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Psychologie (Fach) / Kapitel 9.3 (Lektion)

Intelligenztheorien

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  • Psychometrie Gebiet der Psychologie befasst mit Testung mentaler Fähigkeiten z.B. Persönlichkeitsdiagnostik, Intelligenzdiagnostik, Eignungsprüfungen
  • Psychometrische Intelligenztheorien untersuchen statistische Beziehungen zwischen verschiedenen Maßen geistiger Fähigkeiten aus Beziehungen werden Schlussfolgerungen über Beschaffenheit der Intelligenz gezogen Hauptwerkzeug: Faktorenanalyse
  • Charles Spearman fand heraus dass Leistung in verschiedenen Intelligenztests hoch korreliert daraus schloss er: Faktor allgemeiner Intelligenz = g-Faktor g-Faktor = Basis jeder Intelligenzleistung
  • g-Faktor Generalfaktor der Intelligenz Basis aller Intelligenzleistungen
  • Raymond Cattell ermittelte zwei relativ unabhängige Komponenten der Intelligenz mittels Faktorenanalyse kristalline Intelligenz fluide Intelligenz
  • kristalline Intelligenz erworbenes Wissen Fähigkeit auf das Wissen zuzugreifen gemessen in: Wortschatztests, Rechentests, Allgemeinwissenstests befähigt dazu mit wiederkehrenden und konkreten Herausforderungen des Lebens umzugehen
  • fluide Intelligenz Fähigkeit komplexe Zusammenhänge zu erkennen und Probleme zu lösen gemessen durch: Matrizenaufgaben, räumliche Anordnungen, Erfordernis logischer Schlussfolgerung befähigt dazu neue und abstrakte Probleme in Angriff zu nehmen
  • Robert Sternberg entwickelte triarchische Theorie der Intelligenz analytisch kreativ praktisch
  • Sternbergs triarchische Intelligenztheorie Drei Wege zur Charakterisierung effizienter Leistung analytische Intelligenz: grundlegende Informationsverarbeitung, grundlegende Prozesse des Denkes und Problemlösens kreative Intelligenz: Fähigkeit mit neuen Problemen umzugehen praktische Intelligenz: Fähigkeit zur Koordination von Alltagsanforderungen durch Anpassung, Identifizierung von Umständen, Gestaltung der Umwelt
  • Bestandteile der analytischen Intelligenz nach Sternberg Wissenserwerbskomponenten, um neue Fakten zu erlernen Ausführungskomponenten für Strategien und Techniken des Problemlösens metakognitive Komponenten zur Auswahl von Strategien und Überwachung von Fortschritten
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  • Howard Gardner erweiterte klassischen IQ-Begriff auf 8 Intelligenzen -> Gardners multiple Intelligenztheorie
  • Gardners multiple Intelligenztheorie Acht Intelligenzen werden in unterschiedlichen Gesellschaften unterschiedlich stark gewertschätzt logisch-mathematisch: Fähigkeit mit abstrakten Symbolen zu hantieren linguistisch: Fähigkeit mit Sprache umzugehen naturalistisch: Fähigkeit die Natur zu beobachten musikalisch: Fähigkeit zu Komposition und Verständnis von Musik räumlich: Fähigkeit räumlich zu denken körperlich-kinästhetisch: Fähigkeit Bewegungssequenzen zu planen und zu verstehen interpersonal: Fähigkeit andere Menschen zu verstehen intrapersonal: Fähigkeit sich selbst zu verstehen existenziell: Fähigkeit große Lebensfragen zu stellen
  • Kritik an Gardners multipler Intelligenztheorie Studien zeigen Überlappung der Intelligenzarten und starke Korrelation mit dem g-Faktor manche Fähigkeiten sind nicht angeboren, sondern erlernt z.B. Sprachenlernen
  • emotionale Intelligenz vergleichbar mit Gardners interpersonaler und intrapersonaler Intelligenz wird zunehmend erforscht Vier Komponenten: Fähigkeit Emotionen genau und angemessen wahrzunehmen, einzuschätzen und auszudrücken Fähigkeit Emotionen zur Unterstützung von Denkvorgängen einzusetzen Fähigkeit Emotionen zu verstehen und zu analysieren und emotionales Wissen effektiv einzusetzen Fähigkeit eigene Emotionen zu regulieren, um emotionales sowie intellektuelles Wachstum zu fördern
  • Wozu kann emotionale Intelligenz im Sport dienen? Unbeeinflussbarkeit der eigenen Stimmung (Herzschlag) durch aufgebrachte Menge oder negative Kommentare -> hoher EQ = besserer Umgang mit Stressoren