26
3 Folien Wahrnehmung Aufmerksamkeit (Fach) / 3 Folien Wahrnehmung Aufmerksamkeit (Lektion)
3 Folien Wahrnehmung Aufmerksamkeit
Diese Lektion wurde von andrea101 erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Wie werden Objekte erkannt? komplexes Problem Menschen besser als Computeralgorithmen Komplikationen Objekte überlappen (wo hört das eine Objekt auf und beginnt das andere?) Objekte sehen sehr unterschiedlich aus (z.B. Stuhl, Lampe) welche Kategorie? unterschiedliche Betrachtungsperspektiven (z.B. Tellerelliptisch)
- Testung der Lokal-Global Hypothese: Navon Stimuli globale Buchstaben bestehend aus kleinen / lokalen Buchstaben Experiment (Navon, 1977) Ist der große Buchstabe ein H oder ein S? keine Verlangsamung bei Konflikt Ist der kleine Buchstabe ein H oder ein S? Verlangsamung bei Konflikt globaler Präzedenz Effekt (global-lokal Effekt) globale Merkmale werden üblicherweise schneller identifiziert als lokale Merkmale aber Reihenfolge auch beeinflussbar Präsentationsform (größerer Abstand der Buchstaben) Aufmerksamkeit / Instruktion / Mind-Set
- Aufteilung der visuellen Wahrnehmungsinformation Input wird in individuelle Objekte aufgeteilt Annahme: geschieht vor der Objekterkennung Aber wie?
- Gestaltpsychologie Gesetz der Prägnanz “Von mehreren möglichen Formen der geometrischen Organisation wird die gebildet, welche die beste, einfachste und stabilste Form aufweist” (Koffka, 1935, p. 138, eigene Übersetzung) Interpretation, die die eingehenden Informationen am einfachsten und besten erklärt Kohärenz-Prinzip / Stimmigkeit / gute Gestalt
- Gestaltgesetze der Wahrnehmungsorganisation a) Das Gesetz der Nähe b) Das Gesetz der Ähnlichkeit c) Das Gesetz der guten Fortsetzung d) Das Gesetz der Geschlossenheit
- Figur-Grund-Trennung unterschiedliche Interpretationen können gebildet werden automatische Generierung nur indirekt steuerbarüber Aufmerksamkeit
- Angeboren / Vorwissen Annahme Gestaltpsychologen Figur-Grund Trennung angeboren Studie (Barense et al., 2012) Frage: Wo ist Figur / Grund? Controls: oben häufiger die “Figure” amnestische Patienten mit Problemen in der Objektwahrnehmung kein Unterschied nicht vollständig angeboren, abhängig von Wissen
- Gestaltpsychologie: Bewertung Stärken gute Beschreibung der Wahrnehmungsorganisation viele Prinzipien haben sich über die Zeit hinweg bewährt trifft auf 3-dimensionale Bilder zu das Gesetz der Prägnanz hat sich als nützlich erwiesen grundlegendes Prinzip der Kognition früh entdeckt
- Gestaltpsychologie: Bewertung Stärken gute Beschreibung der Wahrnehmungsorganisation viele Prinzipien haben sich über die Zeit hinweg bewährt trifft auf 3-dimensionale Bilder zu das Gesetz der Prägnanz hat sich als nützlich erwiesen grundlegendes Prinzip der Kognition früh entdeckt
- Gestaltpsychologie: Bewertung Schwächen unterschätzte die Bedeutung von Wissen mehr beschreibend als erklärend weniger zutreffend für detaillierte Bilder viele darüber hinausgehende Entdeckungen wurden gemacht zu unflexibel (z.B. angeboren, nicht beeinflussbar) mangelnde Formalisierung / zu unpräzise
- Anzeige
- Visuelle Verarbeitung Grob-Fein Hypothese (Hegdé, 2008) erst grobe Verarbeitung der Information, danach Verarbeitung der Details Neuronen zur schnellen Verarbeitung grober Informationen (niedrige räumliche Auflösung) Magnozellulärer Pfad (Stäbchen)Dorsaler Strom Neuronen zur langsameren Verarbeitung von Details (hohe räumliche Auflösung) Parvozellulärer Pfad (Zapfen)Ventraler Strom
- Studie zur Verbindung Grob / Fein mit Global / Lokal Flexibilität neuronaler Verarbeitung / Aktivation beeinflussbar durch Instruktion
- Theorie der Objektwahrnehmung von Marr (1982) Zentrale Grundannahme Beobachter konstruieren eine Serie unterschiedlicher mentaler Repräsentationen, die schrittweise mehr Details der Umwelt enthalten Primärskizze 2-D Darstellug) 21⁄2-D Skizz 3-D Modellvorstellung 3-D Objektform Blickwinkel-unabhängig (allozentrisch) 
- Theorie der Objektwahrnehmung von Marr (1982) Stärken Idee der stufenweisen Verarbeitung sehr einflussreich
- Theorie der Objektwahrnehmung von Marr (1982) Top-Down Prozesse vernachlässigt Konstruktion von 3-D Bildern sehr komplex und immer noch nicht formalisiert
- Theorie des Erkennens anhand elementarer Teilkörper (recognition-by-components theory, Biederman, 1987) Grundidee: Objekte bestehen aus Kombinationen von Geonen geometrische Symbole, 36 Grundformen
- Theorie des Erkennens anhand elementarer Teilkörper (recognition-by-components theory, Biederman, 1987) Schritte Extraktion von Kanten Erkennen von nicht-zufälligen Eigenschaften Parallelität, Fortsetzung (z.B. Fortsetzung, Punkte auf einer Kurve, ParallelenZylinder) Parallel dazu: Erkennen von Wölbungen nach innen und außen Erkennen der Geone Vergleich Geone mit Wissen über Objekt-Kategorie
- Theorie des Erkennens anhand elementarer Teilkörper Stärken gute Evidenz für die Bedeutung von Geonen für die Objekterkennung Evidenz dafür, dass die Identifikation von Wölbung und Kanten ebenfalls von großer Bedeutung ist
- Theorie des Erkennens anhand elementarer Teilkörper spielt die Bedeutung von top-down Einflüssen des Kontextes, der Erwartung und des Vorwissens herunter versagt in Bezug auf die meisten Unterscheidungen innerhalb einer Objekt- Kategorie manche Klassen haben keine invarianten Geone, sind aber dennoch als Mitglieder einer Kategorie erkennbar (z.B. Wolken; Lampen) viel Erkennen ist tatsächlich blickwinkelabhängig Folie 105
- Top-down Einfluss Schnelle, grobe Verarbeitung über den dorsalen Strom bis zum orbitofrontalen Kortexmögliches Objekttop-down Aktivierung Unterstützt langsamen ventralen Strom bei schwer zu erkennenden Objekten
- Holistische (konfigurale) Verarbeitung von Gesichtern Gesicht-Umkehrungs-Effekt Umgekehrte Gesichter sind unverhältnismäßig schwerer zu erkennen als aufrechte Gesichter im Vergleich zu Objekten (Yin, 1969) Teil-Ganzes-Effekt Die Erinnerung eines Teils von einem Gesicht ist akkurater, wenn es innerhalb des ganzen Gesichts präsentiert wird (Farah, 1994) Kombinationseffekt Ein halbes Gesicht wahrzunehmen, ist schwieriger, wenn es zusammen mit einer anderen inkompatiblen Hälfte auftritt (Richler et al., 2011)
- Prosopagnosie selektive Blindheit für Gesichter (Busigny et al., 2010)
- Gesichtswahrnehmung als Expertise Expertise Hypothese (Gauthier & Tarr, 2002) Unterschiede nicht getrieben durch Stimulusklasse sondern Expertise Gesichter nur anders, da wir alle Experten für Gesichter sind
- Gesichtserkennung Befunde Gesichtserkennung viel leichter für bekannte Gesichter Studie mit Fotos von lokalen Prominenten in unterschiedlichen Ländern Gesichtserkennung vor Name, aber nicht umgekehrt
- Kosslyns Theorie der perzeptuellen Antizipation Kosslyns Theorie der perzeptuellen Antizipation Visuelle Vorstellung ähnlich zu Wahrnehmung (die Wahrnehmung von Stimuli wird vorweggenommen) visuelle Vorstellungen sind bildhafte Repräsentationen • wie Bilder oder Zeichnungen von Objekten • räumlich organisiert • generiert in Hirnregionen des visuellen Puffers (visual buffer) • V1 & V2 (primärer und sekundärer visueller Kortex) Vorhersage Wahrnehmung und Vorstellung sollten einander beeinflussen
- Pylyshyns Propositionale Theorie Vorstellung ist nur implizites propositionales Wissen Wissen darüber wie Dinge aussehen würden in der jeweiligen Situation Generell unbewusstes, abgespeichertes Wissen über Objekte („der Ball ist rot“) Beschaffenheit des impliziten Wissens noch nicht gut definiert