43
folie 5 Wahrnehmung Aufmerksamkeit (Fach) / folie 5 Wahrnehmung Aufmerksamkeit (Lektion)
folie 5 Wahrnehmung Aufmerksamkeit
Diese Lektion wurde von andrea101 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Aufmerksamkeit selektive Verarbeitung von Informationen z.B. Unaufmerksamkeitsblindhei
- Fokussierte Aufmerksamkeit eine Situation, in der versucht wird, die Aufmerksamkeit nur auf eine Informationsquelle zu richten, während andere Stimuli ignoriert werden (= selektive Aufmerksamkeit)
- Geteilte Aufmerksamkeit eine Situation, in der zwei Aufgaben gleichzeitig bearbeitet werden (= Multitasking)
- Fokussierte auditive Aufmerksamkeit Cocktail-Party Problem Wie gelingt es einer Unterhaltung zu folgen, wenn mehrere andere Personen gleichzeitig sprechen? Herausforderungen Geräusche trennen (sound segregation): welche Geräusche gehören zusammen und welche nicht Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf interessierende Geräusche / Stimme Trennung schwierig moderne Spracherkennung funktioniert nur bei einer Stimme Überlagerung auditiver Signale (statt Überdeckung visueller Signale)
- Untersuchung des Cocktail-Party Problems mittels Aufgabe des dichotischen Hörens (Cherry, 1952) - Trennung möglich bei physikalischen Unterschieden der Sprache (z.B. Tonhöhe, Intensität, Geschlecht, Richtung des Sprechers) - Trennung bei ähnlichen physikalischen Eigenschaften nur schwer möglich - kaum Wahrnehmung des anderen Signals (z.B. rückwärts, andere Sprache) außer bei physikalischer Änderung (z.B. konstanter Ton) - physikalische Unterschiede in Sprache zentral für Fähigkeit zur Segregation
- Fokussierte auditive Aufmerksamkeit Wo sitzt der „bottleneck“ (Flaschenhals)? Wann wird Information aussortiert / gefiltert?  frühe vs. späte Selektion Broadbent (1958): Filter-Theorie der frühen Selektion - ein Filter (bottleneck) lässt die Information aus einem Input oder einer Mitteilung auf Basis seiner physikalischen Charakteristika passieren - der restliche Input verbleibt kurz in einem sensorischen Puffer und wird verworfen, sofern er nicht innerhalb kurzer Zeit beachtet wirdTreisman (1964): Dämpfungs-Theorie der flexiblen Selektion - die Lokation des bottlenecks ist flexibler- Dämpfung nicht beachteter Reize (statt Filterung) basierend auf physikalischen Hinweisreizen -hierarchische Verarbeitung Silben, Wörter, grammatikalische Strukturen und Bedeutungen - falls die Verarbeitungskapazität für vollständige Verarbeitung unzureichend ist, werden spätere Prozesse ausgelassen - gedämpfte Reize fallen dabei eher weg – abhängig von Schwelle- Bedeutung von top-down-Prozessen - Übersprung von Wort aus dem nicht beachteten Kanal, wenn passend für beachteten Kanal Wahrnehmung beeinflusst durch Erwartung / aktivierten Kontext mehr Verarbeitung als von Filter-Theorie vorhergesagt Deutsch und Deutsch (1963): Theorie der späten Selektion- alle Stimuli werden im Wahrnehmungsprozess vollständig analysiert der wichtigste oder relevanteste Stimulus determiniert letztendlich die Antwort - Bottleneck kurz vor der Antwort > späte Selektion
- Vorhersagen: für unbeachteten eingehenden Reiz (Input) Broadbents Theorie wenig oder keine Verarbeitung unbeachteter akustischer Information Treismans Theorie Verarbeitungsumfang unbeachteter akustischer Information ist flexibel Deutsch & Deutschs Theorie einigermaßen vollständige Verarbeitung unbeachteter Informationen eine Verarbeitung unbeachteter Informationen findet statt, jedoch in geringerem Ausmaß als die von beachteten Informationen
- Bentin et al. (1995): Zusammenfassung Befunde unbeachteter reize - Wörter im unbeachteten Ohr wurden auch semantisch verarbeitet- Ausmaß semantischer Verarbeitung jedoch für unbeachtete Wörter geringer als für beachtete Wörter- Besonders relevante Stimuli werden auch im nicht beachteten Ohr (Kanal) wahrgenomme-Reaktion auf eigenen Namen (Moray, 1959) -Personen-spezifische Shadowing Fehler (Li et al., 2011) = Wort aus nicht beachtetem Kanal wird genannt Personen, die nicht mit ihrem Gewicht zufrieden waren: bei Wörtern, die mit Gewicht zu tun hatten (z.B. fett, dünn) - Top-Down Effekte Musiker können besser einer Melodie folgen als Nicht-Musiker bei gleichzeitige Präsentation von Distraktor-Reizen (Marozeau et al., 2010) -Wissen und Expertise spielen eine Rolle
- Vertrautheit der Zielstimme - wenn viele Personen gleichzeitig sprechen, ist die Genauigkeit der Wahrnehmung des Gesagten einer bestimmten Person deutlich höher, wenn der Zuhörer die jeweilige Stimme zuvor separat gehört hat (McDermott, 2009) (vgl. auch Gesichtswahrnehmung)- visuelle Information wird einbezogen, um dem Sprecher zu folgen - Neuronale Evidenz (Kurt et al., 2008) “winner-takes-all”-Mechanismus (Akzentuierung, gute Gestalt) Verarbeitung eines bestimmten akustischen Inputs (winner) unterdrückt die Gehirnaktivität aller anderen Inputs (losers)
- fokussiertee visuelle Aufmerksamkeit Posner (1980): visuelle Aufmerksamkeit wie Scheinwerfer andere Psychologen (e.g., Eriksen & St James, 1986): visuelle Aufmerksamkeit eher wie Zoomlinse können Bereich der fokalen Aufmerksamkeit flexibel vergrößern oder verkleinern wie eine Zoomlinse kann Aufmerksamkeit adjustiert werden, um den abgedeckten visuellen Bereich zu vergrößern Ansatz der geteilten Aufmerksamkeit (e.g., Awh & Pashler, 2000) Verteilung der Aufmerksamkeit auf zwei (oder mehr) nicht-benachbarte Regionen des visuellen Raumes
- Anzeige
- Was wird ausgewählt? - obwohl wir typischerweise Objekte mit potentieller Relevanz anvisieren, sind wir auch in der Lage räumliche Bereiche zu fokussieren - objekt-basierte Aufmerksamkeit ist im Alltag gebräuchlicher als räumlich-basierte Aufmerksamkeit - visuelle Aufmerksamkeit wird gesteuert durch Kombination aus räumlichen, objekt- und merkmals-basierten Faktoren Beispiel Merkmal: Suche nach einer Person mit roter Kleidung
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit verschiedene weitere Faktoren beeinflussen visuelle Aufmerksamkeit strategische Prozesse (bewusst und nicht pur automatisch) kürzlich gemachte Erfahrungen interindividuelle Differenzen
- Hypothese: Hemmung der Rückkehr die Wahrscheinlichkeit, dass die visuelle Aufmerksamkeit auf einen kurz zuvor beachteten Ort oder ein Objekt gerichtet wird, ist verringert Befunde eher inkonsistent und Effekte klein aber in einigen Studien Effekt sowohl für Orte als auch Objekte gefunden
- Was passiert mit unbeachteten visuellen Stimuli? - werden weniger verarbeitet als beachtete (Martinez et al., 1999)- keine Unterschiede ERPs in der frühen Verarbeitung (bis 50 msec) danach ERPs von beachteten Stimuli größer als die unbeachteter Stimuli - oft ist es schwer oder unmöglich, aufgabenirrelevante Stimuli zu ignorieren
- Wird die Leistung in einer Aufgaben von ablenkenden Stimuli beeinträchtigt? Load-Theorie (Lavie, 2005; 2010)- Wahrscheinlichkeit der Ablenkung abhängig von zwei Arten der Belastung Beanspruchung (load) - Belastung der Wahrnehmung (perceptual load) perzeptuelle Anforderungen der aktuellen Aufgabe hoher perzeptueller Load: Nutzung fast unserer gesamten perzeptuellen Kapazität geringere Ablenkungseffekte durch irrelevante Reize, da wenig Ressourcen übrig sind für deren Verarbeitung (im Vgl. zu niedrigem perzeptuellen Load) Belastung der weiteren Informationsverarbeitung / Kognition (cognitive load) u.a. Anforderungen an das Arbeitsgedächtnis hoher kognitiver Load reduziert die Fähigkeit, die kognitive Kontrolle für die Unterscheidung des Ziel- von dem Ablenkungsstimulus einzusetzen Ablenkungseffekte sind größer (im Vgl. zu niedrigem Load perzeptueller und kognitiver Load (Belastung) involvieren verschiedene Prozesse Effekte auf die Aufmerksamkeit sind relativ unabhängig voneinander perzeptueller Load involviert automatische Prozesse kognitiver Load involviert bewusste Prozesse
- Load-Theorie (Lavie, 2005; 2010) Befunde - hoher perzeptueller Load reduziert Ablenkung von externalen und internalenStimuli - potenziell ablenkende präsentierte Stimuli - Aufgaben-irrelevante Gedanken- hoher kognitiver Load führt zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Ablenkung
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit Allgemeine Theorien der Aufmerksamkeit Zwei Aufmerksamkeits-Netzwerke Modell (u.a. Posner, 1980) endogen – zielorientiert (aus der Person kommend) exogen – stimulusorientiert (aus der Umwelt kommend) versteckte Aufmerksamkeit Aufmerksamkeit auf ein Objekt, ohne die Augen dort hin zu bewegen
- endogenes System von individuellen Intentionen und Erwartungen kontrolliert (=top down) involviert bei Verarbeitung zentral präsentierter Hinweisreize (Cues)
- exogenes System automatisch verlagerte Aufmerksamkeit (=bottom up) involviert bei Verarbeitung peripherer Cues Reaktion auch bei wenig validen Cues saliente Cues (und Cues die den Zielreizen ähneln) werden am wahrscheinlichsten verarbeitet
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit Zwei Netzwerke Modell (Corbetta & Shulman, 2011): Meta-Analyse dorsales Aufmerksamkeits-Netzwerk zielorientiert (≈ endogen ≈ top-down) aktiviert, wenn Personen einen Stimulus erwarten, der noch nicht präsentiert wurde vorwiegend dorsale Hirnregionen superiorer Parietallappen (SPL) intraparietaler Sulcus (IPS) inferior-frontales Kreuzungsareal (IFJ) frontales Augenfeld (FEF) mittlerer temporaler Bereich (MT) V3A
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit Zwei Netzwerke Modell (Corbetta & Shulman, 2011) ventrales Aufmerksamkeits-netzwerk stimulusorientiert (≈ exogen ≈ bottom-up) aktiviert, wenn Personen unerwartete / seltene Reize automatisch entdecken vorwiegend ventrale Hirnregionen (rechts-hem.) inferior-frontales Kreuzungsareal (IFJ) inferior-frontaler Gyrus (IFG) supramarginaler Gyrus (SMG) superior-temporaler Gyrus (STG) Insula (Ins)
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit Befunde Unterschiedliche Hirnareale sind mit top-down und bottom-up Prozessen assoziiert (z.B. Corbetta & Shulman, 2011) – aber Überlappungen beide Netzwerke interagieren miteinander Defizite bei Störung des ventralen (exogen) und dorsalen (endogen) Netzwerks korrelieren stark Kognitive Neuropsychologie: Studien an Patienten mit Hirnschädigungen Läsionen am superioren Parietallappen größere Probleme bei top-down Prozessen als mit stimulusorientierter Aufmerksamkeitsverarbeitung Läsionen des temporalen parietalen Kreuzungsareal Probleme mit stimulusorientierter Aufmerksamkeitsverarbeitung stützten das Modell der dorsalen und ventralen Aufmerksamkeits- Netzwerke
- Neglect (Auslassung) typischerweise bei rechtshemisphärischer Läsion, bei der die linke Seite von Objekten und/oder Objekte im linken visuellen Feld nicht erfasst werden subjekt-zentrierter oder egozentrischer Neglect mangelnde / keine Erfassung von Stimuli auf der linken Seite des visuellen Feldes Informationenaus linkem visuellen Feld werden in der rechten Hemisphäre verarbeitet objekt-zentrierter oder allozentrischer Neglect mangelnde Erfassung der linken Seite von Objekten und nicht des gesamten linken visuellen Feld
- Auslöschung (extinction) Auslöschung (extinction) Stimulus, der auf der gegenüberliegenden Seite der Hirnläsion präsentiert wird, wird nicht erfasst, wenn anderer Stimulus gleichzeitig auf der anderen Seite (Seite der Hirnläsion; normalerweise rechts) präsentiert wird Auslöschung und Neglect sind sich ähnlich, die meisten Befunde legen jedoch nahe, dass es unterschiedliche Arten von Defiziten sind Auslöschung normalerweise problematischer
- Welche Hirnareale sind bei Patienten mit Störungen der visuellen Aufmerksamkeit beschädigt? Neglect Neglect heterogener Zustand, bei dem involvierte Hirnareale über verschiedene Patienten stark variieren typischerweise sind die im stimulus-orientierten / ventralen Aufmerksamkeits-Netzwerk lokalisierten Bereiche involviert aufmerksamkeitsbezogene Probleme von Neglect-Patienten hängen von Gehirn-Netzwerken und nicht (nur) von einzelnem Gehirnareal ab
- Welche Hirnareale sind bei Patienten mit Störungen der visuellen Aufmerksamkeit beschädigt? Auslöschung verzerrte Konkurrenz um Aufmerksamkeit (rechte Seite stärker) reduzierte aufmerksamkeitsbasierte Kapazität rechter Stimulus (der links-hemisphärisch verarbeitet wird) „überschreibt“ linken Stimulus
- Fokussierte visuelle Aufmerksamkeit: Störungen Erklärungsansätze Auslöschung - verzerrte Konkurrenz um Aufmerksamkeit (rechte Seite stärker) - reduzierte aufmerksamkeitsbasierte Kapazität rechter Stimulus (der links-hemisphärisch verarbeitet wird) „überschreibt“ linken Stimulus
- Visuelle Suche Feature-Integrations-Theorie (Treisman & Gelade,1980) Unterscheidung zwischen Objekt-Features (= Eigenschaften; z.B. Farbe, Größe, Linienorientierung, Buchstabe) und den Objekten selbst zwei Verarbeitungsphasen - schnelle, prä-attentive und parallele Verarbeitung basaler visueller Features in der gesamten Szene - Erkennen von einzelnen Features schnell und unabhängig von Gesamtzahl präsentierter Reize - langsamere Verarbeitung mit gerichteter Aufmerksamkeit, um Merkmale zu Objekten zu verbinden - Erkennen von Objekten mit kombinierten Merkmalen langsamer und abhängig von Anzahl der Reize
- Visuelle Suche Feature-Integrations-Theorie: Bewertung Stärken einfache Theorie zur Differenzierung zentraler Prozesskomponenten Kernannahmen bezüglich Phasen empirisch gut gestützt
- Feature-Integrations-Theorie: Bewertung Schwächen weitere Faktoren identifiziert, die Reaktionszeit beeinflussen (z.B. Ähnlichkeit der Distraktoren untereinander und zum Zielreiz) klare Trennung zwischen paralleler und serieller Verarbeitung nicht möglich Effekte der Display-Größe auf Reaktionszeit (Anstieg) unterschiedlich mehr parallele Verarbeitung als angenommen Thornton & Gilden (2007): 29 visuelle Suchaufgaben 72% der Aufgaben parallele Verarbeitung nur bei sehr komplexen Aufgaben serielle Verarbeitung starke Nutzung von Textur und peripheren Cues in realen Situationen nicht berücksichtigt
- Anzeige
- Visuelle Suche Textur-Nutzungs-Modell (Rosenholtz et al., 2012) Visuelle Suchaufgaben; Manipulation der peripheren Info Befunde zentral wahrgenommene Informationen bedingen Leistung in visueller Suchaufgabe Aber: Geschwindigkeit der visuellen Suche fast perfekt durch Informationsgehalt peripherer Reize vorhergesagt
- Visuelle Suche Zwei-Pfad Modell (Wolfe et al., 2011) Bedeutung realer Erfahrungen & Wissen Gebrauch von top-down-Prozessen unser Wissen über wahrscheinliche Lokationen von Objekten wichtigste Determinante der visuellen Suche im realen Kontext Wo ist der Fußgänger?
- Visuelle Suche Zwei-Pfad Modell (Wolfe et al., 2011) zwei Pfade selektiver Pfad limitierte Kapazität (wegen bottleneck) Objekte werden individuell zur Wiedererkennung selektiert nicht-selektiver Pfad nur die Kernaussage (Gist) einer Szenerie wird verarbeitet Hilft. die Verarbeitung innerhalb des selektiven Pfads zu leiten wird in realem Kontext viel häufiger verwendet als in traditionellen Labor- Paradigmen
- Visuelle Suche Zwei-Pfad Modell (Wolfe et al., 2011) die Kapazität des selektiven Pfads ist limitiert Features werden verbunden, wodurch Objekte wiedererkannt werden der non-selektive Pfad verarbeitet die Kernaussage (Gist) einer Szenerie beide Wege gleichzeitig aktiv, um effektive visuelle Suche zu ermöglichen
- Visuelle Suche: Cross-modale Effekte Aufmerksamkeitssteuerung in unterschiedlichen Modalitäten (auditiv vs. visuell) nicht unabhängig Cross-modale Effekte die Koordination der Aufmerksamkeit über zwei oder mehr Modalitäten hinweg in realem Kontext müssen / können Informationen aus zwei oder mehreren Sinnesmodalitäten oft koordiniert werden (Cross-modale Aufmerksamkeit) Bsp.: Lippen lesen wir verwenden die visuelle Information der Lippenbewegungen eines Sprechers, um das Verstehen des Gesagten zu erleichtern
- Visuelle Suche: Cross-modale Effekte Bauchredner-Effekt fälschliche Wahrnehmung, dass Geräusche von einer scheinbaren Quelle kommen (wie beim Bauchreden) Voraussetzung für die Bauchredner-Illusion visuelle und akustische Stimuli müssen in zeitlicher Nähe auftreten Geräusch muss der Erwartung entsprechen, die durch die visuellen Stimuli hervorgerufen wurde z.B. die Erwartung, dass hohe Töne von einem kleinen Objekt kommen die Quellen der visuellen und akustischen Stimuli sollten auch räumlich nah beieinander liegen
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Multiple-Ressourcen-Theorie (Wickens, 1984, 2008): Bewertung Stärken Empirische Stützung der Annahme unterschiedlicher, unabhängiger Ressourcen
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Multiple-Ressourcen-Theorie (Wickens, 1984, 2008): Bewertung Schwächen Koordination und Organisation der Anforderungen der Aufgaben erfordert höhere Kognition keine Aussagen über konkrete kognitive Prozesse Verwendung komplexer Strategien nicht berücksichtigt
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Strang-Kognitions-Theorie (Salvucci & Taatgen, 2008, 2011) verschiedene kognitiveRessourcen (z.B. deklaratives Gedächtnis, Aufgabenkontrolle, visuelle Wahrnehmung) -können parallel verwendet, aber auch für eine einzelne Aufgaben eingesetzt werden - Fähigkeit,gleichzeitigzweiAufgaben zu bearbeiten, hängt davon ab, welche kognitiven Ressourcen benötigt werden - Theorie verbindet Hirnregionen mit bestimmten kognitiven Ressourcen 
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Strang-Kognitions-Theorie: weitere Annahmen & Einordnung keine zentrale Exekutive, die über die Aufteilung der Verarbeitungsressourcen entscheidet (vgl. Arbeitsgedächtnismodell Baddeley) stattdessen kontrolliert jeder Strang die Ressourcen in einer gierigen, aber höflichen Art Stränge beanspruchen Ressourcen gierig, wenn sie erforderlich sind entlassen sie aber höflich, wenn sie nicht mehr gebraucht werden demzufolge können mehrere Ziele gleichzeitig verfolgt werden, jeweils assoziiert mit einem bestimmten Strang Ähnlichkeit zu Wickens Multiple-Ressourcen Theorie beide Theorien nehmen an, dass es mehrere unabhängige verarbeitende Ressourcen gibt (und keine übergreifende Exekutive)
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Strang-Kognitions-Theorie: Bewertung Stärken - Fortschritt bei der Identifikation der wichtigsten kognitiven Ressourcen- komputationale Modellierung ermöglichte die detaillierte Überprüfung theoretischer Vorhersagen- Stützung der Flexibilitäts-Annahme (abhängig von Priorität)- Personen haben oft weniger Probleme bei der gleichzeitigen Bearbeitung zweier Aufgaben als bisher angenommen
- Geteilte Aufmerksamkeit: Dual-Task-Performance Strang-Kognitions-Theorie: Bewertung keine übergeordnete Koordination zwischen Strängen (ggf. notwendig) getestet lediglich in einfachen, eher unnatürlichen Aufgaben
- Automatisierte Verarbeitung traditioneller Ansatz (Shiffrin & Schneider, 1977) Kontrollierte Prozesse begrenzte Kapazität erfordern Aufmerksamkeit können flexibel bei sich verändernden Umständen verwendet werden Automatische / Automatisierte Prozesse keine begrenzte Kapazität erfordern keine Aufmerksamkeit einmal erlernt, sind sie schwer zu modifizieren (unflexibel)