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Allgemeine Psychologie C (Fach) / Unbewusste Informationsverarbeitung (Lektion)

Begriffsbestimmung "Bewusstsein", subliminale Wahrnehmung und Bahnung (Priming), Neuronale Korrelate visuellen Bewusstseins, Gedächtnis, implizites lernen und Assoziationen, Wille und Handlung

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  • Begriffsbestimmung "Bewusstsein" Sammelbegriff für unser waches Erleben äußerer Zustände wie der Umgebung und innerer Zustände wie die Gedanken, Intentionen,  Gefühle Der "Systemzustand" des Menschen kann als verschiedene mögliche Stufen betrachtet werden, z.B. Koma...Schlaf...Traum...entspannter Wachzustand... Vigilanz Eigenschaften von Repräsentationen: Block, 1995 Phänomenales Bewusstsein: Erlebniseigenschaften wie zum Beispiel Schmerzempfinden, Farbwahrnehmung... kann schlecht gemessen oder Verglichen werden Zugriffsbewusstsein: Ist der Zugriff auf die Repräsentation möglich? Repräsentation kann Ergebnis kontrollierter und koordinierter Verarbeitungsprozesse werden Monitoring-Bewusstsein: Wissen über die Funktionsweise interner Vorgänge (Metakognition) Selbst-Bewusstsein: Wissen um das eigene "Ich"
  • Bewusstsein und Aufmerksamkeit nach Dehaene, Changeux, Naccache, Sackur, & Sergent (2006) Top-Down Aufmerksamkeit abwesend und Bottom-Up Stimulus schwach:                  Subliminaler (unbeachteter) Bewusstseinszustand, der mit sehr wenig Gehirnaktivierung einhergeht, sehr wenig Priming, in dem Zustand kann nichts wiedergegeben werden Top-Down Aufmerksamkeit anwesend und Bottom-Up Stimulus schwach
  • Unbewusste mentale Prozesse Prozesse im Gehirn eines Menschen die für diesen nicht merkbar ablaufen. Beispiele für unbewusste mentale Prozesse: subliminale  Wahrnehmung, das Gedächtnis, Wille und Handlung, Implicit Association Tests
  • Subliminale Wahrnehmung: Iss Popcorn, trink Cola! James Vicarcy: Werbefachmann, der 1958 in einem Zeitungsartikel über eine neue (von ihm entwickelte) Form der Werbung berichtete. Während einer Kinovorstellung will er alle 5 Sec. den Satz "Iss Popcorn, trink Cola" für  1/3 msec eingeblendet haben. Der Satz wurde vom Publikum nicht wahrgenommenEs wurde 18% mehr Cola verkauft und 58% Popcorn ⇒ Vicarcy erklärte die Botschaft wurde unterbewusst wahrgenommen, also subliminal Replikationsversuche scheiterten, Vicarcy ist ein Schwindler 81% der Amis haben von subliminaler Werbung gehört, 63%  glauben es funktioniert Probanden liesen sich durch Nachfragen irritieren und gaben an, ein großes Verlangen nach Popcorn oder Cola zu spüren - es wurde allerdings nur die Botschaft "phone now" eingeblendet
  • Subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Wahrnehmungsabwehr (Wahrnehmungsstudie) Freud: Tabuwörter haben einen erschwerten Zugang zum Bewusstsein. Negative Inhalte würden vom Bewusstsein abgewehrt werden, als Schutz vor Depressionen. Experimente zeigen: Darbietungszeiten für Tabuwörter mussten länger sein als für neutrale Wörter, damit das Wort wahrgenommen werden konnte (Brunner & Postman, 1947). Problem: Es existiert eine Konfundierung mit der Worthäufigkeit der WörterDiese Gegenhypothese entlarvte Freuds Theorie als falsch Kein überzeugender Beleg für unterbewusste Wahrnehmungsvorgänge
  • subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Blindsehen Wahrnehmungsstudie Weiskrantz (1997): untersuchte Menschen mit Läsionen am visuellen Kortex, wodurch diese bestimmte Bereiche des Gesichtsfeldes nicht sehen konnten Probenden wurden gebeten mit dem Arm auf ein dargebotenen Lichtpunkt zu zeigen, der sich zum Teil auch in dem blinden Gesichtsfeld befand Probanden empfanden diesen Teil als schwachsinnig, doch sie zeigten überdurchschnittlich häufig auf die Stelle des Lichtpunktes⇒ Lichtpunkte in dem blinden Gesichtsfeld sind dem Bewusstsein nicht zugänglich, für den Arm aber interpretierbar!
  • Subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Bahnungstechniken Wahrnehmungsstudie Eagle, 1959: Probanden sollten dem Bild ein jungen Mannes, der tatenlos dastand,  CharaKtereigenschaften zuweisenZuvor wurde ganz kurz das Bild des Mannes eingeblendet, wie er entweder eine Torte verschenkte oder einen Mann erstach Ergebnis: Probanden beschrieben den Mann positiver wenn zuvor das Tortenbild eingeblendet wurde Aber: wirklich unbewusste Wahrnehmung oder sehr schnelles Vergessen?
  • Subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Lexikalische Entscheidung Wahrnehmungsstudie Zwei Wörter werden schnell nacheinander dargeboten. PProbanden mussten entscheiden ob die zweite Buchstabenfolge ein Wort wahr oder nicht.Reaktionszeiten waren länger bei Wörtern die keinen thematischen Bezug zueinander haben und noch länger inkongruenten Durchgängen Bahnungseffekt trotz Maskierung des Vorreizes: Erste Buchstabenfolge wird nun so kurz dargeboten, dass sie nicht bewusst wahrgenommen werden kann und zusätzlich mit einer Maske maskiert.Hat die erste Buchstabenfolge nun immer noch einen Einfluss auf die Entscheidung bezüglich der zweiten Folge? Wenn ja ist dies Evidenz für subliminale Wahrnehmung
  • Subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Priming-Effekte bei Metakontrast Vorberg et. al:Bot den Probanden zunächst einen Prime in Form eines Pfeils dar (14ms) und anschließend einen größeren Pfeil an der gleichen Stelle. Zusätzlich wurde das ISI zwischen 0 - 70 ms varriertHypothese: Bei 0 ms sollte keine Bahnung stattfinden können, somit die Reaktionszeiten congruenten und incongruenten Bedingungen ungefähr gleich sein. Je länger dann das ISI wird, sollte sich die Reaktionszeitdifferenz erhöhenErgebnis: Hypothesen konnten bestätigt werden, was als Beleg für subliminale Bahnung genommen wurde.
  • Subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Unbewusste Verarbeitung von Emotionen Dimberg, Thunberg & Elmhed, 2000 EMG-Messung von GesichtsmuskelnM. currugator supercilii: Beim Stirnrunzeln aktivM. zygomaticus minor: beim Lächeln aktiv (zieht Mundwinkel hoch) subliminale Präsentation eines fröhlichen, traurigen oder neutralem GesichtAnschließend Darbietung einer neutralen Maske in variierter Länge, dabei EMG-Aufzeichnung Bei einer kurzen Maskendauer gab es kein Unterschied zwischen fröhlichen und negativem PrimeBei langer Maske werden die dazugehörigen Muskeln stärker aktiviert
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  • subliminale Wahrnehmung und Bahnung: Lipton Ice Tea Studie Phase 1: 50% der Probanden bekamen ein salziges Bonbon Phase 2: 500ms Maske → 23ms Prime (entweder "Lipton Ice" oder "Npeic Tol") → 500 ms Maske → Zielreiz: zähle kleines bs im Bild Wenn sie ein Getränk bekämen, würden sie sich für Lipton Ice Tea oder Wasser entscheiden? Es entschieden sich in beiden Gruppen mehr für den Ice Tea wenn der Prime "Lipton Ice" war⇒ Priming wirkt wenn der Prime "zielrelevant" ist    Wichtig: Auch hier war der Prime nicht identifizierbar
  • Subliminales Priming und Agency Testreiz: Lexikalische Entscheidungsaufgabe "Bike" oder "Gews"Prime: "The" oder "God" Testreiz wird nach der Reaktion oder nach einer zufälligen Zeit vom Computer gelöscht Frage: Wer war für die Löschung verantwortlich: Ich oder der Computer? Geringeres Gefühl der Urheberschaft in der Bedingung "Gott-Prime" als in der Kontrollbedingung - jedoch nur bei Gläubigen, nicht bei Atheisten
  • Neuronale Korrelate visuellen Bewusstseins: Binokularer Wettstreit den Augen wird simultan ein unterschiedliches Bild präsentiert Person soll auf ein Zeichen hin die Aufmerksamkeit von einem zum anderen Bild lenken, währenddessen wird die Hirnaktivität gemessen Kontrollbedingung: Proband bekommt die Bilder abwechselnd ohne Rivalitätsbedingung präsentiert Es wurde die Hirnaktivität in zwei Arealen gemessen: FFA: fusiform face area (aktiv bei Darbietung von Gesichtern) PPA: parahippocampal place area (aktiv bei Darbietung von Häusern / Orten) Ergebnis: Die neuronale Aktivität spiegelt das wieder, was die Menschen wahrnehmen und nicht was sich auf der Retina befindet.
  • Neuronale Korrelate visuellen Bewusstseins: Sound - induced flash illusion Versuchsaufbau:Probanden sitzen vor einem Computer. Es ertönt einen Beepen und es erscheint ein Lichtblitz. Werden jedoch zwei Beeps präsentiert und dazwischen ein Lichtblitz, so tritt die Illusion von zwei Lichtblitzen auf. Ergebnisse: Es wurde das ereigniskorrelierte Potenzial mittels EEG abgeleitet Zwei Töne, 1 Blitz, keine Illusion: Es trat keine Abweichung von der Baseline auf Zwei Töne, 1 Blitz, Illusion aufgetreten: Abweichung von der Baseline 2 physikalische Blitz: sehr ähnliche Abweichungen von der Baseline wie bei der Illusion. ⇒ Das illusionäre Perzept des zweiten Blitzes wird im ereigniskorrelierten Potenzial des EEG reflektiert und entspricht in etwa der Aktivität, die mit einem tatsächlich vorhandenen zweiten Blitz auftritt.
  • Gedächtnis, implizites Lernen und Assoziationen: Postulat von William James Erinnern sei eigentlich nichts anderes als die nochmalige Bewusstwerdung einer früheren Erfahrung, über die mittlerweile nicht mehr nachgedacht wurde. Kurz: Bewusstsein und Gedächtnis sind eng miteinander verknüpft
  • Gedächtnis, implizites Lernen und Assoziationen: Amnesie Anterograde Amnesie: Patienten können sich an Dinge vor dem Krankheitsbeginn erinnern aber nicht an Dinge danach Beispiel: Patient H.M. (1926 - 2008) Es wurden große Teile des medialen Temporallappens incl. Hippocampus entfernt.Hatte dennoch eine gute unbewusste Erinnerungsleistung. Reterograde Amnesie: Patienten können sich an Dinge nach dem Krankheitsbeginn erinnern aber nicht an Dinge davor
  • Gedächtnis, implizites Lernen und Assoziationen: Patient H.M. Wiedererkennen von Objekten bei H.M.Ihm wurden unvollständige Strichzeichnungen vorgelegt, die er identifizieren sollte.Patient konnte die Zeichnungen besser identifizieren, wenn er das vollständige Bild zuvor gesehen hatte, obwohl er sich daran nicht erinnern konnte.→ Erkennung verbessert ohne bewusstes Erinnern Prozeduales Gedächtnis bei H.M.H.M. sollte eine Vorlage nachzeichnen, wobei die Hand nur im Spiegel gesehen wird.Die Genauigkeit beim Spiegelzeichnen kann durch Übung verbessert werden. → Motorische Fertigkeit (Hand-Auge-Koordination) konnte ohne bewusstes Erinnern erlernt werden
  • Gedächtnis, implizites Lernen & Assoziationen: Gedächtnisleistung unter Vollnarkose Jelicic, 1992 Probanden wurde unter Vollnarkose 30 verschiedene Früchte & Farben genannt Kontrollgruppe wurde Meeresrauschen vorgespielt Probanden in Zielgruppe nannten überdurchschnittlich oft die Früchte & Farben aus der Narkose
  • Gedächtnis, implizites Lernen & Assoziationen: Kleinkind Amnesie Erlebnisse vor dem Beginn des 4. Lebensjahres können nicht erinnert werden.Vermutlich weil die Kinder es noch nicht verbalisieren können oder weil man später Informationen anders abspeichert. Aber: Unbewusstes Wiedererkennen von Situation vor dem 4. Lebensjahr findet statt Zeigten älteren Kinder alte Bilder der Tagesstätten in denen sie früher waren und maßen die galvansiche Hautleitfähigkeit beim Betrachten der Bilder. Hautleitfähigkeit nahm gegenüber neutralen Bildern zu! Es ist bekannt, dass man mehr schwitzt bei bekannten Dingen als bei unbekannten. Untersuchung ist also ein Indiz dafür, dass es die Erinnerung unbewusst noch gibt2
  • Implizites Lernen Beiläufiges (inzidentelles) Lernen ohne das man die Intention hätte etwas zu lernen Ist möglich ohne sich den Lerninhalten bewusst zu sein, ohne Aufmerksamkeit
  • Implizites Lernen: Grammatiklernaufgabe Reber (1967) Probanden sollten sich bestimmte Buchstabenfolgen einprägen. Anschließend wurde ihnen mitgeteilt, dass diese einer Grammatik folgen. Es sollten nun weitere Buchstabenfolgen klassifiziert werden, ob sie einer Grammatik folgen. Ergebnis:Probanden sind überdurchschnitlich gut darin, obwohl sie die Regeln nicht bewusst beschreiben können
  • Implizites Lernen: Serial Reaction Time Task Probanden wird ein Sternchen an einer von 4 Positionen dargeboten. Diese sollen dann so schnell wie möglich den jeweils korrespondierenden Knopf drücken. Der nächste Stern erscheint immer sehr schnell nach der abgebenen Reaktion Die Sequenz der Sternenposition hatte in der Experimentalbedingung  eine regelmäßige Abfolge, in der Kontrollbedingung war sie komplett zufällig ErgebnisNach 8 Blöcken wiesen bewusste Lerner die schnellste Reaktionzeit auf, aber auhc die unbewussten Lerner (denen nichts von der Sequenz gesagt wurde) waren schneller als die Probanden mit zufälliger Sequenz Im 9ten Block wurden allen eine zufällige Sequenz präsentiert: Alle hatten dann die selbe Reaktionszeit wie die Kontrollgruppe
  • Implizites Lernen & Assoziationen: Impliziter Assoziationstest (IAT) Greenwald et al, 1998: Entwickelten den Implicit Assoziation Test Messverfahren in der Sozialpsychologie Es soll die Stärke der Assoziationen zwischen einzelnen Gedächtnisinhalten zu messen Anwendungsbeispiel aus Kühnen et al., 2001: 1. Phase: Probanden wurden deustche Städtenamen präsentiert, die sie mit zwei Tasten  Ost- oder Westdeutschland zuordnen sollen 2.Phase: Es sollen nun Adjektive nach angenehm oder unangenehm klassifiziert werden. Dabei kann die Taste für angenehm in der Aufgabe zuvor entweder mit Ostdeutschland oder Westdeutschland  assoziiert worden → Tasten sind nun mit zwei Assoziationen belegt 3. Phase: Die Kategorisierungsaufgaben werden nun kombiniert Ergebnisse: Westdeustche konnten schneller reagieren, wenn die Taste "angenehm" mit Westdeutschen Städten assoziiert wurde und Ostdeutsche waren schneller, wenn die Taste "angenehm" mit Ostdeutschen Städten assoziiert wurde
  • Wille und Handlung: Willensfreiheit? Willensfreiheit: den eigenen Willen selbst bestimmen können Philosophische Extrempositionen: Libertarier: Glauben an die Freiheit, verneinen den Determinismus Harte Deterministen: Glauben an den Determinismus, verneinen die Existenz der Freiheit Descartes: Der Verstand wählt die Handlungsalternative aus und veranlasst dann den Körper über das Gehirn zur Ausführung. Kausale Wirkungskette: Wille ⇒ Gehirnaktivität ⇒ Handlung Viele Neurowissenschaftler: Bewusste Entscheidung als Konsequenz der Gehirnaktivität anstatt deren Ursache Der "Wille" ist somit eine Illusion und ein bloßes Epiphänomen unbewusster Prozesse  Kausale Wirkungskette: Gehirnaktivität ⇒ Handlung & erlebter "Wille"
  • Willen & Handlung: Libet - Studie Bereitschaftspotenzial: langsame negative Potentialverschiedbung, die einer Willkürbewegung vorrausgeht wird mittels EEG gemessen Versuchsaufbau:Proband blickt auf einen Monitor der eine sich im Kreis bewegende Kugel zeigt. Die benötigt 2 sec für einen Kreisdurchlauf. Per Kopfdruck sollen die Probanden die Kugel zum stehen bringen. Der Bewegungsgbeginn wird mittels EMG gemessen. Probanden sollen sich merken, wo sich die Kugel befand wenn sie sich dazu entschlossen den Knopf zu drücken. Ergebnis: Bereitschaftspotenzial steigt schon 300ms bevor die VP angibt die Entscheidung getroffen zu haben. ⇒ Der Handlungswunsch nicht die Aktivierung des Prämotorischen Kortex bewirkt haben⇒ bewusste Intention ist offenbar nicht die Ursache für die neuronalen Prozesse welche zur Handlung führen
  • Libet-Studie: Interpretation der Autoren Der Entschluss zu Handeln wird von unbewussten Gehirnprozessen gefallen, bevor der Entschluss als Handlungswunsch ins Bewusstsein dringt Die bewusste Entscheidung kann also aufgrund der zeitlichen Abfolge nicht der Grund für die Handlung sein. Dies bedeutet, dass es keine oder nur eine eingeschränkte Willensfreiheit gibt. Allerdings gibt es laut den Autoren ein sog. Vetorecht, mit welchem wir frei bestimmen können, ob eine vorbereitete Handlung ausgeführt werden soll: "bewusstes Veto" Autoren merken an, dass das Experiment keine Aussage über längerfristig geplante Handlungen macht.
  • Libet-Studie: Kritik Kritik hinsichtlich der Methoden und kontroverse Meinungen bzgl. der Generalisierbarkeit Klemm, 2010: Entscheidungen bestehen aus vielen Subprozessen und bauen sich langsam auf, oftmals in verschiedenen Gehirnarealen Echte Entscheidung sind viel komplexer Entscheidungen sind nicht immer an die Motorik gekoppelt Kritik an der introspektiven Methode: Das Paradigma kann viele Wahrnehmungverzerrungen unterliegen
  • Wille und Handlung: Standpunkte zum freien Willen Wegner (2003): Das Erleben des eines Willens ist der beste Trick des Verstandes Wir erleben eine Aktion als willentlich, wenn... ... der Gedanke an die Aktion der Aktion zeitlcih vorangeht (Priorität) ... die Aktion und der Handlungswunsch sich inhaltlich entsprechen (Konsistenz) ... keine andere Erklärung für die Aktion infrage kommt (Exklusivität) Prinz (2012): Wir tun nicht, was wir wollen, sondern wir wollen, was wir tun Der "freie Wille" ist das Ergebnis einer kulturellen Konstruktion und keine logische Tatsache. Er entsteht im Diskurs zwischen Menschen und ist daher ein Produkt unserer Phantasie Der Mensch baut dieses Konstrukt in seine Erklärungen ein, wodurch eine soziale Funktion erfüllt wird, nicht jedoch eine Handlungsrelevante
  • Willen & Handlung: Was ist der Vorteil von unbewusster Verarbeitung? Existenz der unbewussten Verarbeitung seit 40(?) Jahren weitestgehend anerkannt Pinker (1997): Gründe für unbewusste Verarbeitung Evolutionärer Ursprung Geschwindigkeitsvorteil gegenüber bewusster Verarbeitung Es werden Ressourcen eingespart, die für das bewusste Erleben verwendet werden können Hassin (2013): "unconscious processes can perform the same fundamental, high-level functions taht conscious processes can perform"