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awe (Fach) / VL5 (Lektion)

Muskel-Skelett-Belastungen

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  • 01. Ablauf des Verfahrens zur Erfassung und Bewertung physischer Belastungen am Arbeitsplatz siehe Bild! Grob-Screening (zB Checkliste) Spezielle Screening- Verfahren (zB Leitmerhmalsmethoden) Experten Screening-Verfahren (zB OWAS) Betriebliche Messungen (zB CUELA) Labormessungen/Forschung (zB Der Dortmunder)
  • 02. Spezielle Screening-Verfahren: Beispiel Leitmerkmalmethode: Methoden und Leitmerkmale und was wird berechnet? Methoden:>Heben/Halten/Tragen>Ziehen/Schieben>manuelle Arbeitsprozesse Leitmerkmale>Zeitdauer/Häufigkeit>Lastgewicht>Körperhaltung>Ausführungsbedingungen Berechnung eines Risikowertes zur Einschätzung(<25 kein Handlungsbedarf; >50 Notwendigkeit der Umgestaltungdazwischen Frage der gesundheitlichen Beschwerden)
  • 03. Experten-Screening-Verfahren: NIOSH-Verfahren >Ziel >Was ist RWL >Was ist Lifting Index (LI) und kritischer Wert Ziel: Abschätzung der Gefährdung bei der Lastenhandhabung durch die Berechnung von zu hebenden Maximallasten (Recommended weight Limit = RWL, ist gleich dem Gewicht einer Last, welches nahezu alle gesunden Arbeiter über eine bestimmte Zeit ohne erhöhte Gefahr von Rückenverletzungen bewältigen können, setzt sich aus unterschiedlichen Einflussfaktoren zusammen) Lifting Index LI = Größer für relative Abschätzung des körperlichen Beanspruchungsgrades Quotient aus Gewicht der gehobenen Last und dem RWL (LI=L/RWL)>Werte zwischen 0-1 unkritisch, größer als 1 = kritische Arbeitsbedingungen > Gefahr für Wirbensäulenverletzungen steigt
  • 04. Experten Screening Verfahren OWAS (OVAKO Working Posture Analysing System) >welche Belastungsgruppen werden utnerschieden? Maßnahmeklasse: Körperhaltung normal > keine Maßnahmen notwendig Maßnahmeklasse Körperhaltung belastend > Maßnahmen in nächster Zeit Maßnahmeklasse: Körperhaltung deutlich belastend > Maßnahmen so schnell wie möglich Maßnahmeklasse: Körperhaltung deutlich schwer belastend > Maßnahmen unmittelbar treffen
  • 05. Labormessungen/ Forschungen: Mainz-Dortmunder-Dosismodell (MDD) >was ist das? = retrospektive Belastungserfassung bei Verdacht auf Berufskrankheitmit Verknüpfung von Expositionshöhe und -zeit
  • 06. Wie setzt sich die Beurteilungsdosis nach MDD zusammen? was sind Richtwerte? ausDruckkraft auf L5/S1 für die Teiltätigheit in N (abzulesen je nach Trage, Hebe oder Rumpfbeugung) (mind bei 3200 für Männer und 2500N für Frauen für Hebe und Tragetätigkeiten, sonst nicht weiter berücksichtigt)und Belastungsdauer in h  Tagesdosis-Richtwerte:Männer 5500 Nh; Frauen 3500Nh (alles darunter wird als nicht gefährdent gesehen)
  • 07. Betriebliche Messungen: CUELA >Was ist das? >was tut sie? =Computerunterstützte Erfassung und Langzeitanalyse von Belastungen des Muskel-Skelett-Systems) kontinuierliche Belastungsanalyse längerer Zeiträume, auch bei komplexen Vorgängen besteht aus kleinen Inertialsensoren zur dreidimensionalen Bewegungsmessung, Kraftsensoren und Minicomputer
  • 08. Welche Erkrankungen treten in den oberen Extremitäten auf? Gelenke betreffende Beschwerden Muskuläre Beschwerden Sehnen- und Sehnenscheiden betreffende Beschwerden Gefäße betreffende Beschwerden
  • 09. Erkrankungen der oberen Extremitäten: 1. Welche Einzelfaktoren gehen in die Gefährdungsbeurteilung ein? 2. welche integrierten Bewertungsverfahren gehen ein? 1. repetitive Tätigkeit nach Kilbom statische Belastungen ungünstige Haltungen und Bewegungen Kraft (Skala nach Borg) 2. Rapid Upper Limb assessment (RULA) Hand Activity Level Threshold Limit Values (HAL TLVs) Occupational Risk Assessment of repetitive Movements and Exertions to the Upper Limb (OCRA-Index)
  • 09. Erkrankung oberer Extremitäten: welche Frequenz von repetitiver Arbeit ist für welche Körperregionen wie belastend? Belastung je nach Körperregion in der Reihenfolge können Körperteile höhere Frequenzen aushalten(Frequenz niedrig) Schulter < Oberarm/Ellenbogen < Unterarm/Handgelenk < Finger (hohe Frequenz ok)
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  • 10. Definition des Risikofaktors "Statische Belastung" = Körperhaltung die länger als 4 Sekunden eingehalten wird , wobei die Bewegung der angespannten Muskeln klein oder gleich null ist und kein Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung stattfindet
  • 11. Risikofaktor "Ungünstige Haltungen und Bewegungen" (obere Extremitäten) welche Winkel gibt es? neutral mittelgradig endgradig
  • 12. Was ist das RULA-verfaren? zur Bewertung von Belastungen der oberen Gliedmaßen (Rapid Upper Limb Assessment)
  • 12. Wie wird der OCRA-Index (Occupational Risk-Assesment) berechnet? Zahl der tatsächlich ausgeführten techn. Aktionen/ Zahl der empfohlenen technisches Aktionen
  • 13. Erkrankungen der oberen Extremitäten: Karpaltunnelsyndrom Ursachen, Symptome, Zusammenhang Arbeit, Risikofaktoren Karpaltunnel- Syndrom (CTS)>Ursache: Einengung/Schädigung des Nervus Medianus>Symptome: Missempfinden in einzelnen Fingern >Kausaler Zusammenhang mit arbeitsbedingten manuellen Belastungen>Risikofaktoren : repetitive manuelle  Tätigkeit mit Beugung und Streckung der Handgelenke, erhöhten Kraftaufwand der Hände, Hand-Arm-Schwindungen >> erhöhtes Risiko bei Kombination der Faktoren)
  • 13. Erkranungen der unteren Extremitäten: welche Erkrankungen treten arbeitsbedingt am Knie auf? Ursachen oder Risikofaktoren? Meniskusschaden>nach mehrjährigen andauernden oder häufig wiederkehrenden, die Kniegelenke überdurchschnittlich belastenden  Tätigkeiten>zB durch Hocken, Knien, Fersensitz Gonarthrose>durch Tätigkeit im Knien oder vergleichbare Kniebelastung mit einer kumulativen Einwirkungsdauer während des Areitslebens von mind. 13.000 h und einer Mindesteinwirkungsdauer von insgesamt 1h/Schicht>Risikofaktoren: Alter, Geschlecht, Übergewicht, genetische Veranlagerung, bestimmte Sportarten, berufliche Tätigkeiten