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Musikgeschichte (Fach) / Barock (Lektion)

Musik des Barock (1600-1750)

Diese Lektion wurde von gurkendiebin erstellt.

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  • Barock. Barocco. "Mit diesem Kunstausdrucke bezeichnet man ein Tonstück, in welchem die Melodie oft in schwer zu intonierenden Intervallen fortschreitet, die Harmonie verworren, und der Satz mit Dissonanzen und ungewöhnlichen Ausweichungen überladen ist." (Heinrich Christoph Koch Musikalisches Lexikon, 1802)
  • Zeitgrenzen 1600: Beginn der Oper 1570-1630: Frühbarock (Oper, Oratorium) 1603-1690: Hochbarock (Da Capo-Arie, Triosonate) 1690-1730: Spätbarock (Opera seria, Concerto, Concerto grosso) 1750: Tod Bachs
  • Zeitgeist Römisches Recht Ständeprinzip Evangelische Reformbewegungen und Gegenreformation Dreißigjähriger Krieg Zeit voller Kontraste (NW vs. Alchimie)  Perücken, Prachtbauten 
  • Musikvorstellungen Kosmologisches Prinzip: Harmonia beruht auf Ordnung, Proportion und Zahl Rhetorisches Prinzip: Harmonie wird bestimmt vom Wort Naturphilosophisches Prinzip: Lebensgeister und Temperamente Theologisches Prinzip: Harmonie beruht auf der vorgängig angelegten Grundgestalt der Trias harmonica (Dreiklang) 
  • Generalbass = bezifferter Bass (nach 1600): ununterbrochene Basslinie gibt Harmonik vor  in allen Gattungen des Sologesangs und der Ensemblemusik zw. 1580 und 1750 präsent
  • Concertieren lat. concertare = wettstreiten chorisches concertieren: mehrchörige Komposition solistisches concertieren: Zusammenwirken von Generalbass und Solisten
  • Monodie = Gesang mit Generalbass Begleitung im Dienste des Gesangs = Ausdruck der Seele: stile teatrale
  • Affekt und Rhetorik lat. afficere = behaften, erfüllen, in einen Zustand versetzen, anregen  Affektenlehre = Bedeutung einzelner Wörter wird durch rhetorische Stilfiguren musikalisch zum Ausdruck gebracht --> Darstellung der Leidenschaften und seelischen Erregungszustände in der Musik  Freude: Dur, Konsonanz, hohe Lage, schnelles Tempo Trauer: Moll, Dissonanz, tiefe Lagen, langsames Tempo
  • Oper Italien: Belcanto als Stilideal (2-3 Arien); Neapolitanische Opernschule  opera seria: historisch-mythologische Stoffe  opera buffa: komische Szenen, derbe, sentimentale Stoffe aus bürgerlichem Alltag Frankreich: auf Gegebenheiten des Hofes zugeschnitten --> Kulturkämpfe zw. Italien und FR ballet de cour: eigene Form des Musiktheaters; gesprochene Dialoge, Chants, Ensembles, Recits, Instrumentalmusik, Stoffe aus Mythologie opéra ballet: an ballet de cour anknüpfende Mischform
  • Kirchenmusik Oratorium = geistliche Opera --> religiöse Stoffe; nicht wörtlicher Bibeltext, sondern oft dichterische Umdichtung  Motette = mehrstimmige Vokalmusik (auch mit Instrumenten) Passion = Vertonung des biblischen Passionstextes Messe = Kompositionen, denen Texte der hl. Messe der kath. Liturgie zugrunde liegen
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  • Instrumentalmusik um 1600: Trennung von Vokal- und Instrumentalstil --> Wandel des Instrumentariums (standardisiertes Streicherensemble)  Sinfonia = Übereinstimmung; nach 1600 immer häufiger instrumentale Vorspiele, Ritornelle oder ganze Suiten Sonata  = Instrumentalstück ohne festgelegte Form; ursprünglich als Gegenstück zu cantata
  • Suite unterschiedliche Bedeutung: Folge gleichartiger Tänze/Folge eines Nachtanzes auf den Haupttanz/geordnete Folge bestimmter Tanzsätze 
  • Fuge = musikalisches Kompositionsprinzip polyphoner Mehrstimmigkeit  kennzeichnend: besondere Aneignung von Imitationen zu Beginn (Dux, Comes, Kp) 
  • Stufenharmonik (Dur/Moll) zur Vereinfachung des Vergleichs von Stücken in verschiedenen Tonarten Intervalle