzoylperoxid-Shampoos) bei seltenen, schweren Formen der Katzenakne, etwa bei ausgeprägten bakteriellen Infektionen der Haut, setzt der Tierarzt Antibiotika (wie Cephalosporine oder Ampicillin) ein. Bei einem zusätzlichen Pilzbefall helfen Anti-Pilz-Mittel (Antimykotika) wie Ketokonazol, welche entweder äußerlich, in schweren Fällen auch innerlich angewendet werden.
  • CAD- Umweltallergie - ATOPIE 90% aller Hunde gehört zum Kreis der atopischen DermatitisAtopie (= genetische Prädisposition zur IgE-Bildung gegen harmlose Substanzen,  Soforttypreaktion, Typ I Überempfindlichkeit)Allergie auf beispielsweise Gräser, Kräuter, Bäume, Schimmelpilze, Milben, Flöhe,Allergene werden auch eingeatmetBei 70 % der Hunde treten die ersten Symptome der Erkrankung in einem Alter zwischen einem und drei Jahren auf, Beginn 0,6 -3 Jahre Prävalenz: 10-15 % aller Junghunde, 15-20%  aller Hunde, Tendenz steigend, oft wenn Elterntiere schon Atopiker, Hygienehypothese 15 Genmutationen wurden gefunden Atopiker müffeln Allergie aus -> schlechte Hautbarriere, reduzierte Lipidsynthese, verminderte Feuchtigkeit, Fehlfunktion der Barriereproteine, so können Allergene Eindringen und Juckreizsymptome verursachen von außenmehr Staphylococcus auf der Haut durch Dysbiose kippt die Hautflora häufig zu Malassezien Ursache IgE Typ 1 = sofort IL3, JAK, (Histamin, eher Erythem, weniger Juckreiz)IgE Typ  4 = T-Zellmediert, spät Aktivierung Mastzellen, Eosinophilen und T-Helferzellen ( vor allem TH-2+ 17+22), Für Katzen gibt es keine bekannten RassenprädispositionenVorkommen: Hund ++, Katze +, andere Spezies + Klinik/Makroskopie:Erytheme, Juckreiz, Alopezie, Quaddeln, sek. InfektionenHistologie: geringgradige perivaskuläre Infiltration mit Lymphozyten, Makrophagen, Mastzellen, kaum eosinophile Granulozyten;Zuerst tritt Juckreiz auf, ohne dass Hautveränderungen vorliegenErkrankung wird durch einen Juckreiz-Kratz-Zyklus am laufen gehalten typische Lokalisationen sind Kopf (Augen, Kinn, Lefzen, Ohren)  auch Achseln, Bauch, Innenschenkelbereich, Ellenbogen- und Sprunggelenksbeugen, Schwanzunterseite, ventrales Verteilungsmuster häufig bei im Haus gehalteten Tieren Katze: auch erhöhte Kotabsatzfrequenz und Durchfall Niesen, Konjunktivitis, speicheln Pfoten (Podofurunkulose), Zwischenzehenbereich, 1 Pfote reicht, kann auch wechseln, Pfotenoberfläche mitbetroffenOtitiden, Pinna ohne OhrrandDorsolumbalregion nicht betroffenKonjunktivitis, Augenausfluss, Nasenausfluss, MDT Problemechronische Hautveränderungen mit Haarlosigkeit, Verdickung (Lichenfikation) und Hyperpigmentierung der Haut, ranzigem Geruch etc. übergehen evtl. geringgradige epidermale Hyperplasie, ÖdemVerhaltensänderungen: übermäsige Fellpflege, Aufspringen, Erregbarkeit, kauen ungewöhnlicher Gegenstände, Hyperaktivität und Unruhe, Koprophagie, Stehlen von Futter, Aufmerksamkeitssuche, Berührungsempfindlichkeit, sind alles Anzeichen von psychischem StressDiagnose :Saisonal (Anamnese!) oder Nicht- saisonal, meist erst saisonal bei chronifizierung auch ganzjährlich, Schubweises Auftreten Bluttest nicht zum Nachweis geeignet, kein Diagnostikum, da auch gesunde Tiere IGE Anstieg zeigen, ist nur ein Tool zur Auswahl der ASIT Sehr gutes Ansprechen auf Cortisonnur nach Ausschlussdiagnose, um die Auslöser festzustellenHautbiopsien: nicht notwendig und nicht- diagnostisch (unspezifische perivaskuläre Dermatitis, eventuell Eosinophile und Mastzellen)Serum- und Intrakutantest nicht empfohlen Cave= Futtermittel- und Umweltallergie: gleiche Lokalisation !!!Beispiele: Flohbissalergie, Asthma, Anaphylaxie,Ausschluss Sarcoptes: Pinna Pedal Refelex Sarcoptes: im Hautgeschabsel können negativ sein, trotz Befall, Antikörper Test sagt nicht ob das Tier zum aktuellen Zeitpunkt befallen ist, Kreuzreaktionen mir anderen Milben sind möglich, Antikörper bauen sich teils erst nach Wochen auf Behandlung: ASIT: Sonderfall: Rushtherapie, alles an einem Tag Hyposensibilisierung= geeignet bei jungen Patienten um die Medikamentengabe zu verringern, ebenfalls geeignet bei Tieren, die auf einige wenige Stoffe allergisch reagieren,was wenn Allergiescreening negativ CAVE: auch gesunde Tiere haben teilweise nachweisbare iGE- spiegel :( → Allergiescreening kein Diagnostikum 1) Falscher Testzeitpunkt -> Pollenallergiker im Winter 2) Medis nicht früh genug abgesetzt : 2 Wochen keine topischen Glukokortikoide, 2 Wochen keine Antihistaminika, 6 Wochen kein Kortison oder Apoquel, 6 Monate kein Depotoder 12 Wochen Depot, 6-8 Wochen bei oralen Präparaten, 2-4 Wochen bei topischen MedikamentenCytopoint hat keinen EinflussHyposensiblisierung, Erfolgsrate ca 50- 80 %ca. 50% brauchen trotzdem weitere MedikamenteAnsprechen nach 4 - 12 MonatenNW wenn Juckreiz 1-2 Tage nach Inj. am besten 1-2x einen Schritt mit der Dosierung zurück gehen, Juckreiz kommt nach 1-2 Wochen wieder: -> Dosis auf 0,5 alle 2 Wochen oder 0,8 alle 3 Wochen setzen, das ist die neue Erhaltungsdosis, funktioniert nur, wenn Hund bereits auf 1,0 ml war  wenn nach der Injektion starker Juckreiz auftritt sollte die Dosis um 25-50 % gesenkt werdenbei Erfolg langfristig Immuntherapie sollte mind. 12 Monate durchgeführt werden, bevor die Wirkung beurteilt werden kann, da bei einigen Hunden erst nach 9 – 12 Monaten Auswirkungen zu beobachten sind. Bei guter Wirkung kann die Therapie lebenslang durchgeführt werden [ Alternativ kann sie nach 2 oder 3 Jahren beendet werden, manche Hunde zeigen dann eine langfristige Remission, andere zeigen eine rezidivierende Symptomatik.wenn die Therapie erfolgreich war kann ein Regime von alle 8 Wochen versucht werden danach nicht mehr so gutes Ansprechen auf die Therapieje früher behandelt wird desto besser sind die Erfolgsaussichten Pred Katze: 2mg/kg alle 24 h, kann auf 4 mg/Kg erhöht werden 10-14 TagHund: z.B: 1mg/kg alle 24 h, für 5-7  Tage dann Wechsel zu ZenreliaWelpe: Cytopoint !!! geht auch bei Welpen und Hunden im Wachstum  Cerenia:Nicht selten stehen wir bei unseren Katzenpatienten vor der Herausforderung, uns für eine juckreizstillende Medikation für einen ohnehin schon immunsupprimierten Patienten zu entscheiden. So z. B. bei FIV-positiven Patienten oder bei Patienten mit anderen Viruserkrankungen, wie z. B. mit einer latenten FHV-1-Infektion. Der Einsatz von Glukokortikoiden ist hier trotz guter Wirksamkeit nicht indiziert. Die zugelassene Alternative Ciclosporin birgt bei diesen Patienten ähnliche Risiken.Maropitant (Dosierung: 2 mg/kg 1 × tgl.) reduzierte über 28 Tage bei der großen Mehrheit den Juckreiz und die klinischen Symptome – und dies bei Katzen, die teilweise auf andere Medikationen nicht gut reagiert hatten oder bei denen klassische immunsuppressive Therapien nicht infrage kamen. Es liegt die Vermutung nahe, dass bei Katzen wie bei Menschen Substanz P eine wichtige Rolle bei Juckreiz spielen könnte. Als einzige Nebenwirkung wurde bei 2 Katzen vermehrtes Speicheln berichtet. Darüber hinaus wurde die Verträglichkeit von den Besitzer als ordentlich (16%), gut (8,3%) oder ausgezeichnet (75%) beurteilt. Cyclosporin: 5 mg/Kg alle 24 h, kann auf 10mg/kg erhöht werden, nicht bei akuten Symptomenbraucht bis zum Anfluten 2-3 Wochen, teils sogar 4-8 Wochen kann in Kombination mir Pred 1mg/kg alle 24 h über 7 tage verwendet werden, dann 1 mg alle 2 Tage für 2 Wochen, dann absetzen, EB, DF, Lethargie als NW möglich hemmt T - Lymphos weniger Nebenwirkungen als Cortison aber auch weniger Zielzellen  Tablette einfrieren: verhindert EB   Apoqquel hemmt Januskinase “just another kinase”  Cytpopoint Monoklonaler IL 3 AK Sehr wenige NW  Antihistaminika Ceterizinweniger als 30 % der Hunde schlagen darauf an blockiert Histaminrezeptoren  CortavanceShampoo: soll die Überwucherung von Staphylococcus und Malasezia verhindern Anwedung alle 4-14 Tage  auch Atopiker sprechen auf Fumiumstellung an Ektoparasitenprphylaxe: mind 6 Wochen CAVE: können auch bei anderen Juckenden Dermatosen positiv ausfallen, Atopie trotz negativen Test möglich ( Stoff nicht enthalten) DD: Epitheliotrophies T -Zell-Lymphom Futter: Nachtkerzenöl, DistelölOmega 3 FS + 6 FS in der Ratio 5 zu 1 Polyphenole ( können Symptome um 50 % rezduzieren) ZinkVitamin E 15-20 mg /Kg HistagardkomplexKTZ: Strumpfhose, Nagelcover, soft clawsSonderfall: post clipping alopecia 
  • Kontaktallergie - sehr selten - Typ 4 - z.B. auf Reinigungsmittel, synthetische Materialien, Leder, Gummispielzeug, Dünger, Mulch, Beton, Kunststoffnäpfe, Waschmittel, Pflanzen  - Klinisches Bild = Vor allem an wenig behaarter Haut und Körperpartien, welche den Boden berühren (Pfoten, Achseln, Skrotum, Druckpunkte an den Gliedmaßen, Kinn, Ohren), Juckreiz mit Erythem, Papeln, Bläschen, Quaddeln, Krusten Sekundär hochgradige Pyodermien möglich  - Therapie = Waschen od. Scheren um oberflächliche Kontaktallergene zu entfernen  Glukokortikoide (z.B. Prednisolon)  Antihistaminika  Bei sekundären Pyodermien:  antibiotische Behandlung, Allergenvermeidung
  • Stechmückenallergie Überreaktion auf Insektenstiche nach mehrfache Sensibilisierung Selten, vor allem KatzenSaisonales Auftreten - Klinisches BildJuckreiz mit Papeln, Pusteln, Erosionen und Krusten Häufig symmetrisches AuftretenVor allem wenig behaarte Hautz.B. Ohrspitzen, Nasenrücken und Sohlenballen -  Therapie  Kein Freigang vor allem während der Dämmerung  Glukokortikoide (z.B. Prednisolon)  Bei sekundären Pyodermien: antibiotische Behandlung  Lokales Auftragen von Repellentien (Advocate ®)
  • Demodikose In geringer Anzahl physilogische Milbe auf der Haut, bei Saugakt von der Mutter auf die Welpen übertragen aber auch Intrauterin !!!!Zu den besonders anfälligen (prädisponierten) Rassen zählen: Mops, Englische und französische Bulldogge, Terrier, Dobermann, Schäferhund und Shar Pei- Übertragunf von Tier zu Tier nicht möglich- Diagnose=- tiefes Hautgeschabsel mit Zusammendrücken der Haut ( auch um Sarkoptes auszuschliessen)- Vorhandensein von Larven und EiernFormen=1) lokalisierte Demodikose = vermehrte Milbenbildung örtlich begrenzt- Die lokalisierte Form tritt meistens bei Jungtieren mit wenigen, scharf begrenzten, haarlosen Stellen am Kopf und an den Gliedmaßen auf. In den meisten Fällen heilt diese Form spontan ohne Therapie ab.2) generalisierte Form = alle Hautpartien- bei einigen Hunden entwickelt sich jedoch hieraus eine generalisierte Form, wobei dann mehrere, große Bereiche des Körpers betroffen sind. Begünstigt wird der Ausbruch einer Demodikose beim erwachsenen Hund auch durch Langzeitherapien mit Kortison oder anderen Hormonen, durch hormonelle Erkrankungen (Cushing-Syndrom, Schilddrüsenunterfunktion) sowie durch immunsystemschwächende Lebensumstände, Erkrankungen oder DauermedikamentationenSymptome=Die klinischen Symptome einer generalisierten Demodikose beginnen häufig mit kreisrundem Haarausfall (Alopezie), Rötungen (Erytheme) und Schuppenbildung an Kopf, Beinen oder Rumpf. Die betroffenen Stellen sind wenig begrenzt und es kommt meistens zu bakteriellen Sekundärinfektionen mit Pustel- und Krustenbildung, eitrigen Hautveränderungen und/oder Flüssigkeitsbildung (Exsudation), Hyperpigmentation sowie unterschiedlich starkem Juckreiz. Die Lymphknoten können anschwellen und das gesamte Allgemeinbefinden des Hundes ist oft stark beeinträchtigt- Therapie= Nexgard, Advocate, Advantage (Bravecto plus, simparica Trio ) Monitoring: Hautgeschabsel alle 4 Wochen an der selben Stelle wo Milben nachgewiesen wurden - lokal: oft Spontanheilung, Shampoos mit Benzoylperoxid, ggf Oral Ab bei Pyodermiegeneralisiert: Heilungsraten von 80-90 % sind beschrieben bei schwerer pyodermien Ab über 4 Wochen keine Verbesserung der Symptome unter Zylexis Waschung: amidin Amitraz 0,05 % ige Waschlösung alle 7 Tage, nicht abspülen, 
  • Hot Spot Die Pyotraumatische Dermatitis („hot spot“) ist eine Form der Oberflächenpyodermie, die durch eine lokal begrenzte Entzündung der oberflächlichen Epidermisschichten gekennzeichnet ist. Sie ist vor allem bei Haushunden, insbesondere bei Tieren mit langem, dichten Fell häufig, und tritt vor allem in den Sommermonaten auf/ bzw. nach dem Schwimmen Auslöser sind meist harmlose kleine Hautverletzungen oder Juckreiz auslösende Faktoren wie Flohstiche, Cheyletiellose, Fremdkörper, verfilztes Fell, Allergien (Flohallergie, Futterallergie), die durch Selbsttraumatisierung (Jucken, Kratzen) schnell zu einer bakteriellen Besiedlung und Vereiterung der Haut führen. Eine feuchte und warme Hautoberfläche fördert das Wachstum der Bakterien, die zumeist zur normalen Hautflora gehören, wie beispielsweise Staphylococcus intermedius. Klinisch äußert sich die Pyotraumatische Dermatitis in einer umschriebenen, feuchten und haarlosen Stelle, deren Oberfläche gelblich glänzt. Sie geht mit starkem Juckreiz einher, der zu einer weiteren Traumatisierung der Haut und damit auch zu einem Übergreifen auf tiefere Hautschichten Anlass geben kann. Behandlung= - Initial: Dexamethason - danach: Caprotab (gegen die Schmerzen), Cephatab (Antibiose), Betafuse (gegen Juckreiz und Bakterien) mit Kernseife täglich waschen, nicht ins Wasser gehen, lecken vermeiden,
  • Anzeige
  • Melassezien - Pilzerkrankung - Prädisposition: WHWT, DSH. Labrador, Cockerspaniel - " typischer Geruch" durch Oxidation von ungesättigten Fettsäuren - oft mit Staphyloccocus vergesellschaftet - führt zu einer Schwarzfärbung der betroffenen Hautstellen - Behandlung: verdünntes betaisodonna in die Ohren
  • Untersuchungsgang Dermatologie 1. Oberflächlich - Untersuchung mittels Flohkamm und Tesafilm - Läuse, Flöhe, Nissen, Haarlinge 2. Haare 2.1. Demodex - Haut an der betroffenen Stelle zusammendrücken - Haare mit einer Pinzette herausziehen ( mit Haarwurzeln) - Haare auf Objektträger, mit Paraffinöl benetzen und Deckgläschen drauf - auch einfärben mit Diff Quick möglich 2.2. Haare Beurtteilen - Pigmentverlust - abgebrochene Haare durch lecken  ( Haarenden wirken zackig) -> Hautpilze produzieren ein Enzym was zu Haarbruch führt !!!! - Dermatophyten 3. Pilze - 60-70 % der Pilzarten leuchten unter der woodschen Lampe ( nur Microsporum) - Pilzkultur anlegen: Haare an der bertroffenen Stelle rausziehen und mind. 10 Tage warten 4. Bakterien - Abklatschmethode mittels Objektträger oder Tesa 5. Oberflächliches bzw. tiefes Hautgeschabsel - zur Erkennung von Sarcoptes und Demodexbefall - bei langhaarigen Tiern kann das Fell vorher gekürzt oder geschnitten werden - zum Schaben Stelle vorher mit Paraffinöl benetzen - betroffene Stelle mit dem Skalpell schaben bis es leicht blutet - Material auf Objektträger, Paraffinöl, Deckgläschen und dann begutachten - Geschabsel kann mit 10 % Kalilauge benetzt werden damit Krusten und Zellen mazeriert werden 6. Feinnadelaspiration - 21-22 G Kanüle und 5 ml Spritze - Kanüle hin und her bewegen - mit der Spritze Unterdruck erzeugen - auf Objektträger ausspritzen - dann ausstreichen und anfärben 6. Biopsie CAVE= Bereich nicht desinfizieren oder scheren , 2 Wochen vorher Glukocortikoide absetzen und antibiotisch vorbehandeln - mindestens 4 Proben ( 2x veränderter Bereich, 1x Übergang, 1x normal)
  • Hyperpigmentation an Stellen wo die Haut frei liegt ( durch Scheren oder Alopezie) - entweder als Adaption an Sonneneinstrahlung oder als Zeichen einer chronischen Entzündung
  • Otitis externa Ursachen: Bakterien- >Staphylococcus spp., Pseudomonas aeruginosa, Escherichia coli, Klebsiella spp., Proteus mirabilis, hämolysierende Streptokokken, häufige Erkrankung wegen physiologisch abgeknickten ohrkanal,Hefen, FAD, SH Problematik, Sertolizelltumor (Östrogenerhöhung), Autoimmunerkrankungenerst gesundes ohr dann krankes ohr wegen BakterienübertagungTherapie:1) Probe nehmen2) Ohr spülen (wartezeit 1 h)3) Trommelfell intakt -> mitex ( Cave nur gegen gram pos) bzw Baytril 4 ml + Nacl 6 ml 1xtgl 1 ml -> wenn keine Compline osurnia probieren4) Trommelfell kaputt/ Otitis media  -> Antibiogramm, Topische Behandlung mit gentamycin + systemische Behandlung mit Clava 1-2 Wochen bzw Flourchinolone (Wirkstärke kann bis auf das 2-4 Fache erhöht werden)über 3-6 Wochen und 4 wochen nach erreichen der negativen zytologie
  • Oberflächliche Pyodermie Ausgelöst durch, Staph, Pseudomonas, E- Coliggf. Malassezien kein AB notwenig, oberflächliche Behandlung mit Antiinfektiva ist ausreichend, -> Chlorhexidin, Benzolperoxid 1) lokal: Desinfektionsspray, Schaum oder Tücher 2) ausgedehnt: Zweimal wöchentlich Shampoo +täglich Desinfektionsspray, ­schaum, ­tücher, für 10 Minuten -> für mindestens 3 Wochen
  • Tiefe Pyodermie Erreger: MRSA, E. Coli, Pseudomonas, Staph: physiologisch  Strep: Pathologisch  sollte systemisch behandelt werden: Amoxicillin, Amoxicillin/Clavulansäure, Cefalexin, Cefadroxil/Clindamycin -> einmalige Gabe von AB ohne Antibiogramm möglich, wenn es sic um eine Kokkenpyodermie handelt bei nicht Erfolg Antibiogramm notwendig Behandlung  mindestens 4 Wochen In einigen Fällen tiefer Pyodermien, wie zum Beispiel bei Kalluspyodermie oder interdigi­taler Furunkulose, kann sich eine Entzün­dungslinderung durch kurzfristige Gabe von Kortikosteroiden (1 mg/kg/24h über 5 Tage) oder langzeitwirksamer Immun modu latoren (z. B. Ciclosporin 5 mg/kg/24h) als hilfreich erweisen
  • Lupus / Pemphigus Komplex gehört zur Gruppe der Autoimmunerkrankungen Die Immunantwort beim Pemphigus richtet sich gegen Verbindungsstrukturen zwischen den Hautzellen. (Desmosomen) Der Pemphigus foliaceus ist die häufigste Pemphigusform bei Hund und Katze. Es sind die Verbindungsstrukturen der oberen Hautschichten betroffen. Er kann in jedem Alter, bei beiden Geschlechtern und bei allen Rassen auftreten, wobei beim Hund bestimmte Rassen (z.B: Akita Inu, Chow Chow, Dobermann, Neufundländer, Dackel) häufiger betroffen sind. Symptome: Blasen seltener oder nie anzutreffen. Da die Epidermis bei Hund und Katze sehr dünn ist, kommt es sehr schnell zum Aufplatzen dieser Blasen, so dass daraus entstehende Krusten das Leitsymptom sind. Neben Krusten können auch Rötung (Erythem) und alle möglichen Sekundäreffloreszenzen wie Erosionen, Geschwüre, Schuppen oder Haarausfall (Alopezie) auftreten. Im weiteren Verlauf kann es zu einer bakteriellen Sekundärinfektion mit Pyodermie kommen. Die Krusten treten vor allem am Kopf (Nase, Augengegend und Ohr), Körper sowie an den Pfoten (einschließlich Ballen, bei Hunden vor allem das Krallenbett), in der Leistengegend und bei Katzen auch um die Brustwarzen auf. Intakte Blasen findet man am ehesten an der Innenseite der Ohrmuschel. Oft nur Gesicht  Juckreiz (Pruritus) ist bei Katzen stärker ausgeprägt als bei Hunden. Darüber hinaus neigen Katzen bei großflächlicher Ausdehnung auch eher zu Allgemeinstörungen mit Fieber. erst Läsion dann Juckreiz  Therapie: essenzielle FS von Doppelherz, Cortison +  Azathioprim, Clorambucil, Cyclophosphamid oder Cyclosporin A kombinierbar diskioder Lupus erthematodes  Sporimmune:im winter aller 2 tage 1 ml im Sommer jeden Tag 1,7ml unterstützende Therapie: Sonnencreme tgl, hoher Lichtschutzfaktor- gut einreiben (evtl. mechanischen nasenschutz basteln)Tacrolimussalbeteilw. stabil mit nur lokaler Therapie wie bei SLO:für 6 Monate:Doxycyclin: 10mg/Kg 1xtgl ( NW: Hepatotoxisch, EB, DF, Anorexie)Nicotinamid (Vitamin B3), als Reinsubstanz, ausschleichen nach Besserung ca. 3 x 500 mg für Hunde über 10 kgca. 3 x 250 mg für Hunde unter 10 kg - essentielle FS (Omega 3): hochdosiert, zB: Doppelherz 2x tgl 1 Kapsel (Leinöl, Fischöl) Pemphigus Vulgaris Schmerz, Fieber,  Maul, SH, Pfote, Ohr  Mukokutaner LE  - beim DSH  - nicht in der Mukosa sondern daneben  Bullöses Impetigo:  Bullöses Pemphigoid  - Körper und Haut, Blasen, 
  • Hautpilze Klein und Heimtiere 90% aller Microsporumarten leuchten  Wie wird Hautpilz beim Hund behandelt? Die Behandlung gegen Hautpilze basiert auf drei Pfeilern: 1. Das Tier wird „systemisch“ behandelt, d. h. es bekommt eine Spritze und/oder Medikamente zur Eingabe über das Maul (sogenannte Antimykotika). Die Hautpilze werden damit „von innen heraus“ bekämpft. 2. Gleichzeitig wird die Haut „lokal“ behandelt, d. h. das Fell und die Haut werden äußerlich mit Medikamenten gewaschen und/oder eingerieben. Diese äußere Behandlung beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Behandlung sichtbar betroffener Bereiche, sondern schließt den gesamten Tierkörper ein. Sie sollte über den gesamten Behandlungszeitraum mindestens zweimal in der Woche durchgeführt werden. Herstellung einer Waschlösung: 1:50. D.h. -> 1 ml Imaverol auf 50 ml Wasser - >oder 5 ml auf 250 ml wasser -> oder 50 ml Imaverol auf 2,5Liter Wasser 3. Das Scheren des Fells, vor allem bei stark infizierten Tieren, kann den Erfolg der äußeren Behandlung unterstützen, da es die Anwendung und das Eindringen der Wirkstoffe erleichtert. 4. auch die Umgebung sollte behandelt werden, da Sie die ursache für eine häufige Rekontamination ist. Deshalb werden Sie an Badetagen Dekontaminiert. D.h. gewaschen und desinfiziert.  Die Desinfektion kann mittels Chlorbleiche in der Verdünnung 1:10- 1:100 erfolgen. Einwirkzeit 2-5 Minuten  Imaverol: in der verdünnung 1:50. Glatte Flächen: Einwirkzeit 20-30 Minuten. Absorbierende Flächen (Holz etc.) 2-3 Stunden  Die Behandlung gegen Hautpilze beim Hund verfolgt das Ziel, die Krankheitsdauer zu verkürzen und eine Ausbreitung in der Umgebung und Übertragung auf weitere Tiere und den Menschen zu verhindern. Daher sollten HundebesitzerInnen gleichzeitig die Umgebung des Tieres sowie Gegenstände, mit denen das Tier Kontakt hat, desinfizieren, um eine Neu-Ansteckung zu verhindern. Auch sollten betroffene und nicht-betroffene Tiere getrennt gehalten werden. Laboruntersuchung erfolgt nach 4 Wochen, sind noch Pilze nachweisbar mussd er Zyklus weitere 4 Wochen wiederholt werden Die Behandlung aller Tiere und der Umgebung sollte so lange durchgeführt werden, bis die Kontrolluntersuchungen bei sämtlichen Tieren mindestens 2x im Abstand von 2 Wochen negativ waren. Hamster/ Meeri: Itraconazol 10,0 mg/kg, p.o., 3-malige Behandlung über 7 d, dazwischen je 7 d Behandlungspause. Zusätzliche Waschbehandlung mit Imaverol®.
  • otitis media Symptome Infektion des Mittelohrs kann auf 3 Wegen entstehen: 1.Ausdehnung einer Otitis externa auf das Mittelohr, z. B. infolge Ruptur des Trommelfells (deszendierend, am häufigsten). 2.Eindringen von Mikroorganismen über die Eustachische Röhre aus Nasopharynx bei Pharyngitis (aszendierend, tubogen, selten). Das Trommelfell ist zunächst intakt, kann vorgewölbt und trüb-gelblich aussehen, sekundäre Ruptur möglich. 3.Hämatogen (sehr selten). Die beteiligten Mikroorganismen spiegeln nicht immer die pathologische Flora der Otitis externa wider bzw. weisen kein identisches Resistenzspektrum auf. Staphylokokken, Pseudomonas, Proteus, Streptokokken, Corynebacterium, Enterococcus spp. u. a. können isoliert werden. Hefeinfektionen (Malassezia) sind häufig. Auch Ohrmilben spielen eine Rolle. Anamnese Erkrankungsdauer, Vorbehandlung, Allgemeinsymptome (s. Otitis externa). Symptome Meist besteht eine schwere chronische Otitis externa, Schmerzäußerungen bei Palpation und Öffnen des Fanges, Ohrenschütteln und -reiben mit Pfoten oder am Boden; gelegentlich Hüsteln. Selten sind Abszesse am Ohrgrund. Sympathische Nervenfasern verlaufen durchs Mittelohr, daher ist ein Horner-Syndrom (Miosis, Ptosis, Enophthalmus) möglich. Eine Läsion der parasympathischen Chorda-tympani-Nervenfasern kann zum Versiegen der Tränenproduktion und zu Keratoconjunctivitis sicca führen. Fazialisparalyse ist ebenfalls möglich. Kopfschiefhaltung in Richtung der betroffenen Seite bei einseitigem Innenohrbefall (peripheres Vestibularsyndrom) oder auch schmerzbedingt. rupturiertes oder verändertes Trommelfell Diagnose Röntgenaufnahmen der Bulla tympanica: a) dorsoventral, b) schrag laterolateral und c) Frontalprojektion bei weit geoffnetem Fang (Zentralstrahl auf die Tonsillen gerichtet) Verlässliche Anzeichen einer Otitis media sind Verschattungen (Exsudatansammlung) der normalerweise mit Luft gefüllten Bulla und Sklerosierungen oder lytische Veränderungen der knöchernen Strukturen (s. Abb. 1). CT Therapie: Wichtig ist die vorsichtige Spülung der Paukenhöhle, die nur mit warmer 0,9 %iger NaCl-Lösung durchgeführt werden soll. Dies kann auch durch eine Trommelfellpunktion mit Lumbalkanüle oder Katerkatheter erfolgen. Es folgt eine systemische Antibiotikabehandlung nach Antibiogramm über 4–6 Wo., evtl. kann zu Beginn kurzzeitig Prednisolon (0,5 mg/kg) verabreicht werden (umstritten). Indiziert ist eine Schmerztherapie mit nichtsteroidalen Antiphlogistika (nicht gleichzeitig mit Glukokortikoiden). Liegt noch keine Resistenzprüfung vor, wird zunächst Enrofloxacin (5 mg/kg 2 ×/d), Amoxicillin/Clavulansäure (12,5 mg/kg 2 ×/d), Cefalexin (25 mg/kg 2 ×/d) oder Trimethoprim-Sulfonamid (25 mg/kg 2 ×/d) gegeben (ggf. Auswahl nach zytologischem Befund; s. Otitis externa). Bei Mitbeteiligung von Malassezia sollte zusätzlich Ketoconazol parenteral (5 mg/kg 2 ×/d, ca. 2[–4] Wo., Leberwertkontrolle!) eingesetzt werden. Zusätzlich wird eine evtl. vorhandene Otitis externa behandelt (keine ototoxisch wirkenden Medikamente lokal bei rupturiertem Trommelfell)
  • eosinophiles Ulkus Formenkreis der Katze gehört zum Formenkreis des Eosinophilen Granulomkomplexes ImmerMundhöhle bei Allergikern untersuchen Formen:1) Indolentzes Ulkus: Lippe, meist symmetrischapruritisch, und nicht schmerzhaft, beginnt meist am C Ok 2) Lineares Granulom: caudaler Bereich Oberschenkel, mit 6-12 MonatenPruritisch, oft Perlschnurartig heilt meist von alleine ab3) eosinophiles Plaque: Sehr starker Pruritus, meist Junge Tiere, in BU auch Eosinophilie Abdomen, Oberschenkel, -repiratorische Symptome mit trockenen, expiratorischeer Dyspnoe sind möglich oft vergessellschaftet mit ein er Infektion mit Streptokokken und Staphylococcen (Sprechen gut auf Clava an) DD: neoplasie, Herpes, Calicivirusinfektion, Atopie, Futtermittelunverträglichkeit, Flohstichallergie Nachweis mittels Klinik und Abklatschpräperat 4) Eosinophiles Granulom: Weiße Stippchen ( kollagennekrosen) Sehr häufig im Mundraum 5) Fat chin Meist asymptomatisch6) Stechmücken Allergie Auf dem Nasenrücken, meist Sommer oder Herbst, +Therapie: AB für 3.4 Wochen bei Baktereillen Infektion, Prednisolon 2m/Kg als Anfangsdosis, dann ausschleichen, auch Depot Medtrate kann helfen, in seltenen Fällen auch Cyclosporin ( 7mg/Kg/d p.o.Prognose: erneutes Ausbrechen kommt häufig vor, auch Ansprechen auf oben beschriebenen Therapien ist beschrieben 
  • Fettschwanz Katze - aud der Dorsalfläche des proximalen Schwanzdrittels   -> suprakaudales Organ  - hat besonders viele Talgdrüsen und epitrichiale Schweißdrüsen  - Erhöhung der Sekretproduktion durch Hormone wie z.B: Testosteron  Behandlung:  - Waschung mit milder desinfizierender Seifenlösung (Benzoylperoxid) - Fusidiinsäure/ bethamethasongel
  • UV Pinna Katze Melanov vs. ceruminöse Zystadenomatose  Die feline ceruminöse Zystadenomatose ist eine seltene gutartige Neoplasie bei Katzen.  Diese knotig aussehende, cystische Veränderung bei Katzen kommt meist an den Ohrmuscheln und im Gehörgang vor, manchmal auch ums Maul oder an anderen Körperstellen. Im Gehörgang kann es dadurch sekundär zu Entzündungen kommen und die Katze stören. Die ceruminöse Zystadenomatose wird auch ceruminöses Adenom oder apokrine Zystadenomatose genannt und ist eine seltene gutartige neoplastische Veränderung. Es sind eher ältere Katzen betroffen, eher männliche Katzen. Perser und Abessiner scheinen etwas öfter daran zu erkranken. Aber es kann jede Katze in allen Altersklassen betreffen.  Klinisch erkennt das geübte Auge diese Erkrankung an den typischen Hautstellen durch die gruppierten bis max. 1 cm grossen, blau-grauen, manchmal leicht dunkelvioletten, haarlosen vorstehenden Zysten. Wenn die Zysten nur einzeln sind oder noch sehr klein sind, können sie mit pigmentierten Haarfollikeltumoren oder Vaskulären Tumoren verwechselt werden. Die definitive Diagnose wird dann mittels Biopsie und histologischer Untersuchung  durchgeführt.   Solange die Zysten noch klein sind, beeinträchtigen sie die Katze nicht. Beim Grösserwerden, vor allem im Ohreingang und Gehörkanal,  können sie stören und sekundär zu Infektionen mit Bakterien oder Hefepilzen führen.  Die Behandlung wird meist mit einem CO2 Laser durchgeführt. Alternativ können die Zysten auch mit Chirurgie, Kryotherapie oder mit einem Kauter entfernt werden. Je nach Fortschritt der Erkrankung und Ausprägung der Zysten braucht es dazu mehrere Therapiesitzungen. Sobald die Zysten entfernt wurden, ist die Langzeitprognose relativ gut. Es muss jedoch beachtet werden, dass neue Zysten entstehen können und über die Jahre wieder wachsen können. 
  • Feline Leckalopezie CAVE Hyperthyreose KlinikDie Feline selbstinduzierte Alopezie (FBSA) gehört zu den katzenspezifischen Reaktionsmustern der Haut. Infolge verschiedenster Auslöser belecken sich die betroffenen Katzen übermäßig, weswegen dieses Erkrankungsbild auch als „Leckalopezie“ bezeichnet wird. Betroffen sind vor allem das ventrale Abdomen, Flanken und Rücken sowie die Gliedmaßen.Vor allem Junge und Mittelalter Tiere90% der Tiere reißen sich die Haare unbemerkt aus Oft nur an den Stellen, die für die Katze erreichbar sindSehr sehr selten psychogenPrinzipiell können alle Körperregionen betroffen sein, an denen die Katze lecken kann. Der dadurch entstehende Haarverlust ist überwiegend bilateral symmetrisch. An die betroffenen Bereiche angrenzende Haare sind schwer epilierbar und können bereits abgebrochene Haarschäfte aufweisen  Aufgrund der Traumatisierung der Haut und möglicherweise sekundären Hautinfektionen können weitere Läsionen wie Erythem, Papeln und Krusten vorhanden sein.UrsachenDie häufigste Ursache der selbstinduzierten Alopezie ist Juckreiz  Es müssen daher alle juckreizauslösenden Erkrankungen als mögliche Grunderkrankung aufgearbeitet werden. Zu den häufigsten Ursachen für Juckreiz bei der Katze gehören neben parasitären Infektionen das Feline Atopische Haut Syndrom (Feline Atopic Skin Syndrome, FASS) die Futtermittelallergie der Katze (Feline Food Allergy, FFA) und die Flohspeichelallergie (Flea Allergy Dermatitis, FAD),  Die FBSA kann allein oder zusammen mit anderen katzenspezifischen Reaktionsmustern auftreten. Dazu gehören die miliare Dermatitis, der eosinophile Granulomkomplex oder auch der Hals-Kopf-Pruritus. Ursachen für Juckreiz bei jüngeren und mittelalten Katzen bis 10 Jahren sind vor allem Allergien und Parasitosen. Wird Juckreiz erstmalig bei älteren Tieren bemerkt, könnte auch eine Hyperthyreose die Ursache des vermehrten Putztriebes sein.Orientalische Rassekatzen zeigen häufiger aufgrund psychogener Ursachen eine FBSA als andere Katzenrassen AllergienDie Flohspeichelallergie (FAD) ist die am häufigsten vorkommende Allergie der Katze und betrifft 20 – 29% der Katzen mit einer allergischen Dermatitis. Boeta gibt an, dass 39% der Katzen mit einer FAD selbstinduzierte, bilateral symmetrische Alopezie zeigen. Es werden von den Patienten insbesondere der Rumpf, die Flanken und der Schwanz beleckt, aber auch das ventrale Abdomen Etwa die Hälfte (52%) aller Katzen mit einem Atopischen Haut Syndrom und 43% der Katzen mit einer Futtermittelallergie weisen eine FBSA auf. Katzen mit einem Atopischen Haut Syndrom belecken ihre Gliedmaßen häufiger als Katzen mit einer Futtermittelallergie Infektionen und SchmerzenAuch Hautinfektionen und schmerzhafte Erkrankungen, v. a. Zystitiden oder auch Erkrankungen des Bewegungsapparates, können als Ursache einer FBSA vorliegen. Weniger häufig sind psychogene Faktoren (Stress) oder eine Hyperthyreose der Grund für das übermäßige Belecken.In einigen Fällen kann die FBSA von einer Otitis externa, einer Pododermatitis, einer Konjunktivitis oder gastrointestinalen bzw. respiratorischen Symptomen begleitet werden  Dies kann auf eine allergische Juckreizursache hinweisen.Aufarbeitung und DiagnostikDifferenzialdiagnosen zur selbstinduzierten Alopezie sind alle Erkrankungen, die zu einer spontanen Alopezie führen. Zur Aufarbeitung der FBSA gehören neben Signalement, Anamnese, klinischer und dermatologischer Untersuchung auch Laboruntersuchungen, wobei der Fokus auf eine tiefgreifende Anamnese gelegt wird.AnamneseZunächst muss geklärt werden, ob die Katze Juckreiz zeigt oder nicht, denn das ist für viele Besitzer schwer einzuschätzen. Physiologisches Putzverhalten bedeutet, dass die Katze sich für ca. eine Stunde pro Tag am gesamten Körper beleckt. Für den Besitzer hilfreich kann der Hinweis sein, dass Juckreiz bei der Katze nicht nur kratzen, sondern auch lecken oder auffällig vermehrtes Putzverhalten bedeutet.Haarverlust selbstinduziert oder nicht?Viele Katzen belecken sich unbeobachtet vom Besitzer, daher ist es sinnvoll, mittels Trichoskopie zu untersuchen, ob eine Alopezie selbstinduziert ist oder nicht. Wenn die Katze die Alopezie durch Belecken selbst herbeiführt, ist dies in der mikroskopischen Haaruntersuchung an den abgebrochenen Haarspitzen erkennbar. Auch Haare im Kot oder Erbrochenem können ein Hinweis auf FBSA sein.Der Verlauf der Symptomatik, insbesondere eine mögliche Saisonalität, ist zu erfragen, denn wiederkehrende saisonale Symptome können auf ein Feline Atopic Skin Syndrome oder auf regional auftretende Herbstgrasmilben hinweisen. Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben, erkranken weniger häufig an Parasitosen als Katzen mit Freigang, zeigen dafür allerdings häufiger psychogenen Juckreiz.Parasiten, Zoonosen und ErkrankungenIn der Anamnese sollte ebenfalls abgeklärt werden, ob auch Kontakttiere und Kontaktpersonen an Juckreiz oder Fell-/Hautveränderungen leiden. Parasitosen wie Cheyletiella, Demodex gatoi, Otodectes cynotis, Flöhe und Trombiculose sowie eine Dermatophytose können weitere Katzen, aber auch andere Haustiere, wie z. B. Hunde, betreffen. Ebenso können auch Kontaktpersonen Juckreiz oder Hauveränderungen aufweisen und hier kann es einen Zusammenhang zu Zoonosen, wie z. B. Dermatophytosen oder einigen Parasitosen, geben.Bestehen weitere Symptome oder Erkrankungen, wie z. B. Hyperthyreose, Zystitiden oder schmerzhafte Zustände am Bewegungsapparat, können auch diese wertvolle Hinweise auf die Ursache des Fellverlustes bzw. des Juckreizes aufzeigen und müssen abgeklärt werden.Fütterung, Vorbehandlung und VerhaltenWeitere Fragen zur Fütterung, bisherige Futterwechsel und das Vorliegen gastrointestinaler Symptome, sind wichtig für die Einschätzung einer eventuell zugrundeliegenden Futtermittelallergie und zur Erstellung eines Futterplanes für eine Eliminationsdiät.Wenn die Katze bereits vorbehandelt wurde, kann dies die Ursache der FBSA eingrenzen. Ist der Juckreiz responsiv auf Glukokortikoide, so ist eine allergische Grunderkrankung wahrscheinlich. Dabei sollen Dauer der Applikation und Dosierung in die Bewertung mit einbezogen werden. Wurden die Katze und deren Kontakttiere bereits regelmäßig mit wirksamen Ektoparasitika behandelt, ist eine Parasitose als Ursache weniger wahrscheinlich.Eine Verhaltensanamnese kann zusätzliche wichtige Informationen erbringen, um eine eventuell bestehende psychogene Ursache oder Beteiligung an der FBSA zu ermitteln.Klinische UntersuchungMit dem Hintergrundwissen möglicher Ursachen für die FBSA soll bei der klinischen Untersuchung insbesondere auf Symptome einer Hyperthyreose (Tachykardie, Body Condition Score, Palpation der Schilddrüse etc.), einer Zystitis und auf Schmerzhaftigkeit des Bewegungsapparates Wert gelegt werden. Je nach Befund sind orthopädische oder internistische Untersuchungen indiziert, wobei bildgebende Verfahren zur Untersuchung des Bewegungsapparates bzw. eine Sonografie der Harnblase, eine Untersuchung von Zystozenteseurin sowie eine Blutuntersuchung einschließlich Schilddrüsenparameter notwendig sein können.Dermatologische UntersuchungIm dermatologischen Untersuchungsgang werden neben der behaarten Haut auch die Ballen, die Krallen, der Nasenspiegel und die mukokutanen Übergänge untersucht. Die dermatologischen Befunde bei einer FBSA sind eine bilateral symmetrische Alopezie mit oder ohne Hautläsionen, insbesondere am ventralen Abdomen, den Gliedmaßen, Rumpf und Flanken, wobei auf weitere kutane Reaktionsmuster zu achten ist ([Abb.1]. Weiterhin ist die Maulhöhle einzusehen, da hier Läsionen des Eosinophilen Granulom-Komplexes (EGK) am Gaumen und auf der Zunge auftreten können. Zur vollständigen Untersuchung gehört auch unbedingt die Otoskopie, denn Katzen mit einem Felinen Atopischem Skin Syndrom können neben der FBSA auch Otitiden aufweisen. Ebenso sollte eine Infektion mit der Milbe Otodectes cynotis nicht übersehen werden.Spezielle DiagnostikJede Katze mit Juckreiz sollte mit dem Flohkamm untersucht werden – er dient dem Auffinden von Flohkot, Flöhen und der großen Ektoparasiten wie z. B. Haarlingen. Die saisonal und regional unterschiedlich auftretenden Larven der Herbstgrasmilben sind ebenso überwiegend makroskopisch erkennbar. Ein negativer Befund schließt den Befall mit Ektoparasiten allerdings nicht aus, da die Katzen diese durch das intensive Belecken entfernt haben können.Mittels Trichogramm sollte geklärt werden, ob die Alopezie durch Belecken des Fells entsteht. Hierbei sind abgebrochene Haarspitzen und Haarschäfte mikroskopisch erkennbar. Bei einer spontanen Alopezie sind die Haarspitzen hingegen intakt. Bei der FBSA sind zudem anagene und telogene Haarwurzeln erkennbar.Verschiedene Milben, die zu Juckreiz und/oder Alopezie führen können, sind mittels Hautgeschabsel und Tesafilm-Abklatsch Präparat zu untersuchen. Dazu gehören Demodex gatoi [7], Cheyletiella, Otodectes cynotis und die Larven der Herbstgrasmilben.Die zytologische Untersuchung eines Hautabklatsches bei einem Patienten mit FBSA zeigt ein physiologisches Bild. Bei Vorliegen von Effloreszenzen, wie zum Beispiel Pusteln, Krusten und Erosionen, dient die zytologische Untersuchung dem Nachweis von sekundären Infektionen [8].Weitere UntersuchungenMit den bisher erläuterten Untersuchungsschritten sollte bereits geklärt werden können, ob es sich um eine FBSA handelt. Für eine endgültige Diagnose hat sich folgende weitere Aufarbeitung bewährt:Wenn eine Parasitose als Ursache des Juckreizes und damit der FBSA diagnostiziert werden konnte, ist diese mit entsprechenden Ektoparasitika zu behandeln. Ist keine Parasitose nachgewiesen worden, empfiehlt sich eine diagnostische antiparasitäre Therapie, wobei Kontakttiere bei der Behandlung eingeschlossen werden müssen [9].Mittels Blut- und Urinuntersuchung bzw. Sonografie der Harnblase müssen eine Hyperthyreose bzw. Zystitis als Ursache der FBSA abgeklärt und bei entsprechendem Befund behandelt werden. Andere schmerzhafte Erkrankungen müssen ebenso erkannt und folgerichtig therapiert werden.Konnte mit diesen Schritten keine Grundursache der FBSA festgestellt werden und erfolgte keine Reduktion des Juckreizes nach antiparasitärer Therapie, ist eine Allergieaufarbeitung indiziert. Bei asaisonalem Verlauf muss zunächst eine Eliminationsdiät mit anschließender Provokationsfütterung durchgeführt werden [10].Wenn keine Futtermittelallergie vorliegt oder eine saisonale Symptomatik vorhanden ist, kann die Verdachtsdiagnose Feline Atopic Skin Syndrom (FASS) gestellt werden. Hinweisend auf eine allergische Ursache der FBSA sind zum einen das Vorhandensein weiterer Reaktionsmuster der Haut und/oder das Ansprechen auf Glukokortikoide [1].Sollte auch die Allergieaufarbeitung keinen Erfolg bringen und ist die Symptomatik nicht responsiv auf Glukokortikoide, kann als Ausschlussdiagnose der Verdacht auf eine psychogene Leckalopezie gestellt werden. Bei diesen Patienten sollten nach ausführlicher Verhaltensanamnese mögliche Stressoren erkannt und anschließend reduziert werden [4]. Bei einigen Patienten kann der Einsatz von Psychopharmaka zusätzlich notwendig sein. Diese Maßnahmen können helfen, die psychogen bedingte FBSA zu reduzieren [11].FazitDie Aufarbeitung von Juckreiz als Hauptsymptom einer Erkrankung ist nicht einfach, insbesondere bei der Katze, deren Symptome nicht immer so klar sind, wie man sich das wünscht. Die Schlüssel zum Erfolg sind hier eine tiefgreifende Anamnese mit intensiver Besitzerbefragung und eine umfassende Diagnostik, die nicht nur die Haut umfasst. Dann kann meist eine Diagnose gestellt und dem Patienten gezielt und nachhaltig geholfen werden, sodass Tier und Besitzer zufrieden sind.
  • Sarcoptes ZOONOSE permanenter stationärer Hautparasit , Isolierte Milben können 2-3 Wochen außerhalb vom Wiirt in der Umgebung überleben Zyklus dauert 2-3 Wochen hochkontagiös, Übertragung durch direkten Kontakt Symptome: starker Juckreiz, der nicht auf Medikamente anspricht Beginn meist am Kopf, dann meist ventral → Beine, Bauch, Brust, Äußeres Ohr, Schnauze, Bauch, Ellbogen und Sprunggelenke sind Prädilektionsstellen für S. scabiei; bei schweren Erkrankungen dehnt sich der Befall auf den ganzen Körper aus. Erste Läsionen sind Erytheme und Papeln (akute Räude), später folgen Hautverdickungen mit borkigen Belägen, Faltenbildung und Haarausfall. Es besteht ein starker Juckreiz mit Kratzen und daraus folgenden Verwundungen. Schon bevor Läsionen sichtbar sind, können Hunde einen Juckreiz entwickeln. Es wird vermutet, dass sich die Intensität des Juckreizes durch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf Milbenallergene  verschlimmert. Ohne Behandlung schreitet die Erkrankung fort und die Läsionen verbreiten sich über die gesamte Hautoberfläche. Betroffene Hunde können stark abmagernErytheme und (gelbliche) Krustenbildung Starke Schuppenbildung an Ohrrand, ellenbogen und tarsus, pyodermie und Othämatom  3. DiagnoseEin wichtiger diagnostischer Hinweis auf Sarcoptes-Räude beim Hund ist der meist vorhandene und oft sehr stark ausgeprägte Juckreiz. Hunde mit Sarcoptes-Räude zeigen in der Regel einen Kratzreflex, sobald ihr Ohrrand von der Untersucherin/vom Untersucher gerieben wird (Pinna-Pedal-Reflex).Zur Bestätigung der klinischen Verdachtsdiagnose sollten mehrere oberflächliche, großflächige Hautgeschabsel genommen und auf Sarcoptes-Milben untersucht werden Die Sensitivität soll deutlich erhöht werden, wenn vor der Geschabselentnahme Öl auf die betroffene Hautregion aufgetragen wird.Ist das Ergebnis der Geschabseluntersuchung negativ, ein Sarcoptes-Verdacht aber weiterhin begründet, kann vor Beginn einer Therapie eine  serologische Untersuchung auf Sarcoptes-spezifische Antikörper vorgenommen werden. Dafür stehen verschiedene kommerzielle ELISA-Tests zur Verfügung, die sich in ihrer Qualität allerdings unterscheiden. Kreuzreaktionen mit Hausstaubmilben können auftreten. Ferner muss berücksichtigt werden, dass Sarcoptes-spezifische Antikörper frühestens fünf Wochen nach einer Infektion nachweisbar und noch mehrere Monate nach erfolgreicher Therapie festzustellen sind. Außerdem sollten die serologischen Befunde immer unter Berücksichtigung der klinischen Symptome und anderer diagnostischer Befunde bewertet werden.Behandlung: Stronghold, Advocate, 3 malige Gabe im Abstand von 2 Wochen, Nexgard, Simparica, 1 im Monat , milbemax alle 7 Tage für 4 Wochen, In Haushalten mit mehreren Hunden und Zwingern ist es ratsam, alle Tiere zu behandeln, die miteinander Kontakt haben. Liegeplätze sollten regelmäßig gereinigt und desinfiziert sowie Liegedecken etc. bei 60°C gewaschen oder für mindestens 15 Minuten auf 60°C erhitzt werden. Beim Umgang mit betroffenen Hunden sollten Handschuhe getragen werden, um eine Übertragung zu verhindern.Eine kurzzeitige Behandlung mit einem Kortikosteroid und/oder Waschungen mit einem kortikoidhaltigen Shampoo können zur Linderung des Juckreizes erwogen werden.
  • Atopic like Dermatitis ( ALD)  nicht im Intrakutantest nachweisbarFranzösische Bulldoggen sind überrepräsentiertPrävalenz 14-25%, wird oft überdiagnostiziert, teilweise nur 10 % zu den prädisponierten Rassen zählen z.b. Mops, französische Bulldogge, Staffi, West Highland White Terrier, Jack Russel Terrier, Cairn Terrier, Dalmatiner, Boxer, DSH, Labrador, Golden Retriever, englische Bulldogge, englischer Setter und Shar Peinegativer IgE Test + negativer Intrakutantest trotzdem entzündliche und Juckende Dermatitis Studienlage schlecht Prävalenz: zwischen 14-25% Keine Alters oder Geschlechtsprädisposition keine Unterschiede zwischen Klinik und Therapie zwischen ALD und normaler Allergie 
  • Zink reaktive Dermatose  Die zinkreaktive Dermatose ist eine seltene Hauterkrankung beim Hund, die durch Zinkmangel oder gestörte Zinkaufnahme verursacht wird und zu Haarausfall, Schuppenbildung und entzündlichen Hautveränderungen führt.Ursachen und FormenDie Erkrankung wird in zwei Syndromtypen unterteilt:Syndrom I: Genetisch bedingt, vor allem bei nordischen Rassen wie Siberian Husky, Alaskan Malamute und Samojede, seltener bei Bullterriern. Hier liegt ein Defekt der intestinalen Zinkaufnahme vor, sodass selbst bei ausgewogener Ernährung eine lebenslange Zinksupplementierung notwendig ist Syndrom II: Tritt bei schnell wachsenden Welpen großer Rassen (z. B. Deutsche Dogge) auf, die entweder zu wenig Zink über die Nahrung erhalten oder deren Zinkaufnahme durch hohe Gehalte an Calcium, Eisen, Kupfer oder Phytaten in der Nahrung gehemmt wirdKlinische SymptomeTypische Anzeichen der zinkreaktiven Dermatose sind:Haarausfall (Alopezie), oft symmetrischRötung (Erythem), Schuppen und KrustenbildungVerdickung und Verhornung der Haut, insbesondere an Lippen, Augenlidern, Ohren, Nasenspiegel und BallenStumpfes, glanzloses FellJuckreiz und mögliche Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Hefen Beim Syndrom II können zusätzlich Allgemeinbefinden, Fressunlust und Lymphknotenschwellungen beeinträchtigt sein DiagnoseSorgfältige Anamnese und klinische UntersuchungBlutuntersuchung zur Bestimmung des ZinkspiegelsHistopathologische Untersuchung der Haut, um andere Hauterkrankungen auszuschließen BehandlungDie Therapie richtet sich nach Ursache und Schweregrad:Zinksupplementierung: Oral oder bei Bedarf intravenös, oft lebenslang bei Syndrom IAngepasste Ernährung: Hochwertiges, zinkreiches Futter; Vermeidung von Futterbestandteilen, die die Zinkaufnahme hemmenBehandlung von Sekundärinfektionen: Antibakterielle oder antimykotische Medikamente bei zusätzlichen InfektionenPrävention und ManagementBei genetisch prädisponierten Rassen ist regelmäßige Kontrolle des Zinkspiegels sinnvollAusgewogene Ernährung und Vermeidung von Futter mit hohen Phytat- oder Mineralstoffgehalten können Syndrom II vorbeugenFrüherkennung der Hautveränderungen verbessert die Prognose und reduziert das Risiko von Sekundärinfektionen Die zinkreaktive Dermatose ist zwar selten, kann aber bei frühzeitiger Diagnose und konsequenter Behandlung gut kontrolliert werden, sodass betroffene Hunde ein normales Leben führen können.